willkommen in der kurzen Arbeitswoche! Falls Sie Inspiration fürs lange Feiertagswochenende suchen: In Reinickendorf kann man sich neuerdings nachhaltige „Kiez-Körbe“ ausleihen. Damit können Sie zu zwölft Kaffee aus dem Mehrwegbecherset genießen, während die Kleinen den Fairtrade-Fußball über die Decke schießen. Aber jetzt ist erst mal Montag.
Morgen rollen die letzten beiden Doppelwagen der S-Bahn-Standardbaureihe 481 zur Rundumsanierung in die Werkstatt. Danach wirken sie für die Kundschaft wie neu (für die S-Bahnen leider nicht, weil sich trotz der Generalüberholung altersbedingte Wehwehchen häufen). Mit 250 Millionen Euro finanzieren Berlin und Brandenburg das Anti-Aging-Programm. Wer die angewitterten Waggons persönlich verabschieden will: Dienstag um 11.17 Uhr starten sie am Wannsee, halten für Fotostopps in Charlottenburg, Warschauer Straße und Treptower Park und werden um 12.26 Uhr in Schöneweide erwartet, sofern kein Betriebsstörungsbingo dazwischenkommt. Statistisch spricht leider alles fürs Bingo: „Wir haben aktuell Tage mit 200 bis 300 Störfällen“, sagt Berlins Bahnchef Alexander Kaczmarek im Tagesspiegel-Interview – und erklärt, welche Probleme zuerst behoben werden und welche noch länger an der Bahnsteigkante warten müssen.
Geräuschlos hat die Verkehrsverwaltung eine Verkehrsprognose fürs Jahr 2035 online gestellt. Kernaussagen: Deutlich mehr Fahrgäste in Bahnen aller Art, Stagnation beim Radverkehr und Rückgang des Pkw-Anteils von 27 auf 24 Prozent. Wobei der Begriff „Rückgang“ nur dadurch möglich wird, dass auch der Umlandverkehr berücksichtigt wird und als Referenzjahr 2019 angesetzt wurde. Denn die Berliner absolvierten laut einer großen repräsentativen Befragung schon 2023 nur noch 22 Prozent ihrer Wege mit dem Auto (2018 waren es noch 26 und 2013 sogar 30%), innerhalb der Stadt sogar nur 20 Prozent (2013: 28%; 2018: 24%). Zum Vergleich, Stichwort „Ambitionen“: Die zweitgrößte deutschsprachige Stadt, Wien, kommt von mehr als 40 Prozent Autoanteil in den 1990ern, ist jetzt bei 25 und will bis 2030 runter auf 15 Prozent.
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Aktuelle Musik für Violine und Viola mit und ohne Elektronik steht auf dem Programm von Michael Barenboim. Neben Pierre Boulez’ Anthèmes 2 aus dem Jahr 1997 präsentiert er zusammen mit dem Klangregisseur Gilbert Nouno Kompositionen von Benjamin Attahir, Naji Hakim, Layale Chaker und Philippe Manoury sowie Kareem Roustoms Pavane.
Donnerstag, 2. Oktober, 19.30 Uhr, Pierre Boulez Saal
Mehr als 100.000 Menschen waren laut Veranstalter am Sonnabend beim Festival der Riesendrachen auf dem Tempelhofer Feld, das bei dieser Gelegenheit mal wieder seine Einmaligkeit bewies. Trotz Menschenmassen ging es entspannt zu unterm wunderbar dekorierten Spätsommerhimmel (Fotos hier). Umso größer war der Kontrast zum berlintypischen „Miteinander“ ringsum: Der ideal gelegene, aber baufällige S-Tempelhof war wegen des viel zu engen Bauzaunlabyrinths vorsorglich gesperrt, und am Columbiadamm standen die Falschparker unbehelligt teils quer auf dem Grünstreifen, während sich Menschenmassen auf den viel zu schmalen Geh- und Radwegen drängten und unter Einsatz ihres Lebens über die Straße hetzten, auf deren (trotz gut gefüllter zweiter Reihe) überbreiten Fahrbahnen gerast wurde wie üblich. Nicht einmal Mittelinseln oder Zebrastreifen gibt es vor den Eingängen zum Feld.
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Berliner Unternehmen aufgepasst!
Sie wollen auf Elektromobilität umsteigen und suchen passgenaue Ladelösungen? Die Berliner Agentur für Elektromobilität eMO und die Handwerkskammer Berlin vernetzen Sie mit den richtigen Partnern – kostenlos und herstellerneutral. Am 10.10.2025 bei Berlin Partner im Ludwig-Erhard-Haus, jetzt anmelden!
