wir beginnen den Tag wieder mit einem kurzen Blick auf die Ereignisse der Stunden bis zum frühen Morgen:
+++ Für den heutigen Donnerstag sind ukrainischen Angaben zufolge drei Fluchtkorridore zur Evakuierung von Menschen aus der Region Sumy im Nordosten des Landes geplant.
+++ Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat nach Tschernobyl auch die Verbindung zum größten europäischen Atomkraftwerk Saporischschja in der Ukraine verloren.
+++ Für die Geflüchteten aus der Ukraine stehen der Bundesregierung zufolge bisher insgesamt 200.000 private und öffentliche Unterkünfte in Deutschland zur Verfügung.
+++ Nach Angaben der ukrainischen Armee wehren die eigenen Streitkräfte aktuell die Offensiven der russischen Truppen ab und halten diese zurück. In manchen Einsatzgebieten hätten die russischen Einheiten ihre Kampfkraft verloren und führten Reserven ein.
Unser Newsroom ist rund um die Uhr besetzt. Die aktuellen Entwicklungen können Sie hier verfolgen.
Mehr als 70.000 Menschen sind seit dem Beginn des russischen Überfalls vor zwei Wochen aus der Ukraine nach Berlin geflüchtet. In einer Sondersitzung mit Polizeipräsidentin Barbara Slowik und Feuerwehrchef Karsten Homrighausen einigte sich der Senat gestern Abend darauf, heute bei Verteidigungsministerin Christine Lambrecht um logistische Hilfe der Bundeswehr zu bitten. Beschlossen wurde, fünf weiterer Unterkünfte einzurichten – die Standorte:
+ Salvador-Allende-Straße
+ Kurt-Schumacher-Damm
+ Zossener Straße
+ Rheinpfalz-Allee
+ Rennbahnstraße.
Unterkommen sollen Geflüchtete auch in Hotels. Und am Abend öffneten viele Helferinnen und Helfer den Festsaal Kreuzberg und das Säälchen am Holzmarkt als Notunterkunft.
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Eine Initiative um den Netzwerker und „AusserGewöhnlich Berlin“-Macher Alexander S. Wolf bringt unterdessen die Immobilienbranche zu einer Unterkunftsaktion zusammen – alle bisherigen Versuche, für eine koordinierte Hilfe der dezentralen Aktionen aus der Gesellschaft mit den zuständigen Senatsstellen Kontakt aufzunehmen, waren gescheitert. Treffpunkt: Montag, 14.3., 12:30 bis 14:00 Uhr, Axica Berlin am Brandenburger Tor.
Mit der Koordination der staatlichen Unterkünfte wurde Albrecht Broemme beauftragt – der frühere THW-Präsident hatte zuletzt die (nie genutzte) Corona-Notklinik an der Messe aufgebaut.
Anerkennung hat sich aber auch Maik Zinn bei vielen Helfern verschafft – ein typischer Kommentar über den präsenten und ansprechbaren Büroleiter von Senatorin Katja Kipping: „Wahnsinnig engagiert, aber inzwischen völlig überarbeitet.“
Weil das Zelt am Washingtonplatz zu klein ist für die Zahl an Geflüchteten (und auch ansonsten weniger für eine Notsituation, als mehr für eine Party geeignet erscheint – mit Ausnahme der geringen Zahl an Steckdosen) bleibt das Untergeschoss im Hauptbahnhof als zusätzliche Anlaufstelle erhalten. Die Verpflegung der Ankommenden wurde gestern auf kurzem Weg an die Messe-Tochter „Capital Catering“ vergeben.
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Jetzt bewerben für das 10. Jubiläum des Hatun-Sürücü-Preises am Freitag, 29. April 2022: Wir suchen Initiativen, Organisationen oder Einzelpersonen aus Berlin, die Mädchen und junge Frauen in ihrem beruflichen und persönlichen Werdegang unterstützen und ermutigen, Neues zu erproben. Alle wichtigen Infos zur Preisverleihung unter: https://gruene-fraktion.berlin/hsp
Für ukrainische Jugendliche will Bildungssenatorin Sabine Busse zunächst50 zusätzliche Willkommensklassen einrichten. Insgesamt gibt es in Berlin 540 solcher Klassen für rund 6000 Schülerinnen und Schüler – diese sind aber weitgehend ausgelastet.
