„Nur noch 400 Mal Stoßlüften, dann ist Weihnachten“, seufzte gestern ein Lehrer – aber es könnte gut sein, dass er sich da verrechnet hat: Bei der heutigen Folge der zweiten Serienstaffel von „Merkel und die Ministerpräsidenten“ geht’s u.a. um weitere Einschränkungen im Schulbetrieb, weil die Infektionsinzidenz bei den 15- bis 19-Jährigen besonders hoch ist (+ 50% im Vergleich zum Berliner Durchschnitt von 208).
Das Kanzleramt veröffentlichte am Wochenende jedenfalls schon mal ein „Helden“-Video (hier zu sehen) - Opa erzählt darin scheinbar vom Krieg: Zu gerne hätte er als Jugendlicher unbeschwert gefeiert, „doch das Schicksal hatte andere Pläne mit uns“, erinnert er sich. „Eine unsichtbare Gefahr bedrohte alles, woran wir glaubten, das Schicksal des Landes lag plötzlich in unseren Händen. Also fassten wir alle unseren Mut zusammen und taten, was von uns erwartet wurde, das einzig Richtige: Wir taten – nichts.“
Vielleicht schaut in 50 Jahren tatsächlich mal jemand so auf unsere heutige Zeit zurück – im Hier und Jetzt wird aber natürlich erstmal das Video zerfetzt, der zentrale Vorwurf: die „Infantilisierung“ einer ernsten Situation durch die Bundesregierung. Was hätte wohl Heiner Müller dazu gesagt? Wahrscheinlich das: „Natürlich sind zehn Deutsche humorloser als fünf Deutsche.“
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Voller Ernst rufen unterdessen die selbsternannten „Querdenker“ dazu auf, am Mittwoch in Berlin die „letzte Chance“ zu nutzen, „die Diktatur noch abzuwenden“ – selbstverständlich ohne Abstand und ohne Maske, weshalb die Polizei schon mal ihre Wasserwerfer auffüllt (nach Desinformationen aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen übrigens mit Gehirnwaschmittel aus dem unterirdischen Labor von Bill Gates‘ heimlicher Schwester Angela Merkel, also bleiben Sie lieber zuhause).
Und einen Tag später entscheidet das Abgeordnetenhaus über den Einspruch des fraktionslosen AfD-Abgeordnete Andreas Wild gegen den Ordnungsruf, den er in der Sitzung vom 5. November wegen seiner Maskenverweigerung kassierte – die schriftliche Einlassung von Wild ans Präsidium hier im Wortlaut: „Es gibt keine epidemische Lage nach dem Berliner Infektionsschutzgesetz, da keine tatsächlichen Infektionen erhoben werden, die eine Vermehrung eines lebensfähigen Virus im Infizierten bedeuten würden.“ Tja, sowas kommt dann eben beim Querdenken heraus.
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„Berlin soll Hauptstadt der Erforschung von Alternativen zu Tierversuchen werden“, heißt es im Koalitionsvertrag von 2016 – vier Jahre später werfen Spitzenvertreter der deutschen Biomedizin dem Senat (konkret dem zuständigen Senator Dirk Behrendt) in einem Schreiben an den Regierenden Bürgermeister vor, die Wissenschaft zu blockieren: Die Arbeit der Genehmigungs-Kommission wurde ausgesetzt, zwanzig Anträge liegen auf Halde – darunter der für ein Experiment zur Covid-19-Forschung. Checkpoint-Hinweis (to whom it may concern): In einer Pandemie wie dieser kann auch das gute Gewissen unter Atemnot leiden.
Es gibt aber auch hoffnungsvolle Nachrichten – denn das neben Corona größte Menschheitsproblem der Neuzeit wurde soeben nahezu unbemerkt mit einem genialen Trick gelöst: „Endlich passt der Porsche auch zum Business-Jet“, meldet die „Wirtschaftswoche“. Und damit endet eine der katastrophalsten optischen Umweltverschmutzungen überhaupt – wir schauen nochmal rein in den Text: „An Privat-Jet-Terminals kann man oft beobachten, wie schwarze Limousinen vor weißen Flugzeugen halten.“ Was für eine Schande, was für eine Peinlichkeit!
