Herzlich willkommen zurück in der Präsenzpflicht: Die Ferien sind zu Ende, und die Berliner Schule versucht einen Neuanfang (mehr zum Unterricht unter Corona-Bedingungen weiter unten). Aber bevor wir ganz Abschied nehmen von der Urlaubsstimmung, hier noch ein kurzer Blick zurück: Wir hatten Sie am Anfang des Sommers gebeten, uns Bilder von Ihrem Urlaubsort zu schicken – und aus hunderten Mails (vielen Dank dafür!) haben wir jetzt eine schöne, interaktive Weltpostkarte gestaltet. Hier können Sie nochmal kurz träumen…
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Gesetzlich unfallversichert in der Schule
Schülerinnen und Schüler sind mit Schulbeginn automatisch bei der Unfallkasse Berlin gesetzlich unfallversichert. Der Schutz gilt für Schulwege genauso wie für den Unterricht. Eltern zahlen dafür nichts. Die Beiträge übernimmt das Land Berlin. Mehr Informationen unter www.unfallkasse-berlin.de
Hinein ins Geschehen. Wir beginnen mit dem Wahlkampf, der am Wochenende zum Start der Straßenplakatierung (erlaubt ab Sonntag, 0:00 Uhr) auf Buddelkastenniveau fortgesetzt wurde. Die große Frage war nicht, wer Berlin am besten regiert, sondern: wer wem ab wann die Laterne klaut. Die Parteien nutzen das Aufhängen von Dreiwortparolen mit wechselnden Gesichtern für einen Leistungswettbewerb zur politischen Selbstbefriedigung – schauen wir mal rein, mit welch bitterem Ernst die Kandidatinnen und Kandidaten die anachronistische Stadtverpappung kommentieren (zufällig ausgewählte und zusammengestellte Beispiele aus Twitter und Facebook, viele mit Bild):
Stefan Kellner (Grüne): „Wahnsinn, wie schnell und dicht wir letzte Nacht plakatiert haben. Die Wahl kann kommen!“
Max Landero (SPD): „Diese Form des Plakatierens ist mir neu. Hingeschmissen und abgehauen. Schöne neue grüne Welt.“
Johannes Kraft (CDU): „Da stellt die SPD Großflächen in Pankow auf - und zwar auf zum Teil nicht genehmigten Flächen und zu einer Zeit, zu der es noch überhaupt nicht erlaubt ist. Fairness im Wahlkampf sieht anders aus.“
June Tomiak (Grüne): „Für die CDU Berlin gelten Regeln mal wieder nicht?“
Julian Mieth (Grüne): „Für die Neuköllner SPD auch nicht. In Britz hing schon um 19 Uhr alles voll. Auf die Frage, warum die schon plakatieren, kam die Antwort: ‚Weil es später so dunkel ist. Und wenn das Ordnungsamt aufhört seine Runden zu drehen, dann ist das OK‘.“
Ann Cathrin Riedel (FDP): „Liebe Canan Bayram, zum fairen Wahlkampf gehört auch, sich an Vorgaben vom BA-Amt beim Plakatieren zu halten. Dazu gehört: keine Plakate an historischen Laternen & 2,5m Mindesthöhe. Vielleicht noch korrigieren?“
Jan-Marco Luczak (CDU): „Die SPD in Charlottenburg-Wilmersdorf hält von fairem und gesetzestreuem Wahlkampf offensichtlich nicht viel: Dort hängen schon die ersten Plakate der SPD-Kandidatin an der Laterne. Das nennt sich unfairer Wettbewerb!“
Benni Köster (SPD): „Schönen Gruß an der Stelle an die CDU-Truppe, die seit 15 Uhr Wilmersdorf vollplakatiert.“
Sören Benn (Linke): „SPD-Spitzenkandidatin stellt rechtswidrig vor Beginn der Erlaubniszeit an Premiumstandorten Wahlwerbung auf. Fängt ja gut an.“ (später gelöscht)
Daniela Kluckert (FDP): „Der Bezirksbürgermeister Sören Benn nimmt die Regeln, die in Berlin gelten, nicht so genau. Kennen wir von der Linken und ist auch diesmal eine Riesensauerei.“
Tom Schreiber (SPD): „Ab Mitternacht dürfen Wahlplakate gehängt werden. Für die CDU gelten die Gesetze in Treptow-Köpenick wohl nicht?“
Hannah Sophie Lupper (SPD): „Hey Grüne, Ihr seid ja zum Plakatieren auch mit dem Auto im Bergmannkiez unterwegs.“
Christopher King (SPD): „Die CDU Neukölln ist mal wieder sympathisch und fair wie eh und je und fängt deutlich vor der erlaubten Zeit an zu plakatieren.“
Falko Liecke (CDU): „Das sieht so aus, dass die SPD mein Plakat hochgeschoben hat. KEIN guter Stil!“
An dieser Stelle unterbrechen wir unsere Übertragung – das Schlusswort zum Wettstreit um den Titel „Plakatierende Bürgermeisterin“ erhält Monika Herrmann (Grüne): „Ein bisschen Spaß muss sein.“
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Ende August startet das Berliner Konzertleben mit dem Musikfest Berlin in die neue Spielzeit, veranstaltet von den Berliner Festspielen, in Kooperation mit der Stiftung Berliner Philharmoniker. Erleben Sie u.a. das Concertgebouworkest Amsterdam mit Daniel Harding oder das London Symphony Orchestra mit Sir Simon Rattle u.v.a.