Kaum eine Woche vergeht ohne Meldungen über tödliche Messerattacken. Die Bundespolizei verbietet wegen der Zunahme solcher Gewalttaten per Allgemeinverfügung das Tragen von Messern an 15 Berliner Bahnhöfen und dem Potsdamer Hauptbahnhof für weitere vier Wochen (jeweils von 14 bis 4 Uhr) – und kündigt verstärkte Kontrollen an. Der ehemalige Berliner SEK-Beamte Karsten Loest hat eine Online-Petition dafür gestartet, dass Messerattacken immer mit Haftstrafen geahndet werden. „Messerangriffe sind selbst für Spezialkräfte schwer abzuwehren“, schreibt Loest zur Begründung. „Bürger sind in der Regel chancenlos.“ Bis Sonntagabend haben mehr als 60.000 Menschen unterschrieben. Was Loest sich davon verspricht, erklärt er in einem kurzen Tagesspiegel-Interview.
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Richtig vererben – 143 Fragen einfach erklärt. Das Thema Erben und Verschenken wird häufig aufgeschoben – doch wer rechtssicher vorsorgt, ist im Vorteil. In unserem kostenlosen eBook finden Sie klare und praxisnahe Antworten auf die 143 wichtigsten Fragen zum Nachlass. Verständlich, kompakt und sofort umsetzbar. Sichern Sie sich jetzt das Expertenwissen für mehr Sicherheit und Klarheit im Ernstfall - für Tagesspiegel-Leser kostenlos.
Alles Kahn, nichts muss: Die Reederei Stern+Kreis verkauft sieben Ausflugsschiffe, die Jahrzehnte ihre Runden über Berlins Gewässer gedreht haben. Die Preise reichen von 59.000 Euro für die MS „Tempelhof“ bis zu 595.000 Euro für die „Mark Brandenburg“, die mit ihren 400 Plätzen zu Mauerzeiten (damals als MS „Wilhelm Pieck“) der größte Pott zwischen Müggelbergen und Mühlendammschleuse war. Jetzt hat sie schon Patina angesetzt an ihrem Treptower Liegeplatz, von dem der neue Eigentümer sie binnen drei Monaten abholen muss – sofern sich einer findet, dessen Steg nicht gerade am Oberlauf der Panke oder am Lietzensee liegt.
Mehrere der Schiffe werden schon seit Mai angeboten. Stern+Kreis-Geschäftsführer Andreas Behrens schreibt auf CP-Anfrage, dass man sich „weiter in Verhandlungen mit potenziellen gewerblichen und privaten Interessenten“ befinde. Die angegebenen Preise seien Grundlage für die vertraulichen Verhandlungen. Weitere Schiffe wolle man nicht abstoßen.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Das mit der Autobahnverlängerung erschaffene Verkehrschaos am Treptower Park geht in die Verlängerung. Bis vor ein paar Wochen war von „Dezember“ als Freigabetermin für die neu gebaute westliche Hälfte der Elsenbrücke die Rede, im parlamentarischen Verkehrsausschuss vergangene Woche sprach Senatorin Ute Bonde (CDU) dann nur noch von „Winter“. Offenbar aus gutem Grund, denn wegen diverser Verzögerungen auf der Baustelle sind Fachleute inzwischen sicher, dass es in diesem Jahr nichts mehr wird.
Mit „Keine Termine und leicht einen sitzen“ hat Harald Juhnke einst nicht nur seinen Idealzustand beschrieben, sondern auch ein geflügeltes Wort erschaffen. Als Regierender Bürgermeister ist man davon natürlich weit entfernt, aber vier Wochen nach der tatsächlichen Benennung hat Kai Wegner an diesem Montag endlich Zeit, um den nach dem Entertainer benannten Platz am Kurfürstendamm (Ecke Grolman- und Uhlandstraße) gemeinsam mit Witwe Susanne Juhnke feierlich zu eröffnen.
