zum zweiten Warnstreiktag in dieser Woche soll es heute allerbestes Verdi-Demo-Wetter geben. Wie schön für alle, denen das etwas nützt, weil sie beispielsweise mit ihrem Kind den Sandkasten umgraben können oder mit Gewerkschaftsweste draußen vor dem Bürogebäude stehen, in dessen Halbdunkel sie sonst die Werktage verbringen.
Die Polizei präsentiert heute die Kriminalstatistik für 2018. Nach allem, was die Datendiebe vorab munkeln, gibt es bei den Diebstählen – von Fahrradklau bis Wohnungseinbruch – Rückgänge zu vermelden, während die Zahl der Rohheitsdelikte etwa konstant geblieben ist. Mit anderen Worten: Die Gefahr, dass Ihnen vor dem Bioladen jemand heimlich den Jutebeutel vom Fahrradlenker klaut, ist gesunken. Aber Sie müssen weiterhin damit rechnen, dass Ihnen auf dem Nachhauseweg jemand eins auf den Helm gibt. Ob das eine gute Nachricht ist oder eine schlechte, werden Polizeipräsidentin und Innensenator ab 11 Uhr im Roten Rathaus erläutern.
Um 14 Uhr hat Barbara Slowik am selben Ort den nächsten Termin. Dann wird das Projekt „Safer Space for Safer Cities“ eröffnet, bei dem zehn europäische Polizeibehörden unter Berliner Regie ihre nationalen Konzepte zur Sicherheit im öffentlichen Raum vergleichen. 535.000 Euro binnen 2 Jahren hat die EU-Kommission für das von der Berliner Polizei beantragte Projekt bewilligt. Das Themenspektrum reicht von Barrikaden im öffentlichen Raum über Drohnennutzung und -abwehr bis zu Analyse-Software und „subjektbezogenen präventiven Ansätzen“. Klingt technokratisch, aber kann vielleicht irgendwann so furchtbar sinnlose Morde die vom Breitscheidplatz 2016 verhindern.
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Die Familienshow „Die wundervolle Welt von Disney on Ice“ bringt vom 8. bis 10. März im Velodrom unsere Disney-Lieblingsfiguren aufs Eis. Erinnerungen an die Disney Geschichten der letzten Jahrzehnte werden wach, wenn Gastgeber Micky Maus mit seinen besten Freunden Minnie, Donald, Daisy & Goofy eine bezaubernde Parade verschiedener Disney Charaktere präsentiert.
Aus leider gegebenem Anlass befasst sich der Bildungsausschuss des Abgeordnetenhauses auf Antrag der FDP heute damit, was sich gegen Mobbing an Schulen tun lässt. Senatorin Sandra Scheeres (SPD) hat schon mal vorgelegt: In einem Gastbeitrag für den Tagesspiegel kündigt sie neben verpflichtenden Fortbildungen für Schulleitungen ein klareres Meldeverfahren, die Ernennung eines Anti-Mobbing-Beauftragten und Kurse für Eltern und Pädagogen an. Damit Mobbing an Berliner Schulen kein Leben mehr zerstört. „Wo ‚Opfer‘ ein Schimpfwort ist, da stimmt etwas nicht in unserem Zusammenleben“, schreibt Scheeres. Ein Satz, den man zehn Mal an die Tafel schreiben sollte.
Fünf Wochen vor dem Start der Unterschriftensammlung für den Volksentscheid „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“ haben die Initiatoren eine Hausnummer zu möglichen Entschädigungen genannt: 7,3 bis 13,7 Milliarden Euro könnten es werden, je nach Berechnungsmodell. Einen Finanzierungsplan haben die Mietguppys auch schon: 20% Landeskapital + 80% Kredit = 30 Jahre bis zur Refinanzierung über die laufenden Mieteinnahmen. Die Bauverwaltung wohnt noch nicht, aber rechnet schon; der Wohnunternehmensverband BBU zieht bereits mit dem Schreckgespenst „bis zu 25 Milliarden Euro“ um die Häuser.
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KANN MAN MIT LITSCHIS RADWEGE BAUEN?
