wir begrüßen alle Urlaubsrückkehrer mit dieser berlinfolkloristischen Meldung vom ersten Nachferientag:
„Wegen kurzfristiger Krankmeldungen: Tiergartentunnel stundenlang gesperrt.“
Kleiner Trost: Auch anderswo ließ sich Berlin in vollen Zügen und auf verstauten Straßen in aller Ruhe genießen.
Da fragt man sich natürlich schon, wie die Zahl illegaler Straßenrennen immer weiter steigen kann – im vergangenen Jahr waren es bereits 621 (jedes zehnte Rennen endete übrigens mit einem Unfall, was wiederum jeweils einen Stau zur Folge hatte). Auch interessant: Um 100% gestiegen ist der Anteil der verbotenen Mofa-Rennen in der Statistik, und zwar von 0 im Jahr 2023 auf 1. Ebenfalls um 100% auf 1 gestiegen ist der Anteil der Fahrer*innen mit dem Geschlechtseintrag „divers“. Ansonsten bleibt das Wettrasen eine Männerdomäne: 96,6% der beteiligten Fahrzeuge sind testosterongesteuert. (Q: Innverwaltung, Drs19/23617, MdA Jens Lehmann)
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Unser Berliner Wasser zu schützen, ist manchmal ganz einfach: Zum Beispiel, einfach keinen Müll in unsere Gullys werfen. Denn Zigarettenkippen und andere Abfälle verschmutzen das Abwasser und müssen aufwändig wieder herausgefiltert werden. Danke, dass Sie darauf achten! Mehr Tipps finden Sie auf: berlinerwasser.de
Eher langsam ist der „Adenauer SRP+“-Bus der Politik-Aktivsten vom „Zentrum für politische Schönheit“ unterwegs – aber auch der ist ganz schön gefährlich: Bei drei Demonstrationen wurden nach Angaben der Innenverwaltung vom Bus aus 26 Polizisten verletzt, als „Tatmittel“ beschlagnahmten die Beamten die Lautsprecher – Messungen hatten Lärmspitzen von mehr als 90 db ergeben, also etwa so laut wie ein Presslufthammer oder ein brüllender Einsatzleiter („Räumt den Mariannenplatz!!!“). Gegen die Veranstalter laufen Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung gemäß § 224 StGB. (Q: Drs. 19/23554, MdA Vasili Franco).
Alle 15 Meter ein Straßenbaum – das ist eines der Ziele der Initiative „Volksentscheid Baum“. Dies könnte auch die zu Grauflächenämtern vertrockneten Behörden wieder ergrünen lassen, zumal viele Anwohner ihre Hilfe bisher vergeblich anbieten.
Ein Beispiel aus Kreuzberg: Hier hatte ein Checkpoint-Leser die zuständigen Stellen inkl. Stadträtin Annika Gerold (bezeichnenderweise von den Grünen) bereits vor Monaten auf einen abgestorbenen Baum in der Eisenbahnstraße hingewiesen, um Auskunft über eine mögliche Nachpflanzung gebeten und sich gemeinsam mit der Hausgemeinschaft bereit erklärt, eine Patenschaft zu übernehmen (auch für mehr als einen Baum) sowie die Wasserversorgung sicherzustellen.
Die Antwort: keine – auch nicht auf eine Nachfrage Wochen später, auch nicht auf die Meldung eines weiteren abgestorbenen Baums in der Eisenbahnstraße und die abermalige Erklärung der Bereitschaft, sich einzubringen („in der Hoffnung, endlich ernst genommen zu werden“). Doch das wird offenbar vom grün geführten Bezirksamt als übergriffig empfunden und mit Nichtbeachtung quittiert.
Eine Etage höher, auf Abgeordnetenhausebene, haben die Oppositionsfraktionen Linke und Grüne wiederum Zweifel daran, dass die Koalition die Forderung nach mehr Stadtgrün ernst nimmt – im Umweltausschuss haben sie jetzt eine Sondersitzung zum Baumentscheid durchgesetzt. Ihre Forderung: Der Senat soll erklären, wie er einen erfolgreichen Volksentscheid umsetzen würde. Im Koalitionsvertrag hatte Schwarz-Rot sich als „langfristiges Ziel“ auf 500.000 Straßenbäumen geeinigt (Bestand derzeit ca. 430.000), die Initiative will das gesetzlich abgesichert bis zum Jahr 2040 auf eine Million Bäume verdoppeln.
