jedes Jahr gehen bei der zentralen Behördennummer 115 mehr als eine Million Anrufe aus Berlin ein. Beantwortet werden Fragen zu allen möglichen Verwaltungsleistungen – ob Wohnsitzanmeldung, Ausweisverlängerung oder Bürgeramtstermin.
Doch nun steht die Nummer in ihrer derzeitigen Form vor dem Aus. Maria Borelli, Leiterin des Berliner IT-Dienstleistungszentrums (ITDZ), warnt in einem Schreiben an die Senatskanzlei, dass das Angebot nicht länger zu finanzieren sei. Der Vertrag zwischen dem ITDZ und dem Land Berlin ist vor Jahren ausgelaufen. Der IT-Dienstleister hält das Angebot bisher trotzdem aufrecht, macht damit aber einen Millionen-Verlust. Helfen könnte ein neuer Vertrag, der laut Borelli jedoch immer noch nicht vom Senat unterzeichnet wurde.
Die Senatskanzlei selbst sieht es offenbar nicht so dramatisch. Ein Großteil der Finanzierung sei bereits gesichert, sagte ein Sprecher von Chief Digital Officer Martina Klement (CSU). Es sei „wahrscheinlich, dass zumindest ein Großteil des bestehenden Leistungsangebots beibehalten werden kann“. Charmanter kann man das Eindampfen eines Angebots nicht beschreiben.
Wie es konkret weitergeht mit der 115 soll heute während eines Spitzengesprächs zwischen Senatskanzlei, Finanzverwaltung und ITDZ beraten werden. Weitere Details hat unser Kollege Robert Kiesel hier zusammengetragen.

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Weihnachtsferien
Wir wünschen Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Start ins Neue Jahr. Ab dem 22. Dezember 2025 ist unser Geschäft urlaubsbedingt geschlossen.
Wir freuen uns ab dem 6. Januar 2026 wieder auf Sie!
Ihr Harry Besserschläfer Team
in der Kantstr. 93a/Windscheidstr., 10627 Berlin
www.matratzen-berlin.de
Rund sieben Monate nach der Vorstellung des Grobkonzepts für Olympische Spiele in Berlin will es der Senat nun genau wissen: Was würde der Spaß eigentlich kosten? Über die Vergabeplattform sucht die Sportverwaltung einen Anbieter, der die „Investitionskosten zur Finanzierung von Olympischen und Paralympischen Spielen“ ermittelt.
Und nicht nur das: Wer den Zuschlag erhält, soll auch gleich Vorschläge für eine „Optimierung des Bewerbungskonzepts“ machen, konkret in den Bereichen Nachhaltigkeit, Mobilität, Energieversorgung, Kreislauffähigkeit und soziale Teilhabe erarbeiten. Die Vorschläge sollen „praktikable, technisch umsetzbare und wirtschaftlich realisierbare Konzepte umfassen“.
Klingt nach einer Mammutaufgabe – für die der Senat eine sportliche Bearbeitungszeit von rund anderthalb Monaten gewährt. Die Konkurrenz schläft immerhin nicht: In München, Sie ahnen es, gibt es eine vergleichbare Kurzstudie bereits.
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STOP OVER 4 – Perspectives
8.–10. JAN 2026 | Konzerthaus Berlin
Drei renommierte Musiker*innen kuratieren je einen Konzertabend. Mit drei Perspektiven auf Jazz und Improvisierte Musik geben sie spannende Einblicke in die Wechselbeziehungen mit anderen Formen aktueller Musik. Drei außergewöhnliche Konzertabende. INFO & TICKETS:
zentrum-under-construction.berlin
Mit der stillen Nacht ist es in Berlin so eine Sache. Kneipenlärm zu fortgeschrittener Stunde sorgt immer wieder für Konflikte. Im Prenzlauer Berg haben das Café „Schwarzsauer“ und das Bezirksamt nun ihren prominenten Streit um die 22-Uhr-Sperrstunde beigelegt. Die Bar darf Gäste draußen künftig bis 23 Uhr bewirten, freitags und sonnabends sogar bis Mitternacht.
Das dürfte für Barbetreiber in ganz Berlin ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk sein, denn die Einigung wurde auch durch neue rechtliche Vorgaben ermöglicht, die der Senat im Sommer klammheimlich im Amtsblatt veröffentlicht hat. Demnach sollen die Bezirksämter künftig Zeiten wie beim Café Schwarzsauer als Regelfall betrachten.