Ja, dank Berlins größtem Gastgeber. Denn globale Leitmessen wie die FRUIT LOGISTICA sorgen für zusätzliche Steuereinnahmen, die zum Beispiel in die Infrastruktur unserer Stadt fließen. Was die Messe sonst noch für Berlin tut, erfährst du unter hostingtheworld.de
Um die Tieckstraße in Mitte sind Wohnungen besonders knapp und teuer. Deshalb hat die Diakonie zur Eröffnung ihrer Notunterkunft für obdachlose Frauen und Kinder vom Bezirksamt gleich 4000 Euro pro Monat für die „Zweckentfremdung“ von Wohnräumen aufgebrummt bekommen. Das Bezirksamt verweist aufs Gesetz: Das soll verhindern, dass Träger mit der Unterbringung Obdachloser einen Reibach machen. Die Diakonie verweist auf ihre Gemeinnützigkeit und darauf, dass die Bewohnerinnen sonst auf der Straße leben müssten. Da es sich weder die Stadträtin noch der Sozialstaatssekretär (beide Linke) politisch leisten können, der Einrichtung das Genick zu brechen, stehen die Chancen für einen Kompromiss ganz gut.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Dutzende Bäume wurden in den vergangenen Tagen in der Rathausstraße gefällt. Warum, steht im „Bautagebuch“ zum Lückenschluss der U5: Es geht um „Leichterung“, also weniger Last auf dem Tunnel. Umso schwerer wird das Herz bei dem Anblick.
Um Bäume geht es auch in einem unserer heutigen Leute-Newsletter, außerdem um Büffel und um Rabenväter. Welches Thema zu welchem Bezirk gehört, müssen Sie schon selbst herausfinden. Zur Auswahl stehen wie jeden Mittwoch Reinickendorf, Neukölln und Mitte.
Michelin gibt nicht nur Gummi, sondern vergibt auch vier neue Sterne für Berliner Restaurants: Je einen bekamen das Coda in Neukölln, das Savu in Charlottenburg, das Ernst in Wedding sowie das Kin Dee in Tiergarten verliehen.
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Mittwoch, 13. März 2019, im Allianz Forum am Pariser Platz, Berlin.
In einem außergewöhnlichen Veranstaltungsformat präsentiert das Zi exzellente Beispiele aus der ambulanten Versorgung: 16 erfolgreiche Projekte bewerben sich um den Titel „Ausgezeichnete Gesundheit 2019“. Informationen und kostenfreie Anmeldung: www.ausgezeichnete-gesundheit.de
Seit gestern ist das Rechtsabbiegen von der Alexanderstraße in die Karl-Marx-Allee vor dem ehemaligen Haus des Lehrers verboten: Die Kreuzung wird umgebaut, damit der neue Radweg an der KMA angeschlossen werden kann. Vor genau einer Woche wurde genau an dieser Stelle eine 37-jährige Radfahrerin von einem rechts abbiegenden Lkw überfahren. Und es kann jederzeit wieder passieren – zurzeit nicht an dieser Stelle, aber fast überall.
„Kein Halt wegen Ausfall der Bahnsteigbeleuchtung“, ist im Betriebsstörungsbingo noch relativ neu, aber erfreut sich großer Beliebtheit. Zuletzt hat es CP-Leserin Sabrina Winter auf der S1 in Friedenau gehört.
Aber Friedenau kann auch leuchtendes Vorbild sein, wie Leserin Sybille Uken erlebte. Ihr war ebenda die BVG-Abokarte aus der Manteltasche gerutscht, woraufhin der Finder (Herr Wagner; er lebe hoch!) sie mehrfach zu erreichen versuchte und die BVG informierte, die ebenfalls mehrmals anrief. Nun ist die Karte auf dem Weg zurück – per Post. Es heißt also weiter Daumen drücken!
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Weniger solide war die Informationskette während der gestrigen S-Bahn-Vollversammlung, die nach einem Polizeieinsatz von der Friedrichstraße bis nach Lichtenberg reichte: „Es geht nicht weiter“, verkündete ein Fahrer seinen Gästen am Ostkreuz nach einer Viertelstunde. „Näheres kann ich Ihnen leider nicht sagen, da ich keine übergeordnete Stelle erreiche.“ Bei der S-Bahn hilft also nicht mal beten.
CP-Leser Christian Plesser merkt 1. an, dass CP sein Kürzel sei und zitiert 2. die Ansage aus dem gestrigen ICE von Berlin nach Düsseldorf: „Liebe Fahrgäste, in Kürze erreichen wir die Stadt, die es angeblich gar nicht gibt: Bielefeld. Sollte sich der Bahnsteig nicht in Luft aufgelöst haben, so finden Sie den Ausstieg in Fahrtrichtung links.“ Gibt’s doch nicht!
