Checkpoint-Leserin Almut Möller urlaubt auf Island, schickt: „Grüße an die Redaktion“ und wünscht „allen einen schönen Sommer!“

Beach, Berge oder Balkonien – nehmen Sie uns mit! An dieser Stelle zeigen wir während der Sommerferien, wo Sie gerade den Checkpoint lesen. Schicken Sie uns ein Foto mit einem Satz zum Urlaubsort an checkpoint@tagesspiegel.de.
Zwei bis drei Tage Herbstferien müssen wir noch abwettern, bevor in der zweiten Wochenhälfte der Sommer zurückkommen soll. Zur Vorbereitung empfiehlt sich das in mehrfacher Hinsicht köstliche Doppelinterview mit Berlins Eiskönigen Olaf Höhn (Florida) und Niko Robert (Hokey Pokey). Jetzt gibt’s erst mal das nachrichtliche Schwarzbrot.
Schloss Bellevue eröffnet den Steuerzahlern keine schönen Aussichten: Weil der Dienstsitz des Bundespräsidenten saniert werden muss, sollen Frank-Walter Steinmeier und seine Verwaltung im Frühjahr 2026 in einen Ersatzbau zwischen Hauptbahnhof und Kanzleramt ziehen. Vor vier Jahren war das Bauprojekt mit 137 Millionen Euro kalkuliert, jetzt stehen 205 Millionen auf dem Preisschild. In ähnlicher Größenordnung sollen die Kosten für die Bellevue-Sanierung liegen. Laut Bundespräsidialamt ist der Neubau nötig, weil sich keine andere Immobilie gefunden habe, die „den sicherheitsbedingten Notwendigkeiten sowie den verfassungsrechtlich gebotenen Repräsentationsanforderungen“ gerecht werde. Pointe am Rande: Später soll u. a. der Bundesrechnungshof in den Neubau ziehen. Die ganze Geschichte gibt’s hier oder im E-Paper auf Seite B4.
Kommen wir zur inneren Sicherheit, konkret zum Straßenverkehr als größtem Risiko. Eine Halbjahresbilanz zum Unfallgeschehen kann das Polizeipräsidium erst in der zweiten Augusthälfte liefern, hieß es auf CP-Anfrage, aber für die ersten fünf Monate gibt es Zahlen. Demnach wurden von Januar bis Mai in Berlin 55.277 Verkehrsunfälle registriert. 6465 Menschen wurden dabei verletzt, davon 739 schwer. Hochgerechnet aufs Gesamtjahr ergibt das 133.000 Unfälle, was dem Vorjahresniveau entspräche, und bei den Personenschäden einen Rückgang. Tödlich verunglückt (diese Statistik führt die Polizei tagesaktuell) sind seit Jahresbeginn 21 Menschen. Zwölf davon waren zu Fuß unterwegs, zwei mit dem Fahrrad, fünf saßen im Auto – darunter der 19-Jährige, dessen Tod am Sonntag gemeldet wurde. Und 13 derer, die in diesem Jahr starben, waren mindestens 65 Jahre alt.
Wie steht’s eigentlich um die Ahndung von Verkehrsverstößen – Stichwort: notorisch überlastete Bußgeldstelle? 23.423 Verfahren zu Ordnungswidrigkeiten wurden in den ersten fünf Monaten „wegen Verfolgungsverjährung“ eingestellt. Hochgerechnet aufs Jahr würde das einen Anstieg um 22 Prozent gegenüber 2024 bedeuten. Auf CP-Anfrage schreibt die Polizei, dass diese Tendenz sich durchaus noch ändern könne. Auch sei die Gesamtzahl der Anzeigen leicht gestiegen, und im Juni habe die Verjährungsquote mit 1,36 Prozent kaum über dem Vorjahresniveau von 1,31 Prozent gelegen. Angesichts der rund 112 Millionen Euro, die die Bußgeldstelle allein im vergangenen Jahr einnahm, bedeutet aber auch diese Quote einen Millionenbetrag, der dem Land entgeht – ganz abgesehen vom verkehrsmoralischen Effekt des straflosen Davonkommens.