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Mit Leichtigkeit wechselt sie die Sprachen, genussvoll überschreitet sie musikalische Grenzen: da trifft Brecht auf Jazz, Chanson auf Pop, großes Drama auf feine Ironie und Sinnlichkeit. Und vor allem: Sie verbindet Menschen. Durch Musik. Durch Geschichten. Katharine Mehrling ist „Drei Nächte“ in der BAR JEDER VERNUNFT. Mehr erfahren
Der Zwölfjährige, der im Mai an einer Spandauer Grundschule mit einem Messer attackiert worden war, hat den Angriff womöglich nur dank der schnellen Hilfe der damals elfjährigen Lilly überlebt (CP vom 24.5.). Am Wochenende wurde Lilly auf Schloss Sayn bei Koblenz mit dem Großen Preis der Stiftung „Filippas Engel“ für ihren herausragenden Mut geehrt.
Wer prägt die Wissenschaft in und um Berlin besonders? Unsere Kolleg:innen im Wissenschaftsressort haben die 100 wichtigsten Köpfe fürs Jahr 2025 ausgewählt. Die Persönlichkeiten ragen durch ihre Forschungsleistungen heraus oder durch ihre sehr gute Lehre, andere zeigen besonderes Engagement und prägen öffentliche Debatten. Die erste von zehn Folgen erscheint heute im Tagesspiegel: Vorgestellt werden Forschende, die erkunden, was uns gesellschaftlich trennt.
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Der Kult-Renntag der Deutschen Einheit am 3.10.2025 ab 11 Uhr auf der Rennbahn Hoppegarten:
Zelebrieren Sie den Feiertag mit packenden Galopprennen und buntem Familienprogramm.
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Infos & Tickets
In NRW haben die Behörden am Donnerstag mit mehr als 200 Leuten „Schrottimmobilien“ kontrolliert, in denen Vermieter vor allem Südosteuropäer zwecks Gewinnmaximierung und Sozialleistungsbetrug einquartieren. In Berlin werden zwar gelegentlich Extremfälle publik, aber zum Ausmaß des Problems „liegen keine statistischen Daten vor“, teilt die Stadtentwicklungsverwaltung auf CP-Anfrage mit. In einer mittlerweile fünf Jahre alten Schätzung ist von „bis zu 75“ solcher Elendshäuser die Rede.
In Marzahn sind in der Nacht zu Sonntag zwei Menschen beim Brand einer Doppelhaushälfte gestorben und mehrere schwer verletzt worden. Die Polizei geht davon aus, dass das Feuer absichtlich gelegt wurde, und ermittelt wegen Mordes.
Der Portikus des einstigen Anhalter Bahnhofs – Nachbar des Tagesspiegel-Hauses – bleibt im Dunkeln: Wie der Senat auf Anfrage von Timur Husein (CDU) mitteilt, wurde die Ruine ebenso wie andere prominente Gebäude 2022 nicht mehr angestrahlt, um Energie zu sparen. Weil viele Lampen die lange Abschaltung nicht überstanden haben und im Haushalt kein Geld bereitsteht, werden seit 2023 nur wenige der betroffenen Gebäude wieder angestrahlt.
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80. Jahre Tagesspiegel- die Künstlerin Marion Eichmann präsentiert auf unsere Einladung hin ihre Werkreihe „Stadtrundfahrten Berlin“- 43 Papierarbeiten- eine lebendige Bestandsaufnahme Berlins.
Erleben Sie die Künstlerin im Gespräch mit Lorenz Maroldt am 13. Oktober.
Jetzt anmelden!
In dieser Woche sind drei Viertel des Jahres um (oder wie der Italiener in dir und mir vielleicht sagen würde: quartale finale!). Also sollten idealerweise schon drei Viertel des langjährig üblichen Regens von knapp 600 Liter pro Quadratmeter gefallen sein. Gefühlt mag man es annehmen, aber real kamen aber trotz des extrem verregneten Julis bisher nur etwa 320 Liter im Berliner Südwesten und 420 im Nordosten zusammen. Es sieht also danach aus, dass auch 2025 zu trocken ausfällt – als siebtes der letzten acht Jahre. Wie ernst es um den Grundwasserhaushalt der Region steht, haben Wissenschaftler aus Potsdam ergründet.
Sie sind oder fühlen sich jung und wollen nicht nur irgendwas mit Medien machen, sondern was Richtiges? Super! Wir haben beim Tagesspiegel gerade Praktikumsplätze zu vergeben für die Berlin-Brandenburg-Redaktion; drei Monate im ersten Halbjahr 2026. Für alle weiteren Infos bitte hier entlang.
