Sie lesen die Checkpoint Kurzstrecke. Vermissen Sie nicht die Berliner Schnuppen? Und möchten Sie nicht auch erfahren, welchen Hype es demnächst auf Berlins Straßen geben dürfte? Dann testen Sie doch den ungekürzten Checkpoint mit allen Inhalten kostenlos.
Für die geplagten Fahrgäste der BVG wäre es vermutlich das Licht am Ende des U-Bahntunnels gewesen: Der Aufsichtsrat hat beschlossen, den Auftrag zum Bau der dringend benötigten Züge an den Bahnhersteller Stadler zu vergeben. Mit einem Wert von drei Milliarden Euro für 1500 Wagen ist es einer der größten Aufträge weltweit (Umrechnung für Berliner Verhältnisse: Ein Schwarzfahrer könnte damit 50 Millionen Mal erwischt werden). Für die unterlegenen Bewerber um den Auftrag ist es kein schöner Zug, dass die Firma aus Pankow den Zuschlag erhalten hat. Siemens kündigte schon mal an, vor Gericht zu ziehen. Vorstandschef Joe Kaeser soll sich dem Vernehmen nach persönlich bei Senatsvertretern beschwert und den Klageweg angekündigt haben. Heikel wird die Sache, weil Siemens im Oktober vorigen Jahres angekündigt hat, 600 Millionen Euro am alten Unternehmenssitz in Spandau zu investieren. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) ließ sich damals groß feiern für den Coup. Vorsitzende des BVG-Aufsichtsrats, der über den Auftrag entschieden hat, ist übrigens Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne).
Für Abonnenten: Am Ende war es dann wohl nur ein Mini-Tsunami im Zahnputzbecher: Auf der nächsten Sitzung will der Senat jetzt doch den Weg frei machen für die Special Olympics. Zunächst hatte es koalitionäre Aufregung gegeben, weil Justiz- und Gleichstellungssenator Dirk Behrendt (Grüne) eine Vorlage aus dem Haus von Sportsenator Andreas Geisel (SPD) nicht mitzeichnen wollte (es ging um die Berliner Beteiligung an den Kosten für die Spiele der Menschen mit Handicaps). Koalitionäre warfen dem Grünen damals vor, sich rächen zu wollen – weil ihn die SPD mit seinem Vorstoß zur Entkriminalisierung des Schwarzfahrens ausgebremst habe. Auch der Landessportbund wetterte über den „piefigen Senat“. Nun heißt es: Alles halb so schlimm, die Vorlage sei vergangene Woche bereits gebilligt worden. Sie hätte am vorigen Dienstag auch schon längst verabschiedet werden können. Doch die Geisel-Verwaltung hat wohl versäumt, die Vorlage rechtzeitig auf die Besprechungsliste setzen zu lassen.
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Nächsten Dienstag wird Geisel über seine Reise in den Libanon berichten (CP vorige Woche). Bei dem Trip übers Mittelmeer wollte er Möglichkeiten ausloten, wie Ausreisepflichtige aus dem Land leichter dorthin zurückgeschickt werden können. Außerdem ging es bei Gesprächen mit Vertretern der Sicherheitsbehörden um eine bessere Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der organisierten Kriminalität. Der Diebstahl des Goldnests aus einer Marzahner Schule dürfte dem Ganzen noch etwas Drive verleihen, stammen doch drei junge Verdächtige aus dem Umfeld zweier polizeibekannter Großfamilien (CP von gestern) mit libanesischen Wurzeln. Tagesspiegel-Kollege Alexander Fröhlich hat den aktuellen Fall rekonstruiert - seinen spannenden Text finden Sie unter diesem Link.
