heute meldet sich der Checkpoint ausnahmsweise selbst aus der Ferne! Und zwar mit einer kleinen Sonderausgabe und viele Grüßen von der Queen Mary 2.

Beach, Berge oder Balkonien – nehmen Sie uns mit! An dieser Stelle zeigen wir während der Sommerferien, wo Sie gerade den Checkpoint lesen. Schicken Sie uns ein Foto mit einem Satz zum Urlaubsort an checkpoint@tagesspiegel.de.
Dieser Checkpoint ist tatsächlich mitten auf dem Atlantik entstanden, genauer: an Bord der Queen Mary 2 bei einer Leserreise von New York nach Southampton. Das Foto haben wir beim Ablegen von Pier 12 in Brooklyn gemacht.
Passend zum Bild von der Reise kommt heute auch unser Hit für die Checkpoint-Sommerplaylist: „New York, New York“ in der Fassung von Frank Sinatra. Noch nicht bei Spotify, aber am 6. September live im Luftschloss auf dem Tempelhofer Feld ist die Antwort der Checkpoint-Band zu hören: „Berlin, Berlin“ – das wird ein Fest! Tickets fürs Open-Air-Konzert gibt’s hier unter diesem Link.
Na, dann schauen wir doch mal, was New York von Berlin so unterscheidet (wir vergleichen uns ja gerne mit anderen Metropolen). Nahezu einhellige Meinung unserer Reisegruppe von Leserinnen und Lesern aus Berlin nach mehreren Tagen in New York (viele waren auch nicht zum ersten Mal hier): In Sachen Sauberkeit, Freundlichkeit und Gelassenheit hat uns New York einiges voraus – und ebenso beim Thema Sicherheit (auch wenn das hier früher ganz anders war): Ein nächtlicher Spaziergang durch den gut beleuchteten, zaunlosen Central Park ist ohne Gruselerlebnis möglich (das gab’s erst später an Bord, als ungefähr auf der Höhe des Titanic-Untergangs plötzlich dichter Nebel aufkam). Allerdings, auch darin sind sich alle einig, ist New York im Vergleich zu Berlin eindeutig lauter.
Und was sagt die Statistik über die beiden Städte?
+ Einwohner: 3,7 Mio. (Berlin) zu 8.5 Mio. (NY)
+ Fläche: In NY teilen sich mehr als doppelt so viele Menschen wie in Berlin einen Quadratmeter Stadt.
+ Hunde: 130.000 (Berlin) zu 600.000 (NY).
+ Die New Yorker sind im Durchschnitt vier Jahre jünger (38,8 zu 42,8).
+ Die Sonne scheint öfter in New York – 80 Sonnentage mehr pro Jahr.
+ 62 Millionen Touristen kommen pro Jahr nach NY – in Berlin sind‘s 12 Millionen.
+ In Berlin leben mehr Singles als in NY (53% zu 43%)
+ NY hat 2027 Brücken, Berlin nur 965 – von denen allerdings 120 einsturzgefährdet sind (CP von gestern).
+ Bei den Michelin-Sternen glänzt New York: 54 Restaurants haben einen Stern, 13 Restaurants zwei Sterne, 5 Restaurants drei Sterne (Berlin: 19/4/1)
+ Für Bergsteiger sind beide Städte nichts: Berlin kommt mit dem Teufelsberg auf 120 Meter, New York mit dem Todt-Hill auf 122 Meter.
+ Beide Städte haben auch ungefähr gleich viele Museen. Aber nur NY hat das fantastische MoMa – dafür hat Berlin die längste Open-Air-(East-Side-)Gallery der Welt.
+ New York hat fast doppelt so viele Theater (225) – aber die Checkpoint-Revue auf der Bühne der „Stachelschweine“ gibt’s nur in Berlin (die September-Show ist so gut wie ausverkauft – Restkarten finden Sie hier unter diesem Link).