Und was meinen Sie?

Einer ganz heißen Sache ist der Grünen-Abgeordnete Sebastian Walter auf der Spur – er stellte dem Senat sechs Fragen zum Thema „Leerstand in der Motzstraße 46 in Schöneberg“, der Senat fragte den Bezirk – und das kam dabei heraus: „Die gestellten Fragen lassen sich nicht beantworten, da das Grundstück in der Motzstraße 46 nicht mit einem Gebäude bebaut ist.“ Kein Treffer, nicht versenkt.
Apropos Wohnungen: Wollen wir doch mal schauen, ob SPD-Kandidat Steffen Krach schon erklärt hat, wie er ganz konkret den spekulativen Leerstand… nein, hat er nicht. Dafür hat sich gestern Uwe Szelag bei mir gemeldet – er war Anfang der neunziger Jahre als Bau- und Verkehrsstadtrat in Wilmersdorf mit einer spektakulären Aktion aufgefallen: Szelag vermietete leerstehende Wohnungen durch treuhänderische Ersatzvornahme an Familien und ersetzte den Mietvertrag durch eine Verwaltungsverfügung. Die Schlagzeile dazu: „Stadtrat besetzt Altbauwohnungen“. Sein Rat an Krach: „Er muss möglichst schnell das in den vergangenen 20 Jahren vom Senat verwässerte Zweckentfremdungsgesetz wieder ertüchtigen, sonst bleibt seine Ankündigung folgenlos.“
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»Geopolitik ist das graue Nashorn, das vor dem Werkstor Ihres Unternehmens den Vorgarten zerlegt.«
240 Seiten, Hardcover, 25,00 EUR,
ISBN: 978-3-86774-843-8,
als E-Book erhältlich
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Krach ist heute übrigens schon wieder in Berlin, genauer gesagt: Er besucht mit Klaus Wowereit das insolvente und von der Schließung bedrohte „SchwuZ“. Letzte Nachrichten dazu: Möglicherweise bahnt sich hier ein Happy End an – mehr erfahren Sie hier.
Wie steht’s eigentlich ums Galeria-Haus am Alex – und hat die LZB dort vielleicht doch noch eine Chance? Auf Einladung von Franziska Giffey trafen sich am 4. September Vertreter der Verwaltungen für Wirtschaft, Kultur, Finanzen und Stadtentwicklung sowie der Senatskanzlei, des Bezirks und der CommerzReal AG, „um eine konstruktive Lösung zu finden“. Das Ergebnis? Giffeys Sprecher Matthias Kuder fasst das für den Checkpoint so zusammen:
„Es lohnt immer, alle an einen Tisch zu bringen. Es gab ein gutes Treffen mit konstruktiven Gesprächen. Alle Beteiligten haben zu klärende Fragen und Aufgaben mitgenommen, weitere Abstimmungen sind bereits geplant. Ziel ist, dass sich der Alexanderplatz insgesamt und als Kaufhausstandort gut entwickeln kann und die Arbeitsplätze bei Galeria gesichert werden.“
Das klingt jedenfalls nicht nach Büchern.
Nachdem wir hier über lange Bearbeitungszeiten für Anwohnerparkausweise in einigen Bezirken berichtet hatten, wies unser Leser Ralph Misske auf angeblich paradiesische Zustände in Hamburg hin. Wir haben dort mal nachgefragt – und tatsächlich: In der Hansestadt wird der Parkausweis als QR-Code bereitgestellt – vollständig digital, innerhalb von 30 Minuten und zum Selbstausdrucken. Und es kommt noch besser, wie die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende uns mitteilt: „Derzeit sind der Ausdruck und die Auslage des Parkausweisdokumentes noch Pflicht, wir arbeiten jedoch daran, dass in naher Zukunft die Ausweise nicht mehr ausgelegt werden müssen.“
Dazu passt leider die Nachricht, dass der Berliner Senat die Ausgaben für die Digitalisierung kürzen möchte – eine mögliche dramatische Folge auch für den Regierenden Bürgermeister enthüllt heute Naomi Fearn in ihrem Kult-Comic „Berliner Schnuppen“ etwas weiter unten (nur in der Abo-Ausgabe).