Für Abonnenten: Der Senat sitzt schon zwei Jahre an der Hausaufgabe, die ihm das Berliner Abgeordnetenhaus erteilt hat: einen Hochhaus-Entwicklungsplan zu erarbeiten. Jetzt liegt ein Entwurf vor, der nächste Woche voraussichtlich im Senat besprochen wird. Demnach sollen Hochhäuser künftig eine besonders hohe städtebauliche und architektonische Qualität haben, einen Mehrwert für die Allgemeinheit bringen sowie besonders energiesparend und ökologisch sein. Die Öffentlichkeit dürfte freuen, dass das Erdgeschoss für die Allgemeinheit nutzbar sein – und die oberste Etage in der Regel ein frei zugängliches Dachgeschoss erhalten soll, etwa mit einer Aussichtsplattform oder Gastronomie (Investoren und Penthaus-Freunde dürfte das weniger begeistern). Der Senat plant gar einen „neuen Hochhaustypus“: Der soll „multifunktional nutzbar“ sein, und zwar für Wohnen, Arbeiten, Kultur, Handel, Soziales und Freizeit. Seit 1989 wurden übrigens erst 25 Hochhäuser über 60 Meter in Berlin gebaut – fast alle sind gewerblich genutzt. Auf bestimmte Gebiete, wo solche Bauten entstehen (oder verboten sein) sollen, will sich der Senat übrigens nicht festlegen lassen.
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Für Abonnenten: Es soll ja Leute geben, die Polizisten anschwärzen, weil die für den Kauf eines Bechers Kaffee mal nicht ganz ordentlich parken. Die dürfte die folgende Nachricht vermutlich ärgern: Auch künftig brauchen Polizeiautos kein Ticket in den Parkzonen. Die Senatsverwaltung für Umwelt und Verkehr hat die Ausnahmegenehmigung für alle Einsatzkräfte verlängert, und das bis 2022. Wer sich jetzt fragt, warum das überhaupt nötig ist: Bis vor wenigen Jahren galt die Anweisung, dass sich Polizisten einen Parkschein ziehen mussten, wenn sie nicht im Blaulichteinsatz waren. Sie sollten sogar Kleingeld dabeihaben, um die Automaten zu füttern.
Hoffentlich hören die das drüben auf der Insel nicht: Nach Meinung des scheidenden Charité-Vorstandsvorsitzenden könnte Deutschlands Wissenschaft vom Brexit profitieren. „Die Topwissenschaftler auf der Insel fürchten den Brexit“, sagt Karl Max Einhäupl im Tagesspiegel-Interview. „Sie versuchen, die bilateralen Kooperationen zwischen Hochschulen zu intensivieren. Insofern wäre die Charité ein Brexit-Gewinner, so bedauerlich der Brexit ist.“ So habe die Hochschulmedizin aus Oxford kürzlich ein Büro an der Charité eröffnet. „In zehn Jahren ist Berlin führend im weltweiten Medizingeschäft. So wie Boston mit der Harvard Medical School und den darum angesiedelten Firmen heute.“
Im Interview verriet Einhäupl auch, dass die Zeit unter dem Klaus-Wowereit-Senat eine bittere Pille war: So wollten der damalige Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) und sein Finanzsenator Ulrich Nußbaum das Bettenhochhaus der Charité nicht erhalten – ausgerechnet das Wahrzeichen der Klinik.
Das Tegeler Flughafengelände ist endgültig zum gelobten Land für Berlins Politiker geworden. Sie wollen dort nicht nur Wohnungen bauen, Studenten studieren lassen und Firmen ansiedeln, sondern auch Hertha BSC eine neue Heimat bieten. Sportsenator Andreas Geisel (SPD) hat dem Verein angeboten, sich dort mit einem neuen Stadion anzusiedeln – natürlich nach Schließung des Flughafens. Das Angebot sei ein gutes Signal, sagte Vereinspräsident Werner Gegenbauer im Tagesspiegel-Interview. Die neue Arena für Hertha TXL wäre dann frühestens 2027/28 möglich. In Tegel tagt heute übrigens der Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft, der sich aber nicht mit der schönsten Nebensache der Welt, sondern hauptsächlich mit der Lage auf der Schönefelder BER-Baustelle befassen wird.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Es folgt: Reklame. Und zwar in eigener Sache. Zahlende Abonnenten erhalten ab morgen jeden Sonnabend den Checkpoint am Wochenende. Warum Sie sich den auf keinen Fall entgehen lassen sollten, hat Thomas Wochnik in der aktuellen Ausgabe des gedruckten Tagesspiegels zusammengefasst – oder nachzulesen unter diesem Link. Mit Arthur Schopenhauer, Michael Müller und Annemie Vanackere.