Ob man Kneipenlärm nach 22 Uhr aushalten muss, hatten wir hier auch im Checkpoint gefragt (Umfrageergebnis: 47 Prozent Ja, 47 Prozent Nein). Unsere Prognose: Spätestens im Sommer wird wieder lautstark diskutiert.
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Fünf Ausstellungen, ein Ticket
Das Humboldt Forum-Ticket bietet Zugang zu den Ethnologischen Sammlungen, dem Museum für Asiatische Kunst, zu BERLIN GLOBAL, zum Museum Knoblauchhaus, sowie zur neuen Sonderausstellung Beziehungsweise Familie. Bis zum 04. Januar versüßt der Wintermarkt im Schlüterhof den Besuch mit gebrannten Mandeln, Feuerzangenbowle und vielem mehr. Mehr

Noch 12 Tage bis Weihnachten! Täglich öffnen wir ein „Erlebnistürchen Berlin“ und verlosen unvergessliche Momente zu zweit, mit der Familie oder Freunden. Mit einem Checkpoint-Vollversion-Abo hätten Sie heute mit Türchen Nr. 12 den astronomischen Glühweinpreisen entkommen und Tickets für den „All Inclusive Weihnachtsmarkt an der Spree“ an der Oberbaumbrücke gewinnen können.
Aber was heißt hier „hätten“ … wer heute ein Abo abschließt, kann noch an der heutigen Verlosung teilnehmen. Sie erhalten die Checkpoint-Vollversion aktuell zwei Monate lang für nur 2€. Damit haben Sie zugleich Zugriff auf alle Plus-Inhalte auf tagesspiegel.de und bekommen alle Bezirksnewsletter Ihrer Wahl ebenfalls in der Vollversion. Hier geht’s zum Angebot.
In der Checkpoint Langstrecke verraten wir Ihnen heute unter anderem, warum die Bauruine des „Monarch-Towers“ am Alexanderplatz bald wieder zum Leben erweckt werden könnte. Und wir erklären, warum die Deutsche Umwelthilfe (mal wieder) gegen das Land Berlin klagt.
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Eli Sharabis 491 Tage ist das erste Buch einer befreiten israelischen Geisel und ein »fast übermenschlicher Kraftakt« (Tagesspiegel). Sharabi gelingt es, das Überleben in den Tunneln von Gaza zu beschreiben und die Menschlichkeit dabei nicht zu verlieren – selbst gegenüber seinen Bewachern. Ein einmaliges Zeugnis und eines der wichtigsten Bücher dieses Jahres. Jetzt reinlesen und bestellen
Telegramm
Nicht nur Olympische Spiele kosten Geld (siehe oben), auch eine Kampagne dagegen gibt es nicht umsonst. Das NOlympia-Bündnis überreicht am kommenden Montag der Senatsinnenverwaltung seinen Antrag auf Erstellung einer amtlichen Kostenschätzung für das geplante Volksbegehren „Für Berlin – gegen Olympia“. Die Verwaltung würde diesen sicher gerne volley nehmen (muss ihn aber bearbeiten).
Auch die Befürworter sammeln ihre Kräfte. Der Berliner Senat stellte gestern die Mitglieder des 24-köpfigen Kuratoriums vor. Darunter prominente Namen wie Malaika Mihambo, Weitsprung-Olympiasiegerin, Dietmar Bartsch, Linken-Politiker, und Hermann Parzinger, langjähriger Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Die ganze Übersicht finden Sie hier.
Teuer, teurer, TVO: Die geschätzten Kosten für die Tangentialverbindung Ost – Berlins größtes Straßenprojekt – steigen erneut, dieses Mal um 280 Millionen Euro. Nach aktuellem Stand könnte das Vorhaben fast die Dimensionen der A100-Verlängerung erreichen und bis zu 632,5 Millionen Euro kosten. Fertiggestellt werden könnte die Straße frühestens in zehn Jahren – falls Berlin noch einen Goldtopf findet.
Ein Stück Berliner Geschichte kommt gewissermaßen vor Gericht: Der „Schabowski-Zettel“ diente dem SED-Politbüromitglied Günter Schabowski am 9. November 1989 als Sprechzettel auf jener Pressekonferenz, die schließlich zur Öffnung der Mauer führte. Das Haus der Geschichte in Bonn erwarb den Zettel später für 25.000 Euro und sicherte dem Verkäufer Anonymität zu. Dagegen klagt nun ein Journalist. Das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht (OVG) entscheidet am kommenden Dienstag, ob der Name veröffentlicht werden muss.
