mit vorsichtigen Schritten tappt Berlin aus der Glatteis-Lage. Hunderte zusätzliche Mitarbeiter von BSR und Bezirken waren Montag im Einsatz, um Gehwege vom Eis zu befreien. Gut 13 Tonnen Splitt gingen schon am Wochenende von der BSR an Privatleute raus und liegen jetzt vor Hauseingängen und auf Gehwegen. Von „ersten Erfolgen“ spricht der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU). Bald könnte ein Großteil der vereisten Gehwege frei oder gestreut sein. Freie Bahn für freie Bürgersteige! Nur worum geht es hier nochmal? Nein, keine Naturkatastrophe und kein Anschlag. Was Berlin – und vor allem seine politisch Verantwortlichen – seit einer Woche aus dem Gleichgewicht bringt, ist ein bisschen festgetretener, vereister Schnee.
Wie viel wohl noch vom Eis übrig wäre, wenn Senat und Bezirke die Entschlossenheit, die sie jetzt demonstrieren, schon vergangene Woche gezeigt hätten? Das seinerzeit so viel diskutierte und letztlich freigegebene Streusalz nutzen übrigens bis heute weder Stadtreinigung noch Bezirke. Dafür wird der Splitt knapp, berichten mehrere Bezirke. Sehr baut die BSR auf die 500 Tonnen Gesteinskörnchen, die am Mittwoch kommen sollen. Bezeichnend fiel Bondes Antwort darauf am Montag aus: Nach so vielen milden Wintern sei es normal, dass man sich „sukzessive auf die Winter wie sie sich dann verhalten haben, einstelle und damit wahrscheinlich auch weniger Streugut ordere, als wenn ich das tue, wenn ich einen so heftigen Winter habe wie jetzt“. So zu Denken ist zutiefst menschlich. Nur gute Vorbereitung für den Notfall ist das nicht. Bleibt die bange Frage: Auf was sind wir noch alles nicht vorbereitet?
Gelegenheit zu überprüfen, wie gut geräumt wurde, gabs wegen des BVG-Streiks gestern genug. In Scharen stapften die Berliner trotz eisigster Kälte – und je nach Untergrund mehr oder weniger stabil – die Straßen entlang. An den Bahnhöfen wie der Friedrichstraße, wo dank Regio und S-Bahn noch Züge fuhren drängten sich die Fahrgäste dafür in derart dichten Kolonnen, dass aus den wenigen Metern von der S-Bahn zur Straße zehn Minuten Gehzeit wurden. Wenn doch mal eine Straßenbahn fuhr, dann wie zum Hohn der Nebenherstapfenden nur leere im Einsatz gegen vereiste Oberleitungen. Zumindest das mit Erfolg: „Bislang ging der Plan auf“, teilte die BVG am Montagabend mit. Am Dienstag soll der Fahrbetrieb „ohne größere Einschränkungen“ anlaufen.
Eiszeit herrscht auch zwischen BVG und Verdi. „Die BVG verurteilt die Eskalation der Gewerkschaft in Berlin im Windschatten bundesweiter Aktivitäten weiterhin scharf“, teilt das Unternehmen mit. Zugleich sei der Forderungskatalog der Gewerkschaft überladen. Alle Wünsche würden sich zusammen auf Kosten von 150 Millionen Euro jährlich summieren. Gerechtfertigt oder zu viel? Darüber können wir ab heute immerhin wieder nachdenken, wenn wir in Bus und Bahn sitzen.

Vielleicht sind die Folgen eines BVG-Streiks schon in wenigen Jahren ohnehin weniger schmerzhaft für die Fahrgäste. Dann nämlich, wenn eine Flotte autonomer Fahrzeuge zum festen Bestand im Berliner Nahverkehr geworden ist. Ab 2027 soll die Genehmigung dafür in Berlin vorliegen. Und BVG-Chef Henrik Falk hat große Pläne: „In zehn Jahren könnte autonomes Fahren dazu geführt haben, dass freiwillig 25 Prozent der in Berlin zugelassenen Pkw nicht mehr da sind“, sagte er kürzlich bei einem Checkpoint-Redaktionsbesuchs. Mehr Bus und Bahn allein würden die Verkehrswende nicht schaffen, ist Falk überzeugt. Autos sollen also durch Autos ersetzt werden – nur viel weniger und für alle nutzbar. „Mit 10.000 autonomen Vehikeln könnte man im besten Fall die Verkehrsleistung von bis zu 200.000 Privat-Pkw erbringen.“ Nächster Halt: Zukunft.
