So sehen Krisentage aus: Von 10 bis nach 20 Uhr tagte das Abgeordnetenhaus, anschließend der Senat. Die Mails mit den beschlossenen Änderungen kamen gegen 23 Uhr. Das Wesentliche: Bibliotheken dürfen nächste Woche wieder öffnen, Friseure ab 1. März, und Alkohol darf endlich auch wieder in der Öffentlichkeit getrunken werden – jedoch nicht in Parks und auf Parkplätzen. Für die Erstis bis Drittis soll am 22.2. Wechselunterricht mit halbierten Klassen beginnen – je nach Schule mit mindestens 3 Stunden täglich oder mit tage- oder wochenweisem Wechsel. Präsenz bleibt freiwillig, für alle gilt Maskenpflicht. Ansonsten wird die Notbetreuung bis Klasse 6 fortgesetzt.
Die läuft auch in Kitas, deren Auslastung von 50 auf 60 Prozent steigen darf. (Ein Trägerverband warnt bereits, den Kita-Leitungen wieder die Entscheidung zu überlassen, wer rein darf und wer nicht.) Die Ausgangsbeschränkung wird rhetorisch gelockert von „nur aus triftigem Grund zulässig“ zu „jede Person ist angehalten…“. Am Sonntag muss noch das Abgeordnetenhaus zustimmen. Es hat es so gewollt.
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Im unsteten Fluss der Coronastatistik – konkret: der Kurve mit den markanten Wochenenddellen – dürften die Donnerstagszahlen zu den aussagekräftigeren gehören, da die Nachwirkungen des jeweils vergangenen Wochenendes (weniger Tests, unbesetzte Gesundheitsämter) verhallt und die Vorboten des jeweils nächsten (Freitag nach eins) noch nicht eingetroffen sind. Also: Mit der aktuellen Sieben-Tage-Inzidenz von 63 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner und dem R-Wert von 0,7 sollten wir Mitte nächster Woche unter die 50er-Schwelle kommen und noch im Februar die 35 schaffen – vorbehaltlich der Mutationseffekte. Die Intensivbetten-Ampel ist mit 24,7 Prozent Belegung gelb, und die 17 weiteren Corona-Toten entsprechen zwar nur einem Drittel der Rekorde vom Jahreswechsel, aber sind eben 17 Tote an nur einem Tag in nur einer Stadt.
Am 26. September ist Superwahltag: Bezirke, Abgeordnetenhaus, Bundestag, eventuell DW-Enteignen-Volksentscheid. Da bot es sich offenbar an, den Berlin-Marathon gleich mit zu erledigen, wenn einmal alle auf den Beinen sind. Der Landessportbund spricht von einer „Riesenherausforderung“ – zumal beide Ereignisse Tausende Helfer brauchen – und verweist auf die Verantwortung des Veranstalters SCC (der sich gestern nicht zurückgemeldet hat). Die Innenverwaltung teilt mit, die Kollision sei „uns bewusst und seit längerem bekannt.“ 2017 sei der Marathon ebenfalls am Wahlsonntag gewesen, und „die Erfahrungen haben gezeigt, dass beide Veranstaltungen durchaus parallel stattfinden können und es nicht zu Nachteilen gekommen ist“. Abgesehen davon, dass etwa 22.000 Wahlberechtigte auf dem Weg zur Urne die Laufstrecke queren mussten und TV-Sender im Regierungsviertel keine Stellplätze für ihre Ü-Wagen bekamen.
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An diesem Sonnabend steht die Kreisdelegiertenversammlung der SPD an, auf der sich die politische Zukunft des Umwelt- und Verkehrsfachmenschen Daniel Buchholz entscheiden dürfte (CP von Montag). Wie sehr der bei Kreischef Raed Saleh und dessen Gefolgschaft wegen Rebellion in Ungnade gefallene Buchholz geschätzt wird, zeigt ein offener Solidaritätsbrief für seine erneute AGH-Kandidatur. Den haben nicht nur namhafte Ehemalige aus der SPD (z.B. Klaus Böger, Klaus-Uwe Benneter, Monika Helbig, Peter Stadtmüller) und Salehs Vizevorsitzende Clara West und Andreas Kugler unterschrieben, sondern auch Matthias Kollatz, wie Buchholz hörbar stolz am CP-Telefon berichtet: Der Finanzsenator habe ihn direkt nach der Liste gefragt. Nach Lage der Dinge bräuchte Buchholz aber gerade eher einen vom Typ Harry Potter.
