wir beginnen mit den konkreten Ergebnissen des „Impfgipfels“:
Und damit zum Wetter: Achtung, die Rutschgefahr bleibt groß (vor allem rund ums Kanzleramt und am Roten Rathaus). Angela Merkel versprach gestern wieder allen „einen Impftermin bis zum Ende des Sommers“, und ihrem Gesundheitsminister, der bei den Fragen einiger Ministerpräsident ordentlich Puls bekam, empfahl sie eine Portion Ratio: „Jens, jetzt keine Emotionen!“ (Q: „Bild“). Michael Müller lobte sich derweil selbst: „Ja ich finde, es hat sich gelohnt, die Initiative zu ergreifen und zu so einer Gesprächsrunde einzuladen…. und ich glaube, wir haben alle miteinander auch voneinander gelernt.“ Aktuelle Candy-Crush-Level wurden nicht bekannt gegeben.
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Wochenlang versuchten Berlinerinnen und Berliner vergeblich, eine wichtige Impf-Information zu erhalten. Aber wo sie auch anriefen, die Antwort war im Wesentlichen immer die gleiche: Oh, das weiß ich jetzt auch nicht, das müssen wir mal besprechen. Es geht dabei um den Ort der Impfung für diejenigen, die sich nicht an ihrem Hauptwohnsitz aufhalten – und das gilt gerade in Berlin für viele Menschen. Es hatte schon einen guten Grund, warum der Senat die Zweitwohnungssteuer eingeführt hat: Da kommt man auf Masse (am 31.12.20 offiziell gemeldet: 122.391 Personen). Aber auch diejenigen, die ihre Eltern oder Großeltern zur Pflege nach Berlin geholt haben, fragen sich (nachdem es die Behörden nicht beantworten konnten): Müssen wir die 90jährige Mutter wirklich zweimal mitten in der Pandemie nur zum Impfen zurück nach Mönchengladbach oder sonst wohin karren?
Die Antwort lautet: JA (auch wenn die Gesundheitsverwaltung seit nunmehr drei Wochen, genauer: seit dem 11.1., nicht in der Lage ist, auf diese eigentlich doch einfache Frage zu antworten) – geimpft wird am Erstwohnsitz, jedenfalls nach derzeitigem Stand (auch andere Länder wie Schleswig-Holsten halten das so). Während also die Politik einerseits vor dem Reisen warnt, initiiert sie zugleich eine biblische Massenwanderung wie einst zu Zeiten von Maria und Josef. Und falls Sie auf die Idee kommen sollen, doch noch schnell in Berlin Ihren Hauptwohnsitz anzumelden: Es gibt derzeit (Stand heute früh) berlinweit null online buchbare Termine beim Bürgeramt (in Zahlen: 0).
Als wir hier im Checkpoint nach einem Hinweis als erste über die Stromschläge im BER-Kontrollbereich berichteten („Security bekommt eins gewischt“, CP v. 4.1.), wiegelten erstmal alle ab („Einbildung“) und erklärten ihre jeweilige Unzuständigkeit (Bundespolizei und FBB). Zwei Tage danach bestätigte ein BuPol-Sprecher immerhin schon mal „elektrostatische Entladungen“ und empfahl den Bediensteten, dicke Gummisohlen zu tragen. Eine Woche darauf schlug die Gewerkschaft Ver.di Alarm – erste Verletzte wurden beklagt. Die FBB sah noch immer keinen Anlass für Action. Doch jetzt, einen Monat und eine Anzeige beim Landesamt später, prüft die Flughafengesellschaft wegen des anhaltenden Gebritzels „ihre Lüftungsanlage zu überarbeiten“ (Q: Mopo). Mal sehen, wie es weitergeht – nicht, dass am Ende doch noch jemand dem BER den Stecker zieht.