Die psychologische Folge für die Nutzer ist brutal, der Schaden für die Weltwirtschaft unermesslich. Hier die Lösung: „Porsche und Embraer bieten jetzt ein farblich harmonierendes Auto-Flugzeug-Paket“ an – und das bereits ab 9,2 Millionen Euro. Dafür gibt es dann auch „eine Zweifarb-Lackierung in Platinsilbermetallic und mattem Jetgraumetallic, von der sich jeweils Zierstreifen in Brillantchrom und Speedblau abheben“. Und „auch innen sorgen Blauakzente, ein aufgedruckter künstlicher Horizont in der Stoppuhr des Sport-Chrono-Pakets sowie eine Extraportion Carbon für das passende Ambiente.“
Und falls Sie jetzt denken „Muss denn das sein?“: Hannes Soltau versucht Ihnen hier zu erklären, „warum der Hass auf Superreiche gefährlich ist“ (Abo). Er bezieht sich dabei u.a. auf den Urvater der Kapitalismuskritik, also auf Karl Marx – denn der warnte bereits im Vorwort von „Das Kapital“ davor, ökonomische Missstände auf einzelne Personen zu reduzieren. Es kommentiert Rosa von Praunheim: „Nicht der Superreiche ist pervers, sondern das System, in dem er lebt.“
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Die Pläne sind fertig, das Nutzungskonzept steht. In einem der größten Entwicklungsprojekte Europas entsteht auf dem ehemaligen Flughafengelände in Tegel ein neues Stück Berlin: mit bezahlbaren Wohnungen, Arbeitsplätzen und viel Grün.
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Die Miethai-Plattform „Wunderflats“, gepampert von der landeseigenen IBB, hat mal wieder ein paar nette Apartments in der Kategorie „Familien-Zuhause“ im Angebot („In diesen Wohnungen wird sich Deine Familie garantiert wohlfühlen, denn sie sind genau auf Eure Bedürfnisse zugeschnitten“). Wie wäre es mit 87 qm in Charlottenburg für 2.290 Euro? Oder doch gleich nebenan die 140 qm für 3290 Euro? Lieber nach Mitte? Ok, wir hätten da 130 qm für 3530 Euro. Und für den kleinen Geldbeutel ist auch was dabei: 60 qm in Mitte gibt‘s schon für glatte 2000 Euro. Und wie immer gilt: „Änderung der Briefkasten und Türklingelbeschriftung möglich.“ Wo gibt’s das heute schon noch? Und das zu dem Preis... das geht doch auf keinen Deckel.
Jedenfalls müssen der Professor und die Ärztin, die für ihre Tochter per Inserat in der „B.Z.“ gerade eine zentrale 1-Z-Whg in Berlin bis 600 Euro warm suchen, auf eine Wunderflat hoffen (oder ihre Operation verlängern).
Berliner Schnuppen
Telegramm
Berlin soll doch noch Drehkreuz werden – allerdings nicht am BER, sondern als „Knotenpunkt“ eines europäischen Nachtzugnetzes. Die Verkehrsverwaltung hat dafür gerade eine Machbarkeitsuntersuchung ausgeschrieben, aber wer nicht schon eine in der Tasche hat, dürfte keine Chance haben: „Der Leistungszeitraum beginnt am 3.12.2020, erste substanzielle Ergebnisse sind zum 15.12.2020 vorzulegen.“ Da vergeht die Nacht wie im Zug.
Zur Aufgabe für Neuberliner: Wir lautet die ortstypische Übersetzung des Satzes „Dafür bin ich nicht zuständig“? Na? Ok, wir lösen: „Ihre Argumentation sowie Ihre Bedenken nehme ich zur Kenntnis“ (O-Ton des SPD-Fraktionsvorsitzenden Raed Saleh in einer Antwort an den Verein „Lebenswerter Kurfürstenkiez“, der seit Monaten vergeblich auf Verstöße gegen die Corona-Verordnungen auf dem Straßenstrich und verheerende hygienische Zustände in den als „Verrichtungsboxen“ genutzten „Eco-Toiletten“ hinweist).
