be Berlin war gestern. Seit Montag hat die Senatskanzlei den neuen Auftrag für Berlins Markenstrategie / Markenarchitektur / Markendesign ausgeschrieben. Gesucht wird explizit kein Slogan, sondern ein „visuell prägnantes, einheitliches, aber zugleich variantenreich einsetzbares Gestaltungsprinzip“. Geschätzter Wert: 1.260.504,20 Euro (ohne Mehrwertsteuer).
Die Ausgangslage: „Ob als ‚Stadt der Freiheit‘, ‚Hauptstadt des Scheiterns‘ oder ‚Capital of Cool‘– Berlin bietet über Grenzen hinweg eine große Projektionsfläche, sowohl für positive als auch für negative Emotionen und Assoziationen. Jeder kennt Berlin und jeder hat eine Meinung zu Berlin. Berlin fasziniert, zieht an, stößt ab, überwältigt und lässt nicht mehr los. Vor allem aber ist Berlin im Wandel und muss sich neuen Herausforderungen stellen.“
Die Strategie: „Community-Branding“ – eine partizipative Markenstrategie, die „dazu ermutigt, über Berlin im Sinne der gemeinsamen Werte zu kommunizieren“. Positive Mund-zu-Mund-Propaganda, so heißt es, habe nachweislich den größten Erfolg in der Markenkommunikation.
Die Zielgruppe: „Wichtigste Zielgruppe sind die Berlinerinnen und Berliner. (…) Dies umfasst alle Berlinerinnen und Berliner, auch Zugezogene. Weitere wichtige Zielgruppen sind Berlin-Besucherinnen und -Besucher aus dem In- und Ausland.“
Die Zielsetzung: „Berlin will weiterhin als vielfältige, tolerante, wirtschaftsstarke, innovative und kreative Metropole im Herzen Europas wahrgenommen werden, als Sehnsuchtsort voller Widersprüche, der Raum für freie Entfaltung bietet, den Einwohnerinnen und Einwohnern eine Herzensheimat ist und zugleich Menschen aus aller Welt anlockt. Gleichwohl möchte Berlin aber auch neue Wege gehen: Mit einer Markenstrategie, die stärker als bisher auf das ‚Wir‘ fokussiert.“
Besondere Anforderung: Vorlagen für Behördenbriefbögen, Visitenkarten und E-Mail-Signaturen der Berliner Verwaltung sind zu entwickeln, die „dem Charakter einer modernen, dienstleistungsorientierten öffentlichen Verwaltung entsprechen“.
Launch ist frühestens im zweiten Quartal 2020. Die finale Entscheidung treffen Regierender und Senat. Katalin Gennburg (MdA Linke) fragt schon jetzt via Twitter: „Sollen die Berliner*innen tatsächlich zu ‚Markenbotschaftern‘ gemacht werden? Warum? Bitte nicht!“
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Eine Milliarde Jahre Berufserfahrung
Und immer noch hungrig wie am ersten Tag. Seit über einer Milliarde Jahren ernähren sich Mikroorganismen davon, im Wasser gelöste Stickstoffe in feste Biomasse umzuwandeln. Klar, dass wir auf so viel Know-how in Sachen Abwassereinigung nicht verzichten wollen: Mehr dazu auf bwb.de
Nächster Abflug am BER: Noch vor Bekanntgabe des erneuten Eröffnungstermins hat die Finanzchefin der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg, Heike Fölster, um die vorzeitige Auflösung ihres Vertrags gebeten. Seit 2013 hat sich die derweil dienstälteste BER-Managerin um den aus dem Ruder gelaufenen Etat gekümmert. Zuletzt teilte sie im August mit, dass das bewilligte Geld bis Oktober 2020 reicht. Zur Bahn-Tochter „Station and Services“ wechselt sie trotzdem lieber. BER weiß ja nie.
