halten Sie jetzt bitte trotz Jubel ihr Lenkrad gut fest, liebe Autofahrer: Auf zwei Berliner Hauptstraßen darf wohl schon bald wieder Tempo 50 statt 30 gefahren werden. Die Senatsverkehrsverwaltung will die Geschwindigkeitsbeschränkungen in der Leipziger Straße und Martin-Luther-Straße weitgehend wieder aufheben. Wieso? Einmal kurz mitfahren bitte!
Zwei Autofahrer klagen derzeit vor dem Berliner Verwaltungsgericht gegen Tempo-30 auf beiden Straßen. Die gesunkenen Schadstoffwerte in der Luft rechtfertigten die einst genau deshalb erlassenen Tempolimits nicht mehr, argumentieren die Kläger. „Sollte es so kommen, dass die Kläger Recht bekommen, werden wir schnellstmöglich Tempo 50 auf der Martin-Luther-Straße und den betreffenden Bereichen der Leipziger Straße umsetzen“, sagte Verkehrssenatorin Manja Schreiner (CDU) dem Checkpoint. Die Entscheidung des Gerichts wolle man aber noch abwarten. „Diese wird uns Rechtssicherheit geben.“
Etwas anders stellt das Verwaltungsgericht den Sachverhalt dar: „Für einen wesentlichen Teil der Leipziger Straße ist die Aufhebung von der Senatsverkehrsverwaltung schon vorgesehen“, sagte Gerichtssprecher Stephan Groscurth. Der Senat müsse sie dort und für die Martin-Luther-Straße noch mit einer Änderung des Luftreinhalteplans beschließen. Allerdings gilt das nicht für die ganze Leipziger Straße. Auf einem kurzen Abschnitt soll nach Willen der Verkehrsverwaltung auch weiterhin Tempo 30 gelten. „Wegen 120 Metern besteht noch Streit“, so der Gerichtssprecher. Am 12. Dezember sollen die wenigen Meter vor dem Verwaltungsgericht verhandelt werden.
Wenn Sie sich in letzter Zeit bei einem Blick auf Ihre hohe Gas- und Stromrechnung erschrocken haben, seien Sie gewiss: Sie sind nicht allein. Dem Land Berlin geht es ganz ähnlich, wie die Verkehrsverwaltung mit Blick auf die Kosten der Straßenbeleuchtung pünktlich zur neuen Heizperiode an das Abgeordnetenhaus schreibt. Sieben Millionen Euro offene Gasrechnungen sind für 2023 schon aufgelaufen. Bis Jahresende sollen die Strom- und Gaslaternen zusätzlichen Kosten bei elf Millionen Euro verursachen. Grund genug, schnell die noch 20.500 Gasleuchten in Berlin umzurüsten. Insbesondere jene, die weiterhin rund um die Uhr brennen. „Ja, das Problem besteht weiterhin“, teilt die Verkehrsverwaltung auf Checkpoint-Anfrage mit. 120 Leuchten sind wegen defekter Zündkerzen noch immer dauerhaft on fire. Aber immerhin durch „permanenten Austausch“ nicht mehr 1000, wie noch vor einem Jahr.
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Die Suche nach zusätzlichen Mitarbeitern ist einer der härtesten Kämpfe, die Berlins Verwaltung auszufechten hat. Deshalb hier zunächst eine gute Nachricht: Auch im vergangenen Jahr konnte die Landesverwaltung im Saldo 1800 Beschäftigte hinzugewinnen, schreibt die Finanzverwaltung im neuen Fluktuationsbericht. Was das Bild trübt: Immer mehr Mitarbeiter verlieren die Lust am Landesdienst schnell wieder. Mehr als 2000 unter-45-jährige Beschäftigte verließen im vergangenen Jahr ihre unbefristeten Stellen in den Senatshäusern und Ämtern. Fast jeder dritte aller Abgänge. Mittlerweile verliert Berlins Verwaltung so viele Festangestellte und Beamte durch Vertragsauflösung, Kündigung und Entlassung wie durch den Renteneintritt (je 41 Prozent). Der Senat wird sich dagegen mehr einfallen lassen müssen als Pattex für den Bürostuhl.