Am Wochenende mal wieder sehr zufrieden übers Tempelhofer Feld spaziert – und danach etwas irritiert eine Instagram-Nachricht des Grünen-Abgeordneten Georg P. Kössler an die „Freies-Feld“-Freundin und Fraktionssprecherin Laura Hofmann gelesen: „Und alles das wollen die rechten Parteien CDU/AfD/FDP und Teile der SPD dir und uns allen wegnehmen. Sie wollen dort Lofts und Parkplätze hinhaben und verdienen hintenrum wahrscheinlich noch mit.“ Also wenn das nicht mal ein Fall für Verschwörungskommissar Attila Hildmann ist... Es kommentiert Donald Trump: „Stop the count!“

Das Projekt @wasihrnichtseht macht Rassismuserfahrungen von Schwarzen sichtbar. Wir machen das durch eine Kooperation an dieser Stelle auch.
806 Einsätze mussten die Berliner Rettungskräfte zum Jahreswechsel 19/20 fahren – aber wegen Corona haben Sie diesmal vielleicht etwas anderes zu tun. In Holland gibt’s deswegen schon ein Böllerverbot, die Berliner Grünen wollen das bei uns auch (die SPD mag den Leuten allerdings „nicht den Spaß verderben“). Für den Fall, dass es so kommt, hier schon mal eine Alternative
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Es gibt für alles eine Lösung.😂
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Silvester 2020 in Holland... #Silvester #Netherlands #Holland #Feuerwerksverbot pic.twitter.com/qTjwsM3kZu
– und hier gleich noch eine (wir wollen den Leuten ja nicht den Spaß verderben).
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Liebe holländische Nachbarn seid nicht traurig wenn ihr Silvester nicht böllern dürft . Ich habe eine tolle Alternative für euch . Schönen Restsonntag für alle pic.twitter.com/HKBOSuydHL
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Wir hieß gleich noch unsere Panda-Mama? Balla Balla? Ping Pong? Plem Plem? Ach ne, die war ja nach Wowereits altem Senatssprecher benannt (Meng Meng) – und hier können Sie mal sehen, was ihre lieben Kleinen (geb. am 31.8.19 im Zoo) gerade so treiben.
GdP-Sprecher Benjamin Jendro gibt ausgerechnet Putins Propagandakanal „RT Deutsch“ ein Interview über tschetschenische Banden – und die Gewerkschaft der Polizei findet das „sehenswert!“. So kann man das natürlich auch sehen.
„Eiderentenalarm am Müggelsee“? Na, das klingt doch wie ein neuer Gruselschocker von Leander Haußmann! Ist aber eine Reality-Soap für Berliner Ornithologen: Tatsächlich wurde hier ein nordischer Eiderentenerpel gesichtet - und vielleicht ist er ja sogar am BER gelandet.
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Rettungseinsatz am späten Sonntagabend: „Brand im U-Bahnhof Onkel Toms Hütte.“ Ausgebrochen war das Feuer in einem Imbiss, bald stand das Dach der Station in Flammen. Ein Mann wurde schwer verletzt, drei weitere Personen (darunter ein Kind) erlitten leichtere Rauchvergiftungen. Gegen 23:30 Uhr war das Feuer unter Kontrolle.
Falls Sie noch Forderungen an den „Hells Angels Motorcycle Club Berlin City“ einschließlich seiner Teilorganisation „MG 81“ haben: Das Verbot des Vereins vom 24. Mai 2012 (ergangen also kurz vor der gescheiterten BER-Eröffnung) ist mit der Veröffentlichung im neuen Amtsblatt „unanfechtbar“ (S. 5516) – Gläubiger werden gebeten, sich bis zum 31. Dezember 2020 schriftlich unter Angabe des Betrages und des Grundes bei der Innenverwaltung zu melden (wenn sie sich trauen).
