Kurzer Ausflug auf die Insel, wo der alte Punk-Gassenhauer „Anarchy in the U.K.“ zur Nationalhymne wird: „Letzter Anlauf für den Brexit-Deal“ lautet die Parole der Stunde, der Countdown läuft, alle Wortspiele sind gemacht (Brexitus, May-day, May-be…).
Spannend wird es heute bei der Berliner CDU, der Vorstand berät das weitere Vorgehen im Machtkampf um die Führung. Und der Regierende Bürgermeister bangt dem SPD-Parteitag am Sonnabend entgegen – dort geht es um die Frage der Enteignung großer Immobilienunternehmen (zur Beruhigung der Gemüter gerne „Vergesellschaftung“ genannt). Müller hat sich nach einigem Geschwurbel („… nur als 4. oder 5. Schritt…“) jetzt deutlich dagegen ausgesprochen, das bedeutet aber auch: Bei einer Niederlage droht ihm die Abrissbirne, nicht nur als SPD-Chef. Die Linke unterstützt das Volksbegehren, die Grünen haben eine Woche vor dem Start noch immer keine klare Haltung.
Anruf von David Eberhart, Sprecher des Verbands der Wohnungsunternehmen – er entschuldigt sich für seinen „Brandstifter“-Tweet zu einem Tagesspiegel-Artikel, in dem die „Deutsche Wohnen“ nach Anschlägen auf Firmenwagen als umstrittenes Unternehmen bezeichnet wird (CP von gestern). Die Stimmung in der Stadt ist aufgeladen, in Pankow will die Linksfraktion den Anbau von Aufzügen verbieten, in der Deutschen Oper hört ein Checkpoint-Leser auf der Toilette folgenden Dialog: „Meine Mutter hat im Prenzlberg eine Wohnung gekauft, da sind aber noch zwei Mieter drin. Jetzt überlegen wir, wie wir die rauskanten. Vielleicht über Eigenbedarf und ich ziehe zum Schein für ein paar Monate ein. Jedenfalls stellen wir ihnen erstmal für zwei Tage das Wasser ab.“ Dabei wird genau das gerade dringend zum Abkühlen gebraucht.
Anzeige
Holländischer Griff schützt Radfahrer
Unachtsam geöffnete Autotüren sorgen für schwere Unfälle mit Radfahrern. Richtig gemacht: Die Fahrertür wird von innen mit der rechten Hand geöffnet, der Blick geht nach hinten. So werden Radfahrer schneller gesehen. Ein Tipp von der Unfallkasse Berlin – der gesetzlichen Unfallversicherung des Landes Berlin.
www.unfallkasse-berlin.de
Aus dem „Stadtentwicklungsplan Wohnen 2030“ (neueste Fassung aus dem Haus von Stadtentwicklungssenatorin Lompscher, Vorlage für die Senatssitzung am kommenden Dienstag): „Der Wohnungsmangel ist eine der Hauptursachen für die dramatisch steigenden Preise (…) und die sozialen Folgen.“ Fast schon komisch, dass daran erinnert werden muss. Und weiter: „Es gilt, die kurz- und mittelfristig möglichen Wohnungsbaupotenziale zu realisieren. Dabei kommt es auf alle Akteure im Wohnungsmarkt an.“ Wer sagt’s ihnen?
Noch ist der Flughafen Tegel nicht geschlossen, da droht schon Verzug bei der Nachnutzung – der Verkehrsverwaltung fehlten Daten zur künftigen Straßennutzung, in einem internen Papier heißt es: „Trotz umfangreichen und sehr aufwändigen, über mehrere Monate hinweg durchgeführten Untersuchungen und Abstimmungen, war es bisher nicht möglich, diesen Nachweis zu erbringen. Das hat auch zur Folge, dass die dringend notwendigen Gespräche und Verhandlungen mit dem Bund zur Entwidmung des Autobahnzubringers bisher nicht geführt werden konnten.“
Auch das Mobilitätsgesetz macht Ärgerin Tegel – weil es Teilen der bisherigen Pläne entgegensteht, drohten „gravierende Verzögerung des Baubeginns der Straßen von ca. 2 Jahren“, heißt es in den Papieren weiter. Um das zu verhindern, wurde zwischen den Senatorinnen Lompscher und Günther ein Kompromiss vereinbart: Die Anforderungen des Gesetzes werden „vollumfänglich erfüllt“, die Entwurfsplanung aus dem Jahr 2016 wird dennoch „nicht geändert“. Ob Quadratur des Kreises oder Verwürfelung des Balls – diese Koalition kann einfach alles (jedenfalls aufschreiben).