Was bei allem Einsatz für Menschen aus der Ukraine nicht vergessen werden sollte: In Berlin lebende Russen geraten zunehmend unter Druck und werden offen angefeindet – selbst dann, wenn Sie gegen Putin und dessen Krieg sind. Dazu ein wichtiger Hinweis: Die Verteidigung der demokratischen Zivilgesellschaft beginnt nicht erst am Stadtschild von Kiew – und gilt für alle ihre Mitglieder. Katharina Kunert und Deike Diening haben sich in Berlin angeschaut, wo der Zorn die Falschen trifft – ihren Bericht finden Sie hier.
Zu Beginn der heutigen Aktuellen Stunde im Abgeordnetenhaus wird Ukraine-Botschafter Andrij Melnyk zu den Berliner Parlamentariern sprechen (auf Einladung von Präsident Dennis Buchner) – alle Freunde klarer Worte dürften da auf ihre Kosten kommen.
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an die Nieren geht
Jede:r Zehnte in Deutschland hat geschädigte Nieren. Nur die Hälfte weiß das. Fatal für die Betroffenen, teuer für das dt. Gesundheitssystem: Geschätzt 10,7 Mrd. € kostete die Erkrankung allein 2021. Dabei könnte eine einfache Vorsorgeuntersuchung schlimmste Folgen verhindern und Ausgaben senken. Setzen Sie sich für eine verbesserte Früherkennung ein!
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Weitere Reaktionen, Initiativen und News, zum Beispiel aus der ukrainischen und russischen Community, finden Sie in unseren 12 Bezirksnewslettern „Tagesspiegel Leute“, die Sie hier einzeln oder kombiniert, aber immer kostenlos bestellen können.
Zu einem anderen Thema:
Kurt Krömer ist mit Ann-Kathrin Hipp für unseren Checkpoint-Podcast „Eine Runde Berlin“ um die Stadt gefahren und hat sich dabei nicht gerade als Giffey-Fan geoutet – meint aber, das beruhe auf Gegenseitigkeit:
„Frau Giffey hasst mich, seitdem ich Raed Saleh dahatte (also in seiner Sendung „Chez Krömer“; d. Red.) und diese Scheiß-Merchandise-Produkte vom Tisch gehauen habe. Seitdem weht mir aus dem Rathaus in Berlin ein ganz eisiger Wind entgegen.“ Ob er Giffey schon angefragt hat? „Ja, das war so eine Absage nach dem Motto ‚Ich komme jetzt nicht, ich werde niemals kommen‘. Aber dann kann ich jetzt auch öffentlich sagen, dass ich die sehr trutschig finde.“
Anlass für die Runde mit Kurt Krömer (wie u.a. auch für seinen langen Auftritt bei „Stern TV“ gestern Abend): Heute erscheint sein neues Buch („Du darfst nicht alles glauben, was du denkst“). Es geht darin um Krömers Depressionsgeschichte, und das ist selbstverständlich auch Thema im Podcast – neben Baumärkten, Bayern, Rom, dem Wedding, Instagram, Perfektionismus, Kunst – und den Widerstand von Ex-Komiker und Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj. Krömers Fazit: „Irgendwann liegen wir alle tot in der Kiste. Das stelle ich mir immer vor und das gibt mir unheimliche Lebensfreude. Ich möchte so viel machen wie möglich. Alles, was geht.” Das ganze Gespräch können Sie sich hier anhören.
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Sie haben ein Produkt oder eine Lösung aus dem Deep-Tech-Bereich und sitzen mit Ihrem Unternehmen in Berlin? Dann bewerben Sie sich jetzt für den Deep Tech Award 2022 der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe und überzeugen Sie die Jury! Alle Informationen und die Möglichkeit zur Bewerbung finden Sie hier.
Inge Deutschkron ist gestern im Alter von 99 Jahren gestorben – jeder ihrer Geburtstage war ein kleiner Sieg über Adolf Hitler, sie hatte den Holocaust als Kind mit ihrer Mutter in Berlin überlebt. Ihr zu Ehren hier ein Ausschnitt der Rede, die sie am 30. Januar 2013 im Bundestag hielt:
„Die letzten Berliner Juden holte man vornehmlich aus Fabriken ab, wo sie zur Herstellung von Munition für Hitlers Kriege zwangsverpflichtet gewesen waren. Doch man ergriff sie auch, wo und wie man sie fand: in ihren Wohnungen, auf der Straße, im Morgenrock, im Arbeitskittel. Ahnungslos folgten sie den Anweisungen, genau wie die Deportierten vor ihnen, von deren Schicksal sie nichts wussten. Zurück blieb die kleine Zahl derer, die ein Versteck gefunden hatten und in die Illegalität gingen wie meine Mutter und ich.
