der Senat hat die Fünfte Verordnung zur Änderung der Zweiten SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung beschlossen – als Reaktion auf das Inkrafttreten des Vierten Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite, vulgo „Bundesnotbremse“. Das Wesentliche: Für Treffen verschiedener Haushalte wurde das Maximum auf 4+1 Personen reduziert (Kinder unter 14 werden nicht mitgezählt), in Büros dürfen weiter nur höchstens 50 Prozent der Plätze belegt sein, genesene Coronapatienten dürfen (wie bereits zweifach Geimpfte) ohne aktuellen Test einkaufen oder zum Friseur. Für sie entfällt auch die Quarantänepflicht. Die Befreiung davon gilt auch für Beschäftigte und Bewohner von Pflegeheimen, die erkrankt waren oder geimpft sind.
Auch die Regeln für die Schulen wurden präzisiert: Nach drei Tagen mit Inzidenz >165 soll für die meisten Jahrgänge wieder Schluss sein mit Präsenzunterricht. Zuletzt lag Berlin halbwegs stabil unter der Grenze (Dienstagabend bei 137). Künftig müssen sich nicht nur Schüler, sondern auch Lehrerinnen und Lehrer sowie sonstiges Personal mit Kontakt zu Schülern zweimal pro Woche testen. Wäre die Inzidenz der Kinder und Jugendlichen der Maßstab, müssten die Schulen eher heute als morgen wieder schließen: Die Altersklassen 5 bis 19 liegen seit kurzem durchweg deutlich über 200, was einerseits alarmierend ist und andererseits den Sinn der regelmäßigen Tests vor Unterrichtsbeginn illustriert.
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Klimaneutral unterwegs: mit alternativen Kraftstoffen
Eine CO₂-neutrale Energieversorgung bis 2050 ist extrem herausfordernd. Erreichbar ist das nur, wenn Flugzeuge, Schiffe und Autos nicht mehr den bisherigen fossilen Kraftstoff tanken. Aber was dann? Gibt es überhaupt „die eine“ Lösung? Oder wäre ein offener Technologiewettbewerb zielführender?
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Die 342 Bundestagsabgeordneten, die am vergangenen Mittwoch namentlich für die Notbremse mit ihren Ausgangsbeschränkungen usw. gestimmt haben, finden sich auf „Todeslisten“ in den asozialen Netzwerken wieder; das BKA ermittelt. Als unfreiwilliger Abonnent der täglichen Pamphlete der Querköpfe vom „Demokratischen Widerstand“ kann man darüber kaum erstaunt sein: Unter „perverse Schweine“ machen sie’s nicht mehr in ihrer Fanpostille, in der sie täglich „feierliche Maskenverbrennungen“ verkünden und die Inhaftierung der Bundesregierung ankündigen, bevor sie sich „freundlich demokratisch grüßend“ verabschieden bis zur nächsten Hitzewallung.
Die meisten Läden haben zu, aber bei Vattenfall brennt noch Licht. Da ist Matthias Kollatz gleich mal rein und hat für 2,14 Milliarden Euro das Berliner Stromnetz zurückgekauft. Das Abgeordnetenhaus muss noch zustimmen, die für die Finanzierung benötigten Banken ebenfalls. Laut dem Finanzsenator kann Berlin künftig jährlich einen „kleineren dreistelligen Millionenbetrag“ – im vergangenen Jahr wären es knapp 90 Millionen Euro gewesen, also sehr klein dreistellig – verbuchen, der bisher nach Stockholm überwiesen wurde. Die Genossenschaft „BürgerEnergie Berlin“ drängelt schon, dass nun auch die BerlinerInnen am Stromnetz beteiligt werden müssten. Denn wenn die sich nicht massenhaft Solaranlagen auf die Dächer bauen, wird es mit Berlins Klimaneutralität noch schwieriger als ohnehin.