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Und hier ein Hinweis der Verkehrsverwaltung: Die Abfahrt der Straßenbahn zum Ostkreuz verzögert sich um weitere vier Jahre bis mindestens 2025. Wer so viel Zeit nicht hat, kann ja Fahrrad fahren. Dazu der Blick in den Koalitionsvertrag (S. 42/43): Die Strecke wird „mit dem Ziel der Inbetriebnahme in dieser Legislaturperiode weiterverfolgt“ (also bis Ende 2021). Vor wenigen Wochen hatte die Verkehrssenatorin bereits bis 2022 verlängert, die BVG erhöhte auf 2023, und 2024 fällt als Schaltjahr offenbar aus. Jetzt werden erstmal wieder die Planfeststellungsunterlagen ausgelegt.
Heute beginnt in Berlin eine der größten internationalen Digitalkonferenzen des Jahres: Die Zeit, der Tagesspiegel, das Handelsblatt und die Wirtschaftswoche laden ein zu drei Tagen „Europe 2021“. Es geht um Europa und die USA, Digitalisierung und Technologie, Nachhaltigkeit und Gesellschaft. Mit dabei sind nationale und internationale Politiker, Gründer und CEO’s, Wissenschaftler und Aktivisten, es gibt Sessions mit Greta Thunberg, Paul Auster, Boris Herrmann und vielen weiteren Gästen. Mehr als 6300 Teilnehmer:innen haben sich bereits angemeldet, und Sie können an den kommenden drei Tagen ebenfalls dabei sein. Das ganze Programm und alle weiteren wichtigen Informationen finden Sie hier.
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Wie sieht die Mobilität der Zukunft aus und welche Rolle spielt der Busverkehr? Im aktuellen Agenda Podcast spricht Journalist Philipp Eins mit Anja Ludwig (bdo) und Kerstin Kube-Erkens (Messe Berlin/BUS2BUS) über Krisenbewältigung und Mobilitätskonzepte der Zukunft. Der Podcast ist ein Angebot des Verlags Der Tagesspiegel.
Jetzt reinhören!
Die „B.Z.“ und ihr Chefkolumnist Gunnar „Schuppe“ Schupelius sind weiter hartnäckig dem Geheimnis der Corona-Frisur auf der Spur. Nachdem eine Senatsumfrage nur ein schütteres Ergebnis gebracht hatte (lediglich 2 von 11 Regierungsmitgliedern äußerten sich zur Wurzel der Sache), gelang jetzt dem stellvertretenden „Bild“-Chefredakteur Timo Lokoschat ein Scoop, den die befreundete „B.Z.“ heute sogleich als Spitzennachricht auf Seite 1 bringt: „Berliner Friseur schneidet im Lockdown weiter – Polizisten unter den Kunden!“ Tja, falls Sie demnächst ein „ACABA“-Graffiti sehen sollten: Es bedeutet „All Cops Are Barber Addicts“.
Thüringens MP Bodo Ramelow nutzte unterdessen eine „Candy-Crush“-Spielpause zu einer Erklärung – demnach sehnt auch er sich nach einem professionellen Haarschnitt (obwohl er kein Polizist ist). Zuvor hatte bereits Sachsen-Anhalts MP Reiner Haseloff angekündigt, die Schere aus der Hand legen zu wollen. Wir haben es also offenbar mit einem ernsten Thema zu tun, und seien wir ruhig ehrlich: Ein Spliss geht durchs Land. Aber was meinen Sie?

Berliner Schnuppen
Telegramm
Hier eine (unvollständige) Liste der Gegenstände, die Mitglieder der Interessengemeinschaft „Spree:publik“ am Sonnabend unter der Oberbaumbrücke mit Wurfankern aus dem Schlick und an Bord des Bootes „Rockfisch“ gezogen haben: Fahrräder, Roller, Einkaufswagen, Stühle, Sessel, Besteck, eine Kasse, ein Klappmesser und eine Brechstange. Die dazugehörigen Berlin-Geschichten müssen Sie sich bitte selbst ausdenken (aber das ist ja nicht so schwer).
