Cansel Kiziltepe (SPD)ist auf Integrationskurs-Konfrontationskurs. In einem Brief hat Berlins Integrationssenatorin von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) gefordert, den Zulassungsstopp für freiwillige Teilnahmen sofort zurückzunehmen. In dem Schreiben, das dem Checkpoint vorliegt, nennt Kiziltepe die Kürzungen „äußerst irritierend“ und „fachlich nicht nachvollziehbar“. Die Bedeutung von Sprachkompetenz für die Teilhabe an Gesellschaft und Arbeitsmarkt sei „Common Sense“, die Kurse für eine gelingende Integration „Dreh- und Angelpunkt“.
Kiziltepe befürchtet, Berlin wäre als Bundesland, in dem überdurchschnittlich viele Menschen mit Deutsch-Sprachlernbedarf ankommen, vom erschwerten Kurszugang besonders betroffen. „Ein vielfaches Absinken des Sprachniveaus ist zu erwarten.“ Zudem verweist sie auf den „insgesamt höheren bürokratischen Aufwand für die Verwaltung“ und warnt davor, die Entscheidung könnte kleinere Kursträger in die Insolvenz treiben.
Rot-Grün-Rot ick hör dir trapsen? Auf dem ersten Wahlkampfpodium des Jahres waren die Fronten klar verteilt. Der Berliner Mieterverein hatte am Donnerstagabend fast alle Spitzenkandidaten für die Berlin-Wahl eingeladen. Und was sollen wir sagen? Elif Eralp (Linke), Werner Graf (Grüne) und Steffen Krach (SPD) wären wohl eine ganz harmonische WG. Ob Sozialwohnungsquote, die Nicht-Bebauung des Tempelhofer Felds oder die Umwandlung von Büros zu Wohnraum – da droht kein Streit am Küchentisch.
Ersin Nas, wohnungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, fand seinen zukünftigen Lieblingsmitbewohner in FDP-Spitzenkandidat Christoph Meyer (Steigerung der Eigentumsquote, Betonung der privaten Bauwirtschaft). Blöd nur: Die beiden werden nicht auf genug Prozente kommen, um sich einen Koalitionsvertrag leisten zu können.
Anzeige
#Respektgewinnt, der Wettbewerb des Berliner Ratschlags für Demokratie, geht in eine neue Runde.
Wir suchen eure Beiträge und Aktionen! Engagiert ihr euch in eurem Kiez, der Geflüchtetenhilfe oder im Sportverein? Macht ihr euch stark für unsere Demokratie? Und überhaupt: Zeigt ihr euch #respektvoll mit anderen? Dann bewerbt euch jetzt! Alle Details unter www.respekt-gewinnt.de
Einsendeschluss: 1. März 2026
Apropos Eisesglätte: Ein warmes Wochenende könnte in Berlin den letzten Schnee zerschmelzen. Was darunter zum Vorschein kommt? Ofenfrische Schlaglöcher!
„Die besondere Wetterlage der letzten Wochen hat zu vermehrten Straßenschäden geführt“, heißt es auf Anfrage aus Pankow. In Treptow-Köpenick seien aufgrund des starken Schneefalls, Eisberäumung durch Auftausalze und des Frost-Tau-Wechsels „deutlich mehr Schlaglöcher im Bezirk registriert worden als in den Jahren zuvor“.
Auch in Reinickendorf rumpelt’s. Der Bezirk registrierte im Dezember und Januar 432 Schlaglochmeldungen (50 Prozent mehr als im Vorjahr). Tempelhof-Schöneberg rechnet mit „mehr“ und Marzahn-Hellersdorf sogar mit einer „drei- bis vierfachen Anzahl“. Dort seien besonders die jahrzehntealten Betonstraßen betroffen.