Falls Sie unsere Beilage zum 80. Tagesspiegel-Jubiläum am Wochenende verpasst haben (inklusive Antworten auf Leserfragen zur Checkpoint-Produktion!): Im E-Paper ist sie natürlich weiter verfügbar. Außerdem können Sie Texte daraus online lesen – nach vorn weisende ebenso wie rückblickende, etwa einen über Tagesspiegel-Reporterin Karena Niehoff, die als Holocaust-Überlebende auch nach 1945 krassen Antisemitismus erlebte. Und einen über ein von Tagesspiegel-Gründer Erik Reger veranlasstes Leserforum im Titania-Palast von 1949, das auch gut im Jahr 2025 spielen könnte.
Zitat
„Die schmerzhaftesten Wunden sind die Gewissensbisse.“
Joachim Ringelnatz – als Wiedergutmachung für unser Zitat vom Freitag (das mit dem Gässchen zum Herumspuken), das wir einem Leser zugeordnet hatten, obwohl es ursprünglich aus Ringelnatz’ Gedicht „Ehrgeiz“ stammt.
Stadtleben
Verlosung – Ihr Leben könnte etwas Farbe vertragen? Vielleicht hilft eine „Spicy Dragon Magarita“? Das „Casa Don Papa Pop-up“ setzt auf philippinische Vibes auf dem Teller und im Glas und Sie können das gleich am Eröffnungsabend testen – vorausgesetzt, Sie haben am Einheits-Feiertag noch eine Lücke im Kalender. Wir verlosen am 3.10. einen netten Abend für zwei (je ein Gericht und ein Drink nach Wahl)! Bewerbung ans Checkpoint-Postfach. Geöffnet (ab 3.10.) Do-Sa ab 19 Uhr, Invalidenstraße 53, S-Bhf Hauptbahnhof
Essen & Trinken – Nudeln gibt es bei Ihnen mindestens zweimal die Woche? Aber bestimmt nicht diese: Instagram-Star Sissi Chen hat unserer Genuss-Redaktion verraten, wo es die besten handgemachten chinesischen Nudeln Berlins gibt. Gezogen, gezerrt, geschabt. Auf ihrer Liste (die finden Sie hier) steht u.a. „Wen Cheng“, die sich auf Biang Biang Mian spezialisiert haben (die handgezerrte Variante); sie haben praktischerweise fünf Filialen in der Stadt. Die in Kreuzberg öffnet Mo und Mi-Sa 17-22, So 12-22 Uhr, Spreewaldplatz 5, U-Bhf Görlitzer Bahnhof
Noch hingehen – „Denn auch das Gesicht verdient eine Erneuerung. / Die Wiederherstellung dessen, was die Zeit gestohlen hat – ohne Illusionen.“ Mit diesen Worten beginnt der amerikanische Autor Joshua Cohen seinen Text über einen Nivea-Creme-Tiegel aus dem Jahr 1924. Exakt so eine Dose dürfte auch in einem der 30 (!) Warenhäuser des Unternehmers und Verlegers Salman Schocken im Verkauf gewesen sein. Die Ausstellung „Inventuren. Salman Schockens Vermächtnis“ erkundet im Jüdischen Museum sein kulturelles Erbe und Fragen nach (Wieder-)Aneignung und Zugehörigkeit (noch bis 12.10.). Die Audios sind auch online verfügbar. Täglich 10-18 Uhr, Eintritt frei, Lindenstraße 9-14, U-Bhf Kochstraße
Last-Minute-Konzert – Von „ungelenk“ und „infantil“ (plattentests.de) bis „große Gefühle“ (Musikexpress) und „fragiler Charme“ (Rolling Stone): das Debütalbum des Duos Blumengarten hat durchaus unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. Auf jeden Fall sind die beiden Macher verwandt mit urbanen Hipstern wie Zartmann oder Berq – Protagonisten einer neuen Musikergeneration, die dem lange marktführenden Asi- und Muckibuden-Rap ein zivilisierteres Pop-Modell entgegenstellt. Heute Abend spielen sie im Haus der Kulturen der Welt, eingeladen von Jan Böhmermann, der von der Terrasse aus ganz bewusst auch das benachbarte Kanzleramt beschallen will. 19.30 Uhr, Karte 35/29 Euro, John-Foster-Dulles-Allee 10, S-Bhf Hauptbahnhof
Grübelstoff – Wie starten Sie in diese verkürzte Woche und in den Oktober? Das Jahr 2025 hat jetzt nur noch drei Monate, stresst Sie der Gedanke?