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Zugleich zeigen die Daten aus dem Haus von Finanzsenator Stefan Evers (CDU), dass es Land und Bezirken trotz Personalzuwachs oft nicht gelingt, neu geschaffene Stellen auch zu besetzen. Die Zahl der unbesetzten Stellen stieg zum Stichtag 30. Juni 2023 im Jahresvergleich um rund 800 Positionen. 1800 Verwaltungsposten waren in dieser Zeit neu dazugekommen. Am meisten kämpfen damit weiterhin die Bezirke. Treptow-Köpenick und Tempelhof-Schöneberg (je 17 Prozent offen Stellen) sowie Marzahn-Hellersdorf (16 Prozent) haben die größten Personallücken. Dass es auch anders geht, zeigen Reinickendorf (5,9 Prozent) und Pankow (6,2 Prozent). Nichtsdestotrotz ist Berlins Verwaltung seit 2015 um satte 20.000 Mitarbeiter gewachsen. Ein Plus von 17 Prozent. Und jetzt die Preisfrage: Haben Sie den Eindruck, dass die Arbeit der Verwaltung seither auch entsprechend besser geworden ist?

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Bunte Vögel sind in Kreuzberg nichts Neues – außer sie haben Federn und Flügel. Am Kreuzberger Oranienplatz flattern seit einiger Zeit anscheinend zwei exotische Tiere, offenbar Rosellasittiche, herum. Und was wird nun aus ihnen im nahenden Berliner Winter? Beim Bezirksamt will man mit den Tierchen nix zu tun haben: „Exotische Vögel gelten als Haustiere und können als Fundtiere beim örtlichen Polizeiabschnitt oder der Tiersammelstelle im Tierheim Berlin gemeldet werden.“ Also fragten wir Christian Morawe vom Tierheim Berlin. Der gab uns Entwarnung: „Wenn diese die europäischen Temperaturen gewohnt sind, einen Rückzugsort vor der Witterung haben und an Futter kommen, können die Tiere den Winter überstehen.“
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Berliner Schnuppen
Telegramm
Wir starten mit einer guten Nachricht ins Telegramm: Der vermisste, 73-jährige Charlottenburger, zu dessen Suche wir gestern aufgerufen hatten, ist wieder aufgetaucht. Er befinde sich in der Obhut seiner Familie, teilte die Polizei mit.
Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hat die islamistische Palästinenserorganisation Hamas und das pro-palästinensische Netzwerk Samidoun verboten. Samidoun war zuletzt unter anderem mit spontanen Jubelfeiern in Berlin nach den Terroranschlägen der Hamas gegen Israel aufgefallen. „Das zeigt das antisemitische menschenverachtende Weltbild von Samidoun auf widerwärtige Art und Weise“, sagte Faeser.
Doch schon am Wochenende könnten sich die Folgen des Samidoun-Verbots auf Berlins Straßen zeigen. Die Polizei geht davon aus, dass das Verbot „zu einer Emotionalisierung“ führen wird. Eine pro-palästinensische Großdemo findet am Samstag in Berlin statt. Anders als ursprünglich geplant, wird sie nicht vor dem Brandenburger Tor enden, sondern auf dem Potsdamer Platz.
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Die Künstlergruppe General Idea forderte die Kunstwelt, aber auch die Gesellschaft im Allgemeinen heraus – und übt mit ihrem wegweisenden, 25 Jahre umfassenden Schaffen bis heute bleibenden Einfluss aus. In der bisher größten Retrospektive des Trios zeigt der Gropius Bau mehr als 200 Arbeiten aus den späten 1960er bis frühen 1990er Jahren. Mehr
Gut festhalten und Taschentücher bereitstellen: Die Grippewelle schwappt mit voller Wucht durchs Land. Das Robert-Koch-Institut zählte bereits um den Novemberbeginn so viele Fälle von Atemwegserkrankungen wie zuletzt 2011. Selbst in den Coronajahren wurden zu dieser Jahreszeit nicht so viele Fälle gezählt (6100 bis 6300 Erkrankte pro 100.000 Einwohner) wie in diesem Jahr (8000).
Markige Worte von IHK-Hauptgeschäftsführer Jan Eder gestern zum Ausbildungsbündnis: „Wenn nicht alle Akteure bereit sind, eine Schippe draufzulegen, wird die Wirtschaft das Bündnis auch wieder verlassen.“ Was er damit konkret meine, wollte Eder nicht ausführen. Aber die Stimmung beim Bündnis von Senat und Berliner Wirtschaft, um Bewerber in Lohn und Brot zu bringen und offene Stellen zu besetzen, war schonmal besser.