Einen genauen Blick auf die jüngere Vergangenheit wirft der Untersuchungsausschuss zur Fördergeldaffäre. Doch noch bevor die Abgeordneten ihre Arbeit richtig aufgenommen haben, versucht Ex-Kultursenator Joe Chialo (CDU) – einer der Hauptbeschuldigten - sich mittels eines Rechtsgutachtens reinzuwaschen. Engagiert hat er dafür den Top-Juristen Remo Klinger. Dessen wenig überraschendes Ergebnis: „Eine verwaltungsrechtliche Verantwortlichkeit des Senators a.D. Chialo für die Zuwendungsbescheide besteht nicht.“
Das zentrale Argument dafür ist simpel. Zwar hat Chialo die nun beanstandeten Förderungen mit auf den Weg gebracht. Unterschrieben hat er die Zuwendungsbescheide an die Projekte jedoch nicht – weil er zu diesem Zeitpunkt schon als Senator zurückgetreten war. Es ist nicht ganz ohne Ironie: Dass Kai Wegner die Geduld mit seinem glücklosen Kultursenator verloren hat, könnte Chialo nun vor rechtlichen Problemen bewahren. Die drohen dafür seiner Nachfolgerin Sarah Wedl-Wilson (parteilos, für CDU). Durch das Rechtsgutachten steht sie nun umso mehr im Feuer.
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Jugend ohne Mitleid: An der Bertha-von-Suttner-Schule in Reinickendorf wurden vergangenen November offenbar rassistische Flugblätter verteilt. Laut einer Anfrage, die die Grünen-Bezirksverordnete Güneş Keskin an das Bezirksamt stellte, sei darauf der Anschein erweckt worden, die Bundesregierung drohe Migranten mit Abschiebung, diese seien zudem pauschal als eine Gefahr für die Gesellschaft dargestellt worden. Betroffene Jugendliche seien dadurch verunsichert gewesen.
Laut regionaler Schulaufsicht machte die Schulleitung nach ein paar Tagen drei Jungen ausfindig, die dieses Flugblatt unter Klassentüren durchgeschoben und in Spindschränke gesteckt haben sollen. „Die Schulleiterin hat gemeinsam mit dem Klassenleiter und dem Ethiklehrer, der zugleich eine Antirassismus-Ausbildung hat, drei erzieherische Gespräche mit den betroffenen Schülern geführt, bis sie schlussendlich eine Version berichteten, die wir für glaubwürdig hielten.“ Die Schulleiterin habe daraufhin den drei Schülern einen mündlichen Tadel erteilt und die Dokumentation von den Eltern unterschreiben lassen. Außerdem hätten sie in ihrer Klasse ein Referat über Fluchtgründe und politische Lage der Länder halten müssen, aus denen die Schüler der Willkommensklasse an der Schule kommen. Hoffentlich hilft’s…
Ganz andere Sorgen hat die Interkulturelle Waldorfschule (IKWS) in Treptow-Köpenick: Wegen rasant angestiegener Mieten am bisherigen Standort müssen Ende 2026 die Klassen 8 bis 12 ausziehen. Spätestens 2028 ist auch für die Grundstufe Feierabend – und wenn bis dahin kein neuer Standort gefunden ist, gilt das für die gesamte Freie Schule, versichert Geschäftsführer Johannes Mosmann am Checkpoint-Telefon. Die IKWS wurde laut seinen Angaben spezifisch als eine Art „Privatschule für alle“ gegründet: einkommensblinde Aufnahme, Türkisch und Arabisch als Zweitsprachen, keine Noten, die Eltern der 311 Schüler zahlen im Durchschnitt nur 120 Euro Schulgeld im Monat. Entsprechend klamm sind die Verhältnisse – die 2016 gegründete Schule hätte schon fast die fünfjährige Wartezeit, bis sie Zuschüsse vom Land bekommen durfte, nicht überlebt.