Den (überwiegend virtuellen) „Runden Tisch Mietendeckel“ gestern bei Regiermeister Michael Müller (SPD) und Bausenator Sebastian Scheel (Linke) haben die Beteiligten mit einem guten Gefühl verlassen – sofern sie eingeladen waren. Anwesend waren die Wohnungswirtschaft in allen Facetten sowie Mieterverein und Gewerkschaften; vermisst wurde die Bauwirtschaft, die ja vielleicht auf der Angebotsseite was machen könnte, wenn sie dürfte. Die „Sicher-Wohnen-Hilfe“, die der Senat als Rettungsanker ins Miethaibecken geworfen hat, nachdem sein Mietendeckel vor dem Bundesverfassungsgericht abgesoffen war, wurde laut Stadtentwicklungsverwaltung erst von 84 Betroffenen beantragt. Wie internationale Investoren dem Berliner Mietmarkt zusetzen, erklären wir heute im Tagesspiegel in einem aufwändig recherchierten vierseitigen Dossier.
Der CDU-Abgeordnete Mario Czaja hat offenbar nicht vor, die vom Volksbegehren „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“ geforderte Unterlassungserklärung abzugeben (CP von gestern): Nach einer abendlichen Diskussionsrunde der Wuhletal-CDU bekräftigte er seine Ansicht, wonach die Enteignung auch Genossenschaften beträfe: „Die Sorge wurde dort von allen Genossenschaftsvertretern geäußert“, weil ihre Rechtsform eine private sei, schrieb er meinem Kollegen Ingo Salmen. Der hatte zuvor auf der Webseite der Landeswahlleiterin den kompletten Gesetzestext studiert, über den evtl. im September abgestimmt werden kann. Darin sind „gemeinwirtschaftlich verwaltete Unternehmen“ von der Enteignung ausdrücklich ausgenommen, d.h., die CDU liegt falsch. Deren Generalsekretär Stefan Evers sah übrigens gestern per Pressemitteilung „natürlich auch die Frage angebracht, wer der nächste wäre auf der Enteignungsliste von Grünen und Linken. Es ist ja kein Geheimnis, dass diesen Parteien die Berliner Eigenheime ein Dorn im Auge sind.“ Jetzt wird mir klar, warum in meinem verschnarchten Stadtrandkiez neuerdings bewaffnete Gartenzwerge patrouillieren.
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DEUTSCHLANDS ROLLE
IN DEN KALTEN KRIEGEN DES 21. JAHRHUNDERTS
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Berliner Schnuppen
Telegramm
„Autofreie Stadt – sind Sie dabei?“, haben wir gestern hier gefragt, nachdem am Wochenende das Volksbegehren für ein weitgehend vom Autoverkehr befreites Berlin gestartet ist. Die Resonanz ist groß und das Stimmungsbild interessant: Bei mehr als 6000 abgegebenen Stimmen bis zur Nacht waren immerhin 40 Prozent dafür. 55 Prozent votierten dagegen. Heute ist übrigens ist internationaler Tag gegen Lärm.
Der Abgeordnete Marcel Luthe wollte vom Senat die Adressen der mindestens 50 Meter hohen Häuser wissen. Und? Der Senat hat sie nicht, aber dank „automatisierter Erhebungen zum Hochhausbestand“ kann er ca. 800 Gebäude > 35 Meter melden. Darunter „befanden sich zum Erhebungszeitpunkt 120 Hochhäuser mit einer Höhe über 60 Meter“ – und zwar 28 in Mitte, 24 in Lichtenberg, 14 in Charl-Wilm, 13 in Ma-He, 12 in Xhain, 8 in Neukölln, 6 in Tempelschön, je 4 in Pankow und Trep-Köp, 3 in Reinickendorf sowie je 2 in Spandau und Steg-Zehl.
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„Kein Möbelmarkt auf Kosten der Kreuzkröte“, fordert der Naturschutzbund Nabu in seiner Stellungnahme zum Vorabantrag von Krieger, der seit ca. 20 Jahren am Pankower Tor (CP- und Berliner-Schnuppen-Veteranen erinnern sich) bauen will. Klingt wie: „Zahlen Sie bar oder mit Kröte?“, ist aber ernst: Das vom Investor behauptete „überwiegende öffentliche Interesse“ am Bau des Möbelladens sei „einfach nur dreist“; dem Nabu sei außerdem bundesweit keine einzige erfolgreiche Kreuzkrötenumsiedlung bekannt. Sind ja keine Wechselkröten.