Berlins Erwerbstätige ließen es vergangenes Jahr ein kleines bisschen ruhiger angehen. Um 0,9 Prozent oder umgerechnet zwölf Stunden sank die durchschnittlich geleistete Arbeitszeit, zeigen neue Zahlen des Statistischen Landesamts. Insgesamt wird in der Hauptstadt aber immer noch ordentlich geschafft. Die Gesamtzahl der Arbeitsstunden stieg dank zusätzlicher Erwerbstätiger auf 2,91 Milliarden.
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Überbelegte Stationen, Zwangsfixierte auf dem Gang: Die Zustände in der geschlossenen Psychiatrie des Klinikums am Urban klingen furchtbar. Jetzt solidarisiert sich ein Teil der Belegschaft in einem offenen Brief mit den Patienten und drängt auf einen Neubau für die Psychiatrie.
Wo wir es eben mit hohen Kosten für die Straßenbeleuchtung hatten: Fällt dieser Fall schon unter Energiesparen? Am S-Bahnhof Adlershof wurde vor einiger Zeit eine Tramhaltestelle gebaut – doch die Gehwegbeleuchtungen drumherum seien allesamt defekt, schreibt Checkpoint-Leser Sebastian Schrader. „Es ist dunkel wie im Bärenhintern.“ Ergebnis seiner Anfragen an Bezirksamt Treptow-Köpenick, die BVG und die S-Bahn: Alle zeigen auf die jeweils anderen – Behördenpingpong, Edition: ausgebrannt.
Die Deutsche Flugsicherung richtet ab Samstag bis zum Jahresende eine Flugverbotszone über dem Weihnachtsrummel „Winterzauber“ in Lichtenberg ein. Die Zone gilt im Umkreis von „0.25 nautischen Meilen“ (das sind 463 Meter) und „für Drohnen jeder Größe und jeden Gewichts sowie für sämtliche Flugmodelle.“ Der Schlitten vom Weihnachtsmann ist hoffentlich ausgenommen.
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Nur noch bis Sonntag: Was ist Ihr Lieblings-Berlin-Film? Nehmen Sie an unserer Umfrage teil und lesen Sie als Dankeschön den Tagesspiegel 4 Wochen für 1 €. Unter allen Bestellern verlosen wir 10 Yorck Unlimited-Karten im Wert von jeweils 238,80 € und 50x2 Gutscheine für die Yorck Kinos. Jetzt schnell noch mitmachen
Der Herbst ist da – und mit ihm seine ätzendste Nebenerscheinung: die Laubbläser. Wer mit den lauten Motoren seinen Mitmenschen auf den Nerv gehen möchte, muss allerdings zumindest folgende Regeln beachten, wie der Bezirk Reinickendorf mitteilt: Lautes Laubblasen- und saugen nur an Werktagen zwischen 9 und 13 und 15 bis 17 Uhr, leisere Geräte mit EG-Umweltzeichen dürfen von 7 bis 20 Uhr nonstop pusten. Und Achtung: Es drohen Geldstrafen bis 5000 Euro. Es gibt daneben übrigens auch noch umwelt- und nervenschonende Methoden, zu denen auch Bezirksstadträtin Julia Schrod-Thiel (CDU) rät, nämlich „die traditionellen Gartengeräte wie Besen, Rechen und Harke“.
Diese Texte können Sie heute mit Ihrem Tagesspiegel-Abo lesen:
War Israels Angriff auf das Flüchtlingslager Dschabalia ein Kriegsverbrechen? Die absichtliche Tötung Unschuldiger ist auch im Kriegsfall verboten. Doch nicht immer, wenn Zivilisten sterben, wurden sie absichtlich getötet, schreibt Malte Lehming.
Geld verdienen mit dem Fußfetisch: Dreckige Socken in der Post, Videos, in denen Torten zertrampelt werden – Inhalte, die einen Fußfetisch bedienen, sind begehrt, und für immer mehr Frauen ein lukrativer Nebenverdienst, berichtet Hanna Beisel.
Ist Sport besser gegen ADHS als Ritalin? Die Zahl der Menschen mit ADHS steigt. Doch viele wissen nicht, wie sie damit umgehen sollen Was hilft am besten dagegen? Drei Mediziner geben Antworten.
Zitat
„Hier eine Auster zu essen, ist für einen Berlinbesuch genauso wichtig, wie draußen eine Currywurst zu essen.“
Eine der goldenen Regeln für den KaDeWe-Besuch von Spitzenkoch Max Strohe, einer der Stammgäste der sechsten Etage des Kaufhauses, die Julius Betschka und Joana Nietfeld einen Tag lang zwischen Delikatessen und Champagner begleitet haben.