Am Donnerstag hatten wir hier als besonderen Berlin-Service einen Text über den Social-Media-Trend empfohlen, der die scheußlichsten Orte der Stadt versammelt – nach dem Motto: „Tipps für den Erzfeind“. In der vorgegebenen Auswahl hat natürlich der Alex haushoch gewonnen; abgeschlagen daneben auf dem Horrortreppchen stehen Simon-Dach-Straße und Mustafa’s Gemüse-Kebap. Außerdem gab es ein freies Feld für eigene Grusel-Vorschläge. Deren Top-Ergebnisse präsentieren wir hier exklusiv: Der Potsdamer Platz führt vor dem Bahnhof Zoo. Den dritten Platz belegt der Kotti, dem allerdings die Warschauer Brücke dicht auf den Fersen ist. Gereimter CP-Service, falls Sie selbst nachschauen wollen: Die ersten liegen umsteigefrei an der U2, die anderen beiden verbinden U1 und U3.
Seitenweise Sommer: Gemeinsam mit Berlins beliebtesten Kiezbuchhandlungen empfiehlt Team Checkpoint in den Ferien täglich ein Buch, das wie für die Hängematte gemacht ist. Heute geht’s zum „Buchlokal“ nach Pankow, das u.a. auch von Checkpoint-Leserin Katja Brendel vorgeschlagen wurde.
Inhaberin Friederike Zöllner empfiehlt „Ungebetene Gäste“ von Ayelet Gundar-Goshen: „Tel Aviv: Der durch ein Kleinkind verursachte Tod eines Jugendlichen und das Schweigen der Kindsmutter über den Tathergang haben zur Folge, dass ein arabischer Handwerker in Polizeihaft genommen wird. Es entfaltet sich ein raffinierter und äußerst spannender Plot um Schuld, Angst und Vorurteile – und um die Frage, wie wir damit umgehen. Ich habe diesen 300-Seiten-Roman an einem Tag gelesen, weil er, wie alle Bücher dieser Autorin, fesselnd geschrieben ist.“ Auch erhältlich im Tagesspiegel-Shop.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Auch sechs Jahre nach ihrer Invasion hiesiger Straßen und Wege sind E-Scooter in Berlin nicht mehrheitsfähig: 61 Prozent sind laut einer repräsentativen Umfrage für ein generelles Verbot der Sharing-Roller, wobei die Ablehnung mit dem Alter zunimmt (die komplette Auswertung gibt’s hier). Vor allem für Sehbehinderte sind die Dinger auf Gehwegen mehr als nur lästig. Die Verkehrssenatorin ficht das nicht an: „Ute Bonde steht für Angebote, nicht Verbote“, richtet ein Verwaltungssprecher aus.
Nach zwölftägigen Bauarbeiten sollen ab heute die S-Bahnen aus dem Südosten wieder durchfahren in die City – sofern sich nicht wieder ein Stellwerker krankmeldet. Am Sonntag waren durch „kurzfristigen Personalausfall im Stellwerk Schöneweide“ erneut mehrere Linien unterbrochen, zum dritten Mal binnen zwei Wochen.
In den Finanzämtern müsste angesichts der Ende Juli abgelaufenen Abgabefrist für die Einkommensteuererklärungen gerade Hochsaison sein. Aber in der Behörden-IT ist seit Wochen der Wurm drin, der sich bisher weder durch neue Hardware noch durch Software-Updates herauslocken ließ. Ein Sprecher der Finanzverwaltung bestätigte am Wochenende einen entsprechenden RBB-Bericht und fügte hinzu: „Die Kollegen arbeiten unter Hochdruck auch mit Wochenend- und Nachtschichten daran, das zu lösen.“ Ob sich die Störung auf die Bearbeitungsdauer der Bescheide auswirkt, ließ sich nicht klären.