Na gut, fast nur in Berlin: Die „Kiekste-Show“ aus unserer Berlin-Revue feierte gerade Atlantik-Premiere im Theater „Illuminations“ auf der Queen Mary 2. Einige Gäste beklagten sich anschließend über Bauchschmerzen – sie hatten zu viel gelacht.
Recht heiter verlief auch das Bühnengespräch, das ich mit Peer Steinbrück an Bord führen konnte – aber nicht nur: Der frühere Ministerpräsident, Wirtschaftsminister und SPD-Kanzlerkandidat mahnte mehr Tiefgang in der politischen Auseinandersetzung an und warnte vor den Folgen von Hass und Häme für die demokratische Gesellschaft. Zu den Qualitäten von Friedrich Merz als Bundeskanzler stellte Steinbrück besonders mit Blick auf dessen außenpolitische Auftritte fest: „Der kann das.“
Und da der Checkpoint nun schon mal den Atlantik überquert, haben wir auf der Queen Mary 2 natürlich auch unser Berlin-Quiz auf die Bühne gebracht. Hauptgewinn: 2 Tickets für unsere Revue. Auch einige Pub-Quiz erfahrene Briten waren dabei, Ed aus Newcastle scheiterte dann aber im Viertelfinale. Am Ende setzte sich Uli Flath aus Karlshorst durch – er trat im Union-Trikot an, wusste aber trotzdem, dass der Spruch „Mein Geheimrezept ist, dass ich mehr tue als andere“ nicht von Kai Wegner stammt, sondern von Hertha-Stürmer Fabian Reese.
So, und genau zwischen New York und Berlin, mitten auf dem Atlantik, wollen wir noch kurz ihr Metropolen-Wissen testen:

Nicht in New York, sondern nur in Berlin wird morgen im Historischen Hafen weltweit erstmalig eine „Solarblume“ auf einem Schiff montiert – jedenfalls dann, wenn alles glattgeht, und das ist nicht garantiert. Geplant ist, die fünf Meter hohe Photovoltaikanlage mit einem schwimmenden Kran auf den frisch sanierten Kahn „Hans Wilhelm“ zu hieven. Wie bei einer echten Sonnenblume drehen und öffnen sich die Blätter zur Sonne hin und sollen mit ihren Solarzellen zur Energieversorgung des Historischen Hafens beitragen.
Der Kahn „Hans Wilhelm“, gerade frisch saniert von der Malz-Werft in Oranienburg zurück ans Märkische Ufer geschleppt, wird von den Mitgliedern der Berlin-Brandenburgischen Schifffahrtsgesellschaft zum Museumsschiff umgebaut und soll später auch für Kulturveranstaltungen wie den „Insel Salon“ genutzt werden. Wenn Sie dabei sein wollen, wie die Solarblume auf dem Deck eingepflanzt wird: Donnerstag, 14 Uhr, Historischer Hafen an der Fischerinsel, Ostseite der Inselbrücke (U2 Märkisches Museum).
Anzeige
Digitaler Nachlass: So schützen Sie Ihre Online-Konten & Daten im Ernstfall. Ob E-Mail-Zugang, soziale Netzwerke oder Krypto-Wallet – ohne klare Regelung bleiben Ihre Online-Konten auch nach dem Tod aktiv. Wer den Zugriff nicht regelt, riskiert verlorene Werte und Chaos für die Angehörigen. Im eBook erfahren Sie, wie Sie Ihren digitalen Nachlass rechtzeitig regeln – mit praktischen Tipps und Checklisten. Für Tagesspiegel-Leser kostenlos – jetzt eBook sichern und digital vorsorgen!
Seitenweise Sommer: Gemeinsam mit Berlins beliebtesten Kiezbuchhandlungen empfiehlt Team Checkpoint in den Ferien täglich ein Buch, das wie für die Hängematte gemacht ist. Heute eine Buchempfehlung von der Buchhandlung „Die gute Seite“ aus Neukölln, u.a. auch vorgeschlagen von Checkpoint-Leser Frank Kirchner.