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Dass diese Art von Wahlkampf aber auch richtig gefährlich werden kann, erfuhr Fabio Reinhard in der Nacht zum Sonntag – wie der Ex-Pirat (heute bei den Grünen) aussah, nachdem er das Abreißen einiger Plakate seiner Partei monierte, zeigt er Ihnen hier. Und auch anderswo wurde das Wort „Wahlkampf“ zu martialisch verstanden – eine Zusammenstellung weiterer Übergriffe finden Sie hier.
Bleibt die Frage nach den Plagiaten (diesmal als Thema im Wahlkampf ja bei vielen Parteien präsent). Schauen wir uns heute die Parole „Neustart“ an, mit der sowohl Kai Wegner von der CDU wie auch Franziska Giffey von der SPD für sich werben – aber wer war zuerst damit raus? Beweisfeste Hinweise bitte an checkpoint@tagesspiegel.de. Ach ja, und noch etwas: Haben Sie schon ein Laschet-Plakat in Berlin gesehen?
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Ein abgelaufener Personalausweis gilt in Berlin wegen des jahrelangen Terminmangels in den Bürgerämtern ja inzwischen als Qualitätsmerkmal – wer würde sowas schon fälschen? Und auch im Wahllokal werden solche Papiere vorbehaltlos anerkannt. Wie viele Menschen mit einem solchen „deutschen Dokument“ davon betroffen sind, weiß der Senat übrigens genau (derzeit 86.779, Stand 14.07.), aber: „Der Rückstau an Terminen für Dienstleistungen der Berliner Bürgerämter kann nicht valide beziffert werden“ (Drucksache 18/28160). Heute früh jedenfalls war berlinweit bis zum 7. Oktober (Kalenderende) nicht ein einziger zu buchen.
Vor acht Monaten nahm die Polizei einer Frau ohne festen Wohnsitz in der Dörpfeldstraße (Adlershof) 2300 Euro ab – „zur Beweissicherung der Steuerhinterziehung“. Jetzt wurde festgestellt: „Die Höhe der Summe ist für eine Beweissicherung zu gering und soll wieder ausgezahlt werden.“ Mangels ladungsfähiger Anschrift (siehe oben) teilt die Polizei dazu mit: „Sollte das Geld bis 14 Tage nach der Veröffentlichung im Amtsblatt nicht abgeholt worden sein, wird es der Verwertung durch Zuführung an einen gemeinnützigen Zweck übergeben (PolBln 210415-1014-024241). Vielleicht liest Frau Thi Loi Luu Van Dat ja regelmäßig die Veröffentlichungen des Landes Berlin (hier Seite 2722), vielleicht liest es jemand, der sie kennt und sagt ihr Bescheid. Aber Achtung, in jedem Fall daran denken: „Zur Auszahlung bringen sie bitte ein Personaldokument mit.“
Berliner Schnuppen
Telegramm
Auch doppelt Geimpfte können offenbar das Coronavirus übertragen (ohne es zu wissen) – wäre also sinnvoll, die kostenlosen Testmöglichkeiten aufrecht zu erhalten, anstatt sie abzuschaffen, um den Druck auf Ungeimpfte zu erhöhen.