Berlin soll so schnell nicht wieder auftauen, aber es wird sonniger. Das ruft nach Spaziergängen entlang der Gewässer, die wiederum die Frage aufwerfen: Was machen eigentlich die Wasservögel beim Dauerfrost? Sollen sie doch Eis essen, hätte Marie Antoinette gesagt, aber besser weiß das der Wildtierexperte Derk Ehlert, den ich wegen einer anderen Geschichte (Vogelmord auf dem Friedhof!) ohnehin an der Handystrippe hatte. Ehlert war da gerade am Tegeler See und bei Haubentaucher Nr. 129, aber das nur nebenbei.
Also: Enten und Blesshühner sammeln sich an den noch offenen Stellen der Seen, Eisvögel flüchten an Flüsse und Kanäle und sterben schlimmstenfalls, Haubentaucher fliegen spontan westwärts in mildere Gefilde. Das erspart ihnen das Schicksal jener Blesshühner, die am Tegeler See, in Pichelswerder und an der Müggelspree den Seeadlern (Erkennungszeichen von unten: Zweimeterbrett) als Futter dienen. Wer also Blut sehen kann und am Wochenende Action erleben will…
Berliner Schnuppen
Telegramm
Kaum hatte die Feuerwehr gestern Abend nach zwölf Stunden und 616 Tweets ihren Twittermarathon beendet, meldete sie sich zurück mit der Aufforderung, in Marienfelde die Fenster geschlossen zu halten: In einem Galvanikbetrieb an der Motzener Straße war Feuer ausgebrochen, eine beißende Qualmwolke stieg auf. 160 Feuerwehrleute waren über Nacht im Einsatz – inklusive Pressesprecher, der am frühen Morgen am CP-Telefon sagte: „Wir werden bis in den Tag hinein damit zu tun haben.“ In der Halle brannten „verschiedenste Chemikalien“, aber bedenkliche Giftkonzentrationen habe man draußen nicht gemessen.
Seit Herbst 2020 ist am BER das ziemlich schnieke Regierungsterminal in Betrieb. Das hat 70 Millionen Euro gekostet, aber weil vergessen wurde, das Etikett „Interim“ zu entfernen, will die Bundesregierung bis 2035 für ca. 350 Mio. Euro ein weiteres Regierungsterminal bauen lassen. Die kämen also auf die voraussichtlich knapp drei Milliarden, die der BER bis dahin zum Überleben braucht, noch drauf.
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Die Berliner CDU sprüht nicht immer vor Ideen, aber jetzt: In einem parlamentarischen Antrag fordert sie, im Abstimmung mit der Charité ein „Institut für Aerosolforschung“ aufzubauen. Was daraus wird, ist noch in der Schwebe.
Das Kammergericht hat beschlossen, dass ein Sachverständiger für Brandschutz und ein Vertreter des Eigentümers alle Teile des teils von gewaltbereiten Linksextremisten besetzten Gebäudes Rigaer Straße 94 betreten dürfen. Harry, hol schon mal den Polizeiwagen. Oder gleich ein paar mehr.
Die Leistung der S-Bahn befindet sich seit Wochenbeginn auf dem Niveau der Temperaturen, aber die AfD-Fraktion hat eine heiße Spur: „Sind die Klimafanatiker mitschuldig am S-Bahn-Chaos, weil sie den Winter für tot erklärt haben?“, schreibt sie in ihren täglichen „Social-Media-Kommentierungen“, in denen Artikel aus der sonst wenig geschätzten, äh, Systempresse mit fachkundigen Anmerkungen versehen werden. Weitere Themen: „Dem Lockdown darf keine Bildungsnotstand folgen“ und „Ärzte teile Kritik der AfD“ (sic!). In diesem Sinne: Biete ein E, suche ein N. Und lang lebe der Winter!
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Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind nach wie vor die häufigste Todesursache in Deutschland.
Bei frühzeitiger Diagnose können Risiken minimiert und Operationen mitunter verhindert werden. Im neuen Podcast der Johannesstift Diakonie informieren Experten des Gefäßzentrums Berlin-Brandenburg über neueste Methoden in der Behandlung erkrankter Blutgefäße.
In der laufenden Mega-Ausschreibung von rund zwei Dritteln des Berliner S-Bahn-Netzes endete gestern die Frist zur Abgabe der Teilnahmeanträge. Die Zahl der Interessenten ist geheim, aber man hört, dass sich deutlich mehr als nur einer gemeldet haben. Im Angebot sind – einzeln oder kombiniert – 15 Jahre Betrieb auf den Nord-Süd-Strecken und der Stadtbahn und/oder Fahrzeugbeschaffung inklusive Instandhaltung über 30 Jahre, beginnend ab Ende 2027.