Seit ein paar Tagen ist der Tiergartentunnel auch südwärts wieder für LKW und Busse frei. Gesperrt war er, weil im Fall eines Brandes wegen kaputter Lüfter der Qualm nicht schnell genug weggeblasen werden konnte. Frage an die Verkehrsverwaltung: Was hat die Erneuerung der Lüftungsanlage gekostet? Antwort: „Die Lüfteranlage ist nicht erneuert worden. Es wurden Strahlventilatoren demontiert, instandgesetzt, montiert und wieder in die Steuerung eingebunden. Die Kosten dafür betrugen ca. 150.000 Euro und sind vom Land Berlin finanziert worden.“ Auch die BVG-Busse fahren wieder durch.
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Der Termin für die Umbenennung der Mohrenstraße in Anton-Wilhelm-Amo-Straße steht: Am 23. August um 14 Uhr sollen am Hausvogteiplatz die neuen Schilder feierlich enthüllt werden; die alten bleiben zu Orientierungszwecken durchgestrichen noch sechs Monate hängen. Der um 1703 geborene Amo war der erste bekannte Philosoph afrikanischer Herkunft an einer preußischen Universität.
Die Sperrung von Teilen des Spandauer und des Tegeler Forstes wegen der immensen Sturmschäden ist verlängert worden bis zum 18. August. Betroffen sind die Waldgebiete zwischen Hakenfelde und Schönwalde-Glien sowie südlich und östlich von Heiligensee, also westlich von Hermsdorf.
Die Wasserbetriebe haben die 2024er-Schadstoffbilanz für die Klärschlammverbrennungsanlage im Klärwerk Ruhleben – ihrem größten und dem einzigen mitten in Berlin gelegenen – veröffentlicht. Demnach wurden die Grenzwerte für alle Schadstoffe klar eingehalten. Beim Staub wurde der Grenzwert fürs Rauchgas zu 41 Prozent ausgereizt, bei Stickoxiden und Schwefeldioxid zu einem Viertel, bei anderen Schadstoffen noch weniger.
Im Onlineportal „Reddit“ wird vor Möchtegern-Metal-Musikern aus Estland gewarnt, die Passanten in Berlin bzw. Spandau aggressiv CDs (die Älteren erinnern sich) mit schlechter Musik andrehen wollen, weil sie angeblich Geld für Sprit oder die Reparatur ihres Tourbusses brauchen. Ähnliche Schilderungen gibt es aus Wien. Offenbar handelt es sich bei den Aggro-Barden um Reste des Musikprojekts „Defrage“, von deren Wesen als „Alltime-Touring-Band“ auch Wikipedia weiß. Also machen wir, dass wir wegkommen, und rehabilitieren die zeitgenössische estnische Musik, indem wir unserer Checkpoint-Sommer-Playlist das ESC-Erfolgswerk „Espresso Macchiato“ von Tomas Tammemets alias Tommy Cash hinzufügen.
Zitat
„Das Miteinander ist herzlicher geworden. Dieser Vorfall hat nicht bewirkt, was die Täter bewirken wollten.“
Nadine Patzer, Leiterin der Unterkunft für Geflüchtete in Stahnsdorf. Gut vier Monate nach dem offenbar rechtsextremistisch motivierten Überfall auf die Einrichtung hat Patzer viel Erfreuliches zu berichten.