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ANTIFASCHISMUS ALS UTOPIE:
Zur Eröffnung der Ausstellung Global Fascisms, im Rahmen des heimaten Festivals für die plurale Demokratie und der BERLIN ART WEEK 2025 findet vom 12.-14.9. im HKW ein großes Eröffnungs- und Festivalwochenende statt - mit Konzerten, Panels und Keynotes rund um Zugehörigkeit und Pluralität sowie Workshops, Filmscreenings und Buchvorstellungen. Eintritt frei!
Zum Programm
Wir kommen zum zweiten Teil unserer Schulzeit-Serie mit den Erinnerungen aller Senatsmitglieder – gestern hatte uns hier Kai Wegner verraten, welche Fächer er geliebt hat und welche gehasst, wer sein Vorbild war und was er fürs Leben gelernt hat.
Heute ist Franziska Giffey dran – hier ihr Eintrag ins Checkpoint-Freundebuch:

Berliner Schnuppen
Telegramm
Das Schöne an Berlin: Es gibt jeden Tag eine Meldung, die Hoffnung macht. Heute: Die BVG hat einen neuen U-Bahnzug! Bei der Sonderfahrt zur Premiere übernahm Kai Wegner den Job im Fahrerhäuschen, das Ding kam trotzdem unbeschadet am Alexanderplatz an. Und weil’s so schön war, sollen von jetzt an jede Woche acht neue Züge in Betrieb genommen werden, insgesamt 140 bis Ende des Jahres.
Die „Nova Music Festival Exhibition“, die an den Terroranschlag der Hamas erinnert und vom 7. Oktober an im Flughafengebäude Tempelhof zu sehen ist, wird nach Checkpoint-Informationen vom Land Berlin mit exakt 1.383.840,33 Euro gefördert (750.000 sind bereits ausgezahlt). Es ist das erste Mal, dass die Exponate in Europa gezeigt werden.
Neues von der Degewo (Sie erinnern sich? Das sind die mit den Schokogeschenken, CP von gestern): 541.100 Euro hat die landeseigene Wohnungsgesellschaft im vergangenen Jahr in die Sportförderung gesteckt. Als Ziel gibt das Unternehmen „die Förderung sozial stabiler Nachbarschaften, die Förderung von Vielfalt und Teilhabe sowie die Bewegungs- und Gesundheitsförderung“ an – Empfänger sind u.a. Alba, die Füchse und Union.
Manchmal ist es doch zum in die Luft gehen! Genau das hat unser Reporter Boris Buchholz getan, und zwar als unverletzter Passagier im Rettungshubschrauber „Christoph 31“ (wird Ende des Jahres ausgemustert – also der Hubi, nicht der Boris). Glücklicherweise… nein quatsch, nicht ganz zufällig hatte erseine Kamera dabei. Die faszinierenden Luftaufnahmen von Berlin und seinem Umland, liebevoll aufbereitet von André Görke, können Sie sich hier unter diesem Link in aller Ruhe anschauen.
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Genießen Sie mit dem Tagesspiegel einen unvergesslichen Jahreswechsel mit exklusiven Silvesterreisen. Freuen Sie sich auf Neujahrskonzerte, festliche Galas und einzigartige Reiseziele. Jetzt Platz sichern!
Normalerweise beschlagnahmt die Polizei Kopfhörer und „vernichtet“ sie, wie dem Amtsblatt und damit auch dem Checkpoint regelmäßig zu entnehmen ist (jedenfalls wenn es gefälschte sind, denn dann stellen sie „eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung“ dar). Jetzt aber sucht die Polizei Kopfhörer, um sie selbst zu benutzen. Tja, so kann’s kommen – die einschlägigen Händler kennt sie ja jetzt. Ausschreibung ist raus!
Sie suchen eine „interessante Tätigkeit“? Da hätte die JVA Moabit was für Sie. Eingestellt werden dort Krankenpfleger u.a. für „die Betreuung im Entzug (Alkohol und Drogen), die akute Versorgung bei Notfällen, das Wundmanagement und den Umgang mit psychischen Erkrankungen“. Hm, klingt eher nach verdammt harter Arbeit (und vielleicht auch einem Buchprojekt).
