willkommen zurück aus der Osterruhe, hoffentlich konnten Sie das Auto stehenlassen. Falls Sie die Rückreise noch herauszögern, hier die neueste Nachricht von der Zapfsäule: Immerhin hat der Dieselpreis gestern keinen neuen Rekord erreicht, zum Ende der Feiertage ist er mittags im Bundesschnitt erstmals um einen Cent gefallen. Nur unverbesserliche Optimisten sehen darin eine Trendwende (Neues vom ultimativen Trump gibt es hier).
An einer Tankstelle am Stadtrand stand gestern „kein Super E10 mehr“ handschriftlich an die Zapfsäulen gepappt. Nach Aussage einer Mitarbeiterin würde vermehrt vor der magischen 12-Uhr-Grenze getankt.
Dabei hielten sich viele Tankstellen gar nicht an die Vorgaben, teilte Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamts, über die Feiertage mit. Bußgelder von bis zu 100.000 Euro schrecken die Betreiber offenbar nicht ab – was auch daran liegen könnte, dass noch niemand weiß, wer eigentlich dagegen vorgehen soll. 15 der 16 Bundesländer haben noch keine Behörde damit beauftragt – und nein: Berlin ist nicht die Bohrinsel der Seligen. Während in Hamburg schon verfolgt wird, spielt man hier fröhlich eine Runde Behördenpingpong: Die Justizverwaltung verwies am Donnerstag an die Senatskanzlei, die den Ball zur Wirtschaftsverwaltung weiterpasste. Dort hieß es, man kläre gerade die Zuständigkeit. Womöglich schon heute.
Und die Politik? Will am liebsten regulieren, wenn auch unterschiedlich. Während der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) die hohen Spritpreise noch vor den Feiertagen als unzumutbar bezeichnet hatte und vom Bund eine Preisobergrenze (wie in Polen) und eine Aussetzung der CO₂-Steuer gefordert hatte, schlägt Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp nun im Tagesspiegel einen Sprit-Zuschuss für Betriebe und ein günstigeres Deutschlandticket vor. Willkommen im Jahr 2022. Und wie wäre es mit einem 9-Euro-Ticket?
Der Regierende Bürgermeister reist übrigens heute für zwei Tage nach Prag und Warschau. Es geht um Verteidigungsindustrie und krisenfeste Städte. Ob auch Tankstellen besucht werden, ist nicht überliefert.
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Finale voller Intensität: Drei Solowerke von Gernot Adrion – zwei als Uraufführung – beschließen die Mikrokonzert-Saison im Humboldt Forum. Tiefe Klänge von Violoncello, Bassklarinette und Kontrabass treffen auf filmreife Spannung und klagende Seufzer. Kommenden Sonntag, 14–16 Uhr, Start: Humboldt Labor.
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Druckbetankung gehört auf Social-Media-Plattformen zum Geschäftsmodell, da kann ein wenig Berliner Größenwahn nicht schaden. Das Startup „wedium“ will eine gleichnamige Kurzvideo-Plattform starten und damit TikTok, Instagram und Co. vom Markt vertreiben. Die Idee: Ein Netzwerk nach europäischen Regeln – ohne Bots, Hass und Hetze, dafür mit Nutzer-Verifizierung, Faktencheck und einem „fairen“ Algorithmus. Und das soll so einfach sein? „Die Schaffung und der Betrieb eines sozialen Netzwerkes ist keine Raketenwissenschaft und auch bezahlbar“, teilt CEO Nele Meissner dem Checkpoint mit. Um genügend Nutzer rüberzuholen, verspricht wedium, Video-Creator üppig an den Werbeeinnahmen des Netzwerks zu beteiligen. Für ein echtes „soziales Soziales Netzwerk“ sei Berlin die perfekte Vorlage, meint Meissner. „Offen, ehrlich, scheut keine Gegensätze und bekommt dabei alles ‚moderiert‘.“ Ansichtssache.
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Wir feiern!