Stadtleben
Verlosung – Im Rahmen des Young Euro Classic, dem internationalen Festival der weltbesten Jugendorchester in Berlin, spielt am 12. August um 19 Uhr auch das selbige aus den Niederlanden im Konzerthaus Berlin. Auf dem Programm stehen Wagners „Tristan und Isolde“: Vorspiel & Liebestod WWV 90, Meredtiths „HandsFree“ (2012) und Prokofjews „Romeo et Juliet“ op. 64, Auszüge aus allen Suiten. Die verschiedenen Formationen des Niederländischen Jugendorchesters gehören seit vielen Jahren zu den Stammgästen von Young Euro Classic. In diesem Sommer ist wieder das „klassischen“ Symphonieorchester an der Reihe. Weitere Informationen finden Sie über diesen Link. Für das Konzert verlosen wir 2x2 Karten. Gendarmenmarkt 2, U-Bhf. Hausvogteiplatz
Essen & Trinken (mit Urlaubsflair) – Nach Spanien steht Italien in Sachen Beliebtheit ganz oben auf der Reisezielliste der Deutschen. Das muss, alles andere wäre Blasphemie, am Essen liegen. Glück für die Hiergebliebenen, auch in Berlin ist die vielseitige italienische Küche zu erleben – mit echten Neuentdeckungen: Das Restaurant Cara hat beispielsweise erst im Juli eröffnet. Auf dem Menü stehen unter anderem viele Klassiker von der Küste: Vitello Tonnato, Spaghetti Vongole, gegrillter Fisch und zum Dessert Tiramisu. Dazu Wein oder einen Spritz. Täglich 17.30-23.59 Uhr, Kleine Hamburger Straße 2, U-Bhf. Rosenthaler Platz
Mit Anhang – Die Jugendkunstschule Mitte bietet auch in den Ferien ein umfangreiches kreatives Angebot für Kinder aller Altersgruppen. Zeichnen, Theater, Tanz, Film, Modedesign, Keramik, nahezu alle künstlerische Disziplinen werden mit ein- oder mehrtägigen Kursen abgedeckt. Am Montagabend, ab 18 Uhr, steht für die Älteren zum Beispiel alles rund um Fotografie auf dem Programm. Gelehrt wird über die Grundlagen der Bildgestaltung und Lichtführung, über das Fotografieren zu freien und vereinbarten Themen bis zum Entwickeln von Filmen und Vergrößern der Negative im Labor, alles, was es für das perfekte Foto braucht. Die Plätze sind begrenzt und kostenlos, man sollte sich also schnell anmelden. Schönwalder Straße 19, U-Bhf. Reinickendorfer Straße
Für umme – Das Bundesarchiv zeigt heute in der Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie beziehungsweise dem Stasimuseum ab 19.30 Uhr den rührenden Spielfilm „Zuckersand“. Zwei zehnjährige Freunde teilen eine unbeschwerte Kindheit, bis das DDR-Regime eingreift. Bereits ab 17 Uhr gibt es auf der „Mielke-Etage“ ein einführendes Programm mit anschließender Zeitzeugenführung durch die Open-Air-Ausstellung „Revolution und Mauerfall“. Weitere Informationen sowie kostenlose Anmeldung über diesen Link. Ruschestraße 103, U-Bhf. Magdalenenstraße
Sommerhappen – Der Frozen-Yogurt-Hype ist komischerweise wieder ein bisschen abgeflaut. Dabei handelt es sich doch um eine so unkomplizierte Erfrischung. Sie brauchen nichts weiter als Joghurt, tiefgekühlte Beeren und etwas Honig. Das alles geben Sie kurz in einen Mixer und schon können Sie servieren.
Kiekste
Die zweite Geige zu spielen, ist ja schon Mist, aber wie soll sich dieser Cellist erst fühlen? Dank an Leserin Cordula Groth! Weitere Werke gern an checkpoint@tagesspiegel.de! Mit Ihrer Zusendung nehmen Sie aktuell an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – Elsenstraße (Alt-Treptow): Bis Donnerstag ist in Richtung Elsenbrücke das Rechtsabbiegen nicht möglich.
Sewanstraße (Friedrichsfelde): Bis Ende September ist die Einfahrt von der Michiganseestraße auf die Sewanstraße ist untersagt.
Friedenstraße (Friedrichshain): Bis Ende Oktober 2025 ist die Straße in Richtung Landsberger Allee zwischen Koppenstraße und Pufendorfstraße für Kfz-Verkehr gesperrt.
Nahverkehr – U5: Ab Betriebsbeginn bis 21. September 2025 fährt ein Ersatzverkehr mit Bussen zwischen S+U Frankfurter Allee und U Tierpark. Zwischen den Bahnhöfen Frankfurter Allee und Biesdorf-Süd fährt ein U-Bahn-Pendelverkehr.