Anzeige
Vor 300 Millionen Jahren lebte Orobates pabsti – lange vor den Dinosauriern. Obwohl sich dieses Fossil nur teilweise aus dem Gestein präparieren ließ, konnte es im Rahmen eines interdisziplinären Forschungsprojekts digitalisiert, in ein lebensgroßes Modell überführt und animiert werden. Zukünftig zu sehen im Humboldt Forum. Mehr Infos hier
Anzeige
Ist das Klopapier alle, gehört die übrig bleibende Papprolle in die Papiertonne. Alle anderen Abfälle aus Papier und Pappe genauso. Dann können sie sortiert und dem Recycling zugeführt werden. Abfalltrennung ist damit ein wertvoller Beitrag für den Ressourcenschutz und die Umwelt.
So trennt man richtig.
Die Polizeidatenbank „Poliks“ funktioniert offenbar so ähnlich wie eine Schachtel Pralinen der Marke „Nur für den Dienstgebrauch“ - solange sie sich beobachtet fühlen, schleichen alle nur drum herum, aber dann greift doch der eine oder die andere zu. Berlins Datenschutzbeauftragte Maja Smoltczyk bemängelt jedenfalls „häufigen Missbrauch“ – mal mit der Absicht, 45 politisch motivierte Drohbriefe zu verschicken, mal „um Informationen über den Nachbarn zu erhalten oder den Schwager zu ärgern“ (dabei würde es dafür ja vielleicht schon reichen, dessen Pralinen zu aufzuessen).
Anzeige
Thüringen feiert 100 Jahre Bauhaus
Im Jahr 1919 wurde das Bauhaus in Weimar gegründet. 100 Jahre später feiert das ganze Land die Gründung der Avantgarde-Schule, deren Ideen von Thüringen aus um die Welt gingen. Alle Themen und Veranstaltungen unter:
bauhaus.thueringen-entdecken.de
Ein kulinarischer Kulturkampf ganz anderer Art tobt in Kreuzberg um die Geschäfte in der Markthalle Neun – am Wochenende demonstrieren Anwohner mit politischer Unterstützung (u.a. der SPD) gegen die Vertreibung von „Aldi“ aus dem Feinschmecker-Paradies. Gestern Abend meldete sich jetzt ein Gründer der Handwerksmetzgerei „Kumpel & Keule“ beim Checkpoint, sein Kommentar zur Lage des Schnitzels: „Es kann nicht sein, dass die Sozialdemokratie nun zum Protest für einen Konzern aufruft, dessen Preise auf Ausbeutung und Zerstörung unserer Zukunft basieren und dessen Gewinne aus der Stadt abfließen.“ Es kommentiert Stephan Remmler: „Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei.“
Berliner Schnuppen
Telegramm
Wegen des Druckerstreiks kam der nächste Streik bei der BVG nicht mehr überall rechtzeitig in der Zeitung an, deshalb hier unsere CP-Empfehlung: Rad aufpumpen, Auto betanken, Fußweg berechnen, krankschreiben lassen – machen Sie, was Sie wollen, aber versuchen Sie nicht, am Montag mit U-Bahnen, Bussen oder Straßenbahnen voranzukommen.
Und damit kommen wir zum Betriebsstörungsbingo, denn gestern war Großspieltag: Die S-Bahn beteiligte sich mit Ausfällen und Verspätungenauf sensationellen 10 Linien – als Joker brachte sie „Behördliche Maßnahmen“ in Umlauf (auch geeignet als „Schwarzer Peter“).