Die Schule startet im Zeichen rasch steigender Inzidenz (vier Bezirke liegen bereits wieder über 50) mit der Rückkehr der Präsenzpflicht – aber das größte Problem ist hier nicht Corona, kommentiert Susanne Vieth-Entus (mit Abo hier zu lesen).
„Diese Veranstaltung wird so nur einmal und nie wieder stattfinden“, sagt Michael Müller über das „Freedom Dinner“ – muss sie ja auch nicht: Ihren Zweck als kleiner Wahlkampf-Booster für die SPD auf Staatskosten (eine halbe Million Euro) hat sie ja erfüllt (auch die Senatssprecherin hatte ihren Spaß, wie hier zu sehen ist). Wie die Freiheit an diesem Tag in Tegel um 23 Uhr endete, hat Felix Hackenbruch für Sie beobachtet.
Kleiner Blick auf die politische Stimmung in Berlin: Die SPD hat aufgeholt und liegt jetzt mit den Grünen gleichauf (jeweils 20,4 Prozent). Es folgen CDU (16,7), Linke (14,6), AfD (11,6) und FDP 7,6, die Sonstigen kommen auf 8,7. Aber die meisten Leute haben ja auch die Plakate noch nicht gesehen…
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Es gibt Fahrradaktivsten, die das Helmtragen aus Prinzip ablehnen und Forderungen nach einer Pflicht als „Victim blaming“ verdammen (optische Schuldverschiebung aufs Unfallopferopfer). Sie werden allerdings nie in den Genuss des Geräuschs kommen, der beim Aufprall eines Helms mit Gehirninhalt auf Kopfsteinpflaster zu hören ist (klingt vor allem im Nachhall bei der gleichzeitigen Vorstellung „Was wäre ohne gewesen“ wirklich himmlisch). Habe ich übrigens gerade selbst getestet(schuld war übrigens eine Schiene, oder auch: ich selbst).
Anders verlief der Unfall von Justizsprecher Sebastian Brux – der wurde von einem Autofahrer vom Rennrad gecrasht. Sein Resümee: „In der Sekunde, in der du weißt, dass es gleich knallt, ist Verkehrssicherheit kein Bullerbü mehr. Da willst du überleben.“ Ein Arm-Bild von Brux nach seinem Aufenthalt in der Notaufnahme sehen Sie hier.
Dazu passt auch folgende sensationelle Nachricht: Nur elf Jahre nach Planungsbeginn (!) für einen Pop-up-Radweg (!!) in der Müllerstraße ist jetzt schon die Ausschreibung (!!!) für den Bau raus. Halleluja…
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Seit über 20 Jahren erzählt die Nachrufe-Kolumne jeden Sonntag im Tagesspiegel die Lebensgeschichten verstorbener Berlinerinnen und Berliner. Sie gehen ans Herz, erheitern aber auch mit Anekdoten und geben spannende Einblicke in viele bewegte Leben. „46 Berliner Leben“ vereint Nachrufe aus den Jahren 2010 bis 2021. Jetzt im Tagesspiegel-Shop erhältlich!
Hertha und Union kamen gestern im DFB-Pokal gegen die ruhmreichen Drittligisten SV Meppen und Türkgücü München auf zusammen zwei Tore, die sie sich redlich teilten (reicht jeweils für die 2. Hauptrunde).
Zur Frage für Berlinkenner: Welcher Job verbirgt sich hinter folgendem Ausschreibungstextbaustein? „Wenn Sie Freude daran haben, komplexe Projekte voranzubringen…“ – na? Richtig! Die Stadtentwicklungsverwaltung sucht ab sofort und unbefristet eine Wohnungsbaukoordinatorin (m/w/d).
In der Rubrik „Noch hingehen“ gibt’s hier heute den Klassiker: Riesenrummel bei der Eröffnung der Retrospektive für Yayoi Kusama im Gropius-Bau am 23. April – und dann über Wochen ein Magnet vor allem für Touristen. Aber wir haben ja Zeit, wir warten, bis es etwas leerer wird… bis es dann eines morgens mal wieder im Radio heißt: „Gestern endete im Gropius-Bau die Sensationsausstellung…“ Deshalb hier der Hinweis: Sie haben jetzt nur noch sieben Tage!