S3: In der Zeit von 22 bis 1.30 Uhr fährt die Linie zwischen Wuhlheide und Karlshorst nur im 20-Minutentakt.
Regionalverkehr – RE2: In der Zeit von 20.30 bis 5 Uhr fallen mehrere Züge (RE 3134, 3136, 3137, 3138, 3139, 3141 und 3140) dieser Linie zwischen Königs Wusterhausen und Berlin-Charlottenburg/Hennigsdorf (b Berlin) aus.
RE3: In der Zeit von 20.45 bis 23.15 Uhr fallen mehrere Züge der Linie in verschiedenen Abschnitten zwischen Berlin und Luckenwalde aus.
RE4: In der Zeit von 21.45 bis 5 Uhr fallen mehrere Züge dieser Linie in verschiedenen Abschnitten zwischen Berlin Hbf und Falkenberg aus.
RE5: In den Nächten bis Dienstag/Mittwoch, 5./.6. August 2025, jeweils von 22 bis 5.15 Uhr, fallen einzelne Züge (RE 3519 und 4368) dieser Linie zwischen Berlin Hbf und Berlin Südkreuz aus.
RB22: In der Zeit von 22 bis 5 Uhr werden mehrere Züge (RB 18136, 18137, 18138, 18139, 18100 und 18101) dieser Linie über Schönefeld (bei Berlin) (zusätzlicher Halt) umgeleitet. Der Halt in Flughafen BER entfällt.
RB23: In der Zeit von 21 bis 24 Uhr fallen einige Züge (RB 18173, 18174, 18175, 18176 und 18177) dieser Linie zwischen Berlin Friedrichstraße und Flughafen BER aus.
RB32: In den Nächten bis Dienstag/Mittwoch, 5./.6. August 2025, jeweils von 21.30 bis 5.30 Uhr, beginnen/enden einige Züge (RB 18650, 18651, 18653, 18684, 18686, 18687, 18688 und 18689) dieser Linie abweichend in Schönefeld (bei Berlin) (zusätzlicher Halt) und werden bis/ab Birkengrund umgeleitet. Der Halt in Flughafen BER entfällt.
Demonstration – Für heute sind 14 Demonstrationen angemeldet (Stand 1.8., 12 Uhr), u.a. „Die Botschaft muss geschlossen werden“: Zehn Personen, „O.I.P.M.“, Podbielskiallee 69 (00-23.59 Uhr)
„Camp of Resistance - Gegen die Blockade humanitärer Hilfe für Gaza; gegen Waffenlieferungen; gegen Unterdrückung (...)“: 150 Personen, „Bündnis Solidarität NRW“, Heinrich-von-Gagern-Straße (00-23.59 Uhr)
„Frieden lernen! Miteinander reden statt übereinander“: Fünf Personen, Antonplatz 1 (14-19 Uhr)
„Mahnwache für Frieden, Freiheit und Selbstbestimmung“: 20 Personen, Teltower Damm (17.45-19.30 Uhr)
„Spirituelle Friedensmahnwache – Für den Frieden in Nahost und in der ganzen Welt – Frieden schaffen ohne Waffen“: 20 Menschen, Potsdamer Platz (18-22 Uhr)
Gericht – Weil er sich gegenüber Hütchenspielern als Polizist ausgegeben haben soll, kommt ein 34-Jähriger wegen Amtsanmaßung auf die Anklagebank. Er soll einen Ausweis der Berliner Feuerwehr gezeigt, sich als „Polizei“ vorgestellt und dabei ein Taschenmesser als angebliche Dienstwaffe gezückt haben. Die Männer aber ließen sich nicht täuschen und holten ihrerseits die Polizei (10.45 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal A672).