Lange musste das Calauer Duo „Florida und Faunida“ auf seinen Auftritt im CP warten, aber jetzt ist es soweit. Drüben in Spandau schert nämlich ein Schalentier aus, das dort nicht hingehört: Marmorkrebse, von Miami Beach wohl via Aquarium im Glienicker See gelandet, wo sie heimische Artgenossen in die Zange nehmen. Nun nimmt sich der Fischer Klaus Hidde ihrer an, der schon die „Tiergartenhummer“ aufs Brötchen geschmiert hat. Und wie sind die Marmorkrebse so? Hidde: „Dunkelbraun gescheckt, klein und ziemlich doof.“ Aber das schmeckt man nicht.
Das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf sucht eine/n Azubi/ne „für den Ausbildungsgang Lebensmittelkontrollsekretärsanwärter/in“, zuständig u.a. für „sensorische Prüfung der Erzeugnisse im Sinne des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches hinsichtlich einer Abweichung von der Norm“ (CP-Servicehinweis: Whiskas riecht immer so) sowie für die „Überwachung des Verkehrs mit Lebensmitteln“. Dazu Rainald Grebe: In Charlottenburg ist wieder jemand gegen einen Baum gegurkt.
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Post von CP-Leser Tarik El Naschef zur Mitteilung des Neuköllner Jugendstadtrates Falko Liecke (CDU), der „Deutsche Kartoffel“ zur rassistischen Beleidigung vergleichbar dem „N-Kuss“ erklärt hat (CP von gestern): Als „halber Araber“ erlaube er sich Erheiterung darüber, wie „selbst nicht Betroffene und somit Ahnungslose“ rassistische Beleidigungen definierten, schreibt Herr El Naschef. „Werde ich jetzt von einem Rechtsradikalen verprügelt, dann geht es mir gleich viel besser, wenn ich weiß, dass in den Regalen keine N****küsse und keine D******** K********* mehr liegen.“ (Namen von der Redaktion gepixelt)
Die CDU-Fraktion hat uns informiert, dass der CP vom vorigen Donnerstag bei ihr im Spamfilter hängen geblieben ist. Die Durchsicht sämtlicher Wortmülltonnen ergab, dass das Malheur wohl von einer Vokabel ausgelöst wurde, die, nun ja, im Englischen die körperliche Liebe bezeichnet und in jenem CP aus der Korrespondenz eines frisch entdeckelten Vermieters zitiert worden war, mit dem offenbar die Hormone durchgegangen waren. Sollte der CP auch Sie einmal nicht erreichen, gehen Sie also bitte davon aus, das was ganz besonders Knackiges drinsteht. Bei Einsendung eines frankierten Umschlages können wir Ihnen die ausgedruckte Version zukommen lassen, sobald wir aus dem Homeoffice zurück sind.
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Wie kann die Energiewende in Berlin gelingen?
Im Berliner Wahljahr diskutieren u.a. Franziska Giffey (Spitzenkandidatin, SPD Berlin), Bettina Jarasch (Spitzenkandidatin, Bündnis 90 / Die Grünen) und Kai Wegner (Spitzenkandidat, CDU Berlin) über die energiepolitische Zukunft der Hauptstadt. 29. April | 16:30-18:00 Uhr im Rahmen der Berliner Energietage. Zur Anmeldung
Zitat
„Lieber Kunde,leider kommt es aufgrund der Suezkanal-Problematik momentan zu Lieferengpässen aus Asien bei unseren Werbeaktionen. Wir bitten um Verständnis und entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten.“
Bei Lidl in der Rigaer Straße (!) verspätet sich der Kapitalismus (via Nicolas Šustr).