Ein kleiner Schritt für die Menschheit, ein großer Schritt für Berlin: Meldebescheinigungen können ab sofort online beantragt werden (scheint zu funktionieren, gestern gleich ausprobiert). Für eine „Lebensbescheinigung“ müssen Sie allerdings weiterhin „persönlich vorsprechen“. Aber wenn Sie so ein Ding erstmal haben, können sie sich morgens nach einer kurzen Nacht den Blick in den Spiegel ersparen – und sind dennoch auf der sicheren Seite.
Aus dem Lexikon der Wirtschaftslyrik (wo so schöne Sachen drinstehen wie „Lufthansa-Aktien im Sinkflug“, „Conti gibt Gummi“ und „Bombenstimmung bei Lockheed“), heute: „Durstrecke für Bierbrauer“ (Q: Tsp) – angeblich sinkt der Absatz auf ein historisches Tief. Da kann ich nur sagen: An mir liegt‘s nicht.
Wir bleiben in der Lebensmittelabteilung, ziehen weiter zum Süßwarenregal – und stellen dort erschüttert fest: „Ritter Sport darf neue Schokolade nicht Schokolade nennen“ (Q: Tsp). Nur weil kein Zucker drin ist! Hm, das klingt einerseits sauertöpfisch, andererseits gerecht, nachdem Ritter Sport verhindert hat, dass Milka quadratische Schokolade als quadratische Schokolade verkaufen darf.
Also so langsam gehen mir die Befindlichkeiten der Zuckerbäcker auf den Keks.
„Köpenick hat den höchsten Wasseranteil aller Bezirk“, jubeln die Stadtwerber von „Visit Berlin“ – da darf einen die Meldung „Wassereinbruch in Köpenick“ eigentlich nicht irritieren. Dennoch mussten gestern dort 18 Häuser wegen Einsturzgefahr geräumt werden: Ein Bauarbeiter hatte mit seinem Bagger einen Hydranten umgefahren.
Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg scheint tatsächlich im Winterschlaf-Modus zu sein: Telefone klingen ins Leere, Mails werden mit automatischen Nichterreichbarkeits-Mitteilungen gekontert, ein Stadtrat sagt alle Termine ab mit der Bemerkung, dass er „mit gutem Beispiel voran“ geht (CP seit 11/20). Ein Blick auf die schriftlichen BVV-Anfragen bestätigt den Eindruck: Die letzte veröffentlichte Antwort ist vom 20. November (aber immerhin 2020). Das bedeutet in der Berlinliga Platz 12 – die rote Laterne leuchtet am Tempelhofer Damm.
Der Schneemann auf der Bank am Viktoria-Luise-Platz (CP von gestern) war ja wirklich ein bisschen einsam… hier deswegen gleich mal ein Bild heißkalter Liebe (gesehen von CP-Leserin Nicole Mikisch im Schöneberger Südgelände).
Mit einem Lasso zogen gestern Polizisten der Direktion 5 (Abschnitt 54) einen verletzten Schwan aus dem angefrorenen Landwehrkanal (hier der Patient mit seinen Rettern nach der Aktion). Zuvor hatten Passanten versucht, das verzweifelt flügelschlagende Tier zu befreien (ein Video davon gibt es hier zu sehen). Am glücklichen Ende kommentierte die Polizei die Sache natürlich so: „Schwan gehabt“.
Und noch etwas in eigener Sache: Wir suchen Verstärkung für unsere Checkpoint-Produktion (ab 5 Uhr früh, auch Teilzeit). Bei Interesse bitte eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de, Betreff: Produktion. Wir sind gespannt!
Mit dem Checkpoint-Abo können Sie heute bei „Tagesspiegel plus“ u.a. folgende Artikel lesen:
Warum Mitarbeiter kündigen: Das Gefühl, die eigene Arbeitskraft nicht mehr sinnvoll weiterentwickeln zu können. Mitarbeiter zu verlieren, ist für Chefs schmerzhaft. Doch warum gehen sie? Eine Umfrage zeigt elf Gründe – die Arbeitgebern vermutlich nicht immer bewusst sind. Von Lazar Backovic.