Er galt als großer Niedermacher, war gnadenlos ins seiner Schärfe und dabei unfassbar komisch – Wiglaf Droste. Mit gerade mal 57 Jahren ist der Dichter, Satiriker und Sänger gestorben. Aber „eigentlich war er ein Liebender“, schreibt Tagesspiegel-Kollege Kai Müller über ihn. Von 2000 bis 2009 arbeitete Droste auch für den Tagesspiegel. Einen seiner Texte widmete er den Berliner Hunden und ihren Besitzern: „Jahrzehntelang war Berlin entmilitarisierte Zone. Das aber passte nicht zum preußischblauen Charakter. Der Berliner schaffte sich Hunde an und ließ sie Tretminen auslegen.“
Mit einem Aufstiegsproblem hat dafür SPD-Politikerin Mechthild Rawert zu kämpfen. Ein Plakat mit ihrem Konterfei hängt an einem Laternenmast in der Tempelhofer Ullsteinstraße und wirbt für ihre Wahl – in den Bundestag (Fotobeweis hier). Der Vermutung, dass sich die Genossen vielleicht in der Plakatkiste vergriffen haben (es ist ja Europawahl), widerspricht Frau Rawert: Ihr Abbild sei wohl wegen anderer Plakate so hoch gerutscht, eine Demontage nun zu gefährlich. Den Wiedereinzug in den Bundestag hat die Politikerin 2017 übrigens verpasst. Das war wohl auch zu hoch.
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Eichhörnchen leben weiter gefährlich in Berlin. Das Seil, das Sciurus vulgaris eine Querung der Grunewaldstraße erlauben sollte, ohne auf dem Kühlergrill zu enden, kommt doch nicht. Das schreibt Tagesspiegel-Kollegin Sigrid Kneist in ihrem „Leute“-Bezirksnewsletter aus Tempelhof-Schöneberg. Besonders bei Regen könnte das armdicke Seil eine zu große Last sein für die Bäume, zwischen denen es gespannt werden sollte. Es droht Bruchgefahr.
Apropos nass: Nach dem ordentlichen Regen am Donnerstagvormittag hat sich gezeigt, dass das Abgeordnetehaus nicht ganz dicht ist. Der Grünen-Poltiker Georg Kössler twitterte ein Foto von einem Eimer in den es offenbar hinentröpfelte.
Der neue CDU-Landesvorstand wird zwar erst am morgigen Sonnabend gewählt, aber die Partei in Prenzlauer Berg weiß schon das Ergebnis: Sie hat Einladungen für den 28. Mai verschickt, und zwar zu „Diskussion und Empfang mit dem CDU-Landesvorsitzenden Kai Wegner“(Fotobeweis hier). Vermutlich kennen sie in P'berg auch schon die Lottozahlen von morgen.
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Berlin ist nicht nur ein heißes Pflaser, sondern auch ein ziemlich lockeres. Denn auf vielen Gehsteigen sind die Steine los. In Prenzlauer Berg wundern sich schon die Gewerbetreibenden über die Stolperfallen, wie CP-Kollege Robert Ide in seinem Pankow-Newsletter schreibt. Liegt es womöglich am Sand zwischen den Steinen, der Berlin nicht so recht zusammenhält? Der zuständige Pankower Baustadtrat Vollrad Kuhn (Grüne) hat so seine Theorie zu den Rolling Stones: Womöglich liegt es auch an „Gaststättenaußenplätzen mit ungeeigneter Bestuhlung oder Ausspülungen durch von Markisen oder Vorbauten tropfenden Regenwassers“.
Aus gastronomischen Gründen folgt jetzt ein Berliner Klassiker: Ick sitze da un esse Klops. / Uff eemal klopp’s. / Ick kieke, staune, wundre mir,/ Uff eemal jeht se uff, de Tür. / Nanu denk’ ick, ick denk’ nanu, / Jetzt is se uff, erscht war se zu? / Un ick jeh raus un blicke / Un wer steht draußen? – Tim Raue. Der Sternekoch eröffnet in der Potsdamer Villa Kellermann ein Restaurant, dessen Konzept ans frühere Berliner „La soupe populaire“ angelehnt ist. Und dort war Klops der Renner.
