wir haben einen neuen Senat – und die erste gewählte Regierende Bürgermeisterin von Berlin: „Ich nehme die Wahl gerne an“, sprach gestern Franziska Giffey, und: „So wahr mir Gott helfe.“ Bischof Christian Stäblein reagierte prompt und wünschte ihr Gottes Segen – er sei „überzeugt, dass Franziska Giffey und der neue Berliner Senat die Geschicke der Stadt und ihr Bestes im Blick haben“. Na siehste, manchmal muss man eben einfach dran glauben. (Wie aufregend der große Tag von Franziska Giffey verlief, steht hier).
Vom Glauben abgefallen sind dagegen viele Bildungsfachleute – und „anders als ein anständiger Kater wollte sich der Eindruck, dass da am Vortag bei der Vorstellung der neuen SPD-Spitze der Bildungsverwaltung etwas völlig schiefgelaufen war, nicht verziehen“, schreibt Susanne Vieth-Entus in ihrer Analyse im Tagesspiegel. Welche vier strukturellen Fehler einem gelungenen Neustart der Schulpolitik im Weg stehen, können Sie hier lesen.
In der Berliner Wirtschaft pusten sie stattdessen erstmal erleichtert durch – einer der ihren wird Senator, und das bei Rot-Grün-Rot! Kaum zu glauben… VBKI-Präsident Markus Voigt zeigt sich im Tagesspiegel-Interview mit Kevin Hoffmann (hier zu lesen) jedenfalls hoch erfreut über die Berufung von Stephan Schwarz („ein Coup“), hofft auf eine bauende Baupolitik mit Andreas Geisel („sehr gute Wahl“) – und lobt im Überschwang der Gefühle sogar einen Linken: „Klaus Lederer, der seinen Job gut gemacht hat.“ Der Wirtschafts-Weihnachtsfrieden von 2021 wird in die Berliner Geschichte eingehen.
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„Im Mai 2020 erkrankte unser Sohn an Leukämie. Das Pflegeteam der Kinderonkologie der Uniklinik Jena war von Anfang an unser größter Halt!“
Mit diesen Worten hat Kristin aus Weida das Team für den bundesweiten Wettbewerb „Deutschlands beliebteste Pflegeprofis“ des PKV-Verbands nominiert – und es hat gewonnen.
Erfahren Sie mehr über das
Gewinner-Team.
In der Architektenszene wackeln wegen der Berufung von Petra Kahlfeldt zur Senatsbaudirektorin unterdessen die Wände: Die Architektenkammer Berlin und der BDA Berlin hatten „eine offene und transparente Auswahl“ gefordert, mehr als 450 Architekten, Initiativen und Verbänden unterzeichneten dafür eine Petition. Jetzt sprechen einflussreiche Akteure um Philipp Oswalt von einem „Affront“: Kahlfeldt sei bisher vor allem für Villen und Luxuswohnanlagen im gehobenen Preissegment verantwortlich gewesen, mit ihr drohe ein konservativer Rückfall in die „ideologischen Grabenkämpfe“ der neunziger Jahre und „die vordergründige Ästhetisierung baukultureller Fragen“. Wofür sie dagegen nicht stehe: „eine am Gemeinwohl orientierte soziale Stadt; nachhaltige, klimagerechte Stadtentwicklung; die Gestaltung der Mobilitätswende; ökologisches Bauen; bezahlbaren und gemeinwohlorientierten Wohnungsbau; partizipative Planungsprozesse; Offenheit für die Diversität einer Metropole; internationale Vernetzung“. Das sieht ganz nach einer Neuauflage des Berliner Häuserkampfs aus – zumal auch die Linke gleich am ersten Tag des neuen Senats ihre Entschlossenheit in Sachen Enteignungen demonstrierte (hier zu sehen).
Der Machtwechsel im Roten Rathaus verlief gestern erwartbar kühl. Michael Müller hatte seinen Schreibtisch bis auf eine Vase mit roten Tulpen abgeräumt und wünschte seiner Nachfolgerin trocken „viel Glück“. Im Tagesspiegel heißt es heute dazu: „Die Sympathien füreinander sind im kaum messbaren Bereich.“ Und auch der SPD-Landesverband verabschiedete seine langjährigen Spitzenleute per Twitter auf die ganz besonders herzliche Art: „Wir danken Michael Müller, Matthias Kollatz, Dilek Kalayci und Sandra Scheeres für ihre Arbeit im Senat in der vergangenen Wahlperiode.“ Was sich so liest wie „Tschüss, aber jetzt raus.“ Nicht mal für ein Emoji hat es gereicht.