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„Das ist wie mehrfaches Organversagen“: Das Artensterben ist so bedrohlich wie die Klimakrise, nur sprechen wir viel weniger darüber. Warum es ohne Mücken keinen Kakao mehr geben wird, wie uns Berliner Feldlerchen vom Massenexodus der Vögel in Deutschland ablenken – und was trotzdem jeder einzelne tun kann, sagt der Evolutionsbiologe Matthias Glaubrecht im Klimapodcast Gradmesser. Jetzt auf Spotify, Apple Podcasts und Tagesspiegel.de.
Joker bei unserem beliebten Betriebsstörungsbingo: Der Fahrer einer S-Bahn, die wegen einer Weichenstörung vor Blankenburg wieder zurückrollen musste (wenden ist ja eher schwierig), kam am anderen Ende des Zuges von außen nicht in seine Kabine. Also klopfte er an die Scheiben des vormals letzten, jetzt ersten Wagons und ließ sich von zwei Fahrgästen, die eine Tür von innen aufdrückten, aus dem Schotter nach oben hieven. Wer bietet mehr?
Aus der Reihe „Das kann ja jedem mal passieren“: Eine 21 Jahre alte Musikerin meldet den Diebstahl einer 350 Jahre alten Violine (Wert: 282.000 Euro) aus einem ICE zwischen Hannover und Berlin. Was hätte wohl Johann Sebastian Bach dem unbekannten Täter per Social Media geschrieben? Vielleicht das: „Buß und Reu knirscht das Sündenherz entzwei.“
„Gianni“ van Daalen war als Gründungsdirektor des neuen „Hotel Adlon“ auch eine gesellschaftliche Größe des neuen Berlins – jetzt ist er im Alter von 75 Jahren gestorben.
Zitat
„Wedding bedeutet, dass man nie aufgibt…“
… sagt Kevin-Prince Boateng. Armin Lehmann hat mit dem Hertha-Rückkehrer gesprochen – seine Geschichte finden sie hier (Abo).
Tweet des Tages
Wenn ich heute einfach wach bleibe, geht der Tag nicht zu Ende und mein Urlaub endet heute nicht, oder!?
Stadtleben
Essen – Schulbeginn! Hefte raus, Klassenarbeit! Stulle raus, Mittagspause! Feinschmecker-Varianten des Pausenhof-Klassikers finden sich im Charlottenburger Café mit dem programmatischen Namen „Die Stulle“. Die schnöde Knifte mit Aufschnitt wandelt sich hier z.B zu „Under the sea bread“: Biobrot mit gegrilltem Lachsfilet, Guacamole, Limettenmajo und Zuckerschoten-Macadamia-Salat. Oho! Neben der wöchentlichen wechselnden Stullen-Karte gibt's Suppen & Salate sowie, in Vorfreude aufs späte Aufstehen am Wochenende, Frühstück „all day“ mit allem fürs Berliner Brunch-Herz von Shakshuka bis Eggs Benedict und Strammer Max. Vor Ort essen, abholen oder liefern lassen: Do-Mo 9-17.30 Uhr, Carmerstraße 10, S-Bhf Savignyplatz
Geschenk – Stulle, die Zweite: Zwar nicht essbar, aber dafür aus lokal-regionalem „Anbau“ sind die Geldbörsen und Taschen der Berliner Manufaktur Stulle. Im Sinne der Nachhaltigkeit werden nur wenige Produkte vorgefertigt – aus dem restlichen Sortiment an verschiedenen Farben, Formen und Mustern lässt sich nach eigenem Gusto die ganz persönliche Stulle gestalten. CP-Tipp: Für alle Einschulungskinder findet sich in der Kinder-Rubrik sicherlich ein schöner Begleiter für die nächsten Jahre.
Verlosung – Gabriele Beer bringt große Themen auf noch größere Leinwände, Suzy van Zehlendorf reinterpretiert kanonische Werke wie Munchs Schrei, indem sie Menschen- durch Hahnenköpfe ersetzt und Adolf Beutler fertigt erfolgreich Werke für den europäischen Kunstmarkt: Drei von 21 Künstler:innen, die in der Kunstwerkstatt Mosaik arbeiten. Regisseurin Sabine Herpich porträtiert das Spandauer Atelier für Menschen mit Assistenzbedarf in ihrer Dokumentation „Kunst kommt aus dem Schnabel wie er gewachsen ist“, die 2020 auf der Berlinale lief: „Auch in der Kunstwelt wird unterschieden zwischen Bildern von Menschen mit und ohne Behinderung. Die sogenannte Outsider-Art wird anders behandelt, gesondert ausgestellt und oft für wesentlich weniger Geld verkauft – aber warum eigentlich?“ Der Film startet am Donnerstag in den Kinos – für die Vorstellung im Kreuzberger fsk-Kino (15. August, 17 Uhr), in Anwesenheit von u.a. Sabine Herpich und Protagonistin Suzy van Zehlendorf verlosen wir 3x2 Tickets. Wer möchte?
