Allerheiligen – schon wieder ein Feiertag ohne Berliner Beteiligung. Aber zumindest fühlt sich ein Samstag immer ein bisschen feierlich an, selbst wenn er das Ende der Herbstferien markiert. Die Hauptstadt hat sich heute jedenfalls mit Heimspiel-Doppelwumms und A100-Sperrungen einiges vorgenommen.
Apropos Verkehrslage: Als Radfahrer gruselt man sich auch abseits von Halloween fast täglich. Passend dazu rief der ADFC auf Instagram und Bluesky dazu auf, „persönliche Horrorstraßen“ zu melden. Genannt wurden etwa die Oranienstraße, der Hindenburgdamm, die Schorlemerallee, die Oberlandstraße unter der Stadtautobahn, die Allee der Kosmonauten, die Axel-Springer-Straße, die Wuhletalstraße – und „alles, was aus oder nach Spandau führt“. Der ADFC fordert vom Senat: „Radnetz wieder aufnehmen und ausrollen!“
Mit dem Start in den November rollt die Kältehilfe wieder an. Ab heute stehen fast 1000 Notübernachtungsplätze für obdachlose Menschen bereit, im Dezember soll das Angebot weiter steigen. Parallel ist der Kältebus der Stadtmission unterwegs, um Menschen vor dem Erfrieren zu retten. Die Ehrenamtlichen bitten, immer nachzufragen, ob Hilfe gewünscht ist. Die Nummer zum Abspeichern: 030 690 333 690.
„Mit einem Kaffee und einem guten Buch am Abfluggate“ vertreibt sich Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) die Wartezeit am Flughafen. Bei der BER-Eröffnung 2020 war er natürlich dabei– ebenso in den Jahren davor: Als er 2013 ins Amt kam, kämpfte man auf der Großbaustelle mit Automatiktüren und Kabelsalat, so lange wie er hat kaum jemand den Pannenbau begleitet. Sein Wunsch für die nächsten fünf Jahre: „Zusätzliche Interkontinentalverbindungen und viele Passagiere.“
Zum Abschluss der BER-Geburtstagswoche testen wir weiter unten Ihr Wissen in einer Spezialausgabe des Checkpoint-Wochenrätsels (nur mit einem Abo der Vollversion). Zu gewinnen gibt’s ein exklusives BER-Überraschungspaket – unter anderem mit Plüsch-Flugzeugen und original Komparsen-Turnbeuteln.
Sportlich (und kälteresistent) sind die Stammgäste im Kreuzberger Prinzenbad: Auch am letzten Tag vor der Winterpause zogen sie am Freitag bei 12,5 Grad Wassertemperatur selig lächelnd ihre Bahnen. „Wenn man erstmal eine geschafft hat, dann werden alle Endorphine wachgeküsst“, sagt Dauerkartenbesitzerin Tessa. „Diese Kälte muss irgendwas im Gehirn auslösen“, ergänzt Andreas Stark. „Nachher im Duschraum stehen alle Leute da und lachen.“ Checkpoint-Kollege Sönke Matschurek hat den Selbstversuch gewagt – inklusive Videobeweis.
Das Schwuz bittet heute zum letzten Tanz – „nicht in Schwarz, sondern in Rosa“. Nach Monaten hoher Verluste, Entlassungen und einer gescheiterten Investorensuche wird das Ende heute auf einer ausverkauften Party begossen. „Der Schutzraum ist selbst nicht ausreichend geschützt worden“, kommentiert Kollegin Nadine Lange und sieht in der Schließung auch ein Signal an die LGBTIQ-Community, sich stärker für ihre Räume zu engagieren.
Wer regelmäßig Checkpoint liest, weiß, was jetzt kommt: Zum Monatswechsel küren wir die Top 3 „KIEKSTE“ des Oktobers: ein sportlicher Flachwitz, Familie Brillenpelikan und der Beweis, dass selbst ein verregneter Herbsttag malerisch enden kann. Glückwunsch an die Gewinner! Die Fotografinnen und Fotografen bekommen einen gerahmten Druck und qualifizieren sich für das „KIEKSTE“ des Jahres, unser Wettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN. Wollen Sie auch mitmachen? Schicken Sie Ihre kuriosen, absurden oder wunderschönen Fotos aus der besten Stadt der Welt an checkpoint@tagesspiegel.de.

Sportlicher Flachwitz auf dem Virchow Campus. Vielen Dank an Checkpoint-Leser J. Frank!

Familie Brillenpelikan beim Gartenzaunschwätzchen mit Günther Graureiher, abgelichtet von Karen Plate-Buchner.