Max von „Die gute Seite“ empfiehlt von Anna Hope „Wo wir uns treffen“: „Philip, der ebenso exzentrische wie egoistische Familienpatriarch stirbt und hinterlässt seinen Kindern ein 400 Hektar großes Paradies inklusive Herrenhaus im Süden Englands. Aber was tun? Franny will renaturieren, Milo plant ein Gesundheitszentrum für die Oberschicht und Issa setzt Ereignisse in Gang, die die ganze Familie in ihren sicher geglaubten Grundfesten erschüttern wird. ‚Wo wir uns treffen‘ hat alles, was einen guten Urlaub ausmacht: Schönste Natur, Streit mit den Geschwistern und die Antwort auf die Frage, wo der ganze obszöne Reichtum eigentlich herkommt.“ Auch erhältlich im Tagesspiegel-Shop.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Berlin schaut in den Sternenhimmel: In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch sind die Perseiden besonders gut zu beobachten. Wenn Sie welche sehen: Wünschen Sie sich was und machen Sie ein paar Fotos! Unsere Berlinredaktion freut sich auf die schönsten Sternschnuppenbilder 2025 – die Adresse: berlin@tagesspiegel.de. Alles Wissenswerte über Perseiden finden Sie hier unter diesem Link.
Eben noch feierte sie ihren ersten Geburtstag, nun zieht sie aus: Publikumsliebling Toni verlässt Ende August den Berliner Zoo. Nach Checkpoint-Infos wird das mittlerweile recht große Flusspferd bald im französischen Mulhouse leben. Au revoir!
Seine 15 Minuten Ruhm (die laut Andy Warhol jedem einmal im Leben zustehen) hat sich der Spandauer SPD-Politiker Rene Diesterhöft mit einem Facebook-Beitrag abgeholt: Er postete ein Foto, das er von einer Bundestagspräsidentin und einem TV-Moderator auf Sylt geschossen hat – die beiden darauf ganz vertraut. Das passt zu folgender „Bild“-Meldung: „Liebes-Überraschung – Julia Klöckner und Jörg Pilawa sind ein Paar!“
Nachricht eines SPD-Abgeordneten, dem der Kragen geplatzt ist: „Weil so intensiv über Enteignung gestritten wird: Vielleicht sollten wir das im Koalitionsvertrag verabredete im Sinne Giffeys ‚Kein-Enteignungs-sondern-Vergesellschaftungsrahmen-Gesetz‘ nennen, damit es auch wirklich alle verstehen. Es geht um Artikel 15, nicht 14 GG.“
Rund 50 Spritzen stecken in der Rinde eines Baumes auf dem Mittelstreifen der Gneisenaustraße. Junkies setzen sich hier ihren Schuss. Täglich kommen Kinder da vorbei – um sie zu schützen, gilt auf der Straße Tempo 30. Ebenfalls auf der Gneisenaustraße, nur wenige Meter weiter, wuchert das Grün von Baumstümpfen und ragt weit auf die Straße. Die BVG hatte hier vor einem halben Jahr teils hundert Jahre alte Platanen und Linden fällen lassen, u.a. wegen angekündigter Sanierungsarbeiten an einer Tunneldecke – seitdem ist weiter nichts geschehen. Fotos und einen Bericht von Ingo Salmen mit den ermüdenden Ausreden der Bezirksbürgermeisterin finden Sie hier unter diesem Link.
Derweil in Hamburg…der Newsletter „Elbvertiefung“ von der ZEIT meldet Sensationelles: „Der neue Bahnhof Altona am Diebsteich soll trotz vieler Schwierigkeiten wie geplant fertiggestellt werden.“ Menno, sowas wollen wir auch mal aus Berlin berichten!
