Bedeckt um den Nullpunkt

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von Daniel Böldt
und Lotte Buschenhagen

das Berliner Olympiastadion leuchtete gestern Abend in Blau und Weiß. Anlass war kein sportlicher, sondern ein zutiefst tragischer: Kay Bernstein, Präsident des Fußballklubs Hertha BSC, verstarb am Dienstag plötzlich und unerwartet. Ein Schock für Fans, Spieler und Vereinsmitarbeiter. Von Freunden, Verwandten und seiner Familie ganz zu schweigen.

Bernstein, über dessen Werdegang vom Ultra in der Fankurve bis zum Präsidenten so viel geschrieben wurde, schaffte es in seiner nur anderthalb Jahre währenden Amtszeit, Hertha BSC wieder Leben einzuhauchen. Er begann einen Klub zu formen, mit dem sich die Fans wieder identifizieren konnten – was vielen in einer durch und durch kommerzialisierten Fußballwelt immer schwerer fiel.

Nicht alles gelang Bernstein in seinem Amt, aber viele spürten, dass da ein Antrieb war, den man nicht vortäuschen kann. Bernstein blieb auch als Präsident der, der er vorher war. Ein Fußball-Fan. Ein Hertha-Fan.

Dass das oft raue Fußballgeschäft in der Lage ist, in so einem Moment innezuhalten, zeigten insbesondere zwei der zahlreichen Statements gestern. „Die furchtbare Nachricht von seinem Tod war auch für uns Unioner ein Schock, und wir teilen den Schmerz und die Trauer der Hertha-Familie“, sagte Dirk Zingler, Präsident des Stadtrivalen 1. FC Union.

Und der FC Schalke 04, dessen Fans den Anhängern von Hertha BSC in tiefer Feindschaft verbunden sind, teilte mit: „Diese Nachricht lässt uns schockiert zurück. Unser Beileid und Mitgefühl gilt der Familie Bernstein, den Freunden und Hertha BSC.“ Bernstein wurde 43 Jahre alt.

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