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Drei neue Baustellen am BEROmikron in Berlin „dominante Variante“Tichy muss Chebli Schmerzensgeld zahlen

Ein Flughafen ist nie fertig“, hatte einst BER-Eröffner Engelbert Lütke Daldrup proklamiert – hier gleich mal drei neue Beweise für diese These, die der Checkpoint bei aktuellen Ausgrabungen im Vergabeportal entdeckt hat:

1) Mit einem teuren Tunnel will die Flughafengesellschaft ihr eigenes Gelände auf der BER-Westseite erreichen – das „Midfield“ ist seit der Eröffnung der zweiten Start- und Landebahn im Dezember komplett eingeschlossen. Angegebener Wert des 320 Meter langen Bauwerks, das während des laufenden Betriebs gebaut werden muss: 27 Mio. plus MwSt (der Aufsichtsrat hat aber schon 43 Mio. dafür freigegeben; also, wenn Sie fürs Buddeln mitbieten wollen: Da ist noch Spielraum für die traditionelle Verteuerung). Und nein, bitte fragen Sie jetzt nicht, ob man den Tunnel vielleicht besser vorher … Sie kennen die Antwort, oder? (Ausschreibung EB-2021-0133)

2) Die digitalen Auslastungshinweise für die fünf Kontrollbereiche im Terminal funktionieren noch so ähnlich wie ein Glücksspielautomat: Die angezeigte Zahl der Personenpiktogramme (von 1 bis 15, m/w) wirkt rein zufällig und hat mit der tatsächlichen Situation am jeweiligen Security-Check so viel zu tun wie der BER in den Jahren 2012 bis 2019 mit einem Flughafen. Ein „adaptives Passagierleitsystem“ soll es jetzt besser machen: Das Ziel ist „die Einführung eines Systems zur Messung der gesamten Passagierströme“ – und zwar: „in Echtzeit“ (Antonym zur bisher hier gültigen „BER-Zeit“).

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