Nicht nur die Brücken bröseln in Berlin, sondern auch die Sportanlagen – rund eine Milliarde Euro würde eine Sanierung kosten. Da muss Finanzsenator Evers wohl für einen Marathon im 100-Meter-Tempo trainieren. Nur Spandau bei Berlin meldet: Die Anlagen sind hier „grundsätzlich in einem guten Zustand“. (Q: Drs. 19/23313)
Anzeige
Genießen Sie mit dem Tagesspiegel besinnliche Adventstage mit wundervollem Kulturprogramm. Freuen Sie sich auf festliche Konzerte und gemütliche Weihnachtsmärkte. Jetzt buchen!
Wir bleiben sportlich (II): Pünktlich zum sieglosen Saisonstart von Hertha veröffentlichte „Der schöne Rocko“ (bürgerlich Rick Kleeßen) mit seinem Song „Mein Herz Blau Weiß“ eine neue Vereinshymne. Aus dem Text: „Egal in welcher Liga / die Berliner die sind da.“ Unter diesem Link können Sie die Liebeserklärung an die Alte Dame mitsingen (oder zur Union gehen). Checkpoint-Prognose: Das Ding hat gegen Frank Zander keine Chance.
Wir bleiben sportlich (III): Als Nachtrag zu unserer Meldung über Bezirks-Fanartikel (CP v. 17.7.) hätten wir hier noch einen Fahrradsattelbezug mit dem Schriftzug „Spandau Eldo-RAD-o“, eine Yogamatte mit dem Logo des Bezirksamts in Mitte und Antistressbälle aus Tempelhof-Schöneberg zu bieten.
Wir kommen zurück auf Spandau: Nach einem näheren Blick aufs Sortiment liefern wir noch eine Quietsche-Ente mit Ortsschild sowie für baumstarke Lokalpatrioten Ohrringe aus Holz mit Bezirkswappen nach.
Der Blick auf unseren Fahrrad-Klau-Counter: Vergangene Woche wurden in Berlin 161 Fahrräder im Wert von 188.480 Euro als gestohlen gemeldet. In diesem Jahr klauten Diebe bisher 10.998 Räder im Wert von 13.829.394 Euro. (Q: Checkpoint-Auswertung von Polizeidaten).
Erste Konsequenzen nach der Tagesspiegel-Recherche über ungeprüfte Security-Rechnungen (insgesamt 100 Millionen Euro) im Flüchtlingszentrum Tegel: Die landeseigene Messe GmbH, Auftragnehmer des Senats, zieht sich aus dem Geschäft zurück. Checkpoint-Prognose: Das Ende der Geschichte ist das noch nicht.
Nachtrag zur Meldung „Rechtsextreme Zeitschriften bei Edeka“ (CP v. 29.7.): Der Checkpoint-Leser, der sich über die Auslage einer Filiale in Zehlendorf beschwert hatte, meldet Vollzug: Nachdem es erst hieß, der Laden dürfe auf das Zeitungsangebot aus rechtlichen Gründen keinen Einfluss nehmen, kam dann doch noch eine verbindliche Mail aus der Zentrale mit der Ankündigung, keine Hefte der rechten Szene mehr anzubieten. Und tatsächlich: Die Rechtspostillen sind aus dem Geschäft verschwunden.
Was macht eigentlich Rainer Schwarz? Sie erinnern sich, das war der BER-Chef, der an der Fachhochschule Wildau über gelungenes Flughafenmanagement dozierte und Golfen war, während auf seiner Milliardenbaustelle alles drunter und drüber ging – bis zur legendären Last-Minute-Eröffnungsverschiebung 2012. Seit fast neun Jahren arbeitet Schwarz jetzt am Flughafen Münster-Osnabrück – und kurz vor seinem Abflug in die Rente setzt ihm der Lokalnewsletter „Rums“ ein Denkmal in Form einer Kolumne:
„Diesen Manager hätte der FMO ohne das BER-Desaster nie bekommen können, es war gewissermaßen ein Transfer wie der eines nach schwerer Verletzung genesenen Florian Wirtz zu Preußen Münster.“ Interessant! Wir hatten den BER-Chef eigentlich eher in der Position des Barons von Münchhausen in Erinnerung. Doch „Rums“-Autor Michael Jung schreibt, Schwarz habe den Flughafen erfolgreich saniert, in engem Einvernehmen und ohne Konfrontation mit der Belegschaft: „Das spricht alles in allem für einen glänzenden Management-Erfolg.“ Schön! Dann wissen wir ja endlich, wohin wir die Rechnung über 3037 Tage Eröffnungsverschiebung à 1 Mio. schicken können.