Oliver Saal hat das Frankfurter Tor im schönsten Herbstlicht festgehalten.
Und hier kommen jetzt Checkpoint-Ausflugstipps für alle, die mit Fußball nichts am Hut haben:
SONNABEND
+ Gruseln ist ausdrücklich erwünscht bei diversen Halloween-Partys, unter anderem im Astra auf dem RAW-Gelände, in der Kulturbrauerei, im Birgit am Schleusenufer, in der freiheit fünfzehn in Köpenick und im Humboldt Forum. Morgen ist der Spuk dann vorbei.
+ In Wilmersdorf wird die Schlittschuhsaison eröffnet: Das Horst-Dohm-Eisstadion öffnet heute den 400-Meter-Außenring und die Innenfläche, bis 22 Uhr kann man Runden drehen.
+ Die „Berlin Science Week“ startet. Mehr als 350 Events laden zum Staunen, Forschen und Entdecken. Zentraler Ort an diesem Wochenende ist der „CAMPUS“ im Museum für Naturkunde.
SONNTAG
+ Zum 20. Jubiläum senden „Die Sonntagsfahrer“ von radioeins aus der Ringbahn, inklusive Live-Musik und Stand-up-Comedy. Jeder kann zusteigen, los geht’s um 11.59 Uhr am S-Bahnhof Greifswalder Straße auf Gleis 2.
+ Kino für Kinder gibt’s bei „KUKI“, dem jungen Kurzfilmfestival. Die ersten Mini-Kunstwerke laufen am Sonntagmittag im Filmtheater am Friedrichshain.
+ Kunst im Kiez: Auf der „Schöneberger Art“ stellt sich die lokale Kunstszene vor und lädt zu einem Spaziergang durch offene Galerien und Ateliers.
SONNABEND & SONNTAG
+ Wer Rummel statt Ruhe sucht, ist auf der „Lichtenberger Winterzeit“ richtig. Ab sofort gibt’s an der Landsberger Allee wieder die riskante Kombination aus Glühwein und „Breakdancer“.
+ Und unter dem Motto „Where will you run when the world’s on fire“ hat das Jazzfest Berlin 120 internationale Musiker und Musikerinnen eingeladen, vereinzelt gibt’s noch Tickets.
+ Die Neue Nationalgalerie feiert das „Festival of Future Nows 2025“: Rund 100 internationale Künstlerinnen und Künstler bringen Performances, Experimente und Visionen in den oberen Raum und den Außenbereich des Museums – Eintritt frei.
Wie angekündigt: Zum Finale der BER-Geburtstagswoche gibts ein Spezial-Wochenrätsel: Wie gut kennen Sie sich mit dem Hauptstadtflughafen und seinen kleinen (und großen) Dramen aus? Vor dem Abflug schnell noch das Lösungswort von letzter Woche: ZEITSCHALTUHR. Danke fürs Mitmachen und viel Spaß!
1. „In sechs Monaten wird der Flughafen ‚Willy Brandt International‘ eröffnet.“ Aus welchem Jahr stammt diese Schlagzeile?
H) 2020
D) 2016
F) 2011
2. Mit wie vielen Jahren Verspätung ging er letztendlich an den Start?
E) Fünf
L) Neun
A) Zwölf
3. Was hat der Bau insgesamt gekostet?
L) Knapp 500 Millionen Euro
N) Rund 3 Milliarden Euro
U) Mehr als sechs Milliarden Euro
4. Und welcher Flughafenchef brachte den BER schließlich ins Ziel?
G) Engelbert Lüdke Daldrup
E) Karsten Mühlenfeld
R) Hartmut Mehdorn
5. Kurz vor der Eröffnung erklärte er dem Checkpoint: „Ein Flughafen …
S) … ist kein Hexenwerk.“
H) … macht immer Spaß.“
G) … ist wie ein Freizeitpark.“
6. Zwischendurch etwas Basiswissen: Wie lang ist eigentlich die südliche Start- und Landebahn?
K) 1500 Meter
A) 4000 Meter
I) 7000 Meter
7. Wie lautete der erste Name des geplanten Großflughafens?
F) BBI
N) BRABE
R) BLN
8. Und wie heißt das rote Kunstwerk an der Decke der Empfangshalle des Terminal 1?
S) „The Happy End“
U) „The Red Cloud“
E) „The Magic Carpet“
9. Weiter mit Pannen: Was meinte Ex-Flughafenchef Rainer Schwarz, als er vom „Monster“ sprach?
T) Die Sicherheitsbeleuchtung
A) Die nördliche Start- und Landebahn
N) Die Entrauchungsanlage
10. Schwarz hatte 2012 eine ungewöhnliche Idee: „Wenn die Technologie der Türöffnung nicht funktioniert, kann man die Türen auch …
H) … abschaffen.“
E) … mit einem kräftigen Tritt öffnen.“
T) … manuell öffnen lassen.“
11. Und warum mussten dann auch 2017 hunderte Türen überprüft werden?
O) Sie ließen sich nicht zuverlässig ansteuern.
N) Es wurden die falschen Rahmen bestellt.
L) Das Glas war gesprungen.
12. Störungen gab es auch im laufenden Betrieb: Warum war der Flughafen im November 2022 zwei Stunden lang gesperrt?
P) Starker Nebel behinderte die Sicht.
O) Die Entrauchungsanlage hatte eine Fehlfunktion.
W) Klima-Aktivisten klebten sich am Boden fest.
13. Aktuell läuft es recht rund: Mit welchem Titel wurde der BER bei den „World Airport Awards“ ausgezeichnet?
E) „Most Improved Airport“
A) „Most Punctual Airport“
I) „Most Unexpected Airport“
14. Und Ex-Regierender Michael Müller wünscht sich für die nächsten fünf Jahre: „Dass sich immer mehr …
N) … Türen problemlos öffnen.“
M) … Berlinerinnen und Berliner für den BER begeistern.“
R) … der eigentliche Name durchsetzt: Flughafen Willy Brandt.“
Senden Sie das Lösungswort an checkpoint@tagesspiegel.de. Einsendeschluss ist Sonntag, 23.59 Uhr. Unter allen Einsendungen mit der richtigen Antwort verlosen wir ein exklusives BER-Überraschungspaket. Viel Glück!
Berliner Schnuppen
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Vielen Dank an Nora Weiler für die Produktion. Am Montag starten Anke Myrrhe und Stefan Jacobs mit Ihnen in die erste Novemberwoche. Machen Sie sich ein schönes Wochenende!