Für die SPD zur Erinnerung: Michael Müller war 25 Jahre im Abgeordnetenhaus, insgesamt 12 Jahre Parteivorsitzender, mehr als 10 Jahre Fraktionsvorsitzender, 3 Jahre Stadtentwicklungssenator und 7 Jahre Regierender Bürgermeister. Matthias Kollatz war 7 Jahre Senator. Dilek Kalayci war 10 Jahre Senatorin, davon 2 Jahre auch als Bürgermeisterin. Sandra Scheeres war ebenfalls 10 Jahre Senatorin. Aber was soll’s, da wird ein „Wir danken für ihre Arbeit“ schon mal reichen.
Auf Vorschlag des neuen Senats hat das Abgeordnetenhaus gestern eine „epidemische Corona-Notlage“ beschlossen – mit weitreichenden Folgen: So können rasch harte Maßnahmen beschlossen werden. Wie sich Berlin auf einen möglichen Ausnahmezustand vorbereitet und welche Einschränkungen drohen, können Sie hier lesen.
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Zwölf Monate, zwölf Bezirke, zwölf Fotos aus den Berliner Kiezen. Mal schön, mal unerwartet, aber immer typisch Berlin. Ein ideales Geschenk für Berlin-Fans. Ab sofort im Tagesspiegel-Shop erhältlich!
Zu einer „maximalen Kontaktbeschränkung“ riet gestern wegen der rasanten Verbreitung der Omikron-Variante das Robert-Koch-Institut – diese sollten „sofort beginnen“ und bis zunächst Mitte Januar gelten. Gesundheitsminister Karl Lauterbach zeigte sich darüber verärgert, allerdings hatte ausgerechnet sein eigenes Ministerium die Mitteilung des RKI weiterverbreitet.

Berliner Schnuppen
Telegramm
Corona I: Die groß angekündigten Schulimpfungen sind gescheitert – massenweise landen in Berlin geöffnete, aber nicht verbrauchte Vakzindosen im Müll, weil insgesamt zu wenige Eltern ihre Kinder immunisieren lassen und konkret viel zu wenige in den Schulen. Die Ferienimpftermine wurden schon offiziell abgesagt.
Corona II: Sabine Toepfer, Ex-CDU-Staatssekretärin in der Berliner Justizverwaltung, hat sich bei der ARD über die Verwendung der Begriff „Impfgegner“ und „Impfskeptiker“ beschwert – auch sie selbst sei noch nicht geimpft, weil sie Gen-Technik „kritisch“ sieht und deswegen mRna-Impfstoffe ablehnt, aber nicht Impfungen an sich. Tja, das ist nun echt mal ein Problem. Wie nennen wir Leute wie Frau Toepfer denn stattdessen? Vielleicht haben Sie ja eine Idee.
Aus der Reihe „Berliner Offenbarungseide“, heute: das BA Pankow. Die Zahl an rechtswidrig abgestellten Fahrzeugwracks hat sich hier im Bezirk in den vergangenen fünf Jahren verfünffacht, von der Meldungsaufnahme bis zur Verschrottung sind drei Verwaltungseinheiten involviert. Frage: Wie schätzt das Bezirksamt das Verfahren ein? Antwort: „Als zu bürokratisch und zeitaufwendig.“ Klingt nach einer Aufgabe für Franziska Giffey. (Q: KA-0035/IX, Anfrage David Paul, CDU)
Also was denn nun, wird’s weiße Weihnachten geben? Ach, da schauen wir doch mal, was die dpa dazu so beim Deutschen Wetterdienst erfahren hat:
„Ein Hauch von weißer Weihnacht in Berlin und Brandenburg möglich“, hieß es am Montagmorgen.
Na prima, und zur Sicherheit am Dienstagmorgen gleich nochmal nachgeschaut:
„Heiligabend wird warm und windig“, meldet die dpa jetzt, ebenfalls unter Berufung auf den DW.
Verrückt, oder? Stefan Jacobs wollte wissen, was da los ist – er stieß auf einen Weihnachtswetterkrimi, über den er hier berichtet.