Die restlichen Bezirke können den Schaden noch nicht abschätzen oder registrieren „keine nennenswerte Steigerung“ (Spandau). Alle versprechen aber, die Löcher fix zu flicken: „Schlaglöcher sind kein Schönheitsfehler. Sie sind ein Sicherheitsrisiko.“ (Lichtenberg).
Von einer Sorte Löcher hat Berlin zu viel, von anderen zu wenig. Es mangelt dem Land an muslimischen Grabstellen, an wohnortnahen erst recht. „In Berlin wird noch nicht so richtig mitgedacht, dass in dieser Stadt Muslime leben – und auch sterben“, sagt Katja Neppert, Mitglied der evangelischen Gemeinde und der Berliner Bürgerplattformen, dem Checkpoint. Der Bedarf an Grabflächen liege bei 2000 pro Jahr, das Angebot aber „weit darunter“.
Berlin hat 222 Friedhöfe. Doch nur auf 14 kann nach islamischem Brauch bestattet werden. Und die meisten der nach Mekka ausgerichteten Grabstellen sind bereits belegt. „Viele Muslime haben den Eindruck, ‚In Berlin ist alles voller Friedhöfe – aber nicht für uns‘.“
Die zuständige Senatsverwaltung für Umwelt ist sich des Problems bewusst. Sie verzeichnet einen „steigenden Bedarf“, kann die Kapazitäten jedoch nicht beziffern und verweist an die Bezirke.
Den Mammutanteil schultert: Gatow (JWD). Dort sei schon jetzt der „überwiegende Teil“ der 11.600 Gräber muslimisch belegt, sagt Spandaus Baustadtrat Thorsten Schatz (CDU). Rund 100 Grabstellen sind noch frei, bis 2028 sollen 2000 weitere entstehen. Doch: „Spandau kann nicht dauerhaft die strukturellen Defizite ganz Berlins ausgleichen.“ In Gatow führe die Knappheit aktuell dazu, dass nur noch Einzelgrabstellen vergeben werden – und Ehepartner teilweise nicht nebeneinander liegen können. „Das bedaure ich ausdrücklich“, sagt Schatz.
Aufheben oder Liegenlassen? Der Müll spaltet Berlin, wie unsere gestrige Umfrage zeigt: Rund 49 Prozent von Ihnen heben fremde Hinterlassenschaften auf, 43 Prozent lassen davon lieber die Finger. Doch nebst Müll ist einiges, was „zu verschenken“ auf Berlins Straßen herumliegt, wirklich unterhaltsam. Auf der Online-Plattform Reddit tauschen sich Nutzer über die skurrilsten Funde aus:
+ „Ein Boris-Johnson-Pappaufsteller. Mit Bissspuren. Wohnt jetzt in der Küche“
+ Fotoalben mit Hochzeitsbildern von 2016. Mutmaßung des Finders: „Da muss was passiert sein.“
+ „Ich (Wrestling-Fan) hatte das Glück, dass meine Frau eine alte Sammlung an Wrestling-Zeitschriften aus den 80ern und 90ern und ein paar vollständige Panini-Alben gefunden hat.“
+ Eine Sexschaukel in Charlottenburg. „Während ich die betrachtete, kamen zwei Kids um die zehn Jahre angerannt, woraufhin der eine meinte: ‚Das ist die Schaukel! Die kann man voll gut an deinem Hochbett anbringen, weil ihr ja so hohe Altbaudecken habt.‘“
+ ein ausgestopfter Papagei
Und was ist das Merkwürdigste, das Sie je gefunden haben? Schreiben Sie es uns (gern mitsamt Fundort) an checkpoint@tagesspiegel.de.
Sind Sie schon über „Unfamiliar“ gestolpert? Millionen Menschen auf der ganzen Welt gucken grade die deutsche Spionage-Thriller-Serie aus dem Hause Netflix. Für Berliner ein besonders spannendes Vergnügen: Sie können nicht nur zuschauen, wie ein Agenten-Ehepaar von seiner Vergangenheit eingeholt wird, sondern auch ihre Heimatkenntnisse testen. Die Hauptstadt wurde für die Produktion intensiv auf die besten Locations gescoutet, ist eine Art dritte Hauptfigur – und sieht dabei manchmal etwas anders aus als gewohnt. Stichwort: Grimm-Zentrum als Bundesnachrichtendienst von innen. Tobias Langley-Hunt hat sich das für Sie genauer angeschaut. Wie geht’s Ihnen?