Im Theater ums Monbijoutheater ist der Vorhang gefallen: Der bisherige Chef Christian Schulz muss nach 21 Jahren die Bühne verlassen und die Strandbar räumen – sein Geschäftspartner David Regehr übernimmt (beide betreiben zusammen noch „Clärchens Ballhaus“). Gewinne sollen künftig in den Park investiert werden.
Aus der Spambox: Eine PR-Firma mit der Adresse „Rindermarkt 7“ (München) kündigt einen „spektakulären Rasentausch im Berliner Olympiastadion“ an. Vielleicht versucht‘s Hertha ja jetzt mal in Blau.
So, was haben wir noch… ach ja, hier: Bevor das ITDZ vom neuen Wilmersdorfer Dienstgebäude aus die Verwaltung verkabelt, wird dort erstmal eine Lounge möbliert – laut Ausschreibung (hier einzusehen) u.a. mit Barhockern. Das klingt gemütlich - der Checkpoint empfiehlt dazu als Hintergrundmusik „Digital“ von Joy Division („Day in, day out") und als Drink einen „Screwdriver“.
Anzeige
Frühjahrsauftakt 2019: 10% Frühjahrsrabatt
Zum 6. Mal läutet unser alljährliches Kundenfest den Start in die neue Gartensaison ein. Unter dem Motto: Spiel, Spaß, Sparen und Gewinnen erwarten wir Sie am Samstag, dem 6. April 2019, von 8 bis 18 Uhr in allen drei Niederlassungen mit einem Blumengruß für die ersten 1500 Besucher und einem bunten Strauß schöner Überraschungen. www.possling.de
Wir bleiben musikalisch und schalten um zu einem „Ärzte“-Song von 1988 mit aktuellem Bezug: „Oh ich hab' solche Sehnsucht / Ich verliere den Verstand! Ich will wieder an die Nordsee / Ich will zurück nach Westerland“ – ok, und von Mai an geht das auch direkt ab TXL (Easyjet). Dazu der Kommentar von Farin Urlaub: „Es ist zwar etwas teurer, dafür ist man unter sich.“
Allerdings ist dann die persönliche Klimabilanz versaut – sauberer geht’s per Zug, so reist auch die Klimaaktivistin Greta Thunberg, die heute in Berlin die Schülerdemo anführt (mehr dazu unter „Demonstration“).
Apropos Greta: Tierparkdirektor Andreas Knieriem hält nichts davon, unserem Eisbärbaby diesen schönen Namen zu verpassen (Mehrheitsvorschlag bei der Checkpoint-Umfrage) – er möchte politische Bezüge vermeiden. Ach, und sieben Angebote für eine Patenschaft liegen vor – sie werden gerade von einer Kommission gesichtet.
Und nochmal zurück nach Sylt über einen kleinen Umweg durch die Heinsestraße (Hermsdorf) – dort hängt eine interessante Ausschreibung am Bretterzaun vor der Nr. 53: „Wir stellen ab sofort ein: Forellen-Bestatter(in) für eine Zubereitung auf der letzten Reise in Würde und Respekt - bitte pietätvoll im Laden melden!“. Ok, Auflösung: Arbeitgeber ist das Feinschmecker-Restaurant „Der Gaideck“, nach eigenen Angaben „die beste Fischbude südwärts von List“.
Unter dem Titel „Unfallfrei durch die Fahrradsaison“ kündigt die Polizei Rechtsabbiegerkontrollen an (1. bis 12. April). CP-Hinweis ans Präsidium: In Berlin ist immer Fahrradsaison.
Anzeige
Die digitalisierte Gesundheitswirtschaft in Berlin-Brandenburg - das Motto des diesjährigen Tagesspiegel Fachforum Gesundheitswirtschaft am 15. Mai.