Kiekste
Ein Schelm, wer hierin ein Sinnbild für den ökonomischen Zustand im Lande sieht. Gesehen (und fotografiert) jedenfalls Am Schillertheater 2 von Leser Frank Scholz! Schönen Dank! Weitere Bilder gern an checkpoint@tagesspiegel.de! Mit Ihrer Zusendung nehmen Sie aktuell an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – Weißenseer Weg/Konrad-Wolfstraße (Alt-Hohenschönhausen): Folgende Einschränkungen gelten bis Mitte Oktober:
* Weißenseer Weg Richtung Indira-Gandhi-Straße: Fahrbahn auf einen Fahrstreifen verengt, kein Abbiegen möglich
* Konrad-Wolf-Straße Richtung Hauptstraße zwischen Weißenseer Weg und Altenhofer Straße: Fahrtrichtung für Kfz-Verkehr gesperrt, Umleitung ausgewiesen
* Hohenschönhauser Straße Richtung Konrad-Wolf-Straße: nur Rechtsabbiegen möglich
Alt-Kaulsdorf (Kaulsdorf): Bis 2.10. ist die Straße stadteinwärts zwischen Mädewalder Weg und Adolfstraße auf einen Fahrstreifen verengt.
Ottomar-Geschke-Straße (Köpenick): Der südliche Teil der Straße ist im Kreuzungsbereich Oberspreestraße verengt und verschwenkt (bis Ende Oktober).
Marienfelder Allee (Marienfelde): Bis 18 Uhr ist die Straße in beiden Richtungen zwischen Kaiserallee und Hanielweg verengt und verschwenkt. Das Linksabbiegen in die Kaiserallee ist nicht möglich.
Raoul-Wallenberg-Straße (Marzahn): Die Straße ist bis Mitte Oktober zwischen Franz-Stenzer-Straße und Jan-Petersen-Straße für den Kfz-Verkehr gesperrt (nicht für die BVG).
Grunerstraße (Mitte): Bis morgen Nachmittag ist stadtauswärts zwischen Dircksenstraße und Alexanderstraße der rechte Fahrstreifen gesperrt.
Schnellerstraße (Niederschöneweide): Die Straße ist in Richtung Oberspreestraße zwischen Flutstraße und Hasselwerder Straße bis 31.10. für den Kfz- und Radverkehr gesperrt.
Aroser Allee (Reinickendorf): In Richtung Barfusstraße ist die Fahrbahn in der Kreuzungszufahrt Gotthardstraße auf einen Fahrstreifen verengt.
Pallasstraße (Schöneberg): Bis Ende Oktober ist die Fahrbahn zwischen Goebenstraße und Elßholzstraße in beiden Richtungen jeweils auf einen Fahrstreifen verengt und verschwenkt.
Detmolder Straße (Wilmersdorf): Von 22 bis 23.59 Uhr wird die Straße in Richtung Bundesplatz zwischen Mecklenburgische Straße und Blissestraße gesperrt. (Auffahrt zur A100 Richtung Neukölln bleibt frei).
Nahverkehr – Tram M1 und 12: Ab 4 Uhr gelten bis auf Weiteres folgende Verkehrseinschränkungen:
* Tram 12: Die Linie ist zwischen Am Kupfergraben und U Naturkundemuseum unterbrochen.
* Tram M1: Die Linie ist zwischen S Hackescher Markt und S+U Friedrichstraße unterbrochen.
S-Bahn – S41/S42: Von 22 bis 1.30 Uhr ist der S-Bahnverkehr zwischen Landsberger Allee und Greifswalder Straße unterbrochen.
Regionalverkehr – RE1: Von 20.40 Uhr bis zum 1.10., 23.15 Uhr, kommt es zwischen Wannsee und Eisenhüttenstadt zu Ausfällen, Umleitungen und Fahrzeitänderungen.
RB37: Von 7 bis 16 Uhr entfallen die Züge zwischen Beelitz Stadt und Berlin-Wannsee oder verkehren zu veränderten Zeiten.