Selbsternannte „Klimaschützer“ wollen mit einem Brandanschlag in Berlin den Bahnverkehr lahmgelegt haben. In einem Bekennerschreiben erklärt die „Vulkangruppe OK“ auf der Plattform Indymedia.org: „Zu einem richtigen Generalstreik gehören auch Blockaden und feurige Sabotageaktionen.“ Der Staatsschutz prüft die Echtheit. Sicherheitskreise gehen davon aus, dass „Linksextremisten“ versuchen, „über das Vehikel Klimaproteste an gesellschaftlichem Einfluss zu gewinnen“.
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Als eines der größten Energieunternehmen Europas möchten wir mit gutem Beispiel vorangehen und in unserer Wärme- und Stromerzeugung auf fossile Brennstoffe verzichten. Doch das allein reicht nicht. Deshalb werden wir dazu beitragen, dass auch andere Branchen ohne fossile Ressourcen auskommen können. vattenfall.de/fossilfrei
„Worte sind Waffen“, hatte Kurt Tucholsky gesagt. Greta Thunberg packte bei der UN-Generalversammlung am Montag ihre schärfsten aus: „Wie könnt ihr es wagen, meine Träume und meine Kindheit zu stehlen mit euren leeren Worten? Wir stehen am Anfang eines Massenaussterbens, und alles, worüber ihr reden könnt, ist Geld und die Märchen von einem für immer anhaltenden wirtschaftlichen Wachstum – wie könnt ihr es wagen?“ Bundeskanzlerin Angela Merkel sagt, sie habe den Weckruf der Jugend gehört.
Einst ein Leuchtturmprojekt der Charité, werden die drei Spezialrettungsfahrzeuge für Schlaganfall-Patienten in Berlin jetzt abgeschafft. Weil es „keinen Naschweis“ dafür gebe, dass Patienten durch den Einsatz bessere Chancen hätten, streicht der Senat die Gelder. Konstanze Dobberke (Linke), Bezirksverordnete aus Marzahn-Hellersdorf, kommentiert: „Was ist das für eine Scheiße? Wie könnt Ihr Gelder fürs Leben retten streichen? Das Mobil hat meiner Oma das Leben gerettet und ihr streicht ein so wichtiges Instrument.“
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28.9., 14-21 Uhr
Haus des Rundfunks
Tag des Saxophons: Ausprobieren – Hören – Erleben
Eintritt frei
Von Klassik bis Jazz ist die ganze Bandbreite des Saxophons zu erleben. Die Landesmusikräte Berlin und Brandenburg laden ein zur Begegnung, zum Ausprobieren, Anhören und Stöbern. Mit Schauwerkstatt, Big Bands und Sinfonieorchester in den Sendesälen des rbb.
Vierter Teil unserer Serie „Ordnungsrufe im Abgeordnetenhaus“, heute: Benedikt Lux (Grüne).
Karsten Woldeit (AfD): Ich frage den Senat: Trifft es zu, dass Justizsenator Behrendt AfD-Bundestagskandidaten im Wahlkampf überwachen lassen möchte, wie wir vergangene Woche den Medien entnehmen konnten?
[Lachen von Anja Kofbinger (GRÜNE) – Zuruf von den GRÜNEN: Einsperren wäre besser! – Zurufe von der AfD]
Präsident Ralf Wieland: Ich nehme an, Herr Senator Behrendt antwortet. – Bitte schön, Herr Senator!
[Georg Pazderski (AfD): Gibt es da keine Rüge? „Einsperren wäre besser“, hat er gesagt! –
Weitere Zurufe von der AfD]
Präsident Ralf Wieland: (…) Bei der Fragestellung des Kollegen Woldeit von der AfD an den Senat gab es laut Protokoll einen Zwischenruf aus der Fraktion der Grünen bezüglich „Bundestagskandidat einsperren wäre besser“. Mittlerweile hat der Kollege Lux mir mitgeteilt, dass dieser Zwischenruf ihm zuzuordnen ist. Es wird ihn nicht überraschen, dass das jetzt auch den Ordnungsruf bedeutet, den ich hiermit erteile.