Mit Stricken und Häkeln gegen den Lockdown-Blues. Meditativ, produktiv und bequem vom Sofa aus: Handarbeiten werden zum Trend auch bei Jüngeren. Von Claudia Seiring.
So sichern Sie sich bei der Buchung ab: Viele Menschen möchten jetzt Reisen und Ferienhäuser für Ostern oder den Sommer buchen. Aber was, wenn Corona dazwischenkommt? So sorgen Sie vor. Von Heike Jahberg.
Zitat
„Eine Straßenschlacht, die die Polizei gewinnt, hat die Demokratie verloren.“
Klaus Hübner, Polizeipräsident in West-Berlin von 1969 bis 1987. Einen Nachruf von Bernd Matties können Sie hier lesen.
Tweet des Tages
Der Lockdown gibt mir wirklich den Rest. Ich vermisse das Fitness-Studio so sehr. Wann kann man endlich wieder Menschen beim Trainieren zusehen?
Stadtleben
Essen to go – Tandoori-Würze, Naan-Brot und Butter-Chicken kennen Sie eventuell schon von der Berliner Mini-Kette Amrit. Nicht weit von dem Schöneberger Standort entfernt – im Tiergartenviertel – liegt die indische Aternative Swadishta. Vor allem die Thali-Platte – bestehend aus verschiedenen südasiatischen Kostproben – bereitet dem Gaumen eine Freude. Dazu passt der salzig hausgemachte Lassi (1,90 Euro). Fans der veganen und vegetarischen Küche kommen hier auf ihre Kosten, genauso wie Naschkatzen, dank dem mit Kardamom gewürzten Karottenpudding oder den frittierten, in Rosenwasser eingelegten Milchbällchen. Vorab oder vor Ort bestellen: Mo. bis So. 12 bis 22 Uhr, Lützowstraße 69, U-Bhf Nollendorfplatz.
Ansehen – Olaf Metzels vierte Solo-Exhibition: Der in München ansässige Künstler führt Sie im Videoformat höchstpersönlich durch seine aktuelle Ausstellung in der Wentrup Galerie in Charlottenburg. In seiner Kunst thematisiert er seine Berliner Kindheit und setzt sich spielerisch mit der aktuellen politischen Situation auseinander. QR-Code am Galeriefenster in der Knesebeckstraße 95 scannen und staunen – oder dem Link folgen.
DIY – Wenn die Ohren anfangen zu frieren, wird’s Zeit für eine Angora-Mütze. Das Geschäft Knit Knit in der Linienstraße 154 bietet Stricksets für Anfänger:innen und Geübte an: Aus Naturgarn entstehen selbstgemachte Merino-Schals, Alpaka-Mix-Ponchos oder Woohoo-Wolle-Pullover. Per Mail oder Telefonbestellen und an die Stricknadeln, fertig, los! Coronabedingte Öffnungszeiten: Di. bis Sa., 14 bis 18 Uhr.
Geschenk –Am Tempelhofer Ufer, hinter roten Backsteinen, versteckt sich der Drei-in-Eins-Laden: Im Sommer lockt das Café mit saisonaler Küche und einem bepflanzten Außenbereich. Es lohnt sich aber auch ein digitaler Blick auf die andere Seite des Hauses, in den Interior-Design-Store: Neun verschiedene Präsent-Kompositionen können Sie durchstöbern. Für Foodlover, Pflanzenfanatiker:innen oder sich selbst – auch wenn Sie wunschlos glücklich sind. Am Ende bleibt vielleicht doch eins der Geschenke im eigenen Heim.
Grübelstoff – Der Veganuary ist nun vorbei. Dank kollektiver Wirkung hat die Ernährungsweise einen positiven Effekt auf die Umwelt. Wenn Sie sich über den Januar hinaus vegan ernähren würden, wie viele CO2-Emissionen würden sich bis zum Ende des Jahres einsparen lassen?
