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am Tag, an dem ein Autoraser bei einem Rennen mit zwei anderen Irren auf dem Kurfürstendamm eine unbeteiligte 45-jährige Frau und ihre 17-jährige Tochter rammte und schwer verletzte, also am Montag dieser Woche, gingen auf dem Konto von Wieland Giebel 640 Euro ein, Verwendungszweck: „Schmerzensgeld“. Sonst nichts.

Im Mai vergangenen Jahres war ein 18-Jähriger in einem 256-PS-Wagen wild überholend durch die Anhalter Straße gerast und Ecke Wilhelmstraße in einen Radfahrer geschleudert. Giebel flog durch Luft und wurde schwer verletzt – bis heute leidet er an den Folgen. Einen Monat später, am 14. Juni 2019, schrieb der Anwalt des Rasers eine Mail an die Polizeidirektion 5, Betreff: „Illegales Autorennen“. Der Kern des Schreibens besteht aus zwei Sätzen: „Anbei übersenden wir einen Entschuldigungsbrief mit der Bitte um Weiterleitung an den Geschädigten. Des Weiteren wird dringend an die Fahrzeugherausgabe erinnert.“

Hauptsache, der Wagen ist rasch zurück im Rennen. Der Fahrer, der in dem anderthalbseitigen, handschriftlichen Entschuldigungsbrief entgegen der Zeugenaussagen von einem Sekundenversagen spricht und Giebel Einkaufshilfe anbot, wurde zu 80 Sozialstunden verurteilt. Die hat er jetzt offenbar abgeleistet, zu 8 Euro die Stunde – das Geld auf Giebels Konto wurde von einem gemeinnützigen Jugendwerk überwiesen.

Den Rasern auf dem Kurfürstendamm folgte gestern laut hupend der Forderungskorso der Politik (eine Übersicht finden Sie hier).

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