Berliner Schnuppen
Telegramm
„Probeunterricht“, Klappe die zweite: Vor zwölf Gymnasien dieser Stadt können Sie heute ab halb neun Uhr nervöse Familien antreffen. Wer die begehrte Gymnasialempfehlung nicht über die Zeugnisnoten bekommen hat, kann heute noch an diesem euphemistisch benamten Aufnahmetest teilnehmen. Deutschtest, Mathetest, überfachliche Kompetenzen – rund 1200 Kinder stellen sich der dreistündigen Herausforderung. Das sind 40 Prozent weniger als beim ersten Durchlauf im vergangenen Schuljahr – wahrscheinlich, weil nicht mal drei Prozent bestanden hatten.
Ihr Kind ist heute dabei? Schicken Sie uns gerne einen Erfahrungsbericht an margarethe.gallersdoerfer@tagesspiegel.de!
Ende eines Experiments: Die Berliner CDU schlägt Justizsenatorin Felor Badenberg für den Bundesvorstand der Partei vor, der heute Nachmittag in Stuttgart turnusmäßig neu gewählt wird. Sie ersetzt Joe Chialo, der sein Scheitern als Kultursenator vor weniger als einem Jahr mit einem Rücktritt besiegelt hatte. Rückschau ins Jahr 2022, als der damalige Musikmanager von Kai Wegner für den Bundesvorstand empfohlen wurde: „Ich bin sicher, dass Joe Chialo entscheidend dazu beitragen wird, das inhaltliche Profil unserer Partei zu schärfen und weiterzuentwickeln.“ Und irgendwie, könnte man sagen, hat das sogar geklappt.
Sie mieten bei der Deutsche Wohnen? Checken Sie Ihre Betriebskostenabrechnung. Wegen zu hoher Kosten für eine Versicherung muss der Konzern zweien seiner Mieter rund 500 bzw. 1400 Euro zurückzahlen. Der Alternative Mieter- und Verbraucherschutzbund schätzt die Urteile als für potenziell Tausende Parteien relevant ein. Was Sie wissen müssen.
Schule als „digitale Schutzzone“? Auf dem CDU-Bundesparteitag wird voraussichtlich auch ein Antrag der Frauen Union verabschiedet, der ein bundesweites Handynutzungsverbot für die Klassen 1 bis 10 anregt – sowohl im Unterricht als auch in der Pause. Für den Antrag stimmte unter anderem Berlins Bildungsstaatssekretärin Christina Henke (CDU) – doch die Chefin ist wenig begeistert: „Nur weil ein Parteitag etwas beschließt, heißt das nicht, dass die Minister der Länder das so umsetzen müssen“, sagte Katharina Günther-Wünsch dem Tagesspiegel. In Berlin kann jede Schule eigenständig über ein Handynutzungsverbot entscheiden.
Bekannte linke Journalisten müssen Millionen zurückzahlen: Die Sanierung eines Hauses an der Oranienstraße ließen sich mehrere prominente, größtenteils ehemalige Journalisten von der Hauptstadt fördern. Weil sie sich nicht an die Vorgabe hielten, die Mieten günstig zu halten, muss die Gruppe nun gut drei Millionen Euro erstatten.
Etwas zu eifrig verlief wohl der Frühjahrsputz im Reichstag: Dort löste gestern Morgen ein Gasmelder einen Großalarm und einen Feuerwehreinsatz aus. Am Ende sprach vieles dafür, dass ein etwas zu ambitioniert dosiertes Reinigungsmittel die Atmosphäre gedämpft hatte. Um 7.30 Uhr war die Sperrung wieder aufgehoben – und der Reichstag sauber.
