Sonnig bei bis zu 12°C

Wegen möglicher Überprüfung durch Bundesverfassungsgericht: Wahltermin Mitte Februar könnte nicht einzuhalten sein„Nichts ist schlimmer als soziale Isolation und Kälte“: Netzwerk gegen Folgen der Energiekrise startet in BerlinUrteil nach Berliner Straßenblockaden: 56-jährige Klima-Demonstrantin wegen Nötigung verurteilt

auch an diesem Samstag beginnen wir mit den wichtigsten Nachrichten aus Berlin:

+++ Womöglich geht die Entscheidung über die Wahlwiederholung in Berlin doch noch vor das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. Von der Notwendigkeit ist zumindest die Senatsverwaltung für Inneres überzeugt. Das geht aus einer Stellungnahme der Behörde an das Landesverfassungsgericht hervor. Für die Berliner bedeutet das, dass der Wahltermin Mitte Februar nicht zu halten sein könnte.

+++ Netzwerk gegen Folgen der Energiekrise startet in Berlin. Energiespartipps bei einer Tasse Tee, Kuchenbacken, Mieterberatung, eine heiße Suppe zum Aufwärmen: Das sind nur einige der Angebote, auf die Berlinerinnen und Berliner künftig zurückgreifen können. Akteure aus Wirtschaft, Sozialwesen und Religion haben am Freitag die „Charta der Wärme“ unterzeichnet.

+++ Urteil nach Berliner Straßenblockaden: Eine 56-jährige Klima-Demonstrantin ist zu 1350 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Die Klima-Demonstrantin aus Hessen war an drei Berliner Straßenblockaden beteiligt. Jetzt verurteilte sie das Amtsgericht Tiergarten wegen Nötigung und Widerstands.

Auf tagesspiegel.de informieren wir Sie fortlaufend über alle Entwicklungen in Berlin.

Wir erinnern uns: Das Zeitumstellungswochenende habe ich Ihnen doch glatt um zwei Stunden verkürzt, was Sie sich zum Glück nicht haben gefallen lassen. Ein Best-of Ihrer Reaktionen hat Lorenz Maroldt am Montag hier zusammengestellt. Darüber konnten wir noch beschämt lachen. Was wir nicht ahnten ist, dass damit eine wahre Fehlerlawine losging: Lediglich am Mittwoch stand keine Korrektur im Checkpoint, an anderen Tagen dafür auch schon mal zwei.

Mein Wochenende mit

Durchgecheckt

Kevin, unser liebstes Wildschwein in der Rotte, kennt jeden Flecken Land in Berlin und Brandenburg. An dieser Stelle gibt er wöchentlich Ausflugstipps ins Umland.

„Sicherlich ist Ihnen nicht entgangen, dass ich gerne schreibe. Am liebsten Miniaturen über die Mark. Hier kenne ich mich aus und ein – hier bin ich Schwein, hier darf ich‘s sein. Chantal, die kulturaffine Sau von Nebenan, erzählte mir neulich, dass sie noch einen kenne, der gerne über die Mark schreibe. Über den Stechlin, zum Beispiel, habe er etwas abgefasst. Ein Herr Fontane, Theodor. So, so, dachte ich. Wollen wir doch mal sehen, was die Konkurrenz so treibt. Und ich muss sagen: Chapeau. Nicht jede Zeile ganz zeitgemäß zwar, das muss ich sagen, aber der Inhalt ist mir sowieso wumpe. Stilistisch, da zöge ich an der ein oder andern Stelle durchaus meinen Hut. Wenn ich denn einen trüge. Ich beschloss also, den Herrn Autor zu besuchen. Und, siehe da, nach Neuruppin führten meine Recherchen mich. Er hat es sich offenbar gutgehen lassen, „groß“ wäre eine Untertreibung für dieses Anwesen. Und „exzentrisch“ eine für die dortige Lebensart: An der Garderobe werden einem die Kleider abgenommen – aber nicht nur der Mantel, sondern alle! Und weil der Herr Fontane offenbar sehr gefragt ist, tummelt sich doch ganz schön viel sehr unbekleideter Besuch in seinen Räumen. Im Saunabereich fühlte ich mich erwartungsgemäß sauwohl. Ein wenig zu sauwohl vielleicht, denn ich vergaß gänzlich, weshalb ich gekommen war, und traf den Herrn Fontane nicht an. Na ja, beim nächsten Mal vielleicht. Ich empfehle mich, mit freundlichen Grunzen.“

Lese­empfehlungen

Kürzung – Das Energiesparen macht sich hierzulande bereits in messbaren Verbrauchswerten bemerkbar, das ist gut. Noch besser wäre es aber, wenn man den Gesamtjahresverbrauch verkürzte, indem man einfach das Jahr verkürzte. Vorschlag zur Güte: Den März streichen, direkt vom Februar in den Frühling. Max Raabe arbeitet dran, Deike Diening (T+) hat ihn gesprochen.

Tradition – Die Berlinale: Glanz trifft Glamour trifft Tradition. Letztere ist, gerade wenn es um Berliner Institutionen geht, bekanntlich streckenweise schwierig. Ein offener und kritischer Umgang mit den eigenen NS-Bezügen, das dürfte mittlerweile jedes Kind wissen, ist ein guter Start, wenn man die eigene Glaubwürdigkeit wahren will. Nur die Festivalleitung weiß das irgendwie noch nicht so ganz. Christiane Peitz (T+) berichtet.

Wochen­rätsel

Gewonnen! Was tun, wenn die Standesämter aus technischen Gründen Geburten und Ableben nicht beurkunden können? IT-Staatssekretär Ralf Kleindiek empfiehlt:

a) handschriftliche Provisorien
b) Rückzug
c) Rückstellungsbescheinigungen.

Tipp: Wer den Checkpoint letzte Woche aufmerksam las, ist im Vorteil!

Schicken Sie uns die richtige Lösung und gewinnen Sie einen Checkpott.

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Den frühmorgendlichen Chronotonen trotzte heute in der Produktion Cristina Marina, am Montag dekorrelliert hier Lotte Buschenhagen den Berliner Spin.

Ihr Thomas Wochnik