Stadtleben
Neu in Kreuzberg – Sie stehen sich bei La Maison am Paul-Lincke-Ufer immer die Beine in den Bauch beim Versuch, ein Croissant zu erstehen? Dann ab in die Urbanstraße 70a! Hier hat das stets absurd volle Café eine zweite Dépendance eröffnet, genauer: eine zweite Bäckerei. Sitzen kann man hier zwar nur eingeschränkt charmant, doch dafür muss man keine halbe Stunde anstehen, um die edlen Gebäcke zu ergattern. Die hat die „Boutique de La Maison“ übrigens chic im Fenster sowie der nicht enden wollenden Theke drapiert. Billig sind die Leckerbissen nicht (2,20 Euro für ein Croissant), aber dafür verdammt gut. Mo-Fr 7-18 Uhr, Sa-So 8-18 Uhr, U-Bhf Hermannplatz
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Berlinbesuch – Die Spaziergänge der Berliner Spurensuche führen Touristen wie Berliner an Orte, die sonst gern übersehen werden: zum Beispiel an Tatorte von Gaunern oder alte Markthallen. Am Sonntag (11 Uhr) führt das Team Besucher durch das Scheunenviertel – auf ernsten Spuren, nämlich denen des Pogroms von 1923. Zum Höhepunkt der Hyperinflation fand hier der größte antisemitische Pogrom der Weimarer Republik statt. Die Stadtführung macht die vergessene Gewalt sichtbar: Startpunkt ist die Gormannstraße 13, Endpunkt der Alexanderplatz. Eine Anmeldung ist nicht notwendig, ein Teilnahmebeitrag von 5 bis 12 Euro ist nach eigenem Ermessen zu entrichten.
Karten sichern I – Der Napoleon Komplex (Modersohnstraße 35-45) erstrahlt wieder einmal in den buntesten Farben: Ab dem 10. November gastiert hier die Ausstellung „Viva Frida Kahlo“. Per 3D-Mapping führt die Werkschau mit raumfüllenden Projektionen durch das Schaffen der Künstlerin – und ins Mexiko der Zwanziger bis Vierziger Jahre. Die immersive Ausstellung strahlt gleich 130 der insgesamt 143 Gemälde der feministischen Ikone an die Wände der Industriehalle. Tickets bekommen Sie ab 20 Euro hier oder für umme beim Checkpoint: Wir verlosen 3x2 Karten für den ersten Ausstellungstag (Besuchszeit frei wählbar). Wer gewinnen will, schreibt uns eine E-Mail.
Karten sichern II – Franky hat eine multiple Persönlichkeitsstörung. Sie hadert mit ihren weiteren vier Persönlichkeiten, die in ihrem Kopf in einem luxuriösen Belle Époque Hotel residieren – und sie in verschiedenste Richtungen zerren: mal meldet sich die vernünftige Matrone, mal die Verführerin in ihr. Als letztere eine Affäre mit dem Freund ihrer Mitbewohnerin beginnt, entschließt sich Franky, dass es so nicht mehr weitergehen kann: Das Chaos muss geordnet werden. Birgit Möller hat die Drama-Komödie mit Wes Anderson-Anklängen visuell beeindruckend umgesetzt. Am 5. November feiert „Franky Five Star“ im Kino in der Kulturbrauerei Berlin-Premiere (19.45 Uhr), samt Anwesenheit der Regisseurin und den Hauptdarstellern Lena Urzendowsky und Cino Djavid. Tickets gibt es hier oder bei uns: Wir hätten 5x2 Karten zu vergeben.
Grübelstoff – Draußen wird es wieder eisig. Heißt: Drinnen Filme gucken! Viele internationale wie deutsche Streifen suchen sich Berlin als Co-Protagonisten aus. Doch dabei kommt so einiges durcheinander: Figuren fahren über die Karl-Marx-Allee und sind plötzlich in Charlottenburg, viel zu junge Hochhäuser tauchen auf in Historienfilmen und die U-Bahnlinien fahren völlig kreuz und quer. Welcher Fehler in Berlin-Filmen fällt Ihnen immer wieder auf?
Kiekste
Herzlich willkommen, du nasskaltes Berliner Schietwetter. Wenn du uns solch romantische Momente bescherst, sei dir einiges vergeben. Besonderer Dank gebührt unserer Leserin Pamela Thiele, die den gewissen Blick hatte und uns ihr Foto auf checkpoint@tagesspiegel.de zukommen ließ.