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Ein Mann wird als vermisst gemeldet. Sein Mitbewohner vermutet, der Verschwundene sei auf einer mehrtägigen Sexorgie gewesen. Die Polizei hat einen ganz anderen Verdacht. Was wirklich passierte, erfahren Sie in der dritten Folge von „Tatort Berlin“, dem True-Crime-Podcast des Tagesspiegels. Jetzt auf Spotify, Apple Podcasts und Tagesspiegel.de
Erinnern Sie sich an den 26. September? Richtig, da war doch noch was offen – die Wahlanfechtungen! Pünktlich zur Vereidigung von Franziska Giffey gab das Verfassungsgericht jetzt schon mal die Zahl der Einsprüche bekannt: Mehr als 30 sind’s geworden, und es geht um Fehler in 200 Wahllokalen.
Die FU-Festspiel „Games of Thrönchen“ gehen weiter: In einer seiner letzten Amtshandlungen setzte Michael Müller die aufrührerische Kanzlerin Andrea Bör ab – sie hatte den Präsidenten Günter M. Ziegler stürzen wollen, der sie daraufhin für „nicht arbeitsfähig und nicht arbeitswillig“ erklärte. Früher wäre das Stoff für ein Osi-Seminar gewesen.
Die Berliner AfD macht ihrem selbsternannten Ruf als „gemäßigter“ Haufen wieder alle Ehren: Zur Bundespräsidentenwahl entsendet sie auf ihrem Ticket den Nazi-Fan Carl-Wolfgang Holzapfel – der hatte in den siebziger Jahren damit gedroht, ein Passagierflugzeug zu entführen, um Rudolph Hess freizupressen.
Falls Sie am vergangenen Sonnabend im Tagesspiegel unser großes Checkpoint-Jahresrätsel verpasst haben sollten: Grämen Sie sich nicht, nach Weihnachten können Sie sich auch hier täglich auf die Jagd nach dem Lösungssatz machen. Und zur Einstimmung werfen Sie vielleicht mal einen Blick auf den gezeichneten Jahresrückblick von Naomi Fearn – je länger Sie draufschauen, desto mehr werden Sie wiederentdecken. Viel Spaß!
Übrigens: Auch Paketboten freuen sich über ein Trinkgeld – nicht nur zur Weihnachtszeit, aber da ganz besonders.
Nachtrag (I) zum Nachtrag vom 21.12. zur Meldung „Weihnachtsbaum vorm Rathaus Kreuzberg“ vom 20.12.21: Nachdem der CDU-Verordnete Timur Husein für dieses Jahr die Tannenspende übernommen hat, meldete sich jetzt auch der Spender der vergangenen Jahre bei uns – es ist Arno Karge, seit 1986 Betreiber des Modeladens „Molotow“ in der Gneisenaustraße. Er schreibt:
„Unser damaliger Verein ‚Quartier Belle Alliance‘ hat 2005 eine Weihnachtsbaumaktion zusammen mit den kleinen Gewerbetreibenden des Kiezes und den Kindern der Kindergärten und Kinderläden gestartet. Dabei wurden in der Weihnachtszeit überall vor den beteiligten Geschäften Weihnachtsbäume aufgestellt und von den Kindern mit Selbstgebasteltem geschmückt. Vor dem Rathaus gab es ein Kindersingen, damals noch mit dem Kreuzberger Bürgermeister Herrn Schulz. Das Bezirksamt hatte damals keinen Baum aufgestellt und so haben wir das übernommen, damit es dort nicht so trist aussah. Aus privaten und finanziellen Gründen mussten wir in diesem Jahr die Aktion ausfallen lassen.Für das nächste Jahr planen wir aber gemeinsam mit der LPG Mehringdamm wieder einen Baum vor dem Rathaus in der Yorckstraße auszustellen.“
Nachtrag (II) zur Meldung „Trendhobby Magnetangeln“ (CP v. 8.12.) – Sie erinnern sich: Gegen sieben (!) verschiedene Rechtsvorschriften kann verstoßen, wer ungenehmigt Schrott aus der Spree oder anderen Gewässern zieht (z.B. verrostete Einkaufwagen, demolierte Roller, verbeulte Fahrräder). Ok, aber welche Stelle ist zuständig für eine Genehmigung?