Gelöst in der Luft kann man vom kommenden Wochenende an wieder von Marzahn nach Hellersdorf und/oder retour schweben, sofern man das will: Ab Samstag fährt die IGA-Seilbahn wieder täglich. Und laut Nahverkehrsplan soll die Hängepartie niemals enden, indem die Bahn dauerhaft betrieben wird. Wenn die Gondeln Power haben...
BER Count Up – Tage seit Nichteröffnung:
Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hat das Wunder vollbracht: Am 31. Oktober 2020 ist der Flughafen BER offiziell eröffnet worden. 3.073 Tage nach der ersten Nicht-Eröffnung stellen wir damit unseren Count Up ein. Wer nochmal zurück blicken will: Im Tagesspiegel Checkpoint Podcast "Eine Runde Berlin" spricht Lütke Daldrup mit Tagesspiegel Chefredakteur Lorenz Maroldt und Checkpoint Redakteurin Ann-Kathrin Hipp über detailverliebte Kontrollen, politische Befindlichkeiten und aufgestaute Urlaubstage.
Zitat
„Sie ist einfach eine richtig gute Bären-Mama.“
Tierpark-Direktor Andreas Knieriem über Eisbärenmutter Tonja. Heute ist übrigens Welt-Eisbärentag, den amerikanische Zoos erstmals 2004 ausgerufen haben, um auf die Bedrohung der Tiere durch den Klimawandel hinzuweisen. Man begeht den Tag sinnvollerweise bei etwas heruntergedrehter Heizung.
Tweet des Tages
Ich habe heute schon das dritte Mal fälschlich die Doktors mit der Zwangsjacke gerufen, weil ein Mann komische Selbstgespräche im Park führte. Dass die aber auch alle freihändig mit Knopp im Ohr telefonieren müssen heutzutage! Früher wurden solche Leute in die Klapsmühle gebracht.
Stadtleben
Essen Zeitreisen die Erste: So manche Praxis der Fleischindustrie ist problembehaftet und von fragwürdiger Zukunftsfähigkeit – das müssen wir hier gar nicht vertiefen. Zweifellos aber kommt die Branche um rasche Innovation nicht herum. Eine Idee wird derzeit in der Burgergrill-Kette „Hans im Glück“ ausprobiert. Im passenderweise „Übermorgen“ getauften Burger, der von außen verdächtig nach Veggie-Burger aussieht, stammt der Fleischersatz zu einem Drittel aus dem üblichen rehydrierten Sojaprotein. Das letzte Drittel aber wird aus Buffalowürmern gewonnen. Die Idee dahinter: Eines der Kernargumente gegen den Verzicht auf Fleisch ist tierisches Eiweiß. Eben dieses bekommt man aber auch von Insekten, und zwar deutlich effizienter als etwa von Rindern und mit überlegener Umweltbilanz. Dass tierisches Eiweiß nicht generell auf diese Weise gewonnen wird, hat ausschließlich kulturelle Gründe. Und weil die zeitlichem Wandel unterliegen, braucht man hin und wieder solche Projekte, um den Stand der Dinge zu prüfen. Wer der Industrie ein Zeichen senden möchte, beiße zu. Genaueres ist auch hier nachzulesen, Standorte und Öffnungszeiten auf der Homepage.
Trinken mit musikalischer Begleitung (und Zeitreisen die Zweite): Die Berlinerin „Chanson-Nette“ und Stan Juraschewski am Swing-Klavier stimmen das Café Lyrik um auf eine andere Zeit. Die Getränkeauswahl tut ihr Übriges um die Zeitreise-Fantasien anzuregen. Wer unweit des Kollwitzplatzes dem touristischen Betrieb ausweichen und etwas vom alten Charme des Kiezes mitbekommen will, dem sei die kleine, etwa 30 oder 40 Leute fassende Kneipe ans Herz gelegt, in der so manche stadtbekannte Künstlerin in intimer Atmosphäre zu erleben ist. Ab 19.30 Uhr in der Kollwitzstraße 97, U-Bhf Eberswalder Straße
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Zwei Essen bestellen - nur eines bezahlen
Das Tagesspiegel Restaurant-Scheckheft 2019 lädt Sie ein, Berlin von seiner kulinarischen Seite kennen zu lernen. Vom Insidertipp bis zum Feinschmeckerlokal: Mit den Gutscheinen können Sie jeweils zwei Hauptgerichte bestellen – und zahlen nur eines!