Berlin bleibt spitze: In keinem anderen Bundesland gibt es im Verhältnis zur Autobahnlänge so viele Staus, hat der ADAC ausgerechnet. Demnach waren die Staus in Berlin 2020 sogar fünf Prozent länger als im Vorjahr – jedenfalls in Kilometern (36.908). „Die Gesamtdauer der Staus nahm hingegen um mehr als zehn Prozent auf 19.437 Stunden ab.“ Viskosität, Leute! Da staut der Laie, und der Vordermann wundert sich.
Das Motto für Ostern 2021 steht fest: Suchet der Stadt Beste! Am Ostersonntag um 18 Uhr steht nämlich im Stadion an der Alten Försterei das nächste Stadtderby an. Das Hinspiel am 4. Dezember im Olympiastadion hatte Hertha… – ach, egal, Teilnahme entscheidet.
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Die Idee des „Mit-Absicht-Geld-verlieren“-Tages (CP voon letzter Woche) scheint jemanden an einer Straßenbahnhaltestelle in Friedrichshagen inspiriert zu haben. Aber mussten es gleich 20 Euro sein? Wohin soll man denn mit so viel Geld in diesen Zeiten?
Vielleicht trägt man den Schein direkt ins indische Restaurant „Amrit“, das sich diese polternde Schleichwerbung für seinen Abhol- und Lieferservice redlich verdient hat, nachdem wir es hier gestern für tot erklärt hatten. Das war eine Ente; leider nicht kross, sondern falsch im Sinne von Quatsch mit Soße – sorry!
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Potsdam HEUTE – Lesen Sie den kostenlosen Newsletter von Chefredakteurin Sabine Schicketanz und ihrem Team der Potsdamer Neuesten Nachrichten. Montag bis Freitag ab 6 Uhr in Ihrem E-Mail-Postfach. Melden Sie sich hier an: potsdamheute.pnn.de
Das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf möchte Fachkräfte auf die Palme bringen und zwar als „Gärtner/in mit besonders hochwertigen Aufgaben“. Zum Profil der ausgeschriebenen Stelle gehören neben Baumuntersuchungen der Stufen I und II auch „pünktliche Bezahlung“, grundsätzlich dienstfrei am 24. und 31. Dezember sowie „die Möglichkeit von Auslandspraktika“. Da erblasst die Scheinzypresse.
Die Ausschreibung eines Reinigungsdienstes ist normalerweise nichts Spannendes, aber im Falle eines Senatsgebäude in der Klosterstraße ist das anders: Den Bedingungen zufolge „stellt der Auftragnehmer sicher, dass die im Objekt eingesetzten Mitarbeiter Akten, Schriftstücke oder sonstige Unterlagen im Objekt unberührt lassen und Schreibtische und Schränke nicht unbefugt öffnen“. Auch dürfen sie „keine hauseigenen Büroeinrichtungen wie z.B. Telefone, Kopierer benutzen“ und müssen über sämtliche „dienstliche Vorgänge Schweigen bewahren“. Klingt interessant.
Entgegen anderslautender Meldungen ist der Kölner Karnevalsumzug in diesem Jahr übrigens doch nicht ausgefallen. Er war nur etwas kleiner (und dauert 1‘17“).
Zitat
„Es ist diesem zivilen Helden zu verdanken, dass niemand in dieser absoluten Ausnahmesituation verletzt wurde.“
Die Polizei zur Ehrung eines 22-Jährigen, der im Oktober in einer Köpenicker Bankfiliale beruhigend auf einen Geiselnehmer eingeredet hatte, während draußen SEK, Hubschrauber und Panzerwagen anrückten.
Tweet des Tages
Bahn entgleist – Lokdown. Uhr kaputt – Clockdown. Keine Lust – Bockdown. Loch im Strumpf – Sockdown. Chinapfanne leer – Wokdown.