Tweet des Tages
1.Platz @derfahrradpreis im Bereich Infrastruktur für die #PopUpBikelanes! Die goldene Leitbake geht ans BA Friedrichshain-Kreuzberg! DANKE @MonikaHerrmann1 für den Rückhalt. DANKE an die aktiven Kolleg*innen auf Senatsebene und bei uns. Und jetzt: Weitermachen, aber zack, zack!
Antwort d. Red.: (Felix Weisbrich, Leiter des Straßen- und Grünflächenamtes Friedrichshain-Kreuzberg)
Stadtleben
Essen to go – Zur Beschleunigung der gastronomischen Öffnungen haben die drei Restaurantmoguln Tim Raue, Duc Ngo und Tim Mälzer ein Unternehmen gegründet, das einen Gastro-Selbsttest entwickelt – mit ihm sollen Gastronom:innen ihre Mitarbeiter:innen wie Gäste für erschwingliche Summen und blitzschnell testen können. Um die Wartezeit bis zum Schmaus unter den bunten Neonröhren bei Ngos Ngokimpak zu verschönern, bietet sich ein Japchae Bulgogi (12 Euro) an – übrigens auch Abholstätte für Gerichte aus Ngos Funky Fish nebenan. Etwas schneller geht es mit einer Abholbestellung, zwischen Dienstag und Samstag von 12 bis 22 Uhr in der Schlüterstraße 22-23, S-Bhf Savignyplatz.
Erleben – Dass die Pandemie unseren Bezug zu Raum und Zeit verändert hat, steht außer Frage. Wir bewegen uns anders durch die Straßen, das Stadtbild hat sich gewandelt und das Verhältnis zu Krankheiten rückte verstärkt ins Rampenlicht. Zeit für eine Bestandsaufnahme: Das „Interdisziplinäre Labor Bild Wissen Gestaltung“ der Humboldt Universität hat den Audiowalk „Körper, Zeit, Bewegung“ entwickelt, der am Hauptbahnhof startet und über das Haus der Zukunft und die Charité führt. Mithilfe philosophischer, biologischer, architektonischer und kunsthistorischer Perspektiven begleitet der Audiowalk Sie auf einer sinnlichen Reise durch den Bewegungsapparat einer Stadt. Mo-Sa von 8-20 Uhr
Hören – In der 5. Folge unserer Tagesspiegel-„Musikbox“ stellen wir heute um 20.30 Uhr Leslie Clio vor. Im Jahr 2013 stürmte die Wahlberlinerin mit ihrem Debutalbum „Gladys“ die deutschen Charts, hat inzwischen ein eigenes Musiklabel gegründet und setzt sich für allerhand gute Dinge ein. Zu sehen ist die kleine Liveshow, die 2-3 mal im Monat stattfindet, auf Facebook und Instagram, natürlich kostenfrei. In Stimmung bringen Sie sich mit ihrer vor wenigen Tagen erschienen Single „Millionaire“.
Geschenk – Neben den vielen Menschen, die die Coronakrise in prekäre Arbeitssituationen gebracht hat, gibt es die Vielen, die sich auch abseits von Pandemien in solchen befinden – darunter beispielsweise Menschen mit Behinderungen. Kooperationen zwischen gemeinnützigen Vereinen und kunst-/handwerklichen Manufakturen ermöglichen Berufstätigkeiten und Arbeitsverhältnisse im Sinne einer inklusiven Gesellschaft. So auch das gemeinsame Projekt der Berliner Blindenanstalt und einem Designbüro: die Imaginäre Manufaktur. Mit einer Papeterie, einer Keramik- und Textil- sowie Bürstenwerkstadt ist hier digitales, nachhaltiges und inklusives Einkaufen in Kreuzberg möglich.
Grübelstoff – Apropos Arbeit – heute ist Worker's Memorial Day! Das ist der internationale Tag des Gedenkens an Lohnarbeiter:innen, die aufgrund von Arbeit getötet oder verletzt wurden oder erkrankt sind. Der Trades Union Congress gibt an, dass weltweit alle 15 Sekunden ein:e Arbeiter:in stirbt. Das sind 6000 am Tag, wonach mehr Menschen durch Arbeit sterben als durch Kriege. Vielleicht jammern wir heute ausnahmsweise nicht übers Homeoffice.