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Bleiben Sie neugierig!
Vom Shitstorm zum vormals heißesten Scheiß der Entleerungstechnik. Seit 2023 testet der Senat autarke und klimafreundliche Parktoiletten. Die Klos haben weder Strom- noch Wasseranschluss – und bald auch keine Finanzierung mehr. Auf etwa 70 Nutzungen pro Tag kam ein Häuschen im Schnitt, trotzdem endet das Pilotprojekt jetzt. Das Geschäft überlässt der Senat großzügig den Bezirken. Angebot: Die Klos kriegen sie kostenlos, dafür müssen die Bezirke Reinigung und Entleerung bezahlen. Die Reaktionen fallen zurückhaltend aus (dabei war das Hockurinal mit 95 Prozent Zufriedenheit ein echter Nutzerliebling!). Nur acht von ursprünglich 24 Ökotoiletten werden weiterbetrieben, schreibt die Umweltverwaltung auf Checkpoint-Nachfrage: Zwei in Steglitz-Zehlendorf und Tempelhof-Schöneberg, jeweils eine in Friedrichshain-Kreuzberg, Treptow-Köpenick, Lichtenberg und Mitte. Vier alte Klos werden nach Brandenburg exportiert. Der Rest wird entsorgt.

Apropos Müll: Um das Abfallproblem in den Griff zu bekommen, schicken die Ordnungsämter seit ein paar Jahren Müllsheriffs auf Zivilstreife. Genug zu tun gibt’s offensichtlich, und Geld ist ausnahmsweise nicht das Problem: 68 Abfallermittler sind finanziert, reicht für vier bis sechs pro Bezirk. Zumindest theoretisch. Praktisch hatten Stand Ende März nur Friedrichshain-Kreuzberg, Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf und Treptow-Köpenick Müllsheriffs auf Posten (Quelle: Verkehrsverwaltung auf Linken-Anfrage). Es sei schwierig, für die befristeten Stellen Personal zu bekommen, schreibt die Verwaltung. Solange in irgendeinem Ordnungsamt noch reguläre unbefristete Stellen frei seien, entschieden sich die Bewerber lieber für die sichere Jobperspektive. Die Verwaltung nennt ihre Mitarbeiter übrigens lieber „Waste Watcher“ und will das professionelle Müll-Bestaunen ab 2028 entfristen. Für eine unendlich saubere Stadt.
Wir bleiben noch kurz bei der Abfallbekämpfung. Nachdem wir angesichts flaschenbedeckter Bürgersteige bereits Ende März ein „Scherbengericht“ gefordert hatten, erreichen uns weiterhin zahlreiche Bilder von überquellenden Glascontainern. Die Gründe liegen in einer Mischung aus Saison- und Dauerproblemen. Rund um die Feiertage komme es verlässlich zu „Spitzenlasten“, wie der für einige Standorte zuständige Entsorger Remondis erklärt. Zusätzliches Personal und mehr Fahrzeuge für Feiertage seien aus wirtschaftlichen und organisatorischen Gründen unrealistisch, teilte eine Remondis-Sprecherin dem Checkpoint mit. Klingt so, als würden Flaschen in Berlin auch in Zukunft deutlich schneller geleert als abgeholt.
Die Kollegen aus dem Berlin-Ressort wollen den Scherbenhaufen zusammenkehren und brauchen Ihre Hilfe: Wo sind bei Ihnen in der Nähe die Glascontainer ständig überfüllt? Wann wurde ungefähr zuletzt geleert? Und wie sieht’s dort aktuell aus? Fotos und Standortberichte nehmen wir gern entgegen an berlin@tagesspiegel.de. Checkpoint-Prognose: Postfach wegen Überfüllung geschlossen.