Der FDP-Abgeordnete Felix Reifschneider hat nochmal nachgefragt, die Antwort des Senats: „Eine generelle Aussage zu Anzeige- bzw. Genehmigungserfordernissen oder auch sonstigen Zulässigkeitsvoraussetzungen für jedes Berliner Gewässer bzw. jeden Gewässerabschnitt und auch jeden Fund ist nicht möglich.“ Mit anderen Worten: Die Verwaltung droht ehrenamtlichen Helfern mit Strafen, dabei fischt sie selbst im Trüben. (Q: DS 19/10319)
Nachtrag (III) zur Meldung „Wie kaputt ist Berlin?“ (CP v. 16.12.): In einem „Zeit“-Gespräch mit Michael Müller hatte die Unternehmerin Dagmar König über einen Rohrbruch „auf einer Straße, die zu einem unserer Autohäuser in Köpenick führte“ berichtet – die Wasserbetriebe hätten ihr „180.000 Euro vom Konto abgebucht“, bisher sei nur die Hälfte erstattet worden. „Und seit mehr als zwei Jahren versuche ich, den Zuständigen zu finden — bislang ohne Erfolg.“
Jetzt meldete sich BWB-Sprecher Stephan Natz beim Checkpoint mit einer anderen Version der Geschichte. Demnach lag das Leck (2 cm) auf dem Privatgelände des Autohauses, ein Notdienst der Wasserbetriebe sei zehn Minuten nach dem Anruf dort gewesen, habe die Leistung gesperrt – und die Zuständigkeiten erklärt: Privatgelände gleich Privatsache. Dennoch hätten die BWB aus Kulanz die Hälfte der Kosten erstattet, weil beim Versickern keine Abwasserreinigung anfiel. Monatelang sei hier Wasser versickert – mit einem regelmäßigen Blick auf den Wasserzähler, so Natz, hätte der ganz große Schaden vermieden werden können. Und mit einem selbstkritischen Blick wären die Zuständigen hier ausnahmsweise mal innerhalb von zwei Minuten gefunden gewesen – im eigenen Haus.
Zitat
„Liebe Berliner, ich würde euch so gerne mögen, aber ihr macht es mir so schwer.“
Unsere Leserin Daniela Roggendorff, nach längerer Zeit im Ausland nach Berlin gezogen, ärgert sich über ihre Mitmenschen, die sie als oft „unentspannt, genervt, unfreundlich, mürrisch, abweisend und manchmal geradezu unverschämt“ empfindet („Können Sie nicht lesen?“, „Ich bin hier nicht die Auskunft“, „Steht auf der Karte“, „Weitergehen!“, „Was wollen sie?“ und andere Klassiker). Ihr Tipp: „Entspannt euch, lasst die Langsamen vor, fragt mal, ob ihr helfen könnt, lächelt ein bisschen und drückt ein Auge zu, wenn jemand irgendetwas nicht hundertprozentig richtig macht. Biestig und giftig war gestern, heute wär‘ freundlich und entspannt echt super. Ich fänd‘s jedenfalls toll.“
Tweet des Tages
Seit April versuche ich, den Spätimitarbeiter davon zu überzeugen, sich impfen zu lassen. Habe heute das beste Impfselfie des Jahres erhalten.
Stadtleben
Essen – Der Dezember ist ein traditionell fleischreicher Monat. Umso wichtiger sind Orte, an denen man pausieren kann, ohne sich dabei vorschnell in den Abstinenz- und Abspeck-Januar zu begeben. Bei Funky Fish in Charlottenburg speisen Sie wie im Urlaub auf der Insel. Empfehlung: Thunfischtartar mit Kaviar (20 Euro), die „Gambas à Portuguesa“ (32 Euro) und das getrüffelte Kartoffelpüree (7 Euro). Es gibt wenig Dinge, die Sternekoch Duc Ngo nicht außerordentlich schmackhaft zubereiten kann – Fisch gehört definitiv nicht dazu. Ein Tisch kann hier gebucht werden, von Dienstag bis Samstag, 12 bis 22 Uhr in der Kantstraße 135-136, U-Bhf Wilmersdorfer Straße
Planen – Mit gesundem Optimismus glauben wir daran, dass im kommenden Jahr perspektivisch wieder so viele Termine möglich sein werden, dass ein Kalender vonnöten ist. Unser Berliner Kiezkalender 2022, bestückt von den Kolleg:innen der Leute-Newsletter, macht das nicht nur technisch möglich, sondern schenkt auch neue Perspektiven auf die Stadt und ihre Kieze, lenkt den Blick auf ungewöhnliche und klassische Bilder der Bezirke und lädt auf 13 farbigen Seiten ein zum Verweilen und Verplanen, Erinnern und Vergessen. Gewinnen Sie einen von drei Kalendern und verraten Sie uns dafür den ersten Eintrag in Ihrem Jahr 2022.