Und noch ein Renner: Während es den einen oder anderen Berliner am Wochenende zum Rennsteig-Marathon in den Thüringer Wald zieht, dreht die Checkpoint-Laufgruppe ihre Runden durch den Rudolph-Wilde-Park und Volkspark Wilmersdorf (übrigens schon die 16. Aktion). Statt Marathon wird am Sonnabend, 11 Uhr, in zwei Gruppen je sechs und zwölf Kilometer gelaufen. Der Treffpunkt befindet sich hinterm Rathaus Schöneberg (Parkplatz in der Straße „Am Rathaus“). Wir bringen wie immer einen Lauftrainer, Getränke und ein Auto für Wechselklamotten mit - und dieses Mal auch Freistarts für ein exklusives Rennen.
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Deutschland schafft den 500-Euro-Schein ab, eine Sportstudiokette gleich das gesamte Bargeld. Seit Mitte Mai stellt „Fitness First“ alle Filialen auf bargeldloses Bezahlen um. Das vereinfache Prozesse, schrecke Kriminelle ab und verschaffe den Mitarbeitern mehr Zeit für die Mitglieder, heißt es bei dem Konzern. Vielleicht sollten Berlins Gastronomen mal öfter zum Sport gehen.
Wo kein Licht ist, da sind auch Ratten: Das scheint zumindest für den Alex gelten. Der neue Platzkoordinator hat Bilanz seiner ersten 100 Tage gezogen und kritisierte unter anderem die schlechte Beleuchtung des Areals. Zudem flitzten die Ratten nicht nur über den Platz, sondern würden sich unterirdische Gänge in Richtung der Fast-Food-Läden graben – Rattatouille am Alex.
„Süßer Hintern“ – so stand‘s dick auf den Regenhüllen, die über alle Sättel der Kinderfahrräder vor einer Grundschule in Lichtenberg gestülpt waren. Das Ganze war eine Werbeaktion von Deliveroo, über die die Eltern alles andere als begeistert waren. Reaktion des Lieferservices: „In der Vergangenheit wurden diese Aktionen von unseren Kunden immer gut angenommen.“ Aber nun habe man bei der Durchführung dieser Kampagne einen Fehler gemacht. „Dies war so nicht geplant. Dafür möchten wir uns entschuldigen."
Nach dem Mietendeckel kommt der Autobahndeckel: Nachdem es in Charlottenburg-Wilmersdorf und Tempelhof-Schöneberg Bestrebungen gibt, die dortigen Trassen der Stadtautobahn zu überbauen, zieht jetzt Reinickendorf nach. Dort geht es um die A 111, die bereits jetzt teilweise im Tunnel verläuft.
BER Count Up – Tage seit Nichteröffnung:
Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hat das Wunder vollbracht: Am 31. Oktober 2020 ist der Flughafen BER offiziell eröffnet worden. 3.073 Tage nach der ersten Nicht-Eröffnung stellen wir damit unseren Count Up ein. Wer nochmal zurück blicken will: Im Tagesspiegel Checkpoint Podcast "Eine Runde Berlin" spricht Lütke Daldrup mit Tagesspiegel Chefredakteur Lorenz Maroldt und Checkpoint Redakteurin Ann-Kathrin Hipp über detailverliebte Kontrollen, politische Befindlichkeiten und aufgestaute Urlaubstage.
Zitat
"Ohne Menschen wie Sie wäre mein Leben heute viel trauriger."
Sören Benn (Linke), Bezirksbürgermeister von Pankow, bei einer Veranstaltung von Tagesspiegel und Bezirksamt zu früheren Ost-Berliner Oppositionellen, die vor 30 Jahren die Fälschung der Kommunalwahlen durch die SED aufdeckten.
Tweet des Tages
Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich für zwölf Stunden bei Twitter gesperrt.