Liebe Angestellte der Howoge, eigentlich interessiert uns Ihre Kaffeeversorgung nicht die Bohne – aber wir können Ihnen heute die erfreuliche Mitteilung machen, dass an Ihre 18 Standorte spätestens am 1. Dezember 45 neue Kaffeemaschinen geliefert werden (ihre Arbeitgeberin hat den Auftrag ausgeschrieben). Nach unseren Berechnungen (Mathe mit dem Checkpoint) müssen Sie sich dann allerdings jeweils eine Maschine mit 30 Kolleginnen und Kollegen teilen (abzüglich Teetrinker). Aber die Bohnen, die sollen „qualitativ hochwertig“ sein!
Sie wollten schon immer nochmal ins ICC, haben aber bisher nie eines der kostenlosen Tickets für die Führungen ergattert? Dann verraten Sie bloß nicht weiter, was wir Ihnen jetzt exklusiv verraten: Im Laufe des heutigen Tages werden einige Eintrittskarten für das kommenden Wochenende freigeschaltet, und zwar hier unter diesem Link. Aber bitte: Pssst!!!!
Berühmt wurde der Schauspieler Horst Krause als liebenswerter Dorfpolizist „Horst Krause“ aus dem „Polizeiruf“ in Brandenburg, aber sein Herz schlug woanders: „Ein kleiner Ort wäre für mich dauerhaft schwer auszuhalten, ich bin Stadtkind durch und durch. Meine Heimat ist Berlin und eine kleine Ostseeinsel“, sagte er mal. Krauses Lebensmotto: „Ich mache keinen Sport. Ich esse lieber.“ Zehn Jahre nach der Pensionierung seiner Horst-Krause-Rolle ist der echte Horst Krause jetzt im Alter von 83 Jahren gestorben.
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Am 14. September 2025 lädt der Tagesspiegel zum Land- und Genussmarkt ins Tagesspiegel-Verlagshaus ein. Erleben Sie einen Tag voller kulinarischer Köstlichkeiten und kultureller Highlights. Die Tagesspiegel-Redaktion und spannende Gäste bieten Lesungen, Gespräche und Einblicke in aktuelle Themen. Wir freuen uns auf Sie! Jetzt anmelden
Unser Hörtipp: Anke Myrrhe kommentiert heute früh um kurz nach 8 bei Radioeins den Zustand der Berliner Schulen – und beantwortet die Frage, ob die Bildungspolitik vielleicht doch auf einem guten Weg ist. Falls Sie’s live verpassen: Das ist auch später in der rbb-Mediathek noch brandaktuell!
Nachtrag (I) zur Meldung „Spranger tritt gegen Gordon Lemm an“ (CP von gestern) – Bezirksbürgermeisterin Nadja Zivkovic schreibt:
„Hallo liebes Checkpoint-Team, ich bin doch Bürgermeisterin vom schönsten Berliner Bezirk. Euch einen schönen Tag!
Herzliche Grüße.“
Und tatsächlich: In unserer Meldung fehlte das Wörtchen „ehemaliger“ vor „Bürgermeister Gordon Lemm“ – seit der vergangenen Wahl ist der SPD-Politiker Stadtrat für Jugend, Familie und Gesundheit, und die CDU-Politikerin Nadja Zivkovic ist Bürgermeisterin von Marzahn-Hellersdorf (ob’s auch wirklich der schönste Berliner Bezirk ist, klären wir noch – manche finden ja offenbar Spandau schöner, darunter auch eine CDU-Senatorin mit MaHe-Wahlkreis).
Nachtrag (II) zur Meldung „Villa Lichtburg am Stölpchensee“ (CP von gestern).
Die Bezirksverordnete Katharina Concu schreibt:
„Für die FDP ist der Beschluss jedenfalls nicht erledigt. Ich erwarte von den Grünen, dass sie ihrer Bezirksbürgermeisterin klarmachen, dass sie eine historische Verantwortung trägt und an dieser Stelle mehr Engagement vonnöten ist. Darüber hinaus erwarte ich auch von den Vertreterinnen und Vertretern anderer Parteien, dass sie das viel gepriesene ‚Nie wieder‘ mit Leben füllen. Politik, die ernst genommen werden möchte, muss die Werte, die unsere Republik ausmachen, sichtbar verteidigen. Persönliche Freiheit, Eigentumsrechte und unsere Verantwortung für die Grauen des NS sind ein Kern dieser Werte.“
Ganz anderer Meinung ist der Anwohner Peter Thies aus Wannsee – er schreibt:
„Die Entschädigung der Erben hat stattgefunden und damit basta! Am Stölpchensee sind derzeit schon genügend fragwürdige Gebäude vorhanden.“
Offenbar wird es höchste Zeit, die Angelegenheit offen zu diskutieren, anstatt sie hinter verschlossenen Türen zu erledigen.
