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„Soziales Soziales Netzwerk“: Berliner Startup will TikTok Konkurrenz machen Nur vier Bezirke haben Müllsheriffs im Einsatz Freistarts für den Frauenlauf zu gewinnen

von Anke Myrrhe
mit Valentin Petri
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willkommen zurück aus der Osterruhe, hoffentlich konnten Sie das Auto stehenlassen. Falls Sie die Rückreise noch herauszögern, hier die neueste Nachricht von der Zapfsäule: Immerhin hat der Dieselpreis gestern keinen neuen Rekord erreicht, zum Ende der Feiertage ist er mittags im Bundesschnitt erstmals um einen Cent gefallen. Nur unverbesserliche Optimisten sehen darin eine Trendwende (Neues vom ultimativen Trump gibt es hier).

An einer Tankstelle am Stadtrand stand gestern „kein Super E10 mehr“ handschriftlich an die Zapfsäulen gepappt. Nach Aussage einer Mitarbeiterin würde vermehrt vor der magischen 12-Uhr-Grenze getankt.

Dabei hielten sich viele Tankstellen gar nicht an die Vorgaben, teilte Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamts, über die Feiertage mit. Bußgelder von bis zu 100.000 Euro schrecken die Betreiber offenbar nicht ab – was auch daran liegen könnte, dass noch niemand weiß, wer eigentlich dagegen vorgehen soll. 15 der 16 Bundesländer haben noch keine Behörde damit beauftragt – und nein: Berlin ist nicht die Bohrinsel der Seligen. Während in Hamburg schon verfolgt wird, spielt man hier fröhlich eine Runde Behördenpingpong: Die Justizverwaltung verwies am Donnerstag an die Senatskanzlei, die den Ball zur Wirtschaftsverwaltung weiterpasste. Dort hieß es, man kläre gerade die Zuständigkeit. Womöglich schon heute.

Und die Politik? Will am liebsten regulieren, wenn auch unterschiedlich. Während der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) die hohen Spritpreise noch vor den Feiertagen als unzumutbar bezeichnet hatte und vom Bund eine Preisobergrenze (wie in Polen) und eine Aussetzung der CO₂-Steuer gefordert hatte, schlägt Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp nun im Tagesspiegel einen Sprit-Zuschuss für Betriebe und ein günstigeres Deutschlandticket vor.