Berlin heute
Straßenverkehr – Richard-Wagner-Straße (Charlottenburg): Sperrung zwischen Bismarckstraße und Zillestraße in Richtung Otto-Suhr-Allee (8-12 Uhr).
Frankfurter Allee (Friedrichshain): Stadteinwärts steht zwischen Waldeyerstraße und Voigtstraße nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Das Rechtsabbiegen in die Voigtstraße ist nicht möglich (bis Anfang Dezember).
Nahverkehr – S1 und S8: Von 22 Uhr bis Montagmorgen (1.30 Uhr) sind die Linien zwischen Hohen Neuendorf und Oranienburg unterbrochen, es fahren Busse als Ersatz.
Regionalverkehr – RE3 und RE4: Von 21.15 Uhr bis Montagmorgen (5 Uhr) kommt es zu Fahrplanänderungen: Auf der Linie RE3 fallen die Züge zwischen Schwedt (Oder)/Eberswalde Hbf und Berlin Hbf/Berlin Südkreuz aus. Als Ersatz nutzen Sie bitte die Busse zwischen Schwedt (Oder)/Eberswalde Hbf und Bernau (b Berlin)/Berlin-Gesundbrunnen. Die Linie RB24 ist zwischen Eberswalde Hbf und Bernau (b Berlin)/Berlin-Lichtenberg unterbrochen, bitte nutzen Sie hier Busse zwischen Eberswalde Hbf und Bernau (b Berlin).
RE7: Von 21 Uhr bis zum 8. Dezember fallen die meisten Züge zwischen Berlin-Wannsee und Berlin Zoologischer Garten aus.
RE66: Die Züge fallen in der Zeit von 22 Uhr bis Montagmorgen (4 Uhr) zwischen Angermünde und Berlin-Gesundbrunnen aus.
Demonstrationen – Bitte beachten Sie, dass es zu kurzfristigen Absagen und Verboten kommen kann.
Heute sind 14 Demos angemeldet (Stand: 2.11., 14 Uhr), u.a. „Wir stehen an eurer Seite – Mahnwache zum Schutz jüdischen Lebens“: 50 Personen, Fraenkelufer (17.30-19 Uhr)
„Mahnwache in Gedenken an Armita Garawand“: 50 Teilnehmende, „Amnesty International“, Iranische Botschaft (11.30-12.30 Uhr)
„2013 & heute: Energieversorgung rekommunalisieren!“: 20 Personen, „Naturfreunde Berlin“, Rotes Rathaus (11-12 Uhr)
„Mahnwache gegen rechtsextremistische Tendenzen in Politik und Gesellschaft“: 15 Teilnehmende, Alexanderplatz (15-16 Uhr)
„Lidl-Fleischskandal: Tierquälerei verdient keinen Designpreis! Protestaktion anlässlich der Verleihung des Red Dot Award an Lidl im Konzerthaus Berlin“: 10 Menschen, Gendarmenmarkt (17-21 Uhr)
Sonnabend – Morgen sind 25 Demos angemeldet, u.a. „Demokratische Grundrechte verteidigen: Meinungsfreiheit auch für Palästinenser:innen“: 1.000 Personen, Neptunbrunnen bis Brandenburger Tor (14-19 Uhr)
„Frieden jetzt“: 500 Teilnehmende, rund um den Alexanderplatz (14-20 Uhr)
„Friedensfahrt Berlin – mit Fahrrad, E-Roller und Inline-Skater für Grundrechte und Frieden“: 100 Menschen, quer durch die gesamte Innenstadt (11-14 Uhr)
Sonntag – Übermorgen sind 11 Demos angemeldet, u.a. „Freiheit für die Menschen in Gaza / Friedensdemo“: 7.000 Personen, Platz des 18. März bis Siegessäule und zurück (16-19 Uhr)
„Solidaritätsmarsch mit Israel“: 500 Teilnehmende, Wittenbergplatz bis Olivaer Platz (14-18 Uhr)
„Mahnwache. Solidarität mit den Opfern in Gaza“: 400 Menschen, Platz des 18. März (16-19 Uhr)
Gericht – Weil er Corona-Soforthilfe erschlichen haben soll, muss sich ein 45-Jähriger verantworten. Er soll insgesamt 17.000 Euro beantragt haben, obwohl er keinen Geschäftsbetrieb geführt habe. Auf zwei von drei Anträgen seien ihm 10.000 Euro ausgezahlt worden (11 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 769).