Stadtleben
Essen & Trinken – Schon mal in Kroatien gewesen? Falls Sie diese Frage mit „Ja“ beantworten, sich aber nicht mehr wirklich an den Trip erinnern können, liegt das sicherlich nicht an dem deftigen Essen, sondern an der Tatsache, dass das Land in etwa so groß (oder klein) ist wie Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz zusammen. An der Küste isst man allerlei Meerestiere, der Südosten ist bekannt für seine Fleischgerichte, während im Inland die süddeutsche Küche durchaus üblich ist. All das vereint das kroatische Restaurant in den Bögen vom S-Bahnhof Bellevue. Neben Schnitzel steht im „Marjan Grill” Balkanleber mit Speck und Pommes (11,45 Euro) im Menü. Für die Unentschlossenen bietet sich die Potpourri-Platte mitCevapcici, Koteletts und Rinderleber mit Djuvec-Reis an (13,90 Euro). Der kräftige Fleischgeschmack kann im Anschluss mit einem kroatisch-trockenen Grasevina (18,50 Euro/ Liter) heruntergespült werden. Flensburger Straße 411, S-Bhf Bellevue, Tägl. 12-24 Uhr
Berlinbesuch – Ein Streik macht hungrig, ein unermüdlicher umso mehr. Wer zwischen 12 und 14 Uhr beim „Fridays for Future“ Klimastreik im Invalidenpark dabei war (siehe Demo), kann gleich da bleiben zum gemeinsamen Picknick und Austausch mit den Berliner „Parents for Future“. Eingeladen sind Klein und Groß, eine Picknickdecke und etwas zum Schnabulieren darf gerne mitgebracht werden. Auf dem Programm stehen Vorträge – u.a. zum Thema Mobilität, Klimakrise und die Möglichkeit, Banner für die Aktion „One Million Balconies“ zu bemalen. Die sollen an private Balkone gehängt werden, um den Klimaschutz nach außen sichtbar zu machen. Invalidenstraße 27, S-Bhf Nordbahnhof
Geschenk– In vino veritas – also „Im Wein liegt die Wahrheit” wie der Kater im Suff. Aber Suff ist nicht gleich Suff. „Suff ist heilig. Suff ist profan. Suff ist Kiez.” Verwirrt? Dann mal weiter: Suff ist Ihre letzte Hoffnung. Denn bei „Suff” finden Sie den Wein, den Sie vielleicht gesucht, aber noch nie empfohlen bekommen haben. Die Kreuzberger Weinhandlung mit dem unglaublich passenden Namen macht große Versprechen. Der richtige Wein als Geschenk, zum Essen, zum Date, für die nächste Party oder ‘nen Abend im Görli – im Suff sollen Suchende fündig werden. Nicht mehr – und nicht weniger. Oranienstraße 200, U-Bhf Görlitzer Bahnhof, Mo-Fr 13-19.30 Uhr, Sa 11-17 Uhr
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Karten sichern – Es hätte sich kaum eine passendere Einleitung für die folgende Ankündigung finden können als der Bezug zum tristen Regenwetter. Menschen tummeln sich auf der Straße, vergraben sich tief unter ihren Regenschirmen. Geregnet hat es 1877 wohl auch in Paris, als der französische Impressionist Gustave Caillebotte sein Meisterwerk namens „Straße in Paris, Regenwetter“ pinselte. Auf Reisen ist das imposante Kunstwerk selten gewesen, schließlich sind die Figuren in Lebensgröße gemalt worden. Für ein paar Monate zieht das Meisterstück nun als Sonderpräsentation von Chicago nach Berlin in die Alte Nationalgalerie. Das Ölgemälde kann an mehreren Terminen in einer öffentlichen Führung bestaunt werden. Eintritt 12/ ermäßigt 6 Euro. Bodestraße 1-3, S/ U-Bhf Hackescher Markt, Di-Mi & Fr-So 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr
Last-Minute-Tickets – Sie leben in der Großstadt zwischen Beton und Steinen, wollten aber schon immer Ihr eigenes Ökosystem erschaffen? Nun, einen guten Start zum grünen Selbstverwirklichungsdaumen bietet der heutige Workshop „Create a Terrarium in Prenzlauer Berg“, in dem Sie von 19 bis 21 Uhr kleine Glasgefäße mit Pflanzen und Moos bestücken können – und darüber hinaus auch lernen, diese nicht innerhalb der nächsten Tage wieder zu Unkraut werden zu lassen. Alle Materialien für Ihren kleinen Dschungel sind im Preis enthalten, Snacks und Getränke sind auch dabei. Tickets gibt es hier für 59 Euro. Der Workshop ist auf Englisch. Sredzkistraße 57, U-Bhf Eberswalder Straße
Noch hingehen – Ob auf der Balkanroute übers Mittelmeer oder über andere Wege – Hunderttausende Menschen machten sich im Sommer 2015 auf den Weg in ein unabsehbares Schicksal. Unter ihnen die Gestalter der Ausstellung „Yallah!? – über die Balkanroute“, die die Route mitgelaufen sind. Bevor die Wanderausstellung weiter nach Kiel zieht, ist das Foyer der Rosa-Luxemburg-Stiftung noch Schauplatz für Erfahrungen der Geflüchteten. Frei zugänglich sind die Audio- und Videoeindrücke noch bis einschließlich 23. Mai – wobei „frei zugänglich“ im wahrsten Sinne gemeint ist, die Ausstellung ist kostenlos und kann 24/7 besucht werden. Hier gibt’s schon mal einen kurzen Vorgeschmack. Franz-Mehring-Platz 1, U-Bhf Weberwiese
Mit diesen Stadtleben-Tipps wünscht Ihnen Carina Kaiser einen entspannten Freitag!