Freuen Sie sich unter anderem auf Michael Müller, MdA, Reg. Bürgermeister sowie Nicole Ludwig, MdA, Sprecherin für Wirtschaft Bündnis 90/Die Grünen.
Jetzt anmelden
Die schönste U-Bahn der Welt ist unterwegs zum Innsbrucker Platz – jedenfalls auf diesem Bild hier. Da weiß ich immerhin schon mal, was die BVG mit den Einnahmen aus meiner neuen Jahreskarte macht. Es kommentiert Capital Bra: „Roli Glitzer, Glitzer, Roli Glitzer, Glitzer (na na na, yeah).“
Im vergangenen Jahr wurde u.a. der Tagesspiegel im Roten Rathaus mit der Mendelssohn-Medaille für gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet (Berliner Unternehmerpreis, ausgelobt vom Regierenden Bürgermeister, der IHK und der HWK), jetzt startet die Bewerbungsphase für 2019 – alle weiteren Infos gibt‘s hier.
Rückkehr nach Tempelhof! Nein, hier sind nicht die Rosinenbomber gemeint (Schicksal zum Jahrestag weiter ungewiss), sondern die Mitglieder der Checkpoint-Laufgruppe, die sich hier vor zehn Wochen zum ersten Mal trafen und eine Runde ums Feld drehten (manche auch zwei). Damals nieselte es bei null Grad, diesmal sind 17 Grad und Sonnenschein vorhergesagt. Nach Ausflügen durch die Stadt (u.a. Schloss Charlottenburg, Treptower Park, Volkspark Rehberge und Tiergarten) treffen wir uns diesmal am Eingang Herrfurthstraße (Sonnabend, 11 Uhr). SCC-Lauftrainerin Natalie leitet das Warm-up, ein Auto für Wechselklamotten steht bereit und zur Erfrischung gibt’s Erdinger Alkoholfrei. Gelaufen wird wie immer in zwei Gruppen (sechs und zwölf Kilometer). Auch wenn Sie neu dazukommen wollen, sind Sie uns herzlich willkommen – nur bitte kurz einchecken unter checkpoint@tagesspiegel.de.
BER Count Up – Tage seit Nichteröffnung:
Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hat das Wunder vollbracht: Am 31. Oktober 2020 ist der Flughafen BER offiziell eröffnet worden. 3.073 Tage nach der ersten Nicht-Eröffnung stellen wir damit unseren Count Up ein. Wer nochmal zurück blicken will: Im Tagesspiegel Checkpoint Podcast "Eine Runde Berlin" spricht Lütke Daldrup mit Tagesspiegel Chefredakteur Lorenz Maroldt und Checkpoint Redakteurin Ann-Kathrin Hipp über detailverliebte Kontrollen, politische Befindlichkeiten und aufgestaute Urlaubstage.
Zitat
„Ich wär‘ sofort bereit, in den harten Straßenkampf zu ziehen!“
Grünen-Fraktionschefin Antje Kapek gestern Abend bei der Podiumsdiskussion zur Umsetzung des Mobilitätsgesetzes - das größte Hemmnis sieht sie bei den Bezirken.
Tweet des Tages
Jetzt verkauft der Budni an der Schönhauser Allee auch noch St. Pauli Jutebeutel. Wozu bin ich nach Berlin gezogen?
Stadtleben
Essen & Trinken - Im Big Sur im Graefekiez blickt man heute down south: Eigentlich als kalifornisches Restaurant bekannt, gibt sich die Location für ein venezolanisches Pop-up-Event her, um gemeinsam mit dem Team von Kärrecho zu zeigen, was lateinamerikanisches Street Food kann! Auf den Teller kommen dafür Hot Dogs (ab 6 Euro) nach venezolanischer Art, das heißt mit Pommes (ja, richtig gelesen!), Kohl und Zwiebeln. Dem Gast bleibt darüber hinaus, was das Topping angeht, einiges an Gestaltungsfreiheit, etwa ob Guasacaca oder Corn Sauce drüberkommt über das (auch vegetarische) Würstchen kommt. Zum Runterspülen wird das Friedrichshainer Kiez-Bier Straßenbräu ausgeschenkt, die Cocktailbar bleibt aber auch stets eine Option! Graefestraße 11, U-Bhf Schönleinstraße, 17-22 Uhr
Anzeige
Schlafes Bruder – Ein musikalisch-literarischer Abend
2.4.2019, 19:30
Radialsystem, Berlin
Ein Abend über die Macht der Musik, Liebe und die Abgründe der Zivilisation mit klassischer und zeitgenössischer Musik und Textauszügen aus Robert Schneiders berühmten Roman „Schlafes Bruder“. Ein Projekt der Cembalistin Elina Albach im Rahmen des PODIUM-Projekts #bebeethoven.