Antwort d. Red.: (Anmerkung von CP-Kollege Florian Schwabe: „Star Trek II – Spockdown.“ Ergänzungen des Homeoffice-Backgroundchors: „Gummizug kaputt – Rockdown. Schlechtes Wetter – Frogdown. Notfallpause für Mitfahrerinnen – Hockdown. Wirecard – Zockdown.“)
Stadtleben
Anhören – „Was ist ein Dietrich gegen eine Aktie? Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?“ Na, woher stammt dieses Zitat? Aus Bert Brechts Dreigroschenoper natürlich. Und wer hat die Musik dazu geschrieben? Genau, Kurt Weill. 1928 wurde das Stück im Theater am Schiffbauerdamm uraufgeführt und wirbelte durch seine Darstellung vom mächtigen Gangster Mackie Messer mit bürgerlichem Geschmack und von leicht zu erpressenden Polizisten die Perspektive auf die damalige Gesellschaft durcheinander. Die Berliner Philharmoniker erinnern in einem Online-Festival an die Musik der „Goldenen Zwanziger“, die vielfach die alles andere als goldenen Verhältnisse der Zeit thematisierte. Schwerpunktkomponist des Festivals: Kurt Weill. Los geht es am morgigen Samstag mit Weill und Strawinsky im Live-Stream. Wer schon eine kleine Einstimmung braucht, findet hier eine Aufnahme von „Berlin im Licht“, einem Song, den Brecht und Weill im Auftrag der Berliner Stadtwerke komponierten.
Spazieren – „Und zum Spazierengehen genügt das Sonnenlicht, / doch um die Stadt Berlin zu sehn genügt die Sonne nicht.“ Wieder ein Brecht-Zitat, diesmal aus dem eben erwähnten Stadtwerke-Song. Die Gärten der Welt versuchen sich in angemessener Berlin-Beleuchtung, indem sie die Sonne durch rote Lampions ergänzen. Noch bis nächsten Mittwoch ist der dortige Chinesische Garten anlässlich des Chinesischen Neujahrsfests traditionell dekoriert. Täglich von 9 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit, reduzierter Wintereintritt 4 Euro (ermäßigt 2 Euro).
DIY – „Zwischen Meinem Land – und Andern – / Liegt ein Meer – / Doch Blumen – gehn als Unterhändler – / Hin und Her.“ Ob die Blumen, von denen Emily Dickinson (in der Übersetzung von Gunhild Kübler) hier schreibt, Valentinsgrüße sind? Wohl eher nicht. Falls Sie an diesem Sonntag Grüße unterhandelnd entsenden wollen, aber Blumen ob des aktuellen Lockdowns nicht zur Hand sind, legen Sie doch selber Hand an und basteln mit dieser Anleitung des Kulturkaufhauses Dussmann einen hübschen Umschlag für Ihre Grüße – vielleicht auf mit Blumen bedrucktem Papier?
Abholen – Wer bei der aktuellen Eiseskälte einen ausführlichen Berlinspaziergang gemacht hat, freut sich über eine deftige Stärkung im Anschluss. Für diejenigen, die statt durch die Gärten der Welt am Charlottenburger Lietzensee entlangspaziert sind, bieten sich die belegten Semmeln der Gastwirtschaft Engelbecken an: mit Leberkäs (5 Euro), Backhendl (6,50 Euro) oder Grillgemüse und Rote-Beete-Creme (ebenfalls 6,50 Euro). Außerdem gibt's auch warme Gerichte und wochenends einen Braten nach freitäglicher Vorbestellung. Diese Woche: Bio-Brathendl mit Pilzfüllung und Trüffelsauce für etwa 30 Euro pro Person, abhängig von der Hendl-Größe. Witzlebenstr. 31 (U-Bhf Sophie-Charlotte-Platz) 12 -21 Uhr
Das ganze Stadtleben gibt's mit Tagesspiegel-Plus-Abo.
Grübelstoff – Welche Art von Beleuchtung, finden Sie, steht Berlin am besten? Rote Lampions, Sonnenschein, Blaulicht oder doch nur ganz zartes Sternenlicht?
Das Pandemie-Ding
Zeiten ändern sich und Corona ändert die Zeiten. In den kommenden Wochen wollen wir an dieser Stelle Gegenstände zeigen, die während der Pandemie an Bedeutung gewonnen haben. Heute: Beate Sommer und die Pantoffeltierchen.
„Hier, die Tiger-Hausschuhe – das Pandemie-Ding für meinen Mann! Tagsüber wärmen sie die Füße, nach Feierabend tanzt er damit durch die Küche. Es sieht immer lustig aus und bringt uns gute Laune!“
Was ist Ihr Pandemie-Ding? Wir freuen uns über Fotos (möglichst im Querformat) inklusive einer kurzen Begründung an checkpoint@tagesspiegel.de.