Wir werfen einen Blick in die „Neufassung der Verwaltungsvorschrift Dienstkleidung“ fürs Ordnungsamt:„Als Dienstkleidungsträger sollen die Außendienstkräfte der bezirklichen Ordnungsämter auf sichtbar getragene Tätowierungen verzichten; insbesondere Tätowierungen an den Händen, an den Waden, am Kopf und am Hals sind nicht zulässig.“ Beim nächsten Knöllchen sollten Sie also zur Beweissicherung darum bitten, dass die Zeugen ihre Hosenbeine hochziehen.
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Und hier ein Hinweis der Polizei an Dimitar Kolev (Berlin, ohne festen Wohnsitz, PolPräs 201008-1000-029595): „Nach Ihrem Verkehrsunfall wurde Ihr mitgeführtes Damenfahrrad auf dem Polizeiabschnitt 28 sichergestellt. Bislang haben sie ihr Fahrrad nicht abgeholt. Sollten Sie sich nicht bis zum 30. November 2020 gemeldet haben, gehe ich davon aus, dass Sie kein Interesse an dem Fahrrad haben und werde dieses der Vernichtung/Verwertung zuführen.“ Das ist doch echt ein Hammer!
Das Amtsblatt meldet: Die Grundstücksnummer „Unter den Linden 3“ lautet jetzt „Unter den Linden 3“, die „Niederlagstraße 2“ ist jetzt die „Niederlagstraße 2“ und die „Weißenhöher Straße 26“ die „Weißenhöher Straße 26“. Na, hoffentlich können Sie sich das merken (und ja, das steht da wirklich drin).
So, und was ist los am BER? Mal schauen… oje, hier: Der Aufzug zur Besucherterrasse ist kaputt. Na ja, ist ja auch schon ein bisschen älter. Bis hoch sind‘s übrigens gut 50 Stufen, der Kinderwagen darf aber leider nicht unten bleiben – der gilt als unbegleitetes Gepäckstück.
Zitat
„Ein Doktorgrad kann nicht einfach wie ein ungeliebtes Schmuckstück abgelegt werden.“
Heike Schmoll heute in der „FAZ“ über den Fall Giffey.
Tweet des Tages
Es ist Zeit für ein ‚Gute-Doktortitel-Gesetz‘. Now.
Stadtleben
Breakfast to go – Gegen tückisches Novembergrau hilft nur eines: Frühstück im Bett! Wer dem Herbstblues entfliehen mag, flitzt daher hinüber ins Benedict. Seine berüchtigten Rund-um-die-Uhr-Öffnungszeiten musste das Lokal dem Lockdown opfern, doch Pancakes, Bagels und Shakshuka bleiben – und sind nun als schicke Brunch-Boxen zu haben. Ein buntes Paket ergattern Frühaufsteher ab 35 Euro und kehren mit Frittata, Tahini und Blaubeerpfannkuchen zurück ins warme, heimische Bett. Dazu gibt’s Litschi-Mimosas und Limo to go – und literweise frischen O-Saft! Zur Vorbestellung gelangen Sie hier, abgeholt wird in der Uhlandstraße 49. Mi-Mo 8.30-16.30 Uhr, U-Bhf Hohenzollernplatz
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Geschenk – Wer suchet, der findet! Giraffen flanieren auf den Dächern des Kudamms, Wale gleiten durch die Wasser der Spree und müde Städter räkeln sich auf den Straßen am Kotti: Künstler Bruno Pinto da Cruz zeichnet surreale Wimmelbilder Berlins, auf denen selbst Saurier im Gewusel nicht fehlen. Mal gleitet ein Zeppelin durch die City-West, mal schleicht ein T-Rex durchs nächtliche Kreuzberg – stets in grell-bunten Neonfarben. Die utopischen Skizzen nennen suchfreudige Lokalpatrioten ab elf Euro ihr Eigen, für größere Drucke werden einhundert fällig. Zur Bestellung geht es hier.