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Telegramm
Kein Geldtopf für den Mietendeckel: Der Haushaltsentwurf 2020/ 21 enthält bis jetzt kein Budget für das Landesgesetz. R2G kann die Kosten noch nicht beziffern.
Als „unverzichtbares Kernstück eines wirkungsvollen Mietendendecks“ sieht Sebastian Bartels, stellvertretender Geschäftsführer des Berliner Mietervereins (anders als der Regierende Bürgermeister Michael Müller) die Absenkung überhöhter Mieten. Sie sollten, so sein Vorschlag, gekappt werden, sobald sie 10 Prozent des Oberwerts überschreiten. „Eine 10-Prozent-Toleranzgrenze gilt ja auch bei der Mietpreisbremse. Sie ist für Vermieter und Mieter leicht zu berechnen und erleichtert Bezirksämtern die Prüfung.“
„Leider sieht der aktuelle Gesetzesentwurf nur für wenige Berliner Mieter*innen ein Recht auf Mietabsenkung vor“, schreibt Aktivist Tilman Miraß und fordert einen „wirksamen Mietendeckel“ für alle. Um seine These zu stützen hat der Berliner einen Rechner entwickelt, der anhand von Informationen über Baujahr des Hauses, Größe, Ausstattung, Miete, Nebenkosten und Haushaltseinkommen, zeigt, ob und um wie viel die eigene Miete – sollte der Entwurf so bleiben – gemindert werden kann.
„Auf dem Berliner Wohnungsmarkt muss sich was ändern!“ – fordert derweil auch die Deutsche Wohnen und schaltet entsprechend Werbeanzeigen auf Twitter.In den kommenden Monaten wolle das Unternehmen „einen Berlin-Dialog initiieren und alle Interessierten einladen, sich gemeinsam für ein faires Wohnen und eine lebenswerte Stadt zu engagieren“.
I) Wie Baustadtrat Florian Schmidt (Friedrichshain-Kreuzberg / Grüne) den Antrag für den Karstadt-Neubau ablehnte: „Wir brauchen kein Stadtschloss in Kreuzberg, das äußerlich nostalgisch etwas vorblendet, was im Inneren nicht da ist, sobald drinnen ein Shoppingcenter oder Bürocenter entsteht.“ Es würde ein Schwerpunkt gesetzt, der mit den Strategien zu einer Kiezladenstruktur nicht zu vereinbaren sei.
II) Wie ein Referent im Namen von Florian Schmidt Genehmigung für den Neubau von „Kumpel & Keule“ in der Markthalle Neun rechtfertigt: „Das Amt beurteilt lediglich, ob diese Baumaßnahme im Rahmen des geltenden Baurechts zulässig ist. Wenn dem nichts entgegensteht, ist der Bauantrag positiv zu bescheiden.“
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Sieht auch mit 74 Jahren nicht alt aus
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Wir können Hauptstadt: Aufgrund von Personalnot ist die Pressestelle der Berliner Polizei vorrübergehend nur noch von 7 bis 17 Uhr (statt bis 20 Uhr) besetzt. Straftaten sind künftig ab 17:01 noch verbotener als sonst.
Rapper Fler ist laut eigener Aussage nur festgenommen worden, weil der Beamte „ein Fanboy“ und neidisch war. De facto hatte er am Sonntag in Berlin-Zehlendorf keine Fahrerlaubnis und die Polizisten beleidigt.
Kristian Ronneburg (MdA Linke) wollte vom Senat wissen, ob er beabsichtigt, dass E-Scooter künftig generell nur noch auf Plätzen am Straßenrand abgestellt werden dürfen? Die Antwort: „Es besteht die mittelfristige verkehrspolitische Zielrichtung, dass Gehwege grundsätzlich als behinderungsfreie Flächen dem Fußverkehr vorbehalten bleiben.“ Kurz- und langfristig wird noch diskutiert.