Berlinbesuch Unter werdenden Künstlerinnen ist einer der zweifelhaftesten Impulse der, genau Dasselbe tun zu wollen, was alle anderen auch tun. Im Kunststudium baut man mit dem Nachahmen zwar Fertigkeiten auf. Das Ziel ist aber immer die Überwindung der Klischees, der begründete Bruch mit den Regeln. Wer nicht mit Regeln brechen will und es trotzdem Kunst nennt, bricht also ebenfalls eine Regel – das Anerkennungsspiel kann schnell kompliziert werden. Natürlich gibt es andere Kunstbegriffe und zahlreiche Kritiken dieser Position. Meistens funktioniert sie aber in Bezug auf Avantgarden. So auch hier: Musik, wie sie alle machen, wird man im Loophole nicht hören. Auch heute Abend nicht, wenn unter dem Titel Strange Dreams eine Nacht mit Lyrikvortrag, improvisierter elektroakustischer Musik und DJ Set gegenwärtige Zukunftsoptionen der Musikentwicklung erproben. Ab 20 Uhr in der Boddinstraße 60, U-Bhf Rathaus Neukölln
Geschenk Auch in der Neuköllner Okerstraße 12 ist maßvolles Zeitreisen möglich. Im Inkwell, Englisch für Tintenfass, ist die Feder das Schwert zur Gestaltung der Welt, und zwar vorzugsweise die alte, schreiberprobte Feder. In welchem Schaufenster findet man schon einen Parker 51, wie den, der die Finger von Fritz J. Raddatz schwärzte oder einen Pelikan, der mit dem von Einstein verwechselt werden könnte? Die Auswahl alter Füller ist naturgemäß klein, dafür umfasst das Programm auch Papier, Klammern und Hefte, Radiergummis und Fotoecken und nicht zuletzt Tintenfässer – nomen est omen – alles mit dem Retrocharme von Büros der prädigitalen Ära. An Wochentagen von 11 bis 18 Uhr geöffnet, U-Bhf Leinestraße
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Last-Minute-Tickets Auch in der Urania geht es heute Abend um die Zukunft: Im Demokratie-Salon spricht der aus dem philosophischen Radio des WDR bekannte Journalist und Autor Jürgen Wiebicke mit Seyran Ateş, Rechtsanwältin, Autorin und Fraunenrechtlerin sowie Initiatorin der Berliner Ibn-Rushd-Goethe-Moschee, die für einen liberalen und zeitgemäßen Islam steht. These des Abends: Die Zeit der Schönwetter-Demokratie ist vorbei, in der politische Gegner in ziviler Tonlage mit Argumenten gegeneinander Antraten. Was an ihre Stelle tritt, ist ab 19.30 Uhr zu eruieren. Tickets kosten 17,50 Euro. An der Urania 17, Kleist-Saal
Noch hingehen zu Unboxed, einer Ausstellung mit Transgender-Themen im Schwulen Museum. Hm, ist nicht schon diese Konstellation bloß die Bestätigung fremdelnd heteronormativer Selbtsverständlichkeit, die alle LGBTQIA+-Themen, über denselben Kamm schert? Diese Frage thematisiert tatsächlich auch die Ausstellung „Unboxed“. Zustandegekommen sein soll sie, als deutlich war, dass der Umfang des Materials mit Bezug zu Transthemen groß genug war, selbst gewürdigt zu werden. Der Eintritt kostet 7,50 Euro. Lützowstraße 73, U-Bhf Kurfürstenstraße, Mi, Fr, So, Mo 14-20 Uhr, Do 14-20 Uhr, Sa 14-19 Uhr
Mit diesem Stadtleben wünscht Ihnen Thomas Wochnik einen guten Tag.
Prominent verraten
Der Verleger, Buchautor und Redner Florian Langenscheidt hat diese Woche fotografische Hinweise hinterlassen (hier gleich zwei Mal im Selfie) – richtig geraten und die Checkpotts gewonnen hat Leserin Angela Chambers – herzlichen Glückwunsch! Auf den „Mehr Berlin“-Seiten gibt's morgen noch mehr Fotos zu sehen.