Auch ich sah sie vom Fenster aus, sehe sie noch heute, in ihrem Erschrecken wie erstarrt, von Polizisten in die Wagen gestoßen. ‚Schnell, schnell, schnell‘, trieb man sie an. Diese letzte Deportation aus Berlin dauerte mehrere Tage.
Dann waren sie alle weg – meine Familie, meine Freunde, die blinden jüdischen Bürstenzieher von Otto Weidt, die jüdischen Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg, ihre Orden noch am Revers ihres Mantels. Wir hatten keinen Schrei gehört, sahen kein Aufbegehren; blickten ihnen nach, wie sie gehorsam ihren letzten Weg antraten.
Des Nachts sah ich sie wieder vor mir, hörte nicht auf, an sie zu denken: wo waren sie jetzt? Was tat man ihnen an? Ich begann mich schuldig zu fühlen. Mit welchem Recht, so fragte ich mich, verstecke ich mich, drückte ich mich vor einem Schicksal, das auch das Meine hätte sein müssen? Dieses Gefühl von Schuld verfolgte mich, es ließ mich nie wieder los.“
Berliner Schnuppen
Telegramm
Weil sich der „Allgemeine Ordnungsdienst“ wegen Falschparkern und Corona nicht in der Lage sieht, das Hundeverbot im Gartendenkmal Boxhagener Platz durchzusetzen (vor drei Jahren für 650.000 Euro saniert), will der Bezirk die Sache jetzt mit einem Kindermalwettbewerb regeln – das Motto: „Kein Ort für Hunde, ein Ort für mich“. Die Werke sollen am Zaun ausgestellt werden. Checkpoint-Prädikat: „Kunst am Wau“.
Zu anderen Zeiten wäre diese Ausschreibung hier wohl eher durchgerutscht, aber in Kriegszeiten bleibt sie hängen: Die Multiverwaltung von Senatorin Bettina Jarasch sucht „eine/einen Verwaltungsmitarbeiter/in im Fachbereich Kampfmittel“, und zwar ab sofort. Geboten wird u.a. „eine abwechslungsreiche Tätigkeit“. Unsere Aufgabe für Sie: Ordnen Sie die Aufgabe einem der Bereiche dieser Verwaltung zu (mit Begründung): a) Umwelt, b) Mobilität, c) Verbraucherschutz, d) Klimaschutz (Mehrfachnennung möglich).
Das BA Lichtenberg schreibt einen Rahmenvertrag über den Kauf, die Lieferung und die Montage „Elektronischer Schwarzer Bretter“ für Lichtenberger Schulen aus – tja, vielleicht werden damit ja endlich die schwarzen Löcher zugenagelt, in denen bisher die Digital-Investitionen verschwanden.
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Sie erinnern sich an Corona (falls sie es nicht sogar gerade haben)? Trotz steigender Inzidenzen fallen am 20. März die Masken – und mit ihnen auch andere Schutzmaßnahmen. Einen Überblick finden Sie hier.
Das IT-Dienstleistungszentrum des Lands Berlin ist zu langsam, arbeitet nicht exakt genug und ist schlecht organisiert – und das sagt nicht nur der Checkpoint, sondern auch Marc Böttcher (gestern im Digitalausschuss) – und der muss es schließlich wissen: Er ist der Chef des ITDZ.
Noch schlimmer als das ITDZ ist nur das „Besondere elektronische Anwaltspostfach“, genannt „beA“, endloser Alptraum aller Juristen – gestern war zur Abwechslung mal wieder nicht nur langsam, sondern down.
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Kleine Zwischenbemerkung: Berlin wirkt so viel schöner, so anders, wenn am Ende des Winters die Leute endlich mal wieder draußen in der Sonne ihren Kaffee trinken.
Mehr als 5000 Vandalismusschäden haben die landeseigenen Wohnungsgesellschaften im vergangenen Jahr registriert – hier die Rangliste nach Schadenssumme:
Gewobag (2500 Fälle, 1,2 Millionen Euro), Howoge (1200 / 350.000), Gesobau (645 / 335.000), Degewo 500 / 200.000), WBM (720 / 177.000).