Zitat
„Wieder ein Problem gelöst, das bisher keines war.“
Der frühere CDU-Abgeordnete und Justizsenator Michael Braun zur Tagesspiegel-Meldung über die vom Senat geplante Einführung von Karenzzeiten für aus dem Amt scheidende Senatoren. Braun schreibt: „Das letzte Senatsmitglied, dem vorgeworfen wurde, mit seiner Amtskenntnis in die Privatwirtschaft gewechselt zu sein, ist meiner Erinnerung nach Walter Momper 1991 gewesen.“
Stadtleben
Verlosung – Sie halten die Theaterferien kaum aus? Ist ja nicht mehr lange. Zum Vorfreuen verlosen wir heute zwei Karten für die Premiere von Henrik Ibens „Die Wildente“. Mit der Geschichte um eine ziemlich dysfunktionale Familie und die Frage, ob ein glückliches Leben die eine oder andere Lüge verträgt oder sogar braucht, startet die Schaubühne am 12. September in die Saison. Die Premiere und auch die nächsten vier Vorstellungen sind schon ausverkauft, Karten gibt es noch für den 18./21.9. (ab 54 Euro). Kurfürstendamm 153, U-Bhf Adenauerplatz
Essen & Trinken (mit Urlaubsflair) – Ein schöner Ort für Flaneure: Auf der Terrasse des Bistro-Cafés „Garçon“ in Wilmersdorf sitzt man von früh bis spät und kann allerlei beobachten: spielende Kinder; Leseratten am Bücherhäuschen gegenüber, Passanten oder bloß die raschelnden Blätter der Platanen. Morgens gibt’s zum Beispiel ein gesundes Frühstück mit frischem Obstsalat, zwischendrin Baguettes, belegt mit französischer Bergsalami oder hausgemachtem Hummus. Und abends Coq au Vin, eine reichhaltige Fischsuppe oder nur ein sommerlicher Salat mit karamellisierten Walnüssen und gebackenem Ziegenkäse. Dazu ein kühler Crémant, und Paris ist ein ganzes Stück näher gerückt. Mo bis So 10-22 Uhr, Fechnerstraße 30, U-Bhf Fehrbelliner Platz
Für umme – Da gibt es diesen einen Wunsch, der hartnäckig im Hinterkopf nistet? Vielleicht hilft ja tatsächlich der Trick mit der Sternschnuppe (und zumindest kann man nachts gut über Wünsche und Träume nachdenken). Es ist Perseiden-Zeit, und die heutige Nacht markiert den Höhepunkt dieses Sternschnuppenstroms. Bis zu 100 Sternschnuppen – pro Stunde! Bei der „Sternschnuppennacht an der Archenhold-Sternwarte“ kann man chillig auf einer Decke unter fachkundiger Anleitung in den Himmel schauen (18-2 Uhr). Mit Anbruch der Dunkelheit dann das nächste Level: mithilfe von Teleskopen werden Saturn, der Mond oder Kugelsternhaufen in den Blick genommen. Eintritt frei (bis auf das parallele Programm im Kleinplanetarium, das kostet 5 Euro). Mehr Schnuppen-Content hier. Alt Treptow 1, S-Bhf Plänterwald
Mit Anhang – Einer der schönsten Animationsfilme der letzten Jahre ist „Der wilde Roboter“ aus dem Hause Dreamworks. Die Story um eine havarierte Roboterdame wurde verdientermaßen für drei Oscars nominiert. Dabei werden große Themen wie Verlust und Vorurteile ebenso ernsthaft wie himmelschreiend komisch abgehandelt. Im Freiluftkino Hasenheide läuft heute im Kinderkino natürlich die deutsche Synchronfassung (16.30 Uhr), aber auch die bewahre den Zauber dieses hinreißenden Films, urteilt Kollege Jörg Wunder, und findet: unbedingt auf der großen Leinwand gucken! Kind 5,70 Euro, Begleitkarte 6,66 Euro, Hasenheide, U-Bhf Hermannplatz