Heimkino – Popcorn zur Hand? Wenn die Kinosäle fest verschlossen sind, wandert das Lichtspiel ins Digitale: so auch das Filmfestival Mannheim-Heidelberg, das seine Gäste noch bis Sonntag vor die virtuelle Leinwand treten lässt. Ab vier Euro flimmern die Streifen aus mexikanischen Wäldern, den Straßen Seouls oder den eisigen Bergen Bhutans über den eigenen Bildschirm, im Anschluss klicken sich die Zuschauer in stilgemäßer Festivalmanier zu den Interviews der Filmemacher. Online-Tickets erhalten Sie hier – oder mit etwas Glück bei uns: Wir verlosen drei Filmgutscheine.
Knobeln – Zeit für spielerischen Eskapismus: Weltschmerz und Lockdown-Trott entfliehen Tüftler im virtuellen Escape-Room. Zwischen digitalen Dieben und Ganoven hangeln sich Spieler von einem Rätsel zum nächsten, um Mysterien zu lösen – gegen die Uhr, versteht sich. Dabei wird fleißig per Videochat beratschlagt, wie die Fälle geknackt werden wollen: Die Plattform „Locked Adventures“ verlegt ihre Krimis in die Weiten Berlins, Finnlands oder gleich bis nach Hogwarts, der Dienst „Escape at Home“ lässt Spieler auf den Fährten Sherlock Holmes‘ grübeln. Tickets erstehen Sie ab zehn Euro hier und hier – fröhliches Tüfteln!
Grübelstoff – Garstige Echsen regieren die Welt, die Erde ist flach und Covid-19 ein boshafter Hoax? Gerade während des Lockdowns sind Erzählungen der Verschwörung gefährlich präsent. Grund, zu grübeln: Wie verhindern wir, dass unsere Mitmenschen in die Fänge falscher Mythen driften – und Fakten verleugnen?
Berlin heute
Verkehr – A10 (Nördlicher Berliner Ring): Sperrung der AS Oberkrämer in Fahrtrichtung Dreieck Barnim, die Zufahrt zu Gewerbepark und Autohof ist weiterhin möglich (bis Sonnabend).
A10 (Südlicher Berliner Ring): Im Bereich Dreieck Potsdam kommt es zwischen den AS Ferch und Glindow in beiden Richtungen zu Verkehrseinschränkungen (bis Freitag, 6 Uhr). Teilweise steht nur eine Spur pro Richtung zur Verfügung, außerdem ist mit nächtlichen Verkehrshalten zu rechnen (16./17. November sowie 18./19. November).
Kreuzung Berliner Allee/Buschallee (Weißensee): Sowohl auf der Berliner Allee als auch auf der Buschallee ist im Kreuzungsbereich in beiden Richtungen nur je eine Spur frei (bis Dezember).
Waidmannsluster Damm (Waidmannslust): Zwischen Artemisstraße und Hubertusstraße ist für beide Richtungen abwechselnd nur eine Fahrbahn verfügbar (bis Anfang Dezember).
A114 (Pankow-Zubringer): Sperrung zwischen AS Pasewalker Straße und AS Schönerlinder Straße in beiden Richtungen in den folgenden beiden Nächten (je 20-5 Uhr), eine Umleitung ist ausgeschildert.
S-Bahn: Die bestehende Unterbrechung der Linien S1 und S8 zwischen Hohen Neuendorf und Oranienburg verringert sich auf den Abschnitt Birkenwerder – Oranienburg. Daher endet der Ersatzverkehr für die S8, für die S1 fährt dieser noch bis zum 28. November (22 Uhr).
Demonstration – Vor der Dienststelle des Bundeseisenbahnvermögens auf dem Steglitz Damm protestieren 50 Personen unter dem Motto „Wagenplätze retten – Freiräume erhalten – Ausverkauf der Stadt verhindern“ (14-17 Uhr). Am Treptower Park sind 50 Teilnehmende zu einer „Meinungskundgebung zum medizinischen Hintergrund von Corona“ angemeldet (15-17 Uhr). Mit einer „Kunstaktion zur Thematik der unzureichenden Wirtschaftshilfen“ machen zehn Protestierende auf die Situation der „Soloselbstständigen und Freischaffenden“ aufmerksam (11.30-14.30 Uhr, vor dem Bundesfinanzministerium). Gegen die „widergesetzliche Zerstörung eines Hauses in Arhangelsk“ demonstrieren zehn Personen gegenüber der Russischen Botschaft (11-17 Uhr).