Anzeige
Dieser Leitfaden hilft, rechtliche Grundlagen zu verstehen, wichtige Verfügungen für Sie oder Ihre Angehörigen niederzuschreiben und alle notwendigen Unterlagen zu ordnen. Inkl. systematischer Checklisten, rechtsgültiger Muster für Patientenverfügungen, Verfügungen für Angehörige und Vorsorgevollmachten. Mehr
Luftnummer? „Die Vorteile einer Magnetschwebebahn gegenüber einer Straßenbahn müssen erstmal dargelegt werden“, holte Bausenator Christian Gaebler (SPD) das CDU-Lieblingsprojekt am Donnerstagabend am Rand des Neujahrsempfangs des Verkehrspolitischen Informationsvereins auf den Boden der Tatsachen. Ein Problem bleibe etwa der zwingend nötige Umstieg für Fahrgäste: Bislang sei alles auf eine Tram zwischen Tegel und Spandau hin geplant worden. Was durch den anhaltenden Schwebezustand auf jeden Fall nicht passieren dürfe: noch mehr Verzögerungen.
Verschwundener Buchstabe (I): Ein Anwohner des Winterfeldtplatzes muss sich vergangene Woche verwundert die Augen gerieben haben. Dem neu installierten Straßenschild nach lebte er nun in der „Winterfeldstraße“ (Quelle: BZ). Wer hat denn da „t“ entwendet? Ein Schild-Bügerstreich? Aber nein. Laut Bezirksamt habe sich beim Ersetzen des ausgeblichenen Straßenschildes ein Produktionsfehler eingeschlichen.
Verschwundener Buchstabe (II): Doch nicht genug mit den flüchtigen Buchstaben. Auch ein Rudel „r“ ist auf Abwegen! Nur so sind wohl die 20(!) offenen Stellenangebote der Bildungsverwaltung zu erklären, in denen eine „Lehkraft an einer beruflichen Schule“ gesucht wird (Quelle: Jobportal des Landes). Wir verbuchen das unter Copy-Paste-Tücken.
Kein Erbe unter dieser Nummer: Ein Checkpoint-Leser wartet dringend auf einen Erbschein, dringt telefonisch zur Abteilung Nachlasssachen des Amtsgerichts Kreuzberg jedoch seit Wochen nicht durch. Leitungen gekappt? Nicht doch. „Beim Nachlassgericht werden derzeit eine neue IT-Fachanwendung und die elektronische Akte eingeführt“, schreibt ein Sprecher dem Checkpoint. Dies erfordere „umfangreiche Schulungen der Beschäftigten“. So umfangreich offenbar, dass die Telefone bis zum 6. März stumm bleiben.
Tübingen machte damit Schlagzeilen, nun liebäugeln auch Berlins Bezirke mit einer berlinweiten Verpackungssteuer. Am Donnerstag nahm der Rat der Bürgermeister einstimmig eine Beschlussvorlage Friedrichshain-Kreuzbergs an (die ein Jahr lang in den Untiefen des Fachausschusses abgetaucht war). Darin rechnet Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann vor: „Allein in Friedrichshain-Kreuzberg werden rund 42.000 Plastik- und Pappbecher für Coffee-To-Go täglich weggeworfen. Eine Verpackungssteuer von 50 Cent je Kaffeebecher würde für den Bezirk pro Jahr demnach rund 7,6 Millionen Euro Einnahmen generieren, die gegen die Vermüllung im öffentlichen Raum eingesetzt werden könnten“. Nun muss der Senat sich mit der Vorlage befassen.