Sommerhappen – Frozen Joghurt ist wahrscheinlich ernährungsphysiologisch nicht viel besser als Eis, klingt aber zumindest total gesund. Kann man ganz einfach selber machen. Sie brauchen: 500 g griechischer Joghurt, 100 g Puderzucker, 100 ml Schlagsahne. Die Sahne steif schlagen und in einer Schüssel mit dem Joghurt weiter rühren (Handmixer), bis alles schön cremig ist, dann Puderzucker und ein Päckchen Vanillezucker unterrühren. Mix für 4 Stunden ins Gefrierfach stellen (alle 30 Minuten durchrühren). Als Topping frische Beeren und gehackte Nüsse. Ist das Ergebnis zu fest, zehn Minuten antauen lassen.
Kiekste
Glückwünsche aus Schilderhausen. Hier aus der Kanzowstraße in Prenzlauer Berg. Dank an Leser Ulf Teichert! Weitere Bilder aus Berlin gern an checkpoint@tagesspiegel.de! Mit Ihrer Zusendung nehmen Sie aktuell an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – Berliner Straße (Wilmersdorf): Bis Ende August ist in beiden Richtungen an der Kreuzung Bundesallee die Fahrbahn jeweils auf einen Fahrstreifen verengt. Die erlaubte Höchstgeschwindigkeit ist reduziert.
Nahverkehr – S-Bahn – S3 und S9: Von 22 bis 1.30 Uhr fährt zwischen Westkreuz und Spandau nur die S9 im 20-Minutentakt.
Regionalverkehr – RE8: Von 21.30-1.30 Uhr kommt es zwischen Flughafen BER und Ostbahnhof zum Ausfall einiger Züge. In den folgenden Nächten gibt weitere Einschränkungen.
Demonstration – Für heute sind 19 Demos angemeldet (Stand 11.8., 16 Uhr), u.a. „Rettung unserer zurückgelassenen Kinder in Afghanistan“: 35 Menschen, Werderscher Markt 10 (0-24 Uhr)
„Formal Protest of Deliberate Delay of a minors life since 202 by Amtsgericht Bremen and Jugendamt (...)“: 50 Demonstrierende Willy-Brandt-Straße 1 (10-13 Uhr)
„Petitionsübergabe Vermögenssteuer“: zehn Teilnehmende, Attac Deutschland, Platz der Republik (11-12 Uhr)
„100 Jahre Schwimmverbot“: 400 Menschen, Flussbad Berlin e.V., Schinkelplatz 5, Schwimmdemo: Spreekanal zwischen Schinkelplatz und Humboldt Forum (14-21 Uhr)
„Aktuelle außenpolitische Einflussnahme auf Syrien“: 100 Protestierende, Pariser Platz (19-21 Uhr)
Gericht – Weil er seinen Untermieter überfallen haben soll, muss sich ein 31-Jähriger verantworten. Laut Anklage wollte er den Mieter mit Gewalt zum Auszug aus der Wohnung in Berlin-Neukölln bewegen. Er habe mit Komplizen die Tür eingetreten, den Bewohner bedroht, Pfefferspray und ein Cuttermesser eingesetzt (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal A704).