Berlin heute
Verkehr – Hellersdorf bis Friedrichshain: Ab 18 Uhr führt ein Fahrzeugkorso von der Böhlener Straße bis ca. 22 Uhr u.a. über Louis-Lewin-Straße, Quedlinburger Straße, Janusz-Korczak-Straße, Stendaler Straße, Hellersdorfer Straße, Gülzower Straße, Blumberger Damm, B1/B5 stadteinwärts bis zum Strausberger Platz und über die Karl-Marx-Allee zurück bis zur Straße der Pariser Kommune.
Rummelsburg bis Friedrichshain: Um 18.30 Uhr führt ein Demonstrationszug von der Hauptstraße bis ca. 22 Uhr u.a. über Schlichtallee, Nöldnerstraße, Türrschmidtstraße, Neue Bahnhofstraße, Simplonstraße und Wühlischstraße zum Boxhagener Platz.
Generell kann es im Zuge der aktuellen Witterungsbedingungen im gesamten Stadtgebiet zu Verkehrseinschränkungen kommen. Auch die S-Bahn kündigt witterungsbedingte Verspätungen und Ausfälle im gesamten Netz an. Das betrifft insbesondere:
S1: Die zusätzlichen Verstärkerzüge zwischen Zehlendorf und Potsdamer Platz verkehren nicht.
S45: verkehrt nicht
S46: verkehrtzwischen Königs Wusterhausen und Tempelhof
S5: Die zusätzlichen Verstärkerzüge zwischen Mahlsdorf und Lichtenberg verkehren nicht.
S8: verkehrt zwischen Ostkreuz und Birkenwerder
S85: verkehrt nicht
S1, S2, S25 und S26: Der Nordsüd-S-Bahntunnel ist von 22 Uhr bis Montagmorgen ca. 1.30 Uhr zwischen Yorckstraße und Gesundbrunnen gesperrt, es gibt SEV mit Bussen. Bitte beachten Sie auch die veränderten Fahrzeiten und Takte im Vor- und Nachlauf der gesperrten Strecke.
S85: Zwischen Treptower Park und Pankow ist die Linie von 22 Uhr bis Montagmorgen ca. 1.30 Uhr unterbrochen, bitte ausweichen auf die Linie S8.
Demonstration – Von 12.30 an bis 14 Uhr bekunden rund 100 Teilnehmende ihre „Solidarität mit Dimitri Koufodinas“. Der Verein für den Erhalt ländlicher Lebensraum e.V. hat von 18 bis 22 Uhr einen Aufzug mit 700 Teilnehmenden unter dem Motto „Kritik an den Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Infektionsschutzgesetz“ angemeldet. Die Route führt von der Böhlener Straße bis zur Ecke Karl-Marx-Allee/ Straße der Pariser Kommune. Von 18.30 Uhr bis 22 Uhr wollen etwa 200 Personen in Friedrichshain von der Ecke Hauptstraße/ Kynaststraße zum Boxhagener Platz laufen, im Rahmen einer „Demonstration gegen Verdrängung und gegen die Räumung des Camps an der Rummelsburger Bucht“. Außerdem hat Light and Salt gUG haftungsbeschränkt eine Kundgebung vor dem Bundeskanzleramt angemeldet, von 14 bis 15 Uhr mit etwa 25 Teilnehmenden, Thema: „Mahnwache und Gebet von Christen aus ganz Deutschland aufgrund jüngster antisemitischer Ausschreitungen“.