www.podium-esslingen.de
Am Wochenende den Zwängen der Großstadt entfliehen und raus in die Natur: Etwa auf der Stutenmilchfarm in Bredow, die nicht umsonst „die Grüne Oase“ heißt. Grün genug ist sie, um 36 Russischen Lastpferden eine artgerechte Heimat zu bieten. Die bedanken sich mit besonders mineralstoffreicher Milch, die obendrein in hauseigene Naturkosmetik verarbeitet wird. Darf natürlich beides mit nach Hause genommen werden! (Zur Grünen Oase 1, Regio bis Nauen, danach die Buslinie 667 bis Bredow Dorf)! Oder am Sonntag „Raus aus der Bude und rein in die Natur“ - ohne aus Berlin rausfahren zu müssen. Ein Trip mit der S-Bahn bis Priesterweg reicht, um rechtzeitig zum Frühlingsfest im Naturpark Schöneberg (Prellerweg 47-49) Wanderungen und Führungen mitzumachen und die Kinder über den Spieleparcours jagen lassen (12-17 Uhr, der Eintritt kostet 1 Euro).
Last-Minute-Diskussion mit „Frauenstimmen zur Luftbrücke“: Sie einte alle - egal, welche Schicht, Profession, oder welches Alter: Mit der Blockade West-Berlins mussten alle gleichermaßen umgehen. Das Tempelhof Museum widmet sich im Rahmen des „Frauenmärz“ der weiblichen Perspektive auf die Luftbrücke und lädt dazu ab 18 Uhr die Literaturwissenschaftlerin Simone Vobis und die Historikerin Marion Feise zur Diskussion. Der Eintritt ist frei. Alt-Mariendorf 43, U-Bhf Alt-Mariendorf
Anzeige
68er Spätlese
Die Kult-Komödie von Johannes Galli. Ein Hommage an eine wilde Zeit, die bestimmt war von der Sehnsucht nach Liebe, Freiheit und Gerechtigkeit.
Freitag 29.3. & Samstag 30.3. jeweils 20 Uhr in den Heckmann-Höfen, Berlin Mitte.
Galli Theater Berlin. Kartenreservierung unter 030-27596971 oder berlin@galli.de
Das komplette Programm unter: www.galli-berlin.de
Am Samstag auf die Releaseparty des digitalen Stadtmagazins MitVergnügen: Gefeiert wird, dass die Kollegen in einem ziemlich schicken Buch „Berlin für alle Lebenslagen“ aufgeschlüsselt haben. Ob es der Elternbesuch ist, das erste Date, oder man den Liebeskummer in einer möglichst schummrigen, pärchenfreien Bar mit guten Gin Tonics ertränken will – auf einen passenden Eintrag ist Verlass. Zelebriert wird in der Paloma Bar in Kreuzberg (Skalitzer Straße 135, U-Bhf Kottbusser Tor), erwartungsgemäß mit Speis und Trank – das Highlight: ein Kiez-Quiz mit spannenden Preisen (für treue Checkpoint-Leser bestimmt ein Klacks!).