Demonstration – Für heute sind 22 Demos angemeldet (Stand 26.9., 17 Uhr), u.a. „Let‘s unite and fight – O-Platz lebt! – Zusammen für die Rechte von Geflüchteten“: 200 Menschen, Oranienplatz (0-24 Uhr)
„Mahnwache gegen den Faschismus“: 100 Teilnehmende, Platz der Märzrevolution (6-23 Uhr)
„Nur Solidarität schafft Sicherheit: Menschenrechte schützen. Polizeigewalt und Überwachung entgegentreten“: 15 Demonstrierende, Amnesty International, Niederkirchnerstraße 5 (8-10 Uhr)
„Keine Kürzungen bei Kindern, Jugendlichen und Familien“: 50 Protestierende, Die Linke und die Grünen Neukölln, Karl-Marx-Straße 83 (16-17 Uhr)
„Gegen das Verbot der Kommunistischen Partei Polens“: 15 Teilnehmende, Kommunistische Partei, Unter den Linden 70 (19-19.30 Uhr)
Gericht – Ein ehemaliger Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Berlin und zwei damals leitende Mitarbeiter einer gesetzlichen Krankenkasse kommen in einem Prozess um einen mutmaßlichen Schaden von 85 Millionen Euro auf die Anklagebank. Gesundheitsdaten von Versicherten seien zwischen 2015 und 2017 nachträglich verändert worden, um höhere Zuwendungen zu erhalten (10 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal A217).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – „Klaus de Boor wird 54, als Journalist und Germanist unterstützt er seit 20 Jahren die Öffentlichkeitsarbeit eines Vereines und seit kurzem Literatursalons. Weiter so, Bruder.“ / Martin Goldenbaum (47), Sänger und Liedermacher, Mitbegründer des Plattenlabels „Gold und Tier“ / Helga Kneidl (86), Fotografin, war u.a. in den 1970ern Hausfotografin an der Berliner Schaubühne / Nicola-Rabea Langrzik (28), Schauspielerin (u.a. „In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte“), studierte an der Hochschule Ernst Busch / Regine Leibinger (63), Architektin, führt gemeinsam mit Frank Barkow das Büro „Barkow Leibinger“ in Berlin, das Büro baut den Estrel Tower, lehrte an der Technischen Universität / Lasse Ludwig (23), Handballtorwart bei den Füchsen Berlin / Per Mertesacker (41), ehemaliger Fußballprofi, wurde 2014 in Brasilien Weltmeister mit der deutschen Nationalmannschaft / Lerke Osterloh (81), Juristin, ehemalige Richterin am Bundesverfassungsgericht / Robert Schaddach (59), Politiker (SPD), bis 2023 Mitglied im Abgeordnetenhaus von Berlin / Svenja Schulze (57), SPD-Politikerin, seit 2021 MdB und ehemalige Ministerin u.a. im Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und im Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Uli/Ulrich Ferger, * 9. September 1949, verstorben am 16. September 2025 / Ronald („Ronny“) Jensen, * 1. April 1936, verstorben am 16. September 2025 / Norbert Lingfeld, * 2. Juli 1942, verstorben am 21. August 2025 / Dr. Joachim Simon, * 2. Dezember 1941, verstorben am 3. September 205
Stolperstein – Georg Bauer (*1893) war Innenarchitekt und Geschäftsführer einer Berliner Firma, die Möbel für Film- und Theaterproduktionen verlieh. 1935 wurde er aufgrund der „Nürnberger Gesetze“ entlassen und seiner Firmenanteile beraubt. Er war verheiratet mit Nelly Moses, das Paar hatte einen Sohn. Georg wurde am 10. September 1943 von den Nazis nach Theresienstadt und ein Jahr später nach Auschwitz deportiert. Dort wurde er am 29. September 1944 ermordet. Auch seine Frau und der Sohn wurden ermordet. An Georg Bauer erinnert ein Stolperstein in der Dresselstraße 1 in Charlottenburg.
Encore
Draußen in Spandau lassen sie jetzt (nachdem Bezirksbetreuer André Görke noch mal reingucken durfte) ihr 1913 angefangenes Goldenes Buch restaurieren und digitalisieren. Wie ist das eigentlich bei uns in Berlin? Obwohl es hier erst 1948 losging, sind wir schon bei Band 9. Die ersten acht Bände sowie den Anfang des aktuellen hat das Landesarchiv bereits digitalisiert und online gestellt – schöner Schmöker mit all den Fotos und den teils von ein paar handgeschriebenen Worten begleiteten Unterschriften der Staatsgäste. Darf man darin blättern? „Das Original des Goldenen Buches liegt aufgeschlagen zur Ansicht für Bürgerinnen und Bürger in einer Vitrine im Foyer des Roten Rathauses aus“, schreibt die Senatskanzlei auf CP-Anfrage. „Das Durchblättern ist aus konservatorischen Gründen leider nicht möglich.“
Von ihren besten Seiten gezeigt haben sich für diesen Checkpoint Antje Scherer (Stadtleben) und Jaqueline Frank (Frühproduktion). Morgen blättern sich hier Jessica Gummersbach und Robert Ide durch Berlin. Kommen Sie gut in die Woche!