Prominent verraten
In dieser Woche haben wir Vera Gäde-Butzlaff gesucht, erraten hat's CP-Leser Dirk Lilie. Herzlichen Glückwunsch! Auf den „Mehr Berlin“-Seiten gibt's morgen noch mehr Fotos zu sehen.
Berlin heute
Verkehr – Wegen der Oldtimer-Show „Classic Days“ riecht es am Wochenende nicht nur nach frisch poliertem Lack auf dem Kurfürstendamm (Charlottenburg), ab 4 Uhr bis Montagmorgen 5 Uhr ist dieser auch in beiden Richtungen zwischen Joachimsthaler Straße und Leibnizstraße voll gesperrt, ebenso die Ausfahrt Johannistaler Chausee auf der A113 (Schönefeld-Zubringer), und zwar ab 6 Uhr bis vsl. 3. Juni. Auf der Oppelner Straße (Kreuzberg) in Höhe U-Bhf Schlesisches Tor steht von 20 Uhr bis Sonntagmittag nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Muskulöse Gründe hat der mögliche Stau ab 18 Uhr rund um die Mercedes-Benz-Arena, weil Stars vom World-Wrestling-Entertainment aufeinandertreffen. Musikalische Gründe hat hingegen der wahrscheinliche Stau rund um die Columbiahalle (Tempelhof), wo „Von Wegen Lisbeth“ ab 20 Uhr die Bühne rocken. Mehr Infos zum Verkehr finden Sie wie immer bei der VIZ.
Demonstration – Ein von Verdi angemeldeter Aufzug zieht unter dem Motto „Tarifbewegung Banken” mit ca. 850 Menschen von 10 bis 14 Uhr von der Burgstraße über Mitte bis hin zur Köpenicker Straße. Etwa 500 Menschen finden sich zum„Fridays for Future – Klimastreik” zwischen 12 und 14 Uhr im Invalidenpark in Mitte ein. Rund 150 Teilnehmer wollen zwischen 16 und 18 Uhr in der Alten Schönhauser Straße in Mitte die „Ausgliederung von Belegschaftsteilen in der Hostelkette 'Wombat’s' verhindern”. Heute, am „Internationalen Tag gegen Homophobie und Trans*Phobie” hat Maneo e.V. ca. 100 Teilnehmer von 17.15 bis 18.45 Uhr zur Demo in der Fuggerstraße in Schöneberg angemeldet.