Mosmann wünscht sich vom Senat nun einen Zuschuss von fünf Millionen Euro für einen Neubau am S-Bahnhof Plänterwald – ein passendes Grundstück wäre gefunden. Vor allem aber: endlich ein neues Schulgesetz. Ohne die finanzielle Verbesserung, die dieser schwarz-rote Zankapfel bedeuten würde, könnte die Schule noch weniger von diesem Vorhaben per Darlehen finanzieren. Stillstand allerorten – nur nicht für die Klassen 8 bis 12. Die beziehen in einem Jahr ein Stockwerk in einem ehemaligen Einkaufszentrum.
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Aus dem Tagesspiegel-Plus-Angebot legen wir Ihnen heute ans Herz:
+ Schulplatz-Tombola in Berlin: Unfassbarer Stress bereits in der Grundschule – und trotzdem ist nichts sicher.
+ „Wir müssen die Krankheit bekämpfen, nicht die Kranken“: Wie Rita Süssmuth mir und unzähligen Menschen das Leben rettete.
+ Behörden sollen Sprengstoffgesetz anwenden: Kommt schon nächstes Silvester das totale Böllerverbot in Berlin?
Berliner Schnuppen
Telegramm
Ex-Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) wurde rechtskräftig wegen Bestechlichkeit verurteilt. Nun prüft das Land, ihr die Pension zu streichen. Laut Bund der Steuerzahler soll ihr Ruhegehaltsanspruch aus der Zeit als Senatorin bei mindestens 6700 Euro pro Monat liegen.
Ein Herz für Frostbeulen und Eisvermeider haben die Berliner Bibliotheken. Sie haben die Leihfristen für alle um 3 Wochen verlängert. Damit sich niemand auf Berlins Schlitterstrecken lang legt, “nur weil wir eine komplett zerkratzte CD von 1990 unbedingt zurückhaben wollen”. Es kommentiert einer der bekanntesten Chartstürmer des Jahres 1990: “Ice, Ice, Baby”.
Der nicht nur meteorologisch strengste Monat von allen ist endlich vorbei: Leichter wurden Dry-January und andere Fastenvorsätze in diesem Januar durch die Preisentwicklung. Drinks und Zigaretten kosteten in Berlin fast vier Prozent mehr als noch vor einem Jahr, Schokolade ist sogar fast 26 Prozent teurer geworden, meldet das Amt für Statistik. Wer dadurch direkt ein bis zwei Konfektionsgrößen verloren hat: Neue Kleidung ist günstiger geworden.
„Der Berliner Winter scheint Bauhaus inspiriert zu haben“, schreibt uns Checkpoint-Leser Torsten Bernd aus Bayern. Im aktuellen Prospekt des Baumarkts (das Herrn Bernd in seinem Wohnort Germing in den Briefkasten flatterte) wird das Spachtelmasse-Produkt „Berliner Glätte“ beworben. Erhältlich in den Sorten Superglatt und Für Innen und Außen! Wenn das Markus Söder hört...
Kalte Fisch-Suppe: Sorgen bereitet die aktuelle Wetterlage auch den Fischern in der Region. Fällt wie angekündigt in den kommenden Tagen neuer Schnee auf die zugefrorenen Seen, geht unter Wasser das Licht aus. Algen können keinen Sauerstoff mehr produzieren, Fische ersticken.
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Woanders will man Tiere lieber loswerden: Gegen Tauben und deren Hinterlassenschaften wird seit einigen Wochen am Rathaus Köpenick das FreeBird-System getestet. Das Gel mit fluoreszierender Farbe sieht für das Taubenauge aus wie flackerndes Feuer, außerdem werden die Vögel durch den Menthol -Geruch und die klebrige Textur abgeschreckt. Das Ergebnis (gesungen): Aaaalle Vögel sind scho-hon weg, alle Vögel, alle.
Komm in die Gruppe: Der Anschlag aufs Berliner Stromnetz führt in der Berliner Verwaltung zu ersten sichtbaren Konsequenzen. Der Bezirk Mitte richtet ab sofort einen Whatsapp-Kanal zur Krisenkommunikation mit der Bevölkerung ein. Zur Anmeldung gehts hier. Allerdings: Während des Blackouts war Whatsapp wie viele andere Internetdienste in weiten Teilen des Gebiets nicht nutzbar.