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Frank Bewig (50), CDU-Politiker, Bezirksbürgermeister von Spandau / Dominic Boeer (47), Schauspieler und Autor(„In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte“) / Andreas Bretschneider (36), Kunstturner, u.a. gewann er beim Turnier der Meister 2013, 2014 und 2016 das Reck-Finale / Knut Elstermann (65), Filmkritiker und Moderator, zur Berlinale 2023 zeichnete die AG Verleih ihn mit dem „Ehrenpreis der unabhängigen Filmverleiher“aus / Peter Frey (68), Journalist, bis 2022 Chefredakteur des ZDF / Kerstin Linnartz (49), Moderatorin und Autorin / „Johann Müller-Albrecht (71), Ehrenmitglied TSV Berlin-Wittenau“ / Barack Obama (64), 44. Präsident der USA (2009-2017) / Michael Skibbe (60), ehemaliger Fußballspieler und Fußballtrainer von Hertha BSC. Heute trainiert er bei Sanfrecce Hiroshima / „Vivien im fernen Kiel hat Geburtstag. Aus Berlin zum 31. die besten Wünsche vom Papa“
Nachträglich: „LLEF Jenny, nach 4 Wochen getrennter, sehnsüchtiger, verliebter Satellitenverbindung in Pakistan feiern wir nun Deinen Geburtstag wieder zusammen, wie schön! Ich wünsche Dir einfach, dass Du in Deinem wunderbaren Flow bleibst, dLLEM“
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Ingeborg Salchow (geb. Pakosch), * 29. Juni 1929, verstorben am 14. Juli 2025 / Gunhild Schaeffer-Dohrmann, * 12. Juli 1943, verstorben am 20. Juli 2025 / Andreas Schröder, * 18. September 1961, verstorben am 23. Juni 2025 / Ida Schöffling, * 19. August 1947, verstorben am 30. Juli 2025
Stolperstein – Rosa Traub (geb. Schmidl) kam am 26. Februar 1874 in Budapest zur Welt. Noch in der Heimat heiratete Rosa den Schneidermeister Ferdinand Traub. Sie wurden Eltern von zwei Söhnen. Aus welchen Gründen das Ehepaar 1902 nach Berlin zog, ist nicht bekannt. Im März 1943 wurde Rosa von den Nazis nach Theresienstadt deportiert und dort, am 4. August 1943, ermordet. Heute erinnert ein Stolperstein in der Gleditschstraße 55 in Schöneberg an Rosa Traub.
Encore
Fernsehturm, East Side Gallery, Spreedampfer & Co: Team Checkpoint empfiehlt 36 Berlin-Klassiker, die von Touris geliebt und von Berlinern meist gemieden werden. Heute: eine Fahrt mit der „Uferbahn“ 68.
Die Tram wurde zuletzt 2024 berühmt, als sie – wie der gesamte öffentliche Nahverkehr in Köpenick – im Autostau versank. Aber jetzt verschaffen Bauarbeiten der schönsten Straßenbahnlinie Berlins eine neue Route. Die ist etwas absurd, aber umso reizvoller. Man kann vom S-Bahnhof Grünau aus parallel zur Dahme zur Köpenicker Altstadt fahren und dort aussteigen für einen Bummel ums Rathaus oder durch den Fischerkiez. Oder man bleibt sitzen und fährt parallel zum anderen Dahme-Ufer nach Wendenschloss. Die 68 fährt also ein U.
Um daraus ein O zu machen, nimmt man die Fähre zurück nach Grünau (Eisessen am Anleger nicht vergessen!) und gönnt sich den schönsten Teil der Tour – nach Alt-Schmöckwitz. Mit Seeblick vorbei am Strandbad Grünau und weiteren Badeoptionen (Bammelecke!) bis an den Südostzipfel Berlins. Einzige Tücke: An Hochsommerwochenenden wird’s voll.
Für diesen Checkpoint haben auch Christian Latz und Christoph Papenhausen Material am Wegesrand gesammelt. Tobias Langley-Hunt hat die Runde durchs Stadtleben gedreht, den ersten Zug am Morgen hat Frühproduzentin Jaqueline Frank genommen. Morgen ist hier Daniel Böldt für Sie unterwegs. Kommen Sie gut in die Woche!