Wer über die Feiertage an der nördlichen Stadtgrenze unterwegs war, konnte ein echtes Osterwunder bestaunen: Mindestens seit dem Spätsommer 2025 ist die Frohnauer Straße wegen einer Dauerbaustelle komplett gesperrt, doch kurz vor Ostern war die Baustelle in eine Richtung plötzlich wieder offen. Am Werk war leider nicht der Erlöser, sondern nur die Wasserbetriebe: Die hatten für die Feiertage Kaltasphalt aufbringen lassen, damit für Rettungsdienst und Feuerwehr die Durchfahrt zum nahegelegenen Frohnauer Osterfeuer frei ist. „Andernfalls hätten wir die Baustelle beräumen und später wieder neu einrichten sowie die Umleitung für die BVG aufheben und neu beantragen müssen“, schreibt Wasserbetriebe-Sprecher Stephan Natz dem Checkpoint. In den nächsten Tag kommt der Asphalt wieder weg. Abgefahren.
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Was fehlt? Der Ferienspaziergang mit Tipps der Checkpoint-Community. Heute: Pankow. Frühstück gibt’s im Milchhäuschen am Weißen See. Auf der Terrasse fühlt man sich fast wie im Sommerurlaub. Nach einer Runde um den See spazieren wir zur Brotfabrik (Kino, Bar und Café in einem). Nächster Stopp: die Museumswohnung in der Heynstraße. Dort wirkt alles wie im bürgerlichen Leben Ende des 19. Jahrhunderts – als stünde ein Kaffeekränzchen an. Ein weiteres Highlight ist der Pankower Wochenmarkt (Di, Mi, Fr). Danach laufen wir am Majakowskiring vorbei, wo einst führende SED-Mitglieder wohnten. Und zum krönenden Abschluss geht’s zur Sommerresidenz der preußischen Königin: Schloss Schönhausen. Morgen spazieren wir durch Neukölln.

Und noch ein paar Lesetipps aus der Tagesspiegel-Redaktion:
+ Ostern ist vorbei, die Hühner bleiben. Wer darf die Tiere in der Stadt halten? Eine Anleitung.
+ Ranking nach Bezirken und Standorten: An diesen Stellen werden Autofahrer in Berlin am häufigsten geblitzt.
+ Zahlung der Gehälter soll gesichert sein: Berlins IT-Dienstleister erhält neuen Millionenkredit.
+ Es gibt viele gute Alternativen zum MSCI World: Das raten Deutschlands Top-Finanzberater jetzt.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Im Müll gelandet wäre beinahe das Straßenschild „Winterfeldstraße“ – völlig zurecht, schließlich hatte da im Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg jemand vergessen, ein T zu kaufen. Nach einem Bericht der BZ allerdings meldete sich Frau Winterfeld, Anwohnerin der Winterfeldtstraße und bekam das aus ihrer Perspektive perfekt buchstabierte Schild überreicht. Und einen Job im Bezirksamt gleich noch dazu. T wie traumhaft.
Traumhaft gelaufen ist auch unsere Serie „Women Who Run in the Dark“ in Kooperation mit den SCC Events (Eindrücke hier). Viele der Frauen, die mitgelaufen sind, haben sich bereits für den „Vitamin Well Frauenlauf“ am 16. Mai angemeldet, Deutschlands größter Charity-Frauenlauf (alle Infos hier). Wenn auch Sie gemeinsam durch den Tiergarten laufen oder walken möchten und gleichzeitig die Berliner Krebsgesellschaft unterstützen, dann ist hier Ihre Chance: Wir verlosen 10 Freistarts, schreiben Sie uns eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de mit dem Betreff „Frauenlauf“. Viel Glück!
Traumhaft ist auch die Ausbeute der City Tax, und das trotz weniger Touristen. Mit der erhöhten Übernachtungssteuer hat Berlin so viel Geld eingenommen wie nie zuvor: Insgesamt waren es im vergangenen Jahr 150,35 Millionen Euro. Offenbar kein Grund für schlaflose Nächte.