Karten sichen – einst erfüllt von Kindergeschrei und dem Geruch von rosa Zuckerwatte sowie Schauplatz filmreifer krimineller Machenschaften, demnächst Natur- und Kulturpark für alle Berliner:innen – der Spreepark im Plänterwald ist einer wenigen Orte der Stadt, an denen der Mythos der Vergangenheit noch spürbar ist und die Zukunft noch nicht angekommen. Bevor das Gelände in den kommenden Jahren umgestaltet und zugänglich gemacht wird, können Sie der Magie des „Verlorenen Ortes“ im Rahmen einer Führung nachspüren, die samstags, sonntags und feiertags stündlich zwischen 11 und 16 Uhr angeboten wird (erstmals seit Pandemiebeginn auch wieder auf englisch). Tickets für September und Oktober gibt's ab sofort hier (3/5 Euro) – wer nicht so lange warten möchte, kann sich kostenfrei zur morgen startendenden Workshopreihe anmelden, in der es u.a. um Fährtenlesen und Fledermausbeobachtung geht.
Grübelstoff – Stulle, Knifte, Bütterken, Doppeldecker - welche Worte fallen Ihnen noch fürs Pausenbrot ein?
Berlins Spitzenkandidat:innen-Check
5 x 1: Bis zur Abgeordnetenhauswahl stellen wir den Spitzenkandidat:innen von CDU, FDP, Grüne, Linke und SPD jede Woche eine Frage, die sie mit nur einem Foto beantworten dürfen. Diese Woche: Wie bewegen Sie sich 2030 durch Berlin? Die erste Antwort kommt von Sebastian Czaja (FDP).
Foto: FDP Berlin
Berlin heute
Verkehr – Generell gilt: Die Sommerferien sind vorbei, der morgendliche Berufsverkehr wird wieder dichter. Am besten etwas mehr Zeit einplanen!
Ortolfstraß (Altglienicke): Ab dem Morgen Vollsperrung zwischen Siriusstraße und Ortolfstraße 194 bis zum 20. August.
Blumberger Damm (Biesdorf): Ab ca. 7 Uhr ist die Fahrbahn in Höhe Buckower Ring auf jeweils einen Fahrstreifen verengt (bis Mitte September).
Paulsternstraße (Haselshorst): Ab ca. 8 Uhr ist in beiden Richtungen zwischen Gartenfelder Straße und Nonnendammallee bis Ende dieses Monats jeweils nur eine Spur frei.
Karl-Marx-Allee (Mitte): Zwischen 7 und 15 Uhr ist stadteinwärts zwischen Strausberger Platz und Otto-Braun-Straße der rechte Fahrstreifen gesperrt, Rad- und Gehweg sind auch betroffen.
Leipziger Straße (Mitte): Ab ca. 8 Uhr ist in Richtung Potsdamer Platz, Höhe Mauerstraße nur eine Spur befahrbar (bis Ende August).
Kopenhagener Straße (Reinickendorf): Ab 8 Uhr steht auf Höhe Lengeder Straße bis Freitag nur ein gemeinsamer Fahrstreifen für beide Richtungen abwechselnd zur Verfügung.
Tunnel Tiergarten/Spreebogen: Heute und bis einschl. 12./13. August in der Zeit von 21 bis 5 Uhr in beiden Richtungen zwischen den Anschlussstellen Heidestraße und Reichpietschufer gesperrt.
Onkel-Tom-Straße (Zehlendorf): In Fahrtrichtung Koenigsallee ist die Straße zwischen Argentinische Allee und Riemeisterstraße bis Mitte Oktober gesperrt.
Nahverkehr: S41/42: Die Taktung der Züge zwischen 1´0.30 und 14 Uhr wird erhöht (3 Fahrten je 20 Minuten)
S3, S5, S7 und S9: In den folgenden Nächten bis 12./13.August jeweils von ca. 2 Uhr bis 1.30 Uhr fahren keine Züge zwischen Friedrichstraße und Zoologischer Garten, es gibt SEV.