Wie viele Schäden auf das Konto unzufriedener Mieter gehen, muss in Berlin so, wie auch bei Wahlergebnissen üblich, geschätzt werden. Halbe-halbe, würde ich mal tippen – damit liegt man hier meistens richtig. (Q: Anfrage MdA Danny Freymark).
Huch, kopiert jetzt auch die FDP ohne korrekte Quellenangabe? Im Transparenzregister ist jetzt „Das sechste Gesetz zur Änderung der Bauordnung“ vermerkt, und zwar auf Antrag der Liberalen, aber das Ding heißt doch tatsächlich „Schneller-und-einfacher-Bauen-Gesetz“. Das hätte Dr. ex. Franziska Giffey kaum schöner sagen können.
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Das Ausflugswetter macht Lust auf Mark und Meer – und dafür haben wir ja nicht nur unser Lieblingswildschwein Kevin, der jeden Sonnabend im Checkpoint verrät, wo die besten Kurztrip-Trüffel zu finden sind, sondern auch unsere Magazine. Soeben neu erschienen: Brandenburg, wie immer liebevoll durchkomponiert von Jan Oberländer und Axel Völcker. Auf 196 Seiten gibt es mehr als 300 Tipps voller Kunst, Kultur und Kulinarik, Radtouren, Wanderwegen und Kanustrecken.
Wir schauen in einen Dinosaurierpark und die besten Museen des Landes, besuchen das Zempower Freiluftkino, in dem man grillen und zelten kann, baden im Wald, schwimmen durch Uckermärker Seen, paddeln auf der Gülper Havel vorbei an Tüpfelsumpfhühnern und Uferschnepfen, helfen auf Gut Boltenhof gegen Kost und Logis bei der Stallarbeit, schicken die Kinder in den Kletterwald, probieren das Krustenbrot von Bäcker Wiese aus Eberswalde und die Topinambur-Chips mit Rote-Bete-Powder aus der „Wilden Klosterküche“ in Neuzelle. Jetzt am Kiosk (10,80 Euro) oder hier online im Tagespiegel-Shop (mit Abo 8,50 Euro).
Korrektur zur Meldung „Achtung Hertha! Der Senat sucht Referent/in für Vereinsverbote“ (CP von gestern): Hier fehlten wegen eines kurzzeitigen geistigen Flutlichtausfalls zwei Buchstaben und ein Zeichen (ein „E“, ein „x“ und ein „-“), denn Andreas Geisel stürmt selbstverständlich nicht mehr als Sportsenator herum, sondern wurde von Franziskas Giffey bekanntlich für diese Saison im zentralen Mittelfeld aufgestellt (Stadtentwicklung).
Zitat
„Als Regierender konnte ich reden, wann ich wollte. Das ist jetzt anders. Daran muss ich mich noch gewöhnen.“
Michael Müller über seine bisherigen Erfahrungen als Bundestagsabgeordneter. Berichtet hat er davon bei einem Salon von Marion Uhrig-Lammersen im Capital Club am Gendarmenmarkt, der zum Treffpunkt auch vieler Ex-Politiker geworden ist. Zusammen mit dem früheren SPD-Fraktionssprecher Sten Martenson hat Marion Uhrig-Lammersen kuriose Anekdoten und Erinnerungen der „MdB a.D.“ für ein gleichnamiges Buch gesammelt – es sind 250 Seiten lebendige, unterhaltsame Parlamentsgeschichte geworden (ISBN 9798486725067).
Tweet des Tages
Jemand hat den Bücherkasten in der Kulturwissenschaft geknackt und hat nichts rausgeklaut außer meinen beiden Büchern über Diebstahl. Ich kann das nicht verurteilen.
Antwort d. Red.: Dazu folgender Hinweis: Einige Werke des Kultur- und Literaturwissenschaftlers Andreas Gehrlach von der Humboldt-Universität stehen auch in der Zentral- und Landesbibliothek zum… nein, natürlich nicht – sie stehen dort zum Ausleihen bereit (z.B. „Diebe: Die heimliche Aneignung als Ursprungserzählung in Literatur, Philosophie und Mythos“).