Nachtrag (III) zur Meldung „Berlins prominente Ex-Schüler“ (CP von gestern) – unser Leser Guido Gryczan schreibt:
„Im Gegensatz zu den Spaghettis kann der Alumnus auch einzeln auftreten und mit seinen Kolleginnen* sind sie dann die … tatatatahh … Alumni.“
Tja, über die Folgen versäumter Lateinstunden könnte man ganze Graffitis schreiben…
Zitat
„Lieber zahlen Preußen für Preußen, als dass die Bayern immer alles übernehmen müssen!“
Markus Söder fordert beim Jahrmarkt-Auftakt in Gillamoos, dass der Bund den Länderfinanzausgleich für Berlin übernimmt.
Begleitet wurde der Einmarsch von Stars-War-Fan Söder vom Film-Soundtrack „Imperial March“ – der gehört allerdings nicht zur hellen Seite der Macht, die der bayerische Ministerpräsident so mag, sondern zum Schurken Darth Vader, und der sagte einst: „Ins Exil gehen ich werde müssen. Versagt ich habe.“ Und so etwas würde ein Markus Söder doch nie sagen!
Stadtleben
Verlosung – Einst war sie die mächtigste Frau der Welt, jetzt ist Angela Merkel Rentnerin. In Klein-Freudenstadt am Dumpfsee möchte sie gemeinsam mit ihrem Ehemann ihre geliebte Uckermark erkunden – ohne die Irren der Weltpolitik. Eigentlich ist alles so, wie sie es sich gewünscht hat, bis die Langweile einsetzt. Als Philipp Freiherr von Baugenwitz vergiftet in einem Schlossverlies gefunden wird, ist schnell klar: Der Mörder hat die Rechnung ohne die Ex-Kanzlerin gemacht. Unermüdlich, im Kampf für Gerechtigkeit, nimmt Miss Merkel – gemeinsam mit Mann und Bodyguard – die Ermittlungen auf. Begleiteten kann man sie dabei in der Komödie am Kurfürstendamm. Für die Aufführung „Miss Merkel – Mord in der Uckermark“ am 24. September um 19.30 Uhr, verlosen wir 2x2 Tickets, Bewerbung per Mail ans Checkpoint-Postfach. Komödie im Ernst-Reuter-Saal, Eichborndamm 213, U-Bhf. Reinickendorf
Essen & Trinken – Bei „Tacos el Rey“ stimmt schon mal die Grundlage. Also die Tortilla. Aber auch was darauf kommt, ist ein feistes Vergnügen. Etwa die Chorizo verde, eine Art mexikanische grüne Grützwurst mit karamellisierter Zwiebel oder Birria, ein langsam geschmortes, in Adobo mariniertes Rindfleisch. Vegetarisch sind die Nopales, gebratene Kaktusblätter mit Käse, vegan die geröstete Paprika mit Pilzen. Dazu gibt’s Michelada (Bier mit Tomatensaft und Limette) oder Cocktails wie den Cornstar Martini – mit Mezcal, Ananas und vielen Gewürzen. Die Salsas sind eine Liga für sich. Di bis So 12-21.30 Uhr Graefestraße 92, U-Bhf. Schönleinstraße
Noch hingehen – Oft sind es die Ränder von Veranstaltungen, oder der Morgen danach, für die sich Künstlerin Nina Könnemann interessiert. Wie bewegen sich Menschen im öffentlichen Raum? Welche Spuren hinterlassen sie dabei? Aus diesen eher unscheinbaren Momenten entstehen Porträts der Gegenwart, die alltägliche Verhaltensweisen und subkulturelle Dynamiken sichtbar machen. Zu sehen ist die spannende Einzelausstellung „BLOCKEN / Further Reductions“ im Haus am Waldsee nur noch bis zum 14. September. Di bis So 11-18 Uhr, Argentinische Allee 30, U-Bhf. Krumme Lanke