Gericht – Ein 38-Jähriger muss sich wegen Missbrauchs seiner Halbschwester vor etwa zehn Jahren verantworten. Das Mädchen sei bei den ersten sexuellen Übergriffen zwölf Jahre alt gewesen (9.15 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Saal 618).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Rainer Eppelmann (78), Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, ehem. CDU-Politiker und DDR-Oppositioneller / „Der Bürgerverein-Luisenstadt gratuliert Herrn Wieland Giebel (Berlin Story Verlag und langjähriges Mitglied) zum Geburtstag und wünscht ihm viel Kraft und Freude für die nächsten Projekte“ / Harald C. Grosch (70), „Von seinen Dichterkollegen bei i quattro letterati: May the verse be with you“ und „Corona trennt uns an Deinem runden Geburtstag, aber wir denken an Dich! J & D“ / Barbara Honigmann (72), Schauspielerin und Malerin / Karl-Heinz Klaumünzner (82), „Herzliche Glückwünsche, Gesundheit und wie immer Gelassenheit. Von deiner Familie aus den Niederlanden und Sieglinde mit Sohn aus Chemnitz“ / Marko Kopljar (35), Handballspieler bei den Füchsen Berlin / Stephan Machulik (49), SPD-Stadtrat in Spandau / Ulrich Pietzsch (84), Maler und Schriftsteller / Ulla Plener (88), Historikerin / Fritz W. Scharpf (86), Politik- und Verwaltungswissenschaftler
Sonnabend – Friedrich Christian Delius (78), deutscher Schriftsteller / Heikko Deutschmann (59), österreichischer Schauspieler / Irene Dische (69), deutsch-amerikanische Schriftstellerin / Beate Klarsfeld (82), deutsch-französische Journalistin / Sieke Krönke aka BerlinGazza (71), Künstler und Fotograf / Katja Lange-Müller (70), deutsche Schriftstellerin / „Lieber Matthias, zur Schnapszahl die herzlichsten Glückwünsche! Wir sehen uns – bald wieder mit Wurstsalat. Petra“ / Monika Pieper-Müller (76), „geliebte Ehefrau und Sozialistin“ / „Matthias Viktor Schromm feiert seinen xx.ten Geburtstag“ / Götz Schubert (58), deutscher Schauspieler
Sonntag –Peter-Michael Diestel (69), Rechtsanwalt und ehem. Politiker / Robbin Juhnke (54), für die CDU im AGH / Alexander Kluge (89), Filmemacher, Fernsehproduzent, Schriftsteller, Drehbuchautor, Philosoph und Rechtsanwalt / Norbert, „Von der Imbißbude Krumme Lanke zum 71. alles Gute von Freunden aus FHW- und Polkwitz-Zeiten“ / Klaus Rennkamp (69), „Berlin-affiner Lippstädter Cineast“ / Maria Wedig (37), Schauspielerin / Simon Weiß (36), ehem. für die Piraten im AGH / Michael Zürn (62), Politikwissenschaftler, Direktor der Abteilung „Global Governance“ am WZB
Sie möchten jemandem zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.
Gestorben – Nikolaus Kovács, * 11. Dezember 1948 / Helma Sanders, ehem. Lehrerin der Ikarus-Grundschule / Götz Sankowsky, * 15. Mai 1929 / Eveline Anita Schulze, * 2. März 1934 / Olaf Tingler, Berliner Wasserbetriebe
Stolperstein – Regina Wolff, geb. Isacsohn (Jg. 1893), lebte in der Berliner Straße 7-8 in Hermsdorf. Am 12. Januar 1943 deportierten die Nationalsozialisten sie zusammen mit 1195 weiteren Personen nach Auschwitz. Dort wurde sie umgehend nach der Ankunft am 12. Februar in einer der Gaskammern ermordet.
Encore
Vorhang auf für Teil 2 der Checkinale, unserem Checkpoint-Filmfestival, bei dem Kultur- und Filmschaffende ihren „Lieblings-Film für die Ewigkeit“ empfehlen und bei dem Sie am Ende als Jury abstimmen dürfen: Welcher Film erhält den „Goldenen Checkpott“?Der heutige Filmtipp kommt von Mariette Rissenbeek, Geschäftsführerin der Berlinale:
„Werner Schroeter verbindet in ‚Palermo oder Wolfsburg‘ (Goldener-Bären-Gewinner 1980) ein gesellschaftlich relevantes Thema mit einem persönlichen Schicksal und setzt es filmisch so um, dass es emotional berührt. Das Schicksal des sizilianischen Gastarbeiters erinnert den Zuschauer an die Lage von Geflüchteten im heutigen Deutschland. Die visuelle Kraft von ‚Palermo oder Wolfsburg‘, der Unterschied zwischen der exotischen Heimat und dem kalten Deutschland der 80er Jahre, kommt zwar auf der Leinwand am besten zu Geltung, aber in diesem besonderen Jahr muss man sich damit begnügen, den Film auf Mubi anzuschauen.“
Berlinale-Junkie Robert Ide wäre in diesen Tagen normalerweise ganz aus dem Häuschen, weil ständig im Kino. Jetzt schwelgt er in Erinnerungen. Im Hier und Jetzt hat Thomas Lippold für diesen CP recherchiert. Das Stadtleben hat Teresa Roelcke geschrieben, das Frühprogramm Kathrin Maurer abgespult. Morgen wirft hier wieder Lorenz Maroldt den Projektor an. Genießen Sie das Licht und machen Sie’s gut!