Alle Bahn-Pendler, die von der Generalsanierung der Strecke Berlin-Hamburg betroffen sind und auf bessere Zeiten hoffen, müssen jetzt stark sein: Auf der Riedbahn hat sich die Zahl der Verspätungen nach der Sanierung nicht einmal halbiert, berichtete Kollege Paul Meerkamp für den Tagesspiegel-Background Mobilität. Wir hoffen weiter, dass es beim zweiten Versuch besser läuft.
Trump siegt in Berlin! Keine Sorge, es geht nur um Snooker. Da hat am Sonntagabend Judd Trump das German Masters der Billiardvariante im Tempodrom gewonnen.
Bauernopfer und Königsangriff stehen auf dem Lehrplan der Andersen-Grundschule in Wedding. Hier wird seit vielen Jahren wöchentlicher Schachunterricht für die Schülerinnen und Schüler angeboten - dafür gab es nun das Siegel „Deutsche Schachschule in Gold“. Großmeisterlich!
Zitat
„Ausgewählten KI-Spezialisten müssten wir Gehälter wie für Profifußballer bieten.“
Klaus‑Robert Müller, Professor an der TU Berlin, hat das maschinelle Lernen mit erfunden. Im Interview spricht er über KI-Dystopien und die Frage, wie Berlin im Rennen um Tech-Talente mithalten kann.
Stadtleben
Verlosung – Laut Wikipedia wird Fil dieses Jahr 60 Jahre alt. Der Berliner Comedian hat viel über diese Prüfung des Lebens nachgedacht und daraus die – 37 Lektionen umfassende – musikalische Vorlesung „Endlich wieder jung“ destilliert. Noch drei Vorstellungen in der ufaFabrik (5.–7.2.), wir verlosen 3x2 Karten für den Freitag! Bewerben kann man sich hier, 20 Uhr, 24/19 Euro, Viktoriastr. 10-18, U Ullsteinstraße
Essen & Trinken – Trüffel sind nicht jedermanns Sache … Diese Pasta (18,50 Euro), die „Mani in Pasta“ in der Markthalle Neun servieren, sollte man aber probieren: Handgemachte Tagliolini in Trüffelbutter, aus schwarzem Wintertrüffel aus Italien, oben drüber frisch gehobelter Trüffel und Parmesan. Wen das nicht bekehrt, der bestellt wirklich besser Tomatensoße. Di-Sa 11-18, Mo bis 17, Do bis 22 Uhr, Eisenbahnstr. 42, U Görlitzer Bahnhof
Noch hingehen – Offiziell ist die Berlin Fashion Week zu Ende, aber es gibt noch Nachlese: etwa den „Next Gen Pop-Up-Store“ vom Fashion Store Platte mit einer begleitenden Ausstellung, kuratiert von Fotograf (und Türsteher) Sven Marquardt (noch bis 14.2.). Eine immersive Installation rückt die Identitäten und, klar, die Arbeit von fünf aufstrebenden Designer:innen in den Fokus. Eintritt frei, Mo-Sa 13-19 Uhr, Memhardstr. 8, U Rosa-Luxemburg-Platz
Last-Minute-Beschäftigung – Wer ein Ferienkind hat, aber keinen Urlaub, könnte vielleicht einen Besuch im Labyrinth Kindermuseum reinquetschen. Da öffnet diese Woche das „Winter-Wörter-Wunderland“. In interaktiven Workshops und Spielaktionen kann man neue Wörter sammeln und spannende Geschichten erfinden. Heute u.a. Workshop „Schreibwerkstatt“ (15.30-16.30 Uhr). 7 Euro, Di-Fr 10 bis 18 Uhr, Sa/So 11 bis 18 Uhr, Osloer Str. 12, U Pankstraße
Kiekste
Manchmal sind die Berliner doch etwas zu euphorisch und voreilig: Diese Flasche Sonnencreme muss sich bis zu ihrer ersten Verwendung noch gedulden. Entdeckt von Checkpoint-Leserin Sabine Lehmann in Steglitz – im tiefsten Winter. Schicken auch Sie uns Ihre schönsten, kuriosesten und überraschendsten Berlin-Momente an checkpoint@tagesspiegel.de und nehmen an unserem Kiekste-Fotowettbewerbin Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – Nahverkehr – Auch nach Streikende ist voraussichtlich bis zum Abend mit Ausfällen und Verspätungen zu rechnen.