Stadtleben
Essen – Die Temperaturen steigen allmählich, die ersten zarten Sonnenstrahlen kündigen das Ende des Berliner Winters an, und zuverlässig eröffnen auch die ersten Eisdielen nach der Winterpause. Teils beachtliche Schlangen gab es am feministischen Kampftag vor vielen davon. Auch der Schöneberger Edel-Eisdealer „Jones Ice Cream“ ist seit Dienstag wieder zurück und hat eine neue Sorte, „Vanille & Pecan Praline“, im Sortiment. täglich 12-19 Uhr, Goltzstraße 3, U-Bhf Eisenacher Straße
Verlosung – Von „Jones Ice Cream“ ist es ein kurzer Spaziergang zum „Weinlobbyisten“ an der Kolonnenstraße. Inhaber Serhat Aktas hat sich auf deutsche und österreichische Gewächse spezialisiert, darunter viele Lagenweine und reifere Jahrgänge. Auch Weinverkostungen finden hier regelmäßig statt, Interessierten sei ein Newsletter-Abo ans Herz gelegt. Koch Ronny Marx hat zu den vielen guten Tropfen die passende Speisekarte entworfen, derzeit u.a. mit Rindertatar, Flammkuchen sowie diversen Brotzeiten. Wir verlosen 1x ein Drei-Gänge-Menü für zwei Personen inklusive Weinbegleitung an einem Termin Ihrer Wahl. Schreiben Sie uns hier, um teilzunehmen.
Karten sichern – Am kommenden Dienstag liest Hanya Yanagihara aus ihrem aktuellen Buch „Zum Paradies“ im Berliner Ensemble. Mit dem Vorgänger, „Ein wenig Leben“, schaffte sie einen der raren literarischen Erfolge, von denen Schriftsteller:innen träumen. Das Buch verkaufte sich millionenfach und wurde weltweit gefeiert. Ihr aktuelles Werk hatte es da im deutschsprachigen Raum schwieriger, es spielt auf drei Zeitebenen, eine davon in einer von Epidemien bestimmten Zukunft angesiedelt. Yanagihara gab an, den Roman schon 2016 entworfen zu haben, beim Schreiben wurde sie von der pandemischen Realität eingeholt. Am 15.3. um 20 Uhr, Tickets 20 Euro hier.
Grübelstoff – Beim Eis-Essen scheiden sich die Geister: Ewig langes Anstehen an der Eisdiele oder doch pragmatisch und schnell ein Eis am Späti holen – wie halten Sie das?
„Wir sind die Neuen“
60 der insgesamt 147 Parlamentarier sind in dieser Legislaturperiode neu im Berliner Abgeordnetenhaus. Im Checkpoint stellen wir sie vor.
Name: André Schulze (Grüne)
Beruf: Mathematiker
Alter: 34 Jahre
Wahlkreis: Neukölln (WK 1)
Berliner Lieblingsort: „Das Tempelhofer Feld und die Wälder rund um den Müggelsee, besonders im Winter“
Eine Sache, auf die ich mich 2022 in Berlin freue: „Eine Verkehrswende, die in den Kiezen Fahrt aufnimmt, und die ersten Sonnentage im Frühling, wenn die Stadt wieder erwacht.“
Berlin heute
Verkehr – Rathausstraße u.a. (Mitte): Von 13 bis 15.30 Uhr Einschränkungen u.a. an der Spandauer Straße, Grunerstraße, Jüdenstraße, Stralauer Straße, Alexanderstraße, Jannowitzbrücke, Brückenstraße, Rungestraße und Am Köllnischen Park bis zum Märkisches Ufer (s. Demo).
Beusselbrücke (Moabit): Bis zum 12.3. in beiden Richtungen Einschränkungen im Straßenraum zwischen 7 und 16 Uhr.
Schönhauser Allee (Prenzlauer Berg): Für ca. zwei Wochen ist das Linksabbiegen von der Wisbyer Straße auf die Schönhauser Allee stadteinwärts nicht möglich. Ebenfalls gesperrt ist das Linksabbiegen von der Schönhauser Allee (aus Richtung Berliner Straße) auf die Wisbyer Straße.
Danziger Straße (Prenzlauer Berg): Von 14 bis 15 Uhr zwischen Landsberger Allee und Arnswalder Platz Verkehrseinschränkungen (s. Demo).