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Iris Berben (75), Schauspielerin („Altes Land“, „Lang lebe die Königin“), 2015 Verdienstorden des Landes Berlin / Herta Däubler-Gmelin (82), Juristin und Politikerin (SPD), Bundesjustizministerin (1998-2002), Vorsitzende der Expertenkommission zum Berliner Volksentscheid „Deutsche Wohnen und Co. enteignen“ / Wolfgang Huber (83), Theologe, Bischof der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg (bis 2009); EKD-Ratsvorsitzender (2003-2009) / „Meine süße Mama-Maus, du bist die coolste und beste Mama der Welt! Heute ist dein Birthday und ich wünsche dir von ganzem Herzen einen zauberhaften Tag! Kuss deine Mela“ / Eva Poll (87), Galeristin und Kuratorin, Mitgründerin der Galerie Poll in der Gipsstraße, aktuelle Ausstellung / „Unserem lieben Cousin Roderich S. ‚Allet Jute‘ aus Schöneiche zum 69. Geburtstag!“ / „Lieber Sudi, ein Jahr voller Höhen und Tiefen liegt hinter uns. Ich wünsche Dir zum Geburtstag alles Glück der Welt und noch viele schöne gemeinsame Erlebnisse. In Liebe Deine Tini“
Nachträglich: „Unsere langjährige, eloquente, in der Grunewaldkirche engagierte und gastfreundliche Freundin Anna Lancelle wird unglaubliche 70 Jahre alt. Herzliche Grüße gehen an den Lago Maggiore von Andrea & Rita.“
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Renate Arzig, * 16. April 1943, verstorben am 29. Juli 2025 / Dr. Hans Großer, * 8. Januar 1951, verstorben am 18. Juli 2025 / Karin Gräfin von Dönhoff, * 15. Februar 1936, verstorben am 28. Juli 2025
Stolperstein – Hans Michaelis wurde am 11. Dezember 1875 in Berlin geboren. Er war Rechtsanwalt und Notar und hatte eine Kanzlei in Berlin. Ob er Familie hatte, ist nicht bekannt. Seinen Beruf durfte er wie fast alle jüdischen Rechtsanwälte ab 1933 nicht mehr ausüben. Am 12. August 1942 nahm er sich das Leben, um der erwarteten Deportation zu entgehen. An Dr. Hans Michaelis erinnert ein Stolperstein in der Joachim-Friedrich-Straße 43 in Wilmersdorf.
Encore
Fernsehturm, East Side Gallery, Spreedampfer & Co: Team Checkpoint empfiehlt 36 Berlin-Klassiker, die von Touris geliebt und von Berlinern meist gemieden werden. Für alle, die einen Blick über den Kiezrand wagen und ihre Stadt neu entdecken wollen. Heute: eine Einkehr im Café am Neuen See.
Das Café im Tiergarten ist kein echter Geheimtipp mehr – auch nicht für Touristen. Dennoch punktet es, idyllisch am Wasser gelegen, mit Biergarten-Flair, knuspriger Steinofenpizza und entspanntem Publikum. Wer will, kann sich ein Paddelboot leihen und den See erkunden. Bei großen Sportevents sorgt Public Viewing für Stimmung, im Winter gibt es eine Eisstockbahn. Ein Ort, den sich gerade Berliner gönnen sollten: Natur mitten in der Stadt, ohne Hektik – hier lässt es sich einfach mal abschalten.
Saskia Kabelitz und Christoph Papenhausen haben für diesen Checkpoint nicht im Kaffeesatz gelesen, sondern recherchiert und dafür auch auf eine Kahnpartie im Neuen See verzichtet. Hilfe und Hinweise kamen von Ann-Katrin Hipp und Daniel Böldt, durchs Stadtleben hat Sie Antje Scherer begleitet, und serviert bekommen haben Sie diesen Checkpoint von Jaqueline Frank – egal ob in New York oder Berlin, auf dem Atlantik oder sonst wo auf dieser schönen, aber leider manchmal auch schwer zu ertragenden Welt. Morgen früh geht’s hier weiter mit Daniel Böldt. Bis dahin