Sonntagmorgen - Cineasten haben es gut in Berlin, Filmspielstätten gibt es zur Genüge, hin und wieder kommen sogar neue dazu. Da sieht es in der Provinz anders aus, etwa in Konstanz: Dort musste 2016/17 das Programmkino „Scala“ der Filiale einer Drogeriemarktkette weichen, nach heftigen, gleichwohl erfolglosen Bürgerprotesten. Filmemacher Douglas Wolfsberger hat darüber den Dokumentarfilm „Scala adieu - von Windeln verweht“ gedreht – und ist bei der Vorführung am Sonntag um 11 Uhr im Kino am Bundesplatz zu Gast. Mit ihm diskutieren Oliver Schruoffenegger, Baustadtrat von Charlottenburg-Wilmersdorf, Lukas Drevenstedt von der Clubkommission, sowie Kinobetreiber Martin Erlenmaier. Für diesen filmischen Zukunftstalk verlosen wir 3x2 Tickets (bis 12 Uhr). Bundesplatz 14, S/U-Bhf Bundesplatz
Anzeige
Apple hat neue iPads vorgestellt! Wenn Sie den Tagesspiegel als digitale Zeitung (E-Paper) lesen, schenken wir Ihnen das neue iPad Air 2019 oder iPad mini 2019 gratis dazu. Für nur 39,99 EUR pro Monat.
Jetzt entdecken.
Anzeige
Für gesundheitsbewusste Berlinerinnen und Berliner
Welche Vorsorgeuntersuchungen sind sinnvoll und was kosten sie? Und welche Rehakliniken in Deutschland empfehlen die Berliner Ärzte am häufigsten? Was können Sie tun, um die eigene Gesundheit für ein langes Leben zu erhalten, verrät Ihnen der neue Gesundheitsratgeber "Vorsorge & Reha".
Noch hingehen in den me Collectors Room Berlin, wo bis zum 22. April mit „Zoo Mockba“ Spielzeuge aus der Sowjetunion ausgestellt werden. Die Sammlung umfasst Kindheitserinnerungen und Nostalgie aus dreißig Jahren (1950-80) und ist gleichzeitig ein Spiegel der damaligen Wirtschaftsweise: Da es keine eigene Spielwarenindustrie gab, musste mit Handarbeiten aus Holz und Ton gespielt werden. Der Eintritt kostet 8 Euro. Tägl. außer Di 12-18 Uhr, Auguststraße 68, U-Bhf Rosenthaler Platz
Maria Kotsev wünscht ein spannendes Wochenende!
Prominent verraten
Schauspielerin und Sängerin Anna Loos hat diese Woche fotografische Hinweise hinterlassen – hier mit Verdienstorden des Landes Berlin. Mit ihrem Solo-Album „Werkzeugkasten“ tourt sie aktuell durch Deutschland. Richtig geraten und die Checkpotts gewonnen hat Leser Frank Schmeichel – herzlichen Glückwunsch! Auf den „Mehr Berlin“-Seiten gibt's morgen noch mehr Fotos zu sehen.
Berlin heute
Anzeige
Frühjahrsauftakt 2019: 10% Rabatt
Zum 6. Mal läutet unser alljährliches Kundenfest den Start in die neue Gartensaison ein. Unter dem Motto: Spiel, Spaß, Sparen und Gewinnen erwarten wir Sie am 6. April 2019 von 8 bis 18 Uhr in allen drei Niederlassungen ein bunter Strauß schöner Überraschungen. Holz Possling
Verkehr - Wegen einer Großdemonstration ab Invalidenpark kann es in Mitte und Tiergarten zwischen 10 und 15 Uhr zu einigen Staus kommen. Demonstriert wird zwischen 19 und 21.30 Uhr auch am Kottbusser Tor (Kreuzberg). Wegen eines Fahrradkorsos, der am Heinrichplatz (Kreuzberg) startet, kann es ab 20 Uhr bis Mitternacht in der gesamten Innenstadt zu Staus kommen (siehe Demos). Stauen kann es sich auch ab 19.30 Uhr rund um die Mercedes-Benz-Arena, wo die Eisbären gegen den EHC Red Bull München antreten. Weil ein neuer Bauabschnitt auf der Kreuzung Prenzlauer Berg / Am Friedrichshain (Prenzlauer Berg) beginnt, ist bis Mitte April an der Kreuzung kein Linksabbiegen möglich. Außerdem meldet die S-Bahn zwischen 22 Uhr und Montag 1.30 Uhr bei den Linien S2, S8, S9, S25, S26, S45, S46, S47 und S85 erbliche Einschränkungen. Wo genau und wie lange es zu den Unterbrechungen kommt, erfahren Sie genauer auf der Seite des VIZ.