Zu kaum einem Thema kann Berlin sich so trefflich anhupen wie Verkehrsberuhigung. Weil beim Disput um Poller bislang gefühlte Wahrheiten dominieren, haben Berlins Grüne eine Studie durchführen lassen. Die analysiert acht Berliner Kiezblocks und folgert: 30 Prozent weniger Unfälle mit Verletzten und zwei Drittel Zustimmung der Anwohner. Ob es in dieser Debatte um Fakten geht, ist eine andere Frage.
Zitat
„Ich würde auch gern in Saint-Tropez am Hafen wohnen und kann es mir nicht leisten.“
Anwalt einer Berliner Vermieterin, die wegen Verdachts auf Mietwucher vor dem Amtsgericht Tiergarten steht. In einer Serie von Musterverfahren versucht derzeit vor allem Friedrichshain-Kreuzberg, gegen Mietpreisüberhöhungen vorzugehen.
Stadtleben
Verlosung – Klar, Sie können sich auf „Warten auf Godot“ am Berliner Ensemble freuen, weil sie Matthias Brandt mal live sehen wollen. Aber Becketts Stoff in der gefeierten Inszenierung von Luk Perceval lohnt sich auch so. Man schaut Estragon und Wladimir, zwei Heimatlosen, zweieinhalb Stunden beim Warten und Sich-die-Zeit-vertreiben zu. Wir verlosen 2x2 Karten für Dienstag (24.2.)! Bewerbung hier, 19.30 Uhr, Bertolt-Brecht-Platz 1, S/U Friedrichstraße
Essen & Trinken – Ein Ort, an dem das Bier direkt aus der Wand läuft, kann kein ganz schlechter sein. Zwei Hähne ragen im „Weiß-Blau” zwischen blauen Kacheln hinter der Theke hervor. Zwei Fässer mit wechselnden Handwerksbieren aus Bayern sind im Rücken der Mini-Gaststube angeschlossen. Dazu gibt’s deftige Hausmannskost: Brezen, Leberkäse, Presssack, dazu reichlich Senf und Kren. Ein Traum – also, für Fleischesser. Di-Fr 13-21 Uhr, Sa/So 11-16 Uhr, Knobelsdorffstr. 37, U Sophie-Charlotte-Platz
Noch hingehen – Statt über den Berliner Wohnungsmarkt zu weinen, ziehen Studierende der TU einen überraschenden Trumpf aus dem Ärmel – das Mietshaus. Die Ausstellung „Das Mietshaus in der Wohnungsfrage“ (bis 5.3.) stellt neue Strategien für mehr Wohnraum im Bestand vor. Die Projekte zeigen: In vielen Gründerzeitbauten könnten durch Umorganisation doppelt so viele Menschen wohnen. Eintritt frei, Do-Sa 15-19, So 14-18 Uhr, Kastanienallee 86, Tram Schwedter Str.
Berlinbesuch – Liegt vielleicht nicht nahe, aber man kann auch im Winter auf den Flohmarkt. Der Trödel auf dem Leopoldplatz hat sich ausgerechnet im Januar neu erfunden und nennt sich nun „Leo Flohmarkt“. Es gibt jetzt u.a. Streetfood-Wagen und ein kleines Begleitprogramm. Es geht um Gebrauchtes und Vintage, Neuware wird nicht verhökert. Als Privatmensch bezahlt man 30, mit Stand 45 Euro. Sa 10-16 Uhr, U Leopoldplatz
Kiekste
Fast Endspurt für den Berlinale-Bären – aber bevor er zurück in den Winterschlaf geht, verschafft er sich an der Urania noch schnell den Überblick. Laternenmast statt Loge. Vielen Dank an Checkpoint-Leser Georg Steinweh für den Schnappschuss! Schicken auch Sie uns Ihre schönsten, kuriosesten und überraschendsten Berlin-Momente an checkpoint@tagesspiegel.de und nehmen an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – An der Wuhlheide (Köpenick): Bis Ende Juni ist zwischen Stadion An der Alten Försterei und Rudolf-Rühl-Allee der rechte Fahrstreifen gesperrt.