Die haben Steuerermittler seit Jahren wegen der vielen Restaurants, bei denen noch immer „Cash only“ gilt. Dagegen wollen CDU und SPD in Berlin nun mit einer Bundesratsinitiative vorgehen – und verpflichtende Kartenzahlung erreichen.
Aufs Geld warten auch noch tausende Betroffene, die während des Stromausfalls Anfang Januar in Hotels übernachtet haben. Nach einigem Hin und Her hatte der Senat angekündigt, die Kosten für die Unterbringungen zurückzuerstatten. Abwickeln muss das aber der Bezirk. Bisher wurde etwa 700 von 2881 Antragsstellern das Geld zurückgezahlt.
Personalie: Martin Glasenapp spricht im Wahlkampf für die Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp. Glasenapp war Büroleiter von Katja Kipping in ihrer Zeit als Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales. Seit August 2023 arbeitet er als Direktor für Kommunikation und Advocacy beim European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR).
„Ostern ist die Stadt grundgereinigt“, hatte BSR-Straßenreinigungs-Chef Axel Koller Ende Februar versprochen (Quelle: Mopo). Fürs Osterwunder hat es knapp nicht gereicht. Kurz vor den Feiertagen gab die BSR bekannt, rund 90 Prozent der öffentlichen Flächen vom Streugut befreit zu haben. Etwa 9540 Tonnen Splitt wurden bis dahin zusammengekehrt – 40-mal so viel wie im vorigen Jahr. Es kommentiert Checkpoint-Kollege Stefan Jacobs: „Splittstorm gerade noch abgewendet.“
Falls Sie in nächster Zeit noch nichts vorhaben: Starten Sie ein Volksbegehren. Das Bezirksamt Mitte zeigt, wie’s geht und gibt nächsten Montag einen Workshop im Unterschriftensammeln. Die Expertise ist allerdings fragwürdig: Aus der Praxis berichten auch die Macher der Initiative „Berlin Werbefrei“ – und die kommen (Stand Ende März) erst auf rund 5700 der benötigten 174.000 Unterschriften.
Die tägliche Horrormeldung vom Wohnungsmarkt: Berlin ist bundesweit spitze beim Mietenanstieg. Die Angebotsmieten (ohne Nebenkosten) sind in den vergangenen zehn Jahren im Schnitt um 69 Prozent gestiegen, von 9,02 auf 15,25 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter (Quelle: dpa).
Weiter zu besseren Nachrichten: Das Rolltreppenchaos an Hauptbahnhof und Südkreuz scheint weitgehend behoben. Schon seit vorletzter Woche könnten Fahrgäste wieder alle Ebenen erreichen, ohne Treppen zu steigen, sagte ein Bahnsprecher auf Checkpoint-Anfrage. Läuft (bald) nicht mehr.
Klicken und klagen: Am Amtsgericht Schöneberg sind Zivilklagen künftig vollständig digital möglich. Verfahren mit Streitwerten bis zu 10.000 Euro können ab nächster Woche online geführt werden. Auch die Verhandlung läuft dann im Homeoffice. Herr Richter, Sie sind noch stumm.
Zitat
„Ich habe ihm dann gesagt, er sei ein lustiges Kerlchen. Er verdient jetzt gutes Geld in der freien Wirtschaft und schiebt den Kinderwagen durch den Park.“
Der Möchtegern-FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki über den Ex-FDP-Vorsitzenden Christian Lindner, der ihm den „letzten Kick“ für seine Kandidatur gegeben habe. Das ganze Interview voller Kubicki-Meisterwerke („Lieber ein altes Schlachtross als ein lahmes Steckenpferd“) meines Kollegen Felix Hackenbruch können Sie hier nachlesen.