Demonstration - Dieses Wochenende wird viel gelaufen, gesungen und Rad gefahren: Vom Invalidenplatz über die Friedrichstraße bis zum Brandenburger Tor werden heute rund 15.000 Menschen zwischen 10 und 15 Uhr zur „Fridays for Future“ laufen. Angemeldet von der Initiative Clevere Städte, drehen knapp 1000 Teilnehmer von 18 bis 19.30 Uhr einen Fahrrad-Rundkorso unter dem Motto „Fahrrad statt bescheuerte Politik like shit – Raddemo gegen die Klimakrise“ von der Invalidenstraße und zurück. Die Partei möchte mit ca. 150 Menschen von 19.30 bis 21 Uhr am Kottbusser Tor mit der Demo „Brexit: Verabschiedung GB aus der EU“ tschüss sagen. Verdi fordert in der Klosterstraße 59 mit ca. 30 Teilnehmern von 9.45 bis 10.45 Uhr „Unterrichtsstunden für den Senator“. Am Samstag wollen rund 3000 Menschen „Für Seenotrettung – Seehofer wegbassen“ und laufen dafür von 14 bis 21 Uhr von der Mühlenstraße bis zur Spandauer Straße (gegenüber vom Roten Rathaus). „Politische Unterstützung für den zweiten Kandidaten der Präsidentenwahl in Indonesien“ fordern rund 300 Teilnehmer von 16 bis 18 Uhr am Platz des 18. März. Ein Fahrradkorso mit ca. 100 Menschen fährt zwischen 13.30 und 18 Uhr unter dem Motto „Orte der Zwangsarbeitergeschichte und der Gentrifizierung am Tempelhofer Berg“ von der Fontanepromenade bis zum Tempelhofer Feld. Am Sonntag von 14 bis 15 Uhr treffen sich ca. 250 Teilnehmer am Gendarmenmarkt zur „Demonstration für den Erhalt der Europäischen Union – Pulse of Europe“. Rund 100 Menschen sagen von 12 bis 13 Uhr in der Hildebrandstraße 5 „Ja zur Freiheit, nein zu Lügen“. Und „Wohnen ist Menschenrecht“ unterstützen ca. 60 Teilnehmer von 13 bis 16 Uhr vor der Französischen Botschaft am Pariser Platz 5.
Gericht - Drei Männer, die sich Zugangsdaten zum Online-Banking Dritter verschafft und diese missbraucht haben sollen, müssen sich wegen bandenmäßigen Betrugs verantworten. Sie sollen mehr als 200.000 Euro erlangt haben (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 820).
Anzeige
"Berlin heute" präsentierte Ihnen Holz Possling
Berliner Gesellschaft
Personalie - Kosslick-Nachfolger Carlo Chatrian und Berlinale-Geschäftsführerin Mariette Rissenbeeck haben sieben Mitglieder in das Auswahlkomitee des Filmfestivals berufen: Mark Peranson übernimmt den Vorsitz, außerdem dabei sind Lorenzo Esposito, Sergio Fant, Aurélie Godet, Paz Lárazo, Verena von Stackelberg und Barbara Wurm. Die Leitung des Panorama übernimmt Michael Stütz, bisheriger Programmmanager.