Tempelhof-Schöneberg kann Bürgeramt: In keinem anderen Bezirk sind alle Stellen (hier 55 von 55) besetzt. (Q: Anfrage Marcel Luthe, MdA FDP) Den nächsten freien Termin für die Anmeldung einer Wohnung gibt es trotzdem erst am 04. November 2019.
Weil er mit dem Lied „Sonderzug nach Pankow“ in „einzigartiger Weise gegen die deutsche Teilung angesungen hat“ wird Udo Lindenberg mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt. Darauf ein Fläschchen Cognac.
Für mehr Liebe abonnieren Sie heute bitte den Spandau-Newsletter von André Görke: Da gibt’s unseren ersten Tagesspiegel-Newsletter-Heiratsantrag. Gefragt wird, so viel können wir verraten, eine Frau.
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Was bist Du für eine wunderbare Stadt des Sports! Im Magazin URBAN SPORTS zeigt der Tagesspiegel die Spielwiesen Berlins: auf fantastischen Freiflächen, in Grünanlagen, in Sportstudios, im Vereinssport oder bei den Spielen der Bundesligisten. Sowie Tipps und Termine für einen sportlichen Herbst und Infos zum 46. BMW Berlin-Marathon.
„Unser Leben ist komplett zum Stillstand gekommen und jeder Tag ein neuer Kampf“, schreibt Ricardo Fielsch (32). Seine Partnerin Franziska (33) ist an Brustkrebs erkrankt, nächste Woche beginnt die Chemotherapie. Weil sich die beiden trotzdem ihren Kinderwunsch erfüllen wollen, haben sie entschieden, Eizellen konservieren zu lassen. Weil sie selbst nicht über die nötigen Mittel verfügen (8.500 Euro) und ihre Krankenkasse keine Zuzahlungen macht, suchen sie Unterstützung. Wer helfen möchte, kann das hier.
Nachdem es doch ein paar Mails gab, keine Korrektur zur „NZZ“-Meldung von Lorenz Maroldt: „Ja, wir haben Österreich mit Liechtenstein verwechselt.“
Berlin will Digitalhauptstadt sein und der Tagesspiegel macht mit: Wir haben eine neue App! Damit kann man ganz wunderbar zwischen E-Paper und Homepage switchen, Texte speichern, Pushmitteilungen individualisieren & Artikel teilen.
Und: Für alle, denen Lastschrift zu nervig war, bieten wir beim Checkpoint jetzt „Subscribe with Google“ als Zahlmethode an. Heute im Abo: So viel Müll sammelt die Deutsche Bahn jedes Jahr auf den Berliner Gleisen / Bericht zur Gesamtstrategie „Saubere Stadt“ zurückgestellt / Warum die Robert-Koch-Schule nachts hell erleuchtet ist / Stadtleben: Wo Sie das Amerika der 50er-Jahre in Bildern sehen können, in welchem Café es Frühstück wie bei Oma gibt und welche Ausstellung nur noch diese Woche zu sehen ist. Gerne hier entlang.
BER Count Up – Tage seit Nichteröffnung:
Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hat das Wunder vollbracht: Am 31. Oktober 2020 ist der Flughafen BER offiziell eröffnet worden. 3.073 Tage nach der ersten Nicht-Eröffnung stellen wir damit unseren Count Up ein. Wer nochmal zurück blicken will: Im Tagesspiegel Checkpoint Podcast "Eine Runde Berlin" spricht Lütke Daldrup mit Tagesspiegel Chefredakteur Lorenz Maroldt und Checkpoint Redakteurin Ann-Kathrin Hipp über detailverliebte Kontrollen, politische Befindlichkeiten und aufgestaute Urlaubstage.