Das Pandemie-Ding
Zeiten ändern sich und Corona ändert die Zeiten. In den kommenden Wochen wollen wir an dieser Stelle Gegenstände zeigen, die während der Pandemie an Bedeutung gewonnen haben. Heute: Jessica Bagusche und der Blick aufs Wasser.
„Habe zu Weihnachten ein Kajak von meinem Freund bekommen. Nun schippern wir bei fast jedem Wetter über die vielen Berliner Gewässer und treffen jede Menge posende Graureiher. Bin vor 35 Jahren in diese damals noch mauergeteilte Stadt gezogen. Und entdecke erst jetzt, dass sie vom Wasser aus noch viel schöner ist.“
Was ist Ihr Pandemie-Ding? Wir freuen uns über Fotos (möglichst im Querformat) inklusive einer kurzen Begründung an checkpoint@tagesspiegel.de.
Berlin heute
Verkehr – A111 (Reinickendorf-Zubringer): Stadtauswärts ist der Tunnel Flughafen Tegel von 21 bis ca. 5 Uhr gesperrt. Weitere Infos finden Sie hier.
A115 (AVUS): Die Autobahn wird zwischen ca. 9.45 und 10.15 Uhr kurzzeitig in beiden Richtungen zwischen AS Hüttenweg und AS Spanische Allee gesperrt. Der parallel zur AVUS führende Kronprinzessinnenweg wird ab ca. 9.30 Uhr gesperrt, auch für den Fuß- und Radverkehr.
Chemnitzer Straße (Kaulsdorf): Zwischen Heerstraße und Norastraße steht ab ca. 7 Uhr bis Mitte Mai nur ein gemeinsamer wechselseitiger Fahrstreifen zur Verfügung.
Ritterfelddamm (Kladow): Auf der Ritterfelddamm zwischen Seekorso und Waldallee steht für beide Fahrtrichtungen zwischen 8.30 und ca. 16.30 Uhr nur eine gemeinsame Spur zur Verfügung.
Neukölln/Kreuzberg: Wegen einer Demonstration zwischen ca. 20.30 und 23.30 Uhr auf dem Herrfurthplatz kann es auf der Schillerpromenade, der Mahlower Straße, der Hermannstraße, der Karlsgartenstraße, nördlich der Hasenheide, auf der Fichtestraße, der Grimmstraße und rund um die Admiralbrücke zu Verzögerungen und Umleitungen kommen.
Lindauer Allee (Reinickendorf): Die Straße ist bis Juni in beiden Richtungen zwischen Aroser Allee und Roedernallee auf zwei Fahrstreifen verengt und verschwenkt.
Nahverkehr: S46: Zwischen 22 und 1.30 Uhr fährt die Linie nicht zwischen Südkreuz und Westend. Fahrgäste sind angehalten, für diesen Abschnitt die Ringbahn zu nutzen.
Demonstration – Dass Merkel „weg“, beziehungsweise „zurücktreten“ müsse, finden noch immer rund 100 Teilnehmende und tun dies von 10 bis 22 Uhr in der Willy-Brandt-Straße 1 vor dem Kanzleramt kund. In der Mecklenburgischen Straße 57 vor dem Wohnungsunternehmen Deutsche Wohnen AG finden sich zwischen 18 und 21 Uhr rund 50 Protestierende mit dem Motto „Mietendeckel kaputt? Rückzahlungsforderung an Deutsche Wohnen!“ zusammen. „#CloseFactoriesNotParks – Corona-Hotspot Arbeitsplatz für 3 Wochen dicht machen! Bezahlte Pause für alle statt Ausgangssperre!“ fordern rund 250 Demonstrierende mit einem von der Interventionistischen Linken angemeldeten Zug ab 20.30 Uhr vom Herrfurthplatz in Richtung Hasenheide bis etwa 23.30 an der Admiralbrücke (s. Verkehr).