Regionalverkehr – RE7: Zwischen 20.15 und 5.45 Uhr fallen zwischen Berlin-Wannsee und Berlin-Charlottenburg/Berlin Zoologischer Garten einzelne Züge aus. Als Ersatz nutzen Sie bitte die Züge der Linie RE 1 (Magdeburg, Cottbus).
Demonstration – Um 10 Uhr findet eine Friedensdemonstration statt, angemeldet durch die Friedenauer Gemeinschaftsschule mit 400 Teilnehmenden, von der Rubensstraße u.a. über Rheinstraße, Baumeisterstraße zum Dürerplatz. Die „Initiative Demokratie für alle“ plant ab 10.15 Uhr eine Demonstration mit 40 Teilnehmer*innen, Motto: „Demokratie für alle“ an der Rathausstraße 15. Von der Tesla-Schule wurde ab 14.15 Uhr eine „Friedenskette für die Ukraine“ angemeldet, 1500 Personen, an der Danziger Straße. Und um 18 Uhr ruft schließlich der Landesmusikrat Berlin e.V. mit 2000 Menschen zum Protest, Pariser Platz, unter der Überschrift: „Kultur gegen Krieg“.
Gericht – Nach einer Verfolgungsjagd mit der Polizei muss sich ein 34-Jähriger verantworten. Er soll ohne Führerschein und unter Drogeneinfluss am Steuer eines Pkw gesessen haben. Als ihn Polizisten kontrollieren wollte, habe er Gas gegeben, rote Ampeln ignoriert und Unfälle mit Sachschaden verursacht (9 Uhr, Amtsgericht Tiergarten, Kirchstraße 6, Saal 2108).
Berliner Gesellschaft
Geboren – „Unser kleiner Franzose Matisse Henry Moritz ist am 2.3.2022 in Grasse bei herrlichem Sonnenschein geboren. Mit den Eltern Anna und Marius freuen sich die vier Großeltern Gisela, Erich, Angelika und Moritz“
Geburtstag – Bülent Akıncı (55), Filmregisseur / Gerhard Friedrich (74), CSU-Politiker, ehem. MdB / Waldemar Hartmann (74), Moderator und Sportreporter / Marianne Rosenberg (67), Schlagersängerin /„Liebe Silvia, zu Deinem besonderen Geburtstag gratulieren Dir Deine Britzer Tennis Damen vom TC Weiß Rot Neukölln sehr herzlich und wünschen Dir weiterhin viel Freude an der Juristerei, Kultur, Natur, Radeln, Schwimmen und natürlich Tennis“ / Fatoş Topaç (57), für die Grünen im AGH / Mark Waschke (50), Schauspieler / Hans Stimmann (81), Architekt, Stadtplaner und Ex-Senatsbaudirektor
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Dipl.-Ing. Architekt Georg Aunap, leitender Senatsrat a.D. / Roald Gerdes, * 22. Januar 1946 / Christian Jäger, * 7. Juli 1964, Courier Company / Prof. Dr. Friedrich Körber, * 2. Mai 1934 / PD Dr. Cornel Werhahn, * 11. Januar 1949
Stolperstein – Martha Feuerstein (geb. Schmuhl) wurde am 15. Februar 1881 in Dobberschütz, heute das polnische Dobrzyca, geboren. Am 10. März 1944, heute vor 78 Jahren, deportierten die Nazis sie vom Anhalter Bahnhof nach Theresienstadt, von dort wurde sie zwei Monate später nach Auschwitz verschleppt und dort ermordet. An der Neuen Weberstraße (Rückseite Karl-Marx-Allee 57) in Friedrichshain erinnert ein Stolperstein an sie.
Encore
Falls Sie sich nicht nur aus der Tiefkühltruhe und im Dönerladen ernähren, müssen Sie jetzt zum Schluss nochmal ganz stark sein – denn zum Nachtisch gibt’s heute eine ganz schlechte Nachricht: Bei der Vergabe der neuen Guide-Michelin-Sterne ist sogar Hannover an Berlin vorbeigezogen. Aber jetzt mal im Ernst: Würden Sie da wohnen wollen, selbst wenn Ihnen die vergoldeten Erdbeeren mit schwarzen Trüffeln serviert werden?
Auf allen Platten gekocht haben heute Thomas Lippold (Recherche), Sarah Borufka (Stadtleben) und Lionel Kreglinger (Produktion). Wir hoffen, es hat Ihnen gemundet! Morgen begrüßt Sie hier Nina Breher – bis dahin,