Last-Minute-Tickets – Sie sehen aus wie Flugbegleiterinnen und nennen sich The Airlettes, das swingende Close-Harmony-Trio bestehend aus Judith von Orelli, Paulina Plucinski und Stefanie Bruckner. Für ihr neues Bühnenprogramm in der Bar jeder Vernunft, heute um 20 Uhr, haben Sie sich den 90ern angenommen und vereinen jetzt alte Bravo Hits mit Swing-Klassikern. Im Programm heißt es: „Welcher Fluggast sich bei ‚Mr. Sandman‘ oder ‚In the Mood‘ noch das heimliche Mitsummen verkneifen kann und bei den Spice Girls und Matthias Reim nicht sofort vor Freude den Macarena tanzt, bekommt spätestens bei Hits von den Backstreet Boys und den Prinzen den letzten Zweifel geklaut und muss sich seiner süßesten Kuschelrock-Melancholie hingeben“. Schaperstraße 24, U-Bhf. Spichernstraße
Grübelstoff – Seit Jahren herrscht auch in Deutschland der aus Übersee kommende Pumpkin-Spice-Latte-Trend: Klebrig-süße Kaffeplörre mit sogenannten Herbstaromen wie Zimt, Nelken und Kürbiskuchengewürz verfeinert und mit Schlagsahne garniert. Machen Sie da mit?
Kiekste
Gut Picheln ist am Pichelssee. Altes Spandauer Sprichwort. Dank an Jochen Reinecke. Weitere süffige Spätsommerbilder gern an checkpoint@tagesspiegel.de! Mit Ihrer Zusendung nehmen Sie aktuell an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – Hindenburgdamm (Lichterfelde): Zwischen Bäkestraße und der Dorfkirche Lichterfelde ist in beiden Richtungen bis Mitte September der linke Fahrstreifen gesperrt. Im Anschluss folgen noch zwei weitere Bauphasen.
Eberswalder Straße (Prenzlauer Berg): Bis Anfang Oktober ist die Fahrbahn zwischen Oderberger Straße und Topsstraße auf einen Fahrstreifen je Richtung verengt. In Fahrtrichtung Prenzlauer Allee ist das Linksabbiegen in die Topsstraße nicht möglich.
Reginhardstraße (Reinickendorf): Die Straße ist bis auf Weiteres in beiden Richtungen zwischen Winterstraße und Hausotterstraße gesperrt.
Regionalverkehr – RE2: In der Nacht von 23 bis 1.45 Uhr fallen die Züge RE 3136, 3138, 3140 und 3141 zwischen Berlin Ostbahnhof und Königs Wusterhausen aus.
Demonstration – Für heute sind 14 Demonstrationen angemeldet (Stand 8.9., 12 Uhr), u.a. „Eichenprozessionsspinner verhindern monatelang den Schulunterricht? Keine Fenster öffnen und keine Pausen an der frischen Luft? Das kann nicht sein!(...)“: 300 Menschen, „Grundschule an der Peckwisch“, ab Tornower Weg 26 über Dannenwalder Weg, Wilhelmsruher Damm bis Eichhborndamm 215 (9-12.30 Uhr)
„Zusicherung von BK Merz: Keine Kürzung bei der Eingliederungshilfe! Forderungen: Keine Kürzungen bei der Eingliederungshilfe, weniger Bürokratie (...)“: 150 Menschen, Willy-Brandt-Straße 1 (12-14 Uhr)
„Friedliche Kundgebung anlässlich der Sitzung der Bezirksversammeltenverordnung Spandau zum Thema Machbarkeitsstudie Breitehorn“: 100 Personen, „Wochenend-Verein Havelwiese“, Carl-Schurz-Straße 2 (16-19 Uhr)
„Aufklärung für den Frieden“: 20 Menschen, „Schildbürger“, Luisenhain (16.30-18.30 Uhr)
„Unfreundliche Begrüßung - Gegen Biedermeier*innen und Brandstifter*innen! Wenn man euch eure alten Fehler nun wiederum vergessen lässt (...)“: 100 Teilnehmende, Alt-Blankenburg 12A (17.45-23.59 Uhr)