Stadtleben
Verlosung – Kalendarischer Frühlingsanfang, Zeitumstellung – und Ostern ist jetzt auch überstanden. Für Hobbygärtner mit Garten oder Kübel auf dem Balkon also höchste Zeit, sich um Pflanzen und Beete zu kümmern. Passend dazu findet am 11. und 12. April der Staudenmarkt auf der Domäne Dahlem statt. Weitere Infos hier. Wir verlosen zwei Tickets für den Tag Ihrer Wahl. Bewerbungen via Checkpoint-Postfach. Königin-Luise-Str. 49, U Dahlem Dorf
Essen & Trinken – Wer nach dem Wochenende keine gekochten Eier mehr sehen kann, sollte jetzt aufpassen: Wir reisen kulinarisch in den fernen Osten – und zwar vegan. Die Karte des beliebten chinesischen Restaurants The Butterfly Lovers ist ähnlich umfangreich wie die der traditionelleren Konkurrenz – und ebenso überzeugend. Besonders empfehlenswert: die pflanzliche Ente süß-sauer. Reservieren lohnt sich. Di-Fr 12-15.30, 17.30-23, Sa 13-24, So 13-22.30 Uhr, Veteranenstr. 10, U Rosenthaler Platz
Noch hingehen – Ein weiterer pflanzlicher Frühlingsklassiker steht an: Weil die Obstbäume blühen, werden in Britz regionale Spezialitäten feilgeboten und ein buntes Bühnenprogramm präsentiert..Zum 70. Mal lädt die Britzer Baumblüte in den Berliner Süden Wer Volksfeste mag, hat dafür nur noch bis zum 27. April Zeit. Mo-Do ab 14 Uhr, Fr ab 13 Uhr, Sa/So ab 11 Uhr. Gutspark Britz, Parchimer/Fulhamer Allee, Bushaltestelle Fulhamer Allee
Last-Minute-Tickets – Weil in der Vergangenheit Frauen in der klassischen Musik – insbesondere im Bereich der Komposition, – unterrepräsentiert waren, spielt das Morphosis Duo ausschließlich Werke aus weiblich geführter Feder. Im BKA – heute um 20 Uhr – sind das unter anderem Karen Tanaka, Mercè Capdevila, Anna Clyne oder Martia Claussen. Überschrieben wurde das Konzert mit „Unerhörte Musik“. Es gibt noch Karten (ab 14 €). Mehringdamm 34, U Mehringdamm
Kiekste
Hat Checkpoint-Leser Andreas Metz hier einen Käfer im Schafspelz entdeckt – oder doch einen Wolf im Käferfell? Wie auch immer: Vielen Dank für diesen großartigen Schnappschuss! Schicken auch Sie uns Ihre haarigsten Berlin-Momente an checkpoint@tagesspiegel.de und nehmen Sie an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – Landsberger Chaussee (Hellersdorf): Bis vsl. zum 14. April ist die Straße stadtauswärts zwischen Alte Hellersdorfer Straße und Stendaler Straße gesperrt.
Hönower Straße (Mahlsdorf): Bis Ende April ist die Straße Richtung Alt-Mahlsdorf zwischen Giesestraße und Wodanstraße gesperrt.
Nahverkehr – U9: Bis zum 3. September hält die U9 jeweils sonntags bis donnerstags bis 22.30 Uhr in Richtung Rathaus Steglitz nicht am U-Bhf. Güntzelstraße.