Filandastraße (Steglitz): In Richtung Albrechtstraße steht nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Auch die Mittelstreifenüberfahrt sowie die Einfahrt in die Südendstraße in Richtung Robert-Lück-Straße sind gesperrt.
Blissestraße (Wilmersdorf): Bis Anfang Juni steht zwischen Detmolder Straße und Varziner Straße für beide Richtungen nur ein gemeinsamer Fahrstreifen zur Verfügung.
Nahverkehr – S-Bahn – S1, S2, S25 und S26: Von 22 Uhr bis Montagmorgen, ca.1.30 Uhr, ist der S-Bahnverkehr zwischen S+U Yorckstraße (Großgörschenstraße) und S+U Gesundbrunnen unterbrochen.
S5: In den nächsten beiden Nächten, jeweils von 18 bis 6 Uhr, ist die Linie zwischen Wuhletal und Lichtenberg unterbrochen.
Demonstration – Für heute sind neun Demos angemeldet (Stand 19.2., 15 Uhr) u.a. „Politische Heilung – Lichtsäule“: 100 Menschen, „Institut für innere Politik“, Neptunbrunnen, Weltzeituhr (13-18 Uhr)
„Tag der sozialen Gerechtigkeit: Mietenstopp, Enteignung und sozialgerechter Klimaschutz: 600 Demonstrierende, „Fridays for Future Berlin“, Hermannplatz, Adalbertstr., Oranienplatz (15-18 Uhr)
„SOLIDARISCH GEGEN ANTISEMITISMUS – wir erinnern an den Brandanschlag vom 18.10.2023 auf die Synagoge der Kahal Adass Jisroel Gemeinde (...)“: 30 Teilnehmende, Brunnenstr. 33 (16.45-23.59 Uhr)
Sonnabend – Angemeldet sind 22 Demos, u.a. „Gedenken an die Ermordeten des rechten Terroranschlags am 19.02.2020 in Hanau“: 1.000 Menschen Oranienplatz (12-18 Uhr)
„We are Europe – Gemeinsam für ein starkes und geeintes Europa“: 700 Teilnehmende, Platz des 18. März (13-16.30 Uhr)
„Mehr Unterstützung für obdachlose Menschen Stärkere staatliche Förderung von Kältebussen und Wärmestuben (...)“: 250 Demonstrierende, „SLUST e.V.“, Hermannplatz, Schlesisches Tor, Boxhagener Str., Revaler Str. (15-22 Uhr)
Sonntag – Angemeldet sind acht Demos, u.a. „Solidaritätsprotest für Serbien und Sarajewo“: 100 Teilnehmende, Pariser Platz (11.30-13 Uhr)
„Nächster Halt: Sonntag! – Für demokratischen Zusammenhalt und eine lebenswerte Zukunft für alle“: 50 Menschen, „Pro Democracy“, Bebelplatz (16-17.30 Uhr)
„Fight for Light. 4 Jahre ukrainischer Widerstand gegen die vollumfängliche russländische Aggression und den Terror (...)“: 60 Demonstrierende, „Demokrati-JA“, Pariser Platz (16.30-18 Uhr)
Gericht – Weil er mit einer Schere auf einen Mann eingestochen und das Opfer schwer verletzt haben soll, kommt ein 32-Jähriger auf die Anklagebank. Zu der Tat sei es im August 2025 in einem Wohnheim in Berlin-Neukölln gekommen. Nach einem Streit habe der Angeklagte den Kontrahenten verfolgt und attackiert (11 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal A701).