Gericht – Nach sieben Schüssen auf einen 36-Jährigen kommen drei Männer auf die Anklagebank. Im Auftrag eines 34-Jährigen sollen die weiteren 21-jährigen Angeklagten mit einer scharfen Waffe zur Wohnanschrift des Opfers gefahren sein. Durch Schüsse auf die Beine sei der Mann verletzt worden. Hintergrund des Angriffs sei ein Streit (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal B218).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – László Bénes (28), slowakischer Fußballprofi, Mittelfeldspieler bei Union Berlin, aktuell als Leihspieler beim türkischen Verein Kayserispor / „Peter M. Brandt, ehe. Feuerwehrmann und Bundesverdienstkreuzträger wird am 9.9.25 74 Jahre alt. Es gratulieren gute Freunde und wünschen einen schönen Tag. Gruß Roland und Monika“ / Georg Hackl (59), ehemaliger Rennrodler, u.a. dreifacher Olympiasieger (1992, 1994 & 1998) / Philipp Kadelbach (51), Filmregisseur, drehte unter anderem Dreiteiler „Unsere Mütter, unsere Väter“ und die Streamingserie „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ / Andrea Petković (38), Tennisspielerin und Autorin / „Meiner geliebten Echtgenote (!) Roos alles Beste zum Geburtstag & Dir einen großartigen Start ins neue (Ehe-)Lebensjahr!“ / Knut Schubert (67), ehemaliger Eiskunstläufer und Eiskunstlauftrainer, arbeitete in Berlin. Er trainierte Mari-Doris Vartmann und Aaron Van Cleave bis zu deren Trennung
Nachträglich: „Thomas Sutter, Intendant des Atze-Musiktheaters & Chef des Luftschlosses auf dem Tempelhofer Feld ist gestern 70 geworden.“
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Nadia Ben Salah, * 26. Oktober 1964, verstorben am 6. September 2025 / Dr. Hans Stimmann, * 9. März 1941, verstorben am 29. August 2025 / Gretel Wagner (geb. Neumann), * 24. Juli 1925, verstorben am 23. August 2025
Stolperstein – Ernestine Freund wurde am 19. März 1872 in Beuthen (heute: Bytom in Polen) geboren. Spätestens seit 1939 lebte sie in der Rosenheimer Straße in Schöneberg, später in der Schwäbischen Straße. Am 20. August 1942 wurde Ernestine Freund von den Nazis in das Ghetto Theresienstadt deportiert und dort starb sie am 9. September 1942, als Todesursache wurde „Darmkatarrh“ angegeben. Eine Pseudo-Diagnose, die man häufig zur Verschleierung des Todes durch Hunger und Mangelerscheinungen verwendete. Heute erinnert ein Stolperstein in der Schwäbischen Straße 17 in Schöneberg an Ernestine Freund.
Encore
Wenn Touristen in Berlin nach „dem Dom“ fragen, wird’s kompliziert: Deutscher Dom? Französischer Dom? Berliner Dom? Und wo genau stand welcher gleich nochmal? Der Berliner Dom jedenfalls ist derjenige auf der Museumsinsel gegenüber dem Lustgarten. Aber damit sind noch nicht alle Fragen geklärt – zum Beispiel die nach dem Initiator: Krausnick? Böß? Reuter? Brandt? Auf Schiffen der Reederei Riedel, die hier auf der Spree entlangtuckern und ihre Gäste mal mit Altherrenwitzen, mal mit Stadtinfos vom Band beschallen, erfährt das staunende Publikum auf Deutsch und Englisch, dass der Dom auf Veranlassung von König Friedrich II gebaut wurde – tatsächlich war’s 150 Jahre später Kaiser Wilhelm II. Ach egal, denn wie schon Andy Möller wusste: Kaiser oder König – Hauptsache Dom! (Q: „Ein vergnügter norwegischer Leser“, per Mail)
An diesem Checkpoint mitgebaut haben Felix Hackenbruch, Daniel Böldt, Isabella Klose und Christoph Papenhausen, die kulturelle Inneneinrichtung hat Tobias Langley-Hunt gestaltet, und zuständigfür die Bauabnahme war Jaqueline Frank. Morgen früh setzt hier Robert Ide allem die Krone auf. Bis dahin