Gericht – Weil er als Pfleger in einer Pflegeeinrichtung einen psychisch kranken Mann nachts aufgeweckt und mit einer Horrormaske erschreckt haben soll, muss sich ein 38-Jähriger verantworten. Er und ein gesondert verfolgter Mittäter sollen das Geschehen mit einem Handy aufgenommen und dann in einer WhatsApp-Gruppe verbreitet haben (11 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 862).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Pedro Wolfgang Bamberg (70), „Lieber Wolf. Bleib fit für Dein soziales Engagement, Deine Enkel und Deine Frau“ / Udo Lindenberg (73), Rockmusiker / Jana Petersen (41), Schauspielerin und Journalistin, seit 2010 Redakteurin bei der taz / Marianne von Weizsäcker (87), Ehefrau des fr. Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker / Michael Wolffsohn (72), Historiker und Politikwissenschaftler / Christine Hammer (42), „charmanteste Bildereinrahmerin vom Kurfürstendamm, beste Chefin und Freundin sowieso“
Sonnabend – Tatjana Blacher (63), Theater- und Fernsehschauspielerin / Bernhard Brink (67), Schlagersänger, Fernseh- und Radiomoderator / Thomas Gottschalk (69), Radio- und Fernsehmoderator / Cleo-Margitta Huse (75), „eine große Clownin und Psychotherapeutin, früher Berlin jetzt Wendland“ / Katt’n Bethmann, „alles Liebe von Aaaaannett“ / Anita Kupsch (79), Schauspielerin / Lea Schiefelbein (23), Mitglied der BVV Tempelhof-Schöneberg (Grüne) /„Zum Geburtstag die besten Wünsche und weiter tolle Kondi. Du siehst, auch nach Holland erreichen wir Dich, Tine. Dicken Kuss, die Zehlendorfer“
Sonntag – Kornelia Boje (77) Schauspielerin, Autorin, Synchron- und Hörspielsprecherin / Hamze Bytyci (37), Politiker (Linke) und Schauspieler / Rodrigo „Rod“ Andrés González Espíndola (51), Musiker, Komponist und Mitglied der Berliner Band „Die Ärzte“ / Wolfram Heicking (92), Komponist, Musikwissenschaftler und Hochschullehrer / Peter Kulus (80), „Liebste Geburtstagsgrüße von Conny, Wolfgang und dem kleinen A…. :-)“ / Maja Lasić (40), für die SPD im AGH / Barbara Schöne (72), Schauspielerin und Sängerin / Günter Ziegler (56), Mathematiker und Präsident der FU Berlin
Sie möchten jemandem zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.
Gestorben – Silvester Berger, * 2. August 1936 / Hannelore Bleck, * 30. März 1932 / Bernt Conrad, * 27. September 1928 / Holger Dworog, Mitarbeiter bei den Berliner Wasserbetrieben im Bereich Trinkwasserversorgung / Cordula Gripp, * 11. Februar 1925 / Adolph Kunert, * 11. Februar 1922, „1. wissenschaftlicher Leiter des Zeiss Planetariums am Insulaner, ehemaliger Leiter der Sternwarte“ / Horst Risse, * 14. Dezember 1944
Stolperstein – Trautenaustraße 5, Wilmersdorf: Hier lebte Hans-Peter Goldemann (Jhg. 1924) am Tag der Volkszählung (17. Mai 1939). Am 10. Januar 1944 wurde er nach Theresienstadt deportiert. Es folgte eine weitere Deportation nach Auschwitz, bevor er nach Dachau weiterdeportiert und ermordet wurde.
Im Tagesspiegel
Mehr als eine Party: Die Menschen in Tel Aviv fühlen sich durch den Eurovision Song Contest als Teil Europas. Lesen Sie die Reportage von Lissy Kaufmann und Sebastian Leber heute auf Seite 3 im Tagesspiegel und im E-Paper.
Encore
Alles hat ein Ende, auch dieser Checkpoint. Die Fortsetzung ist aber gesichert – Abonnenten können sich, wie schon erwähnt, am Sonnabend auf die neue Wochenendausgabe freuen. Die anderen müssen sich leider bis Montag gedulden, wenn die nächste Gratis-Kurzstrecke erscheint. Fans der Serie „Game of Thrones“ sind da bedeutend schlechter dran. In der Nacht von Sonntag auf Montag läuft die unweigerlich letzte Folge (wer jetzt nicht weiß, worum es darin geht, der sollte mal laut „Dracarys“ in die volle S-Bahn rufen und die Reaktionen abwarten.) Na, jedenfalls sind nicht wenige Fans der Serie mit dem Verlauf der achten und letzten Staffel absolut unzufrieden. Bislang haben 700.000 Menschen (Stand 6 Uhr) eine Online-Petition unterzeichnet, in der sie eine Neuverfilmung fordern.
Zum Glück gab’s noch kein Internet, als der tote Bobby Ewing plötzlich in „Dallas“ unter der Dusche wieder auferstand.
Höchst lebendig sind hier morgen Lorenz Maroldt und Thomas Wochnik mit dem Wochenend-Checkpoint zur Stelle.
Am Montag gibt’s hier die nächste Folge der aktuellen Checkpoint-Staffel. In der Hauptrolle: Lorenz Maroldt.
Bis bald