Demonstration – Für heute sind acht Demos angemeldet (Stand 4.4., 12 Uhr), u.a. „Werte unserer Verfassung, wo sind sie geblieben?“: 15 Demonstrierende, Pariser Platz (11-18 Uhr)
„(...) wird am 7.4.26 die vierjährige Verhinderung der allgemeinen Impfpflicht im Bundestag gefeiert....“: Zehn Teilnehmende, Nordufer 20 (12-15 Uhr)
„Gedenkmarsch zur Erinnerung an die Opfer des Völkermords an den Tutsi in Ruanda 1994“: 50 Personen, ab Pariser Platz über Unter den Linden bis Friedrichstr. 158 (12.30-13.30 Uhr)
Gericht – Weil er einen Autofahrer überfallen haben soll, kommt ein 25-Jähriger auf die Anklagebank. Er soll einen Fahrer eines Carsharing-Wagens durch das geöffnete Fahrerfenster mit dem Griff einer Pistole gegen den Kopf geschlagen haben. Aus Angst habe der Angegriffene das Fahrzeug verlassen und das Auto dem Angeklagten überlassen (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal A142).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Sabine Bangert (71), Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen), bis 2021 MdA, von 2020-2021 Vorsitzende des Untersuchungsausschusses „Gedenkstätte Hohenschönhausen“ / Martin Buß (50), Leichtathlet, Weltmeister im Hochsprung (2001) / Katrin Lompscher (64), Politikerin (Die Linke), war von 2006-2011 Senatorin für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz sowie von 2016-2020 Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen / Gerhard Schröder (82), ehemaliger Politiker (SPD), Bundeskanzler a.D. / „Thotti74, einer der größten Hertha-Fans ever, wird 60! Deine allergrößten Fans K.S.C. gratulieren dir von ganzem Herzen und freuen sich auf viele gemeinsame Abenteuer! Wir lieben dich!“
Nachträglich: „Wir gratulieren unserer hochschwangeren Schwiegertochter Laetitia Ehrlinger, ganz, ganz herzlich zum Geburtstag und freuen uns mit ihr auf den heute oder morgen oder ein paar Tage später, ganz bald, eintreffenden Gustav, G.u. E.Ehrlinger“
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn oder der Lieblingskollegin zum Geburtstag, den Großeltern zum Hochzeitstag oder einem Sportverein zum Jubiläum im Checkpoint gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de. +++
Gestorben – Renate Fischer, * 20. Oktober 1948, verstorben am 29. März 2026 / Carsten Träger, verstorben am 21. März 2026
Stolperstein – Herta Zillmer (Jg. 1903) wurde in Rosenthal geboren. Die Ehe der Eltern wurde 1922 geschieden. Nach dem Tod der Mutter 1934 zog Herta zum Vater, bis sie 1937 in die Heil- und Pflegeanstalt Buch eingewiesen wurde. Als Erkrankung wurde Schizophrenie angegeben. Nach drei Jahren wurde sie in die Anstalt Herzberge, dann nach Brandenburg-Görden verlegt. Am 7. April 1941 wurde sie in der Tötungsanstalt Bernburg von den Nazis ermordet. Heute erinnert ein Stolperstein in der Brehmestr. 15 in Pakow an Herta Zillmer.
Encore
Wie sagte einst schon Checkpoint-Gastkritiker Reinald Grebe? „In Berlin, da kannste was erleben, in Hamburg soll es wieder Wölfe geben“. Das Jungtier ist nach seinem Einkaufsbummel samt Attacke einer Frau wieder frei – ausgestattet mit einem Peilsender. Über die Deutungshoheit des Angriffs wird noch gestritten.
In Berlin rechnet man übrigens nicht mit einer dauerhaften Ansiedlung von Wölfen. „Es ist einzuschätzen, dass sich im Land Berlin aufgrund der zahlreichen Störungen kaum ein Wolf dauerhaft niederlässt“, teilte die Senatsverwaltung für Umwelt kürzlich auf Parlamentarische Anfrage mit. Und wenn Sie doch einen treffen? „Machen Sie ein Foto und schicken es mir“, sagt Wildtierexperte Derk Ehlert. Lächeln nicht vergessen.
Und sonst? Gibt es hier Tipps, was Sie tun können, wenn wilde Tiere bei Ihnen einziehen. Und nein, Hasen sind nicht dabei.
Wie wild recherchiert haben gestern Felix Hackenbruch, Alexander Fröhlich, Anna Sophie Panick und Christoph Papenhausen (Recherche & Texte), Tobias Langley-Hunt hat das Futter geliefert (Stadtleben) und Jennifer Katona einmal durchgefegt (Produktion). Morgen weckt Sie hier Jessica Gummersbach mit Gebrüll.
Bis bald!