DYI – Bloß weil es aus nachhaltiger Sicht schwierig ist, für konventionell verpackte Geschenke zu argumentieren, heißt das nicht, dass Buch und Buxe blanko und gänzlich uneingepackt überreicht werden müssen. Der Blog „Zeitglück“ verrät einige Ideen, wie Sie günstig, ohne viel Aufwand und vor allem auf nachhaltige Weise zu schmuckem Geschenkpapier kommen. Kartoffeldruck haben wir immerhin alle einst gelernt. Wem selbst der zu aufwendig ist, halbiere eine Zwiebel, bemale sie mit Acrylfarbe und bedrucke damit Backpapier. Sieht gut aus und ist originell!
Hingehen – Nichts gegen Astrid Lindgren, „Sissi“ und „Drei Haselnüsse...“, aber Abwechslung tut gut und wenn sie dann auch noch in Form eines weiteren Klassikers daherkommt, umso besser. Am 4. Januar wird in der Reihe „Best of Cinema“ die alte Fassung von Agatha Christies Krimiklassiker „Tod auf dem Nil“ aus dem Jahr 1978 gezeigt, landesweit in 106 Lichtspieltheatern, sechs davon befinden sich in Berlin. Wir verlosen 3x2 Tickets, das Kino Ihrer Wahl finden Sie unter diesem Link. Kommen Sie an Bord, sehen Sie Peter Ustinov, Mia Farrow und Bette Davis bei einer gemeinsamen Fahrt über den Nil aus dem Kinosessel zu und helfen Sie Hercule Poirot dabei, den Mörder der Braut zu finden. Motive gibt es nämlich so einige.
Grübelstoff – Wechen Klassiker würden Sie sich wieder einmal auf die große Leinwand wünschen? Wer weiß, vielleicht befinden sich die entsprechenden Filmvorführer:innen ja unter der Leserschaft und sind zu Jahresende auf Wunscherfüllung eingestellt?
„Wünsch dir was“ – der Adventskalender für Berlin
Was wünschen Sie Berlin zu Weihnachten, Daniel Donskoy?
„Ich wünsche Berlin eine Impfquote von über 90 Prozent und eine Regierung, die sich um Berliner*innen kümmert – auf dass wir weiter mit Freude sagen können: Ich komme aus Berlin.“
Der Berliner Schauspieler und Musiker ist Gastgeber der WDR-Show „Freitagnacht Jews“ und moderierte jüngst die Verleihung des Deutschen Filmpreises.
Foto: picture alliance/dpa / Marcel Kusch
Berlin heute
Verkehr – Invalidenstraße (Moabit): Aufgrund einer Tagesbaustelle ist hier zwischen 9 und 12 Uhr in Höhe Hauptbahnhof in beiden Richtungen jeweils ein Fahrstreifen gesperrt.
Demonstration – Mit rund zehn Teilnehmenden findet von 13 bis 14 Uhr am Kurfürstendamm 185 eie Demonstration mit dem Titel „Freiheit für die politischen Gefangenen in Griechenland“ statt.
Gericht – Der Mordprozess gegen einen 42-jährigen Lehrer geht weiter. Er soll einen 43 Jahre alten Mann in seiner Wohnung getötet, das Opfer zerteilt und Leichenteile an verschiedenen Orten abgelegt haben. Der Lehrer soll den Mann getötet haben, um sexuelle Befriedigung zu erlangen und Teile der Leiche zu essen. Möglicherweise beginnen die Plädoyers (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 501).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – „Wir gratulieren unserer Freundin Brigitte zu ihrem besonderen Geburtstag und wünschen ihr alles Liebe und Gute für das neue Lebensjahr, Sigi und Norbert.“ / „Lieber Joachim, ich wünsche Dir alles, alles Gute für Dein neues Lebensjahr und dass es mit Hertha BSC weiterhin aufwärts geht, Deine Schwester Brigitte“ / „Lieber Mäman! Unsere ganze Liebe für dich zum Geburtstag, dein Hosini und Bäban.“ / „Die Sonne geht pünktlich um zehn Uhr auf. Alles Gute, Frau Janis, zum Geburtstag!“ / „Erika Sieber mit den besten Wünschen für ein stressfreies neues Lebensjahr“ / „Unsere süße Enkelin Wilma Straßner wird heute schon neun Jahre alt. Es grüßen mit viel Liebe Oma u. Opa aus Strande.“ / Nachträglich: „Meinem liebsten Ehemann Roman alles Gute zum 45.! Leider keine große Sause heute, aber dafür Familienzeit.“