Gericht – Der Prozess gegen Buchautor Hans-Joachim Lehmann (74) wegen Beleidigung und übler Nachrede wird neu aufgerollt. Hintergrund des Verfahrens ist ein 79-seitiges Pamphlet, in dem er die damalige Berliner Senatssprecherin Claudia Sünder verhöhnt und eheverletzende Behauptungen aufgestellt haben soll. Der erste Prozess im Mai 2019 endete mit Freispruch. Die Staatsanwaltschaft war mit ihrer Revision erfolgreich (9.15 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 456). Außerdem wird der Prozess gegen Clanchef Arafat Abou-Chaker (44) und drei seiner Brüder fortgesetzt. Es geht um mutmaßliche Straftaten - unter anderem versuchte schwere räuberische Erpressung und Freiheitsberaubung – zum Nachteil von Rapper Bushido (42), nachdem der Musiker die langjährigen Geschäftsbeziehungen aufgelöst hatte (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Saal 500).
Universität – Das letzte ruckelnde Zoom-Seminar des Tages ist vorbei? Dann nichts wie hin zum digitalen Schwitzen! Mit dem Wintersemester startet auch der virtuelle Hochschulsport der FU in die nächste Runde – mit dabei: Online-Kung Fu, Muay Thai, Bauchtanz und ein Twerking-Kurs. Zur Anmeldung geht’s hier entlang.
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Boris Anderson (42), Schriftsteller und Regisseur / Carola Bluhm (58), für die Linke im AGH / „Das Wecken mit lautem "Happy Birthday" musst du dir vorstellen, aber das Wunschgeburtstagsessen für Svenja Ems (32) wird angeliefert. Herzliche Gratulation von deiner Familie!“ / Frank Henkel (57), Ex-Innensenator (CDU) / Norbert Lammert (72), ehem. Präsident des Bundestages, Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung / Christian „Flake“ Lorenz (54), Keyboarder von Rammstein / Reiner Münzberg, „Danke für eine fast 50 jährige Freundschaft. Rüdiger“ / Donald Runnicles (66), Dirigent an der Deutschen Oper / Britta Steffen (37), ehem. Schwimmerin / René Steinke (57), Schauspieler
Sie möchten jemandem zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.
Gestorben – Annemarie Düser, * 23. April 1930 / Ilka Keuper, * 22. März 1943, Geschäftsführerin der Inge-Deutschkron-Stiftung und ehem. Geschäftsführerin der Schwarzkopf-Stiftung / Axel Korsch, * 20. Mai 1935 / Brigitte Schlichting, * 18. Januar 1963
Stolperstein – Caroline Münzer wurde am 26. Juli 1862 in Karlsmarkt / Karłowice geboren. Im September 1942 wurde sie nach Theresienstadt deportiert, wo sie zweieinhalb Monate später – heute vor 78 Jahren – ermordet wurde. In der Greifswalder Straße 43a in Prenzlauer Berg liegt zu ihrem Gedenken ein Stolperstein.
Encore
Zum Schluss noch ein kleiner Hinweis: Heute ist der „Tag der Toleranz“ (ein Unesco-Original). Wir haben deshalb einige kleinere Tippfehler für Sie in diese Checkpoint-Ausgabe eingebaut, um Sie auf die Probe zu stellen. Wenn Sie sie finden: Bitte nicht aufregen, wir nehmen Ihre freundlichen Hinweise wie immer gerne unter checkpoint@tagesspiegel.de entgegen.
Das Stadtleben hat heute Lotte Buschenhagen für Sie zusammengestellt, Florian Schwabe hat dem Ganzen den letzten Schliff gegeben, und morgen früh ist Stefan Jacobs hier für Sie da. Bis dahin,