Das Pandemie-Ding
Zeiten ändern sich und Corona ändert die Zeiten. In den kommenden Wochen wollen wir an dieser Stelle Gegenstände zeigen, die während der Pandemie an Bedeutung gewonnen haben. Heute: Rainer Land und das Musizieren.
„Ich finde, jeder sollte ein bisschen Musik machen können.“
Was ist Ihr Pandemie-Ding? Wir freuen uns über Fotos (möglichst im Querformat) inklusive einer kurzen Begründung an checkpoint@tagesspiegel.de.
Berlin heute
Verkehr – Sterndamm (Johannisthal): Die Straßeist zwischen Lindhorstweg und Winkelmannstraße in beide Richtungen vsl. bis Freitag für Autos gesperrt.
Mitte, Tiergarten, Charlottenburg: Aufgrund von Traktorenkorsos kann es in den Bezirken täglich zwischen 10 und 15 Uhr bis einschließlich Sonntag zu Verkehrseinschränkungen kommen.
Zu Gast ist der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar.
Demonstration – Eine Protestkundgebung „Gegen den Besuch des türkischen Verteidigungsministers Hulusi Akar“ und „Gegen türkische Kriegs- und Besatzungspolitik in Nahost“ findet von 12.30 bis 15 Uhr mit ca. 50 Teilnehmenden in der Stauffenbergstraße/ Ecke Reichpietschufer statt.
Gericht – Ein 47-Jähriger, der aus Eifersucht den neuen Partner seiner ehemaligen Ehefrau mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt haben soll, muss sich wegen versuchten Mordes verantworten. Er gilt als psychisch krank (11 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Saal 501).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Bürger Lars Dietrich (48), Entertainer / Catherine H. Flemming (54), Schauspielerin / Cynthia Micas (31), Schauspielerin / Daishawn Redan (20), Fußballer bei Hertha / Uwe Wesel (88), emerit. Rechtswissenschaftler und -historiker an der FU
Sie möchten jemandem zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.
Gestorben – Dr. med. Werner Euler, * 28. Oktober 1940 / Prof. Dr. Gerhard Haselbach, * 2. Juni 1925 / Kevin McCutcheon, *1955, Pianist, Dirigent und Komponist / Prof. Dr. Marianne Meinhold, * 9. November 1941 / Gertraude Stein, * 8. Januar 1933 / Werner Zenglein, * 10. März 1950 / Werner Ziemann, * 3. Februar 1927
Stolperstein – David Guter wurde am 28. Juni 1871 in Schlawe (Pommern) geboren. Heute vor 78 Jahren deportierten ihn die Nationalsozialisten nach Theresienstadt, wo er knapp zehn Wochen später ermordet wurde. In der Auguststraße 14 in Mitte erinnert ein Stolperstein an ihn.
Encore
Ein fader, aber traditioneller Transit-Witz auf dem Weg nach Berlin (West) ging so: „Nicht mal Lenin können sie hier richtig schreiben.“ Heute erweitern wir das Repertoire um die Anmerkung: „Nicht mal Lehnin können sie hier richtig klauen“ – und dazu schauen wir uns zum Schluss folgende Polizeimeldung aus Brandenburg an: „In der Nacht zu Samstag entwendete ein Heranwachsender und eine weitere Person die Ortstafel in Lehnin. Fußspuren im frischen Schnee am Tatort führten uns zu einem Hauseingang. Wir fanden das Schild, überführten die beiden Männer und fertigten entsprechende Anzeigen.“
Tja, und wir haben hier noch anzuzeigen, dass Teresa Roelcke ihre Spuren in der Recherche hinterlassen hat, Sophie Rosenfeld im Stadtleben und Florian Schwabe in der Frühproduktion. Morgen versorgt Sie hier in aller Frische Ann-Kathrin Hipp mit den neusten Nachrichten aus unserer Lieblingsstadt. Bis dahin,