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Adventskalender ein Berlin-Erlebnis zu gewinnen – zum Beispiel Tickets für die Berliner Philharmonie oder für den Friedrichstadt-Palast. Bestellen Sie einfach den Tagesspiegel 2 Monate für 2 € und erhalten Sie den kompletten Checkpoint mit Adventskalender. Zum Angebot
Die Generalstaatsanwaltschaft Berlin hat wegen des Verdachts der Untreue Anklage gegen die ehemalige Intendantin des RBB, Patricia Schlesinger, erhoben. Schlesinger und weitere ehemalige RBB-Granden stehen im Verdacht, das Vermögen des Senders geschädigt zu haben. Ihr Anwalt wies die Vorwürfe zurück.
Aufs politische Parkett wird Kevin Kühnert wohl nicht so schnell zurückkehren. Der ehemalige SPD-Generalsekretär und einflussreiche Ex-Juso-Chef arbeitet jetzt bei der Bürgerbewegung Finanzwende und leitet dort nun den Bereich Steuern, Verteilung und Lobbyismus.
Die Arbeitsagentur bekommt in Berlin eine neue Chefin. Nach Checkpoint-Informationen übernimmt Carina Knie-Nürnberg zum Jahresanfang den Vorsitz der regionalen Geschäftsführung und löst damit Ramona Schröder ab, die zum Jahresende in den Ruhestand geht. Als Seemannstochter sei die neue Chefin wettererprobt, heißt es.
Und damit zum Klima: Der Senat hat die Berliner CO₂-Bilanz veröffentlicht. Die gute Nachricht: Berlin hat 2024 weniger Treibhausgase verursacht als im Jahr davor: 13,4 Millionen Tonnen (-1,7 Prozent). Die schlechte Nachricht: Das entspricht immer noch mehr als 550.000 Lkw-Ladungen. Wenn’s so weitergeht, verpasst Berlin sein Klimaziel 2030 (70 Prozent weniger CO₂) um gut acht Jahre. Im Straßenverkehr haben die Emissionen sogar zugenommen.
Was auch daran liegen könnte: Parken ist in kaum einer anderen Stadt so günstig wie in Berlin – zumindest für Anwohner und offenbar auch in Parkhäusern. Unter den fünf größten deutschen Städten haben die Berliner Shopping-Malls die billigsten Parkplätze. Das will das Vergleichsportal Holiday Check herausgefunden haben. Mit durchschnittlich 12,98 Euro pro Tag zahlt man in Berlin nur halb so viel wie in München.
Vor einem Monat hat der queere Traditionsclub SchwuZ dichtgemacht. Jetzt gibt es schon erste Interessenten, die die Location in der ehemaligen Kindl-Brauerei übernehmen wollen. Wer selbst eine Club-Idee hat, kann sich bis Jahresende noch beim Eigentümer des Areals bewerben. News aus der queeren Welt gibt es übrigens in unserem Queerspiegel-Newsletter, kostenloses Abo hier.
Zitat
„Überall, wo ich hinkomme, ist die Begeisterung groß.“
Iris Spranger, Senatorin für Inneres, Sport und Begeisterung, spricht im Tagesspiegel-Interview über die Chancen Berlins, Olympische und Paralympische Spiele auszurichten (T+).