Gesellschaft – Honour End für Dieter Kosslick: Der scheidende Berlinale-Direktor wird am 10. April von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Geburtstag - Alexander Fehling (38), Schauspieler / Johanna Möhring (68), "Herzenswarme und niveauvolle Freundin - alles Liebe und weiter viel Lust und Genuss in Freiheit von C+L" / Ernst Piper (67), Verleger / Eric Walz (53), Schriftsteller / Frank Wössner (78), ehem. Vorstandsvorsitzender von Dussmann /
Sonnabend - Elke Breitenbach (58), linke Sozialsenatorin / Bettina Bongenberg, "die innigsten Glückwünsche zum runden Geburtstag für meine Blume aus’m Revier" / Janos Frecot (82), ehem. Leiter der Photographischen Sammlung der Berlinischen Galerie / Achim Freyer (85), Künstler / Erwin J. Haeberle (83), Sexualwissenschaftler / Thomas Heinze (55), Schauspieler / Maren Jasper-Winter (42), für die FDP im AGH / Christoph Marius Ohrt (59), Schauspieler / Alexander Richter (70), "Für meinen Freund" / "Meinem Segelkamerad Sigmar Witt"
Sonntag - Dennis Buchner (42), für die SPD im AGH / Sylvester Groth (61), Schauspieler / Karen Heinrichs (45), Moderatorin / Ellis Huber (79), ehem. Präsident der Berliner Ärztekammer (1987-1999) / "Zum 5. Geburtstag wünschen der Nele aus Biesdorf Oma und Opa aus Wilmersdorf alles Gute" / Christian Röwekamp (49), Journalist, "auf geht's in ein spannendes neues Lebensjahr" / Maren Schellenberg (57), grüne Stadträtin in Steglitz-Zehlendorf / Volker Schlöndorff (80), Filmregisseur / Bettina Zimmermann (44), Schauspielerin
Sie möchten jemandem zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.
Gestorben - Harald Bargiel / Sieglinde DeHäen, * 6.Februar 1957 / Petra Hedwig / Gabriele Krüger / Urslua Maria Nenstiel, * 21. April 1948 / Karin Priwitzer, * 30. März 1943 / Ingrid Wagner, * 20. April 1942 / Waleri Bykowski (Kosmonaut und Berliner Ehrenbürger), * 2. August 1934
Stolperstein - Richard Barnack (Jhg. 1910) lebte in der Friesenstraße 18 in Kreuzberg. Er war Teil der Revue-Gruppe 3 Dixies und trat als Tänzer regelmäßig im In- und Ausland auf. Wegen seiner Homosexualität musste Barnack mehrere Haftstrafen verbüßen, bevor er schließlich ins Konzentrationslager Sachsenhausen gebracht wurde. Dort wurde er heute vor 77 Jahren ermordet.
Im Tagesspiegel
Sie galt als geradlinig - bis sie Premierministerin wurde. Das Brexit-Chaos lässt Theresa May nun kapitulieren. Lesen Sie das Porträt von Sebastian Borger und Torsten Hampel heute auf Seite 2 im Tagesspiegel und im E-Paper.
Encore
Und zum Schluss heute nochmal: Let’s play Schule – 18 Studierende übernehmen eine Woche lang das Schulzentrum am Stern in Potsdam. Karl Pfaff (26), Chemie und Germanistik, führt Tagebuch: „Tag 4 – Zeit für ein Fazit. Was bleibt? Fünf Punkte: 1) Kenne deine SchülerInnen. Wer funktioniert mit wem und wieso? Manche sind wie ausgewechselt, wenn man sie aus ihrer Komfortzone holt und mit anderen arbeiten lässt. 2) Klischee, aber: Gute Vorbereitung ist alles. 3) Plan B bis E trotzdem immer parat haben. 4) Bei Unruhen sofort intervenieren. Nicht zurechtweisen, sondern nach konkreten Problemen fragen und zuhören. 5) Rollenbewusstsein! Spätestens wenn man mit älteren SchülerInnen über Festivals und Bier redet, ist es Zeit sich nochmal bewusst zu machen, dass man hier die Autoritätsperson ist."
So, das war’s für diese Woche – seien Sie nicht zu streng, am Montag geht’s hier weiter.