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Checkpoint-Podcast: Kann Berlin Großveranstaltungen? Wochenrätsel Spargelsilvester

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schockschwere Not: Heute ist Johannistag. Für viele ein Tag wie jeder andere, für Spargel-Liebhaber:innen ein Anlass zur Trauer. Heute endet offiziell die Ernte, die Saison ist vorbei. Wer an diesem Wochenende noch einmal schmackhafte Stangen genießen möchte, findet hier die besten Rezepte (T+).

Anderes Thema: An Verwirrung über zackige, hügelige, gefährliche, nicht existente oder abrupt endende Radwege sind wir in Berlin gewöhnt. Aber nach dieser Woche erreicht die Verwirrung doch ein neues Level: Erst bat die Verkehrsverwaltung die Bezirke, Radwegprojekte vorerst zu stoppen, die Parkplätze gefährden oder den Wegfall von Fahrstreifen zur Folge haben. Was dann folgte, waren variierende Ansagen, abgeklebte Fahrradwege in Reinickendorf, verärgerte Stadträt:innen und ein Regierender Bürgermeister, der schließlich im „Spiegel“-Interview versuchte zu beschwichtigen: „Auch Fahrradfahrer brauchen mehr Raum in der Stadt. Das ist unstrittig.“ Und vom Koalitionspartner hörte man am Freitag: „Über das Kommunikationsdesaster des Senats der vergangenen Tage zum Radverkehr in Berlin kann man nur den Kopf schütteln“, so Berlins SPD-Chef Raed Saleh. Ob auch Fahrradprojekte in Ihrem Kiez betroffen sind, können Sie hier nachlesen.

Während sich Berlin über das Gegeneinander auf den Straßen ärgert, wird das Miteinander in den Sportstätten zelebriert: Noch bis Sonntag bewegen und begeistern die Special Olympics die Stadt. Mehr als 7000 Athleten aus fast 200 Ländern treten in 26 Sportarten an, 300.000 Besucher:innen werden bis zum Ende der Spiele erwartet.

Mein Wochenende mit

Durchgecheckt

Kevin, unser liebstes Wildschwein in der Rotte, kennt jeden Flecken Land in Berlin und Brandenburg. An dieser Stelle gibt er wöchentlich Ausflugstipps ins Umland.

„Als Waldbewohner verlassen wir uns auf einige Konstanten. Zum Beispiel: Auf die Nacht folgt der Tag und andersrum. Auf Regen folgt Sonne. Chantal, die sonnige Sau von nebenan, bringt Freude und mit meiner bescheidenen Wenigkeit geht die Verschönerung der Landschaft einher. Neulich fragte mich Grunzhart, der Keiler von gegenüber, weshalb ich ausgerechnet Landschaftsarchitekt geworden bin. Landschaft, sagt er, gebe es schließlich immer weniger, das Motto der Zeit laute Bauen, Bauen, Bauen. Wie ungewöhnlich, dachte ich. Eine unserer Konstanten, ist diese: Fuchs, Dachs oder Kaninchen bauen sich einen Bau. Wir Wildschweine legen höchstens mal den Waldboden aus, frönen sonst dem offenen Weitblick. Auch wenn Chantal und ich in der Vergangenheit mit Bauten experimentiert haben, wie Sie sich vielleicht erinnern. Grunzhart bevorzuge dagegen eine ordentliche Hütte. Das sei modern, ein ganz anderes Lebensgefühl. Er erwäge sogar, ‚nach Hütte’ zu ziehen. Also nach Eisenhüttenstadt, kurz Hütte, die erste deutsche Stadt, die nach dem Zweiten Weltkrieg gebaut wurde. Und zwar als sozialistische Planstadt und Idealstadt, in der Arbeiten, Wohnen und Erholen zusammengehen sollten. Avantgardistische Wohnkultur trifft auf wild ornamentierten, klassizistischen Zuckerbäckerstil. Sehr interessant. Nur das mit dem Arbeiten geht für mich nicht auf: Landschaften umwühlen kann ich da nicht, ist ja alles schon gebaut, steht fix da, völlig konstant. Den Besuch empfehle ich in diesen unsicheren Zeiten gerade deshalb. Und mich empfehle ich, mit freundlichen Grunzen.“ (von Thomas Wochnik)

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Sicher in den Hafen Ihres E-Mail-Postfachs hat Nora Weiler (Produktion) diesen Checkpoint gebracht, am Montag segelt Stefan Jacobs mit Ihnen einer neuen Berlin-Woche entgegen.
Machen Sie sich ein tolles Wochenende!

Jessica Gummersbach