Kiekste
Alternative Löschmethoden, erschöpflich exekutiert in Wilmersdorf. Dank an Leserin Lydia Wagner! Schicken auch Sie uns Ihre schönsten Berlin-Schnappschüsse an checkpoint@tagesspiegel.de. Mit Ihrer Zusendung nehmen Sie aktuell an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Maren Ade (49), Regisseurin, Drehbuchautorin und Produzentin, für ihren Spielfilm „Toni Erdmann“ gewann sie den Europäischen Filmpreis 2016 / Volker Beck (65), Politiker (Bündnis 90/Die Grünen), war bis 2017 Mitglied des Deutschen Bundestags, seit 2022 Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft / „Liebe Christiane, zum 50. Geburtstag wünschen wir Dir beste Gesundheit und viele schöne Momente von ganzem Herzen. Mama und Papa“ / „Feliz cumpleaños, liebe Doro. Wir haben den Überblick verloren, wo ihr gerade seid, aber unsere Glückwünsche werden dich schon erreichen. Alles Liebe wünschen die Teltower.“ / „Liebe Renate Krohn, die Flotten Socken gratulieren dir ganz herzlich zum Geburtstag und wünschen dir für die Zukunft nur das Allerbeste. Mögen alle deine Wünsche in Erfüllung gehen.“ / „Unser Freund Christian Kühnel hat Geburtstag, es gratulieren herzlich Angelika und Klaus“ / Max Raabe (63), Sänger („Kein Schwein ruft mich an“), Mitbegründer sowie Leiter des Palast Orchesters Berlin
Nachträglich: „Lieber Hans, 50 ist nur eine Zahl, für uns bleibst du immer jung! Wir gratulieren von Herzen Greta & Astrid“
Sonnabend – „Die Malerin Annemarie Golgowski wird heute 95 Jahre alt. Herzlichen Gruß, Gesa“ / „Heute ist Axel von Levetzow 50 Jahre alt. Wir wünschen ihm von Herzen weiter eine stabile Gesundheit, ein harmonisches Familienleben und beruflich noch mehr Erfolg im Raum zwischen Anode und Kathode bei der Erzeugung von grünem Wasserstoff. (...) Es gratulieren die vom Bundes- und vom Strausberger Platz.“ / Eoin Moore (57), deutsch-irischer Regisseur, arbeitete in Berlin zunächst als Kameramann und Tontechniker, drehte etliche „Polizeiruf 110“-Krimis, v.a. die Fälle des Rostocker Teams Bukow und König
Sonntag – Bela B (63, bürgerlich: Dirk Albert Felsenheimer), Sänger, Mitbegründer und Schlagzeuger der Band Die Ärzte / Hendrikje Klein (46), Politikerin (Die Linke), MdA / „Liebe Doris L. wo auch immer du dich auf der Welt herumtreiben magst: die alten Freunde aus dem Wedding gratulieren ganz herzlich zum 75.! Roland und Monika“ / Eva Mattes (71), deutsch-österreichische Schauspielerin („Lang lebe die Königin“), verkörperte jahrelang die Konstanzer „Tatort“ -Kommissarin Klara Blum
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Ulrike Faßbender (geb. Löhr), * 5. Juni 1948, verstorben am 20. November 2025 / Horst Gemetzke, * 5. Februar 1956, verstorben am 25. November 2025, langjähriger Pförtner im Rathaus Pankow / Waltraut Ellen Keune, * 13. Juli 1941, verstorben am 12. November 2025 / Klaus Mäkelburg, * 12. Januar 1934, verstorben am 29. November 2025 / Manja-Christina Reuter, * 17. März 1971, verstorben am 25. November 2025
Stolperstein – Erich Gerth (*1886 in Berlin) war Jurist, verheiratet mit Eva Maria, verw. Gräfin von Ahlefeldt-Eschelsmark. Das Paar hatte vier Kinder. 1922 wurde Erich in den Auswärtigen Dienst einberufen und war an den deutschen Auslandsvertretungen in Kopenhagen, Genua und Paris tätig. 1933 wurde er von den Nationalsozialisten gezwungen in den Ruhestand einzutreten, da seine Frau jüdische Vorfahren hatte. Die Familie floh nach Italien. Erich Gerth starb am 12. Dezember 1943 in Rom. An ihn erinnert ein Stolperstein in der Wilhelmstraße 92 in Mitte.
Encore
Beim neuen Hippo-Baby im Zoo ist die Namenssuche wie immer eine öffentliche Angelegenheit. Noch bis Sonntag nimmt der Zoo Vorschläge entgegen. Trotz hoher Anforderungen (Alliteration plus Flusspferd-Merkmal) sind schon mehr als tausend Vorschläge eingetrudelt, sogar per Post.
Die Zwischenbilanz: Benno Badegern, Tim Tauchgang, Finn Flatterohr, Bolle Badewanne, Paulchen Plansch, Bobby Boulette. Nun ja, im Zoo gelten für Namen ganz offensichtlich laxere Regeln als beim Standesamt. Eine Fachjury aus Zoopflegern und den Hippo-Paten vom Riegelkonzern Ferrero sucht dann nächste Woche den Namen aus.
Das Checkpoint-Team von heute komplettieren folgende Namen: Christoph Papenhausen (Recherche), Antje Scherer (Stadtleben) und Jaqueline Frank (Produktion).
Morgen geht’s hier mit Jessica Gummersbach ins Wochenende.
Auf bald!
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