23. Dezember: „Christiane (Chris) Bauer, zu deinem 71. soll’s rote Rosen regnen... wünscht jemand aus der LKP-Crew“ / „André Odier (60), wir gratulieren ungläubig, aber aus tiefstem Herzen!!!!! Geboren am 23.12.1965 in St. Marcellin (F) kommt er 1982 Jahren nach West-Berlin: Au-Pair, Punk, Türsteher, Werbedesigner, Plakatroller in der Neuen Nationalgalerie, die ihn seither nicht mehr loslässt. Heute ist er Geschäftsführer der Freunde der Nationalgalerie und blickt auf über 100 große und kleine Ausstellungsprojekte zurück, die mit seiner Unterstützung entstanden sind. Vielen Dank für all die Freude, die wir durch Dich und Deine Arbeit haben!!!“ / „Axel Rabbach, Vorstandsvorsitzender der Keller-Budenberg-Stiftung hat heute seinen 79. Geburtstag. Sabine Krieger gratuliert für das Stiftungskuratorium sehr herzlich, wünscht beste Gesundheit und bedankt sich für die gute Zusammenarbeit.“
24. Dezember: „Dieter Hanky (90 Jahre). Ehemaliger Pressesprecher des katholischen Bistums Berlin, Ehemann seit 66 Jahren, Vater von 4 Töchtern, Opa und Großvater von 4 Enkeln und von allen geliebt und beglückwünscht!“ / „Götz Naleppa (78), Regisseur und Medienkünstler, ‚Mit der Reife wird man immer jünger‘, es gratulieren herzlich R+R.“ / „Norbert, Nadine und Hillie schicken dem Geburtstagskind Christine Weber (71) ein großes HAPPY BIRTHDAY und wünschen für das neue Jahr Gesundheit und Glück!“
25. Dezember: „Herzlichen Glückwunsch Tinchen, der besten Ehefrau von allen. Der Gatte.“
27. Dezember: „Der weltbesten Tochter und Schwester Ninnie alles Liebe zum 20. Geburtstag!“
29. Dezember: „Meine Enkeltochter Marlene Cäcilie gratuliere ich zum Geburtstag. Sie hat zumeist ein strahlendes Gesicht und steckt mich damit an – Herzlichen Glückwunsch, Hans-Joachim Melchior“
1. Januar: „Das neue Jahr startet seit vielen Jahren auch mit dem Geburtstag von Bianka Schütt in Hamburg – ich gratuliere, Hans-Joachim Melchior“
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Helga Alex, * 16. August 1936 / Heidrun Linke, * 20. Mai 1939 / Gerhard Ober, * 1. September 1926 / Dr. theol. Eckhard Plümacher, * 23. Oktober 1938, ehem. Bibliotheksdirektor der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität / Claus Reichardt, * 1. August 1946, Dipl.-Ing. Architekt
Stolperstein – Charlotte Neumann (geb. Nagel) wurde 1904 in Berlin geboren und übte den Beruf der Strickwarengestalterin aus. Im Jahr 1938 flüchtete sie zunächst nach England, später nach Brasilien und starb heute vor 25 Jahren in Santa Clara in den USA als 92-Jährige. In Erinnerung an sie wurde in der Motzstraße 52 in Schöneberg ein Stolperstein verlegt.
Encore
So, und ein letztes Mal vor dem Fest haben wir hier zwei Gedichte unserer Leserinnen und Leser:
„Das ganze Jahr und jeden Morgen
Sagt uns der Checkpoint Neues und auch Sorgen.
Mal spaßig aber auch recht verschwurbelt
Wird der Bauchmuskel angekurbelt.
Nicht nur das Lachen ist hier angezeigt
So mache Zote hat das Wichtige schon mal gegeigt.“
(Ulrich Selzner)
Na ok. Und das nächste:
„Das Christkind kommt in ein paar Tagen.
Was hat es uns wohl mitgebracht?
Auch dich möchte ich hiermit fragen:
Was wünschst du dir zur Heil’gen Nacht?
Auf gar keine Idee du kommst?
Ach, mach dir da mal keine Sorgen!
Schönstes Geschenk, und ganz umsonst:
Der Checkpoint-Newsletter am Morgen!“
(Tina Wessel)
Eine Freude war heute auch mal wieder die Zusammenarbeit mit Matthieu Praun (Recherche), Juliane Reichert (Stadtleben) und Lionel Kreglinger (Produktion). Und das war’s jetzt erstmal. Morgen melden wir uns noch mal kurz, dann feiern wir Weihnachten. Jetzt aber noch einen schönen Tag, und bleiben Sie gesund! Bis dahin,