Demonstration – Unter dem Motto „Gewässerschutz – Übergabe Forderungspapier zur WRRL-Umsetzung in Berlin und Brandenburg an Mitglieder des Umweltausschusses“ versammelt der Bund für Umwelt und Naturschutz etwa 20 Personen an der Niederkirchnerstraße 5 (9.15-9.50 Uhr). 150 angemeldete Demonstrierende ziehen zum „Internationalen Tag der Indigenen Völker“ zwischen 17 und 20 Uhr von der Brasilianischen Botschaft an der Wallstraße 57 durch Mitte bis zum Pariser Platz.
Gericht – Der Prozess gegen einen 39-Jährigen, der 2019/2020 mehrfach gewalttätig in Erscheinung getreten sein soll, geht weiter. Der Beschuldigte habe Passanten auf der Straße grundlos angegriffen und verletzt. Weihnachten habe er einen Obdachlosen bestohlen und mit einem Pflasterstein nach ihm geworfen, als dieser wieder in Besitz seiner Sachen zu kommen suchte. 9 Uhr, Moabiter Kriminalgericht, Turmstraße 91
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Hermann Beil (80), österreichischer Theaterdramaturg und -regisseur / Anneliese Dettke (90), „es gratulieren Claudia-Peter-Nica-Lara-Ben-Emily-Hannah-Julian-Elian“ / Annegret Kramp-Karrenbauer (59), Bundesverteidigungsministerin / „Er ist mehr als ein wunderbarer Skat-Bruder, alles Gute lieber Thomas Oe aus Steglitz“ / Petra Pau (58), für die Linke im BT, Vizepräsidentin des Bundestages / Otto Rehhagel (83), ehem. Fußballspieler und -trainer, ehem. Hertha-BSC-Trainer / Michaele Schreyer (70), ehem. EU-Kommissarin (1999-2004, Grüne) / Anne Tismer (58), Schauspielerin, u.a. an der Schaubühne, Mitbegründerin des Ballhaus Ost
Sie möchten jemandem zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.
Gestorben – Detlev Ronnisch, * 26. Februar 1943 / Gabriele Schuck, 28. August 1958 / Klaus Thiele, 3. November 1938
Stolperstein – Anna Strauss (geb. Sternberg, Jg. 1868) lebte in der Moabiter Thomasiusstraße 18, bevor sie am 3. Juli 1942 nach Theresienstadt deportiert und dort einen Monat später, heute vor 79 Jahren, ermordet wurde.
Encore
Heute schauen wir dem BA Pankow beim Behördenpingpong mit sich selbst zu – hier vier Versuche, innerhalb von zwei Jahren einen Aufschlag übers Netz zu bekommen:
Am 11. September 2019 beauftragte die BVV Pankow das Bezirksamt, Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung in der Straße 73 im Ortsteil Karow zu eruieren. Der CDU-Verordnete Johannes Kraft (bekannt als Plakatwahlkämpfer, siehe oben) fragte immer wieder nach, hier die Antworten:
Januar 2021: „Aufgrund der dramatischen Personalsituation in der Straßenverkehrsbehörde verfügt die Behörde aktuell krankheits- und urlaubsbedingt nicht über die notwendigen Personalressourcen, um die Kleine Anfrage zu beantworten.“
Februar 2021: „Aufgrund der dramatischen Personalsituation in der Straßenverkehrsbehörde verfügt die Behörde aktuell krankheits- und urlaubsbedingt nicht über die notwendigen Personalressourcen, um die Kleine Anfrage zu beantworten.“
März 2021: „Die Prüfung einer Vielzahl ähnlicher Ersuchen erfordert personelle Ressourcen, die leider in der zuständigen bezirklichen Straßenverkehrsbehörde seit mehreren Jahren nicht zur Verfügung standen und auch weiterhin nur schrittweise wiederaufgebaut werden können.“
Juli 2021: „Trotz der derzeitig nicht arbeitsfähigen SVB wird mit einem abschließenden Ergebnis der Prüfung noch im III. Quartal 2021 gerechnet.“
Der Checkpoint empfiehlt einen Verkauf der Straße 73 an das Land Brandenburg.
Voll arbeitsfähig waren bei uns heute wiedermal Nadine Voß (Stadtleben) und Kathrin Maurer (Produktion). Morgen früh meldet sich hier Julius Betschka mit den neuesten Nachrichten aus Berlin. Bis dahin,