Gericht – Eine mutmaßliche Trickdiebin, die in zwei Fällen Seniorinnen bestohlen haben soll, kommt auf die Anklagebank. Sie soll sich jeweils unter einem Vorwand Zutritt zu den Wohnungen der Opfer verschafft haben (9 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 371).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Vincent Andreas (49), Komponist und Leiter des Kammerchors Nikolassee / „Beste Gesundheitswünsche für Herrn Dipl.-Ing. Rolf-J. Czerny zum 76.!“ / Christian Goiny (56), für die CDU im AGH / „Gratulation zum 71., liebe Monika Klose, alles Gute und Gesundheit! Dein Roland / Imke Konnopka, „Herzlichen Glückwunsch und hoffentlich ein baldiges Wiedersehen beim Stammtisch“ / Jürgen Lütgen, „Ich wünsche Dir weiterhin gute Besserung und freue mich auf ein gesundes Wiedersehen, Achim Melchior“ / Paul Moje (76), „ehem. Schulleiter und Musiker, Glückwünsche und bald wieder viel Kultur und Geselligkeit“ / Paul Nolte (58), Historiker und Professor an der FU / Christian Rickerts (46), Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe / Hartmut Rohde (55), Bratschist / Keven Schlotterbeck (24), Innenverteidiger bei Union / Uwe Schrader (67), Regisseur und Drehbuchautor / Willi Steul (70), Ethnologe, Journalist und Rundfunkmanager, ehem. Intendant des Deutschlandradios / Giuseppe Vita (86), Wirtschaftmanager, ehem. Aufsichtsratsvorsitzender der Axel Springer SE / Margarete Wegner, „sehr engagiert bei Laib und Seele“
Sie möchten jemandem zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.
Gestorben – Helmut Barbe, * 28. Dezember 1927, Komponist, Kirchenmusiker und Chorleiter / Dr. med. Clemens Bergs, * 1. Oktober 1953 / Erna Beyer, * 29. November 1927 / Christian Gehlhaar, verstorben am 19. April 2021 / Thomas Krüger, verstorben am 10. April 2021, Berliner Stadtreinigung
Stolperstein – Reisel Johanna Heme Aron (geb. Bergmann) wurde im Jahr 1865 im polnischen Dobrzyca geboren. Nachdem man sie am 22. September 1942 mit beinahe 77 Jahren nach Theresienstadt deportierte, haben die Nazis sie am 28. April 1944 dort ermordet. In Erinnnerung an sie liegt in der Choriner Straße 53 in Pankow ein Stolperstein.
Encore
Da ich hin und wieder gefragt worden bin, wo ich so lange gesteckt habe: Ich war rodeln. Mitte Februar, auf dem Buntzelberg, dessen Piste mit dem benachbarten Krankenhaus ich drei Tage zuvor im Tagesspiegel kostenpflichtig empfohlen hatte. Ob ich noch jemanden grüßen möchte? Ja, und zwar die gesamte Belegschaft des katholischen Klinikums Hedwigshöhe, die meinen Mittelhandbruch (ganz außen; typische Boxer- und Cholerikerverletzung) prima wieder hingefriemelt hat. Eine herzliche Ghettofaust geht raus an den Kollegen in der Patientenaufnahme, der auf meine Frage, warum für eine ambulante OP die Religionszugehörigkeit erfasst werde, erwidert hat: „Konfessionslose operieren wir ohne Betäubung.“ Und ein erhobener Daumen an den Anästhesisten für seine letzten Worte, bevor er mich in die Finsternis gebeamt hat: „Bin gestern geimpft worden; Astra, fühl mich nicht so besonders.“
Applaus fürs Pflegepersonal dieses Checkpoints: Juliane Reichert (Stadtleben), Sophie Rosenfeld (Recherche) und Cristina Marina (Frühproduktion)! Wir lesen uns hier morgen wieder – und schwingen das Tanzbein zur von Ihnen zusammengestellten, ganz wunderbaren Playlist des Bundestagskandidaten Michael Müller. Haben Sie einen heiteren Tag!