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Caroline Beil (57), Fernsehmoderatorin und Schauspielerin, Rollen u.a. am Schlossparktheater, dem Theater am Schiffbauerdamm oder bei den „Wühlmäusen“ / Eisi Gulp (68), Schauspieler („Eberhofer“-Krimis), Kabarettist, Komödiant, Fernsehmoderator, gelegentlich zu Auftritten in der Hauptstadt / Oda Hassepaß (49), für die Grünen im Abgeordnetenhaus / Hubertus Heil (51), Bundesminister für Arbeit und Soziales (SPD) / Juliane Klein (57), Komponistin und Musikverlagsleiterin, schrieb unter anderem Werke für das „Ultraschall-Festival“ Berlin / Roswitha Krause (74), Schwimmerin und Handballspielerin, unterrichtet heute Schwimmen und Handball an der Humboldt-Universität Berlin / Mechthild Rawert (66), ehemals für die SPD im Bundestag / „Liebe Rena, alle guten Wünsche zum Geburtstag sendet deine Familienbande aus Berlin in das schöne Wendland!“ / Ralf Schmitz (49), Komiker, Musiker und Moderator, unter anderem ausgezeichnet mit dem Berlinpreis beim großen Kleinkunstfestival der „Wühlmäuse“ / „Michael Werk wird 70! Es gratulieren herzlich Schwester und Schwager“
Sonnabend – „Chris Kurbjuhn, bester Onkel der Welt – alles Liebe und Gute für dich und für dein neues Lebensjahr wünscht dir Kirsten xx“ „Anke Loßmann, engagierte Schulleiterin i. R. und liebe Freundin.“ / Joachim Luchterhand (81), ehemals für die CDU im Abgeordnetenhaus / Dagmar Reim (72), Journalistin und ehemalige Rbb-Intendantin (2003-16) / „Hurra, Rosa Helene wird neun Jahre, es gratulieren Oma und Opa.“ / Katrin Schultze-Berndt (54), ehemals für die CDU im Abgeordnetenhaus / Bettina Wegner (76), Liedermacherin, Aktivistin in der DDR
Sonntag – Margot Friedländer (102), Holocaust-Überlebende / Steven Küchler (48), Boxtrainer und ehemaliger Boxer, arbeitete unter anderem in Berlin mit dem Boxer Domenic von Chrzanowski / Walter Plathe (73), Schauspieler, Engagements unter anderem am Berliner Theater der Freundschaft (heute: Theater an der Parkaue) / Elke Sommer (83), Schauspielerin („Ein Schuss im Dunkeln“), Sängerin und Malerin / Johanna Steiner (40), Hörspielautorin und -regisseurin, Studium an der TU Berlin
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Jochen Brinkmann, * 23. Juni 1964, Leiter des Geschäftsbereichs Bau an der Charité / Hellmuth Buxnowitz, * 23. November 1935 / Roberto Luigi Gavin, * 16. Januar 1949, Weinhändler, Künstler und Gärtner / Klaus-Dieter „Knurre“ Knorscheidt, * 10. März 1945 / Margarete Pucher, * 24. August 1947
Stolperstein – Bruno Weinberg (Jg. 1890) lebte in der Aachener Straße 41 in Wilmersdorf und war als Zeitungsausträger tätig. Er war unverheiratet und hatte kein Vermögen, das von den Nationalsozialisten eingezogen werden konnte. Wenige Wochen, nachdem auf dem Bahnhof Grunewald die systematischen Judendeportationen begonnen hatten, nahm sich Bruno Weinberg in seiner Wohnung das Leben. Am heutigen Tag jährt sich sein Todesdatum zum 82. Mal.
Encore
Es hat ein wenig gedauert. Doch gestern ist der letzte, neue Song der Beatles veröffentlicht worden, 53 Jahre nach der Trennung der Band. „Now and Then“ heißt das Stück, auf dem dank künstlicher Intelligenz auch der echte John Lennon zu hören ist. Ob die Welt darauf gewartet hat, sei mal dahingestellt. Aber wo wir gerade von Gruppen sprechen, die viel zu lange nicht mehr zusammengespielt haben. Wann spielt eigentlich die Checkpoint-Band nochmal? Darauf warten wirklich alle!
Mit Recherchen und Beiträgen haben heute Thomas Lippold und Lotte Buschenhagen (Stadtleben) zum Sound dieses Checkpoints beigetragen. Und Florian Schwabe hat das Werk am Morgen für Sie in die Plattenpresse geschoben. Wie immer beim Checkpoint: ein Number-One-Hit. Machen Sie es gut!