Demonstration – Für heute sind neun Demos angemeldet (Stand 2.2., 15.15 Uhr), u.a. „Eine neue Friedensordnung für Europa. Nein zum Krieg!“: 25 Teilnehmende, „Opas und Oma für Frieden“, Hegelplatz 4 (11-13 Uhr)
„Fotoausstellung zum Gedenken an die Opfer der Hinrichtungen und des Aufstands im Iran“: fünf Menschen, Chausseestr. 111 (11-18 Uhr)
„Internationaler Aktionstag: Solidarität mit Venezuela und den Völkern der Karibik – Freiheit für das venezolanische Präsidentenehepaar aus US-Haft“: 50 Demonstrierende, „Chile-Freundschaftsgesellschaft Salvador Allende“, Pariser Platz 2 (18-19.30 Uhr)
Gericht – Nach einem Raubüberfall auf einen Supermarkt in Berlin-Marienfelde im Oktober 2024 kommt es zum Prozess gegen einen 21-Jährigen. Er soll mit zwei Mittätern kurz nach Ladenschluss auf Mitarbeiter zugestürmt sein. Unter Vorhalt von Messern und einer Schreckschusspistole hätten die mutmaßlichen Räuber 300 Euro erbeutet (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal A817).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Harald Christ (54), Manager, Unternehmer und Politiker (ehemals SPD & FDP), seit 2025 Vorsitzender eines Beirats für Sondervermögen Infrastruktur der Bundesregierung / Leonie Wetzorke (22), Fußballspielerin bei Hertha BSC
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn oder der Lieblingskollegin zum Geburtstag, den Großeltern zum Hochzeitstag oder einem Sportverein zum Jubiläum im Checkpoint gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de. +++
Gestorben – Werner Barz, * 16. Juli 1934, verstorben am 9. Januar 2026 / Werner Heidrich, * 5. März 1943, verstorben am 30. Dezember 2025 / Marlene Hucklenbroich, * 18. Mai 1930, verstorben am 21. Dezember 2025 / Siegfried Leukert, * 14. Januar 1943, verstorben am 11. Januar 2026 / Dr. Carsten Seeland, * 18. Oktober 1967, verstorben am 22. Januar 2026 / Hans George Will, * 9. Februar 1933,verstorben am 25. Dezember 2025
Stolperstein – Franz Kirsch (*1901 in Berlin) arbeitete als Rangierer und war Mitglied der KPD. Er gehörte zur Widerstandsgruppe um Willi Gall und Otto Nelte. Zudem baute er eine illegale Zelle beim Pharmaunternehmen Schering in Adlershof mit auf. Im Januar 1941 wurde er von den Nazis zu zwölf Jahren Zuchthaus verurteilt. Franz erkrankte an Tuberkulose und starb am 3. Februar 1944 im Zuchthaus Brandenburg-Görden. An Franz Kirsch erinnert ein Stolperstein in der Wassermannstraße 69 in Adlershof.
Encore
Auch das noch. Nachdem wir uns schon durch den Januar gebibbert haben und auch der Februar arktisch startet, prophezeit uns Murmeltier Punxsutawney Phil weitere sechs Wochen Winter. Wofür Meteorologen riesige Datenmengen und Messwerte benötigen, musste das Nagetier am gestrigen Murmeltiertag lediglich seinen Schatten sehen. Allerdings – und hier beginnt das Hoffen für alle Kältegeplagten: Die Vorhersagen waren in der Vergangenheit entsprechend wacklig. Laut CNN lag das Murmeltier in den letzten zwei Jahren nur in 35 Prozent der Fälle richtig. Da wäre selbst ein Münzwurf genauer. Auch wenn es noch einige Tage eisig bleibt, die Hoffnung auf einen nahen Frühling geben wir noch nicht auf!
Erwärmt haben uns die Recherchen und Beiträge von Anne Roggensack, Antje Scherer (Stadtleben) und die Frühproduktion von Jasmine Dellé. Morgen sagen Ihnen hier Daniel Böldt und Valentin Petri mit einer Trefferquote von 100 Prozent, was in Berlin wichtig ist.
Viele Grüße und machen Sie es gut