Berlin heute
Verkehr Zwischen 21 und 5 Uhr ist der Tunnel Ortsteil Britz in Richtung Wedding Nord (A 100 Stadtring) gesperrt. Wegen mehrerer Demonstrationen in Mitte kommt es rund um den Hackeschen Markt, Potsdamer Platz und Alexanderplatz zwischen 10 und 17 Uhr zu Staus (siehe Demo). Bis Sonntag ist im Tunnel am Adenauerplatz (Charlottenburg/ Wilmersdorf) der rechte Fahrstreifen wechselseitig gesperrt. Ab 7 Uhr stehen in der Straße Am Treptower Park (Alt-Treptow) nur zwei Fahrstreifen zur Verfügung. Auf dem Blumberger Damm (Biesdorf) gibt's ab 8 Uhr in Richtung Landsberger Allee nur eine Spur, auf der Johannisthaler Chaussee (Buckow) in beiden Richtungen jeweils nur eine Geradeausspur - in Richtung Alt-Buckow kann zudem nicht links abgebogen werden. Die Veitstraße (Tegel) ist in beiden Richtungen zwischen 7 und 13 Uhr voll gesperrt. Die S3 fährt von 22 und 1.30 Uhr nicht zwischen Pichelsberg und Spandau. Und die S8 fährt ebenfalls von 22 bis 1.30 Uhr nicht zwischen Treptower Park und Schönhauser Allee.
Demonstration Die GEW Berlin ruft zur „Tarifrunde TV-L 2019“ auf und zieht mit ca. 7000 angemeldeten Teilnehmern zwischen 10 und 13 Uhr vom Potsdamer Platz zum Alexanderplatz. Zur selben Zeit läuft ein Aufzug von Verdi mit knapp 3.000 angemeldeten Teilnehmern unter dem Motto „Tarifrunde Länder. Warnstreik, Demonstration und Kundgebung“ von der Karl-Liebknecht-Straße 30 ebenfalls zum Alexanderplatz. Die Jüdische Gemeinde zu Berlin lädt ab 16 Uhr zum Gedenken an die „Fabrik-Aktion“ vor 76 Jahren zum Mahnmal Große Hamburger Straße und zieht anschließend mit ca. 200 Teilnehmern schweigend zur Rosenstraße.
Gericht Zwei Zirkus-Betreibern wird der Prozess gemacht. Die Angeklagten, ein 66-Jähriger und eine 58-jährige Frau, sollen ihren Huftieren nicht ausreichend Auslauf ermöglicht haben. Es sei zu schmerzhaften Fehlentwicklungen im Bewegungsapparat gekommen (10.00 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal B 136).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag - Wilhelm von Boddien (77), Unternehmer / Karlheinz Nolte (70), ehem. stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Berliner SPD / Andreas Otto (57), für die Grünen im AGH / Wolfram Rohst (53), ehem. für die Piraten im AGH (2011-16) / Diana Ludwigs (44), „Aus B via F nach BN liebste Grüße und beste Wünsche für Puppe (TZB) von Zia" / „Geburtstagsgrüße von der Aida-Crew an Joachim Rust."
Sie möchten jemandem zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.
Stolperstein - Günter Bannat (Jhg. 1920) wurde wegen Widerstands gegen das Naziregime als „Vorbeugehäftling“ verhaftet und in das „Arbeitserziehungslager“ Großbeeren bei Teltow eingewiesen. Dort wurde er heute vor 76 Jahren ermordet. Er lebte am Einsteinufer 11 in Charlottenburg.
Im Tagesspiegel
Finden Sie sich damit ab, so schnell geht es, dann kommen Sie besser klar im Leben – solche Sätze hörte Hanno Voigt, der nach einem Unfall querschnittsgelähmt ist. Er fand sich damit ab. Vorübergehend. Dann traf er auf zwei junge Forscher. Lesen Sie die Reportage von Niclas Seydack heute auf Seite 3 im Tagesspiegel und im E-Paper.
Encore
Parlamentspräsident Ralf Wieland hat ihn „ein Stück Legende“ genannt bei der Abschiedsparty gestern Abend im Tagesspiegel-Haus. So große Worte werden sonst eher Toten gewidmet, aber diese Legende lebt und steckt so beneidenswert voller Energie wie immer in meinen bisher 18 Tsp-Jahren: Gerd Nowakowski, langjähriger Chef der Berlin-Redaktion und Leitender Redakteur, geht in Rente.
So richtig vorstellen kann sich das keiner bei ihm, der stets für zwei gearbeitet hat und dabei eine derart positive Stimmung verbreitete, als käme er gerade vom Führungskräfteseminar. Aber Gerd ist wirklich so ein freundlicher Mensch. Falls Sie zu den Wenigen gehören, die ihn nicht kennen: Klaus Stuttmann hat ihn perfekt karikiert. Wobei die Füße auf dem Tisch auf seine taz-Vorgeschichte anspielen. Beim Tagesspiegel machen wir das nicht.
Kommen Sie gut durch den Tag und genießen Sie die Sonne. Morgen früh erhellt Sie hier wieder Lorenz Maroldt.
Alles Gute,