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – „Lieber Alonso, feliz cumpleaños! Wir sind stolz auf dich, dass du dich so gut bei uns eingelebt hast und so fleißig Deutsch lernst. Alles Liebe zum 16. Geburtstag wünschen Papa & Katrin“ / Jasna Fritzi Bauer (37), Schauspielerin, seit 2021 im Bremer „Tatort“ als Kommissarin Liv Moormann / „Liebster Bernd, du schreibst besser als die meisten und kochst besser als alle. Und das sind nur 2 deiner vielen Fähigkeiten! Zum 75. alles Gute und lass es viele weitere Jahre krachen! Deine Lore“ / „Liebe USCHI D., Deine Herzschrittmacher singen heute in allen Tonlagen ein Ständchen für Dich🎶“ / Julia Franck (56), Schriftstellerin („Die Mittagsfrau“, „Rücken an Rücken“) / Henry Hübchen (79), Schauspieler („Kundschafter des Friedens“) und Regisseur / Julia Jentsch (48), Schauspielerin („Die fetten Jahre sind vorbei“, „Sophie Scholl – Die letzten Tage“)
Sonnabend – Blaine Byron (31), kanadischer Eishockeyprofi bei den Eisbären Berlin / „Dem Menschenfreund Klaus Lehmann herzliche Glückwünsche zum 85. Geburtstag.“ / Margarethe von Trotta (84), Schauspielerin, Filmregisseurin und Drehbuchautorin („Ingeborg Bachmann – Reise in die Wüste“)
Sonntag – Claudia Pechstein (54), Eisschnellläuferin, fünffache Olympiasiegerin (1994, 1998, 2002 & 2006)
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn oder der Lieblingskollegin zum Geburtstag, den Großeltern zum Hochzeitstag oder einem Sportverein zum Jubiläum im Checkpoint gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de. +++
Gestorben – Gabriela Bähr, * 23. September 1961, verstorben am 30. Januar 2026 / Detlef Friz, * 17. Februar 1937, verstorben am 28. Januar 2026 / Prof. Franz Walk, * 8. April 1943, verstorben am 28. Januar 2026
Stolperstein – Olga Dorothea Ilka Tichauer geb. Juliusberger (*1874) wurde im damaligen Schlesien geboren und heiratete den Schneider Jacob Tichauer. Ab 1909 lebte das Paar mit zwei Kindern in Berlin. Sie betrieben gemeinsam eine Schneiderei. Nach Jacobs Tod führte Olga das Geschäft alleine. Im Oktober 1941 wurde sie von den Nazis ins Ghetto Litzmannstadt deportiert und dort am 20. Februar 1942 ermordet. An Olga Tichauer erinnert ein Stolperstein in der Lietzenburger Str. 87 in Wilmersdorf.
Encore
Was fehlt? Der Berlinale-Abspann: Täglich stellen wir eine Spielstätte vor und präsentieren Filme, die dort laufen. Tickets gibt’s wie gewohnt jeweils drei Tage vor der Vorführung und sind schnell vergriffen. Heute: das Filmtheater am Friedrichshain. Das denkmalgeschützte Kino wird seit den 1920er Jahren durchgehend bespielt. 1991 sollte es verkauft werden, doch dank des Engagements der Anwohnerinnen und Anwohner blieb es vor der Umwandlung in Büros bewahrt (Bushaltestelle Bötzowstr.).
Heute können Sie die japanische Kurzanimation „Entotsumachi no Poupelle – Yakusoku no Tokeidai“ sehen. Sie erzählt von dem jungen Lubicchi, der seinen besten Freund Poupelle verloren hat. Am Sonntag folgen unter anderem der Kurzfilm „Riding Time“ über die aus Südasien stammende Reitsportart „Neza Bazi“ sowie „ Abracadabra“, eine Geschichte über Freundschaft, Identität und die Erwartungen von Kindern an die Welt.
Das größte Glück der Erde ist die Zusammenarbeit mit Christoph Papenhausen (Recherche), Daniel Böldt und Christian Latz (Beiträge und Hinweise). Die tägliche Chance auf neue Freundschaften schafft Antje Scherer im Stadtleben. Freundin des Frühdienstes: Jennifer Katona. Morgen trifft Sie hier Jessica Gummersbach, zum Wochenrätsel.
Einen schönen Freitag wünschen