Zitat
„Nach spätestens sieben Jahren in Berlin will man nie wieder weg.“
Reinhold Steinle, gebürtiger Schwabe, Herzensberliner und Stadtführer in Neukölln
Tweet des Tages
Jetzt muss man sich wieder jeden Abend draußen betrinken, weil alle denken: Das ist bestimmt der letzte warme Abend des Jahres!
Stadtleben
Essen & Trinken – Hippe Cafés gibt es in Berlin wie Sand am Meer, aber wo wird hier noch Schinkenbrötchen statt veganer Müsli-Bowl zum Kaffee serviert? Eine gute Adresse für Liebhaber von traditioneller Kost ist das Wiener Conditorei Caffeehaus am Potsdamer Platz in Mitte. Hier gibt es Frühstück mit Leberwurst, Schrippe und gekochtem Ei, eine große Auswahl an Torten und Eisbechern. Und die Nachbarn am Nebentisch sprechen garantiert nicht darüber, wie lange die Schlange vor dem Berghain am Wochenende war oder ob ihre nächste große Start-up-Idee ein Erfolg wird. Alte Potsdamer Straße 7, Mo-Sa 10-21 Uhr, So 11-18 Uhr, U-Bhf Potsdamer Platz
Mit diesem Stadtleben verabschiedet sich: Julia Weiss.
Nur in Berlin
Wir küren die originellsten und schönsten Berlin-Bilder: Bis zum 30. September noch können Sie hier ihre Fotos unter dem Motto „Nur in Berlin“ einreichen. Die besten Bilder werden im Oktober auf der „Berlin Photo Week“ präsentiert, im Tagesspiegel veröffentlicht – und täglich im Checkpoint gezeigt.
Foto: Alexandra
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – „Bunte Geburtstagsgrüße für Bruno von seiner Mama, hab dich lieb!“ / Maike Arlt (56), Volleyballspielerin / Franko Hölzig (54), Volleyballspieler / Valerie Koch (45), Schauspielerin / Matthias Kollatz (62), Berliner Finanzsenator (SPD) / Dr. Wolfgang Lerke (77), „fröhlicher Familien-Mensch und Goethe-Oldie“ / Loïc in Kanada (19), „Best wishes for your birthday“ / Alexander Lang (78), Theaterregisseur / Uschi Obermaier (73), Fotomodell und Schauspielerin / Anna Rheinsberg (63), Lyrikerin
Sie möchten jemandem zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.
Gestorben – Karl-Heinz Bachmann, * 1949 / Dr. Helmut Engel, * 2. Mai 1935, Landeskonservator a.D. / Prof. Rainer W. Ernst, * 2. April 1943, ehem. Professor und Rektor der Weißensee Kunsthochschule / Christian Max Hermann Laschinski, * 4. November 1960, Ingenieur / Maria Wenzel, * 16. Juni 1933
Stolperstein – Alfred Andreas Heiß (Jhg. 1904) wohnte in der Georg-Wilhelm-Straße 3. Im September 1934 äußerte er sich in einer Diskussion mit SA-Männern kritisch über den Röhm-Putsch und blieb sitzen, als die SA-Männer aufstanden und „Sieg Heil“ riefen. 1940 wurde er zur Wehrmacht eingezogen. Auf dem Kasernenhof weigerte er sich, die Hakenkreuzfahne zu grüßen. Einem Richter sagte er später, dass er den Nationalsozialismus ablehne, weil dieser antichristlich sei. Das Reichskriegsgericht verurteilte ihn am 20. August 1940 zum Tode. Heute vor 79 Jahren wurde er im Zuchthaus Brandenburg hingerichtet.
Encore
Fünf Tage sind es noch bis zum Berlin-Marathon. 46.983 LäuferInnen aus 150 Ländern werden an den Start gehen – so viele wie noch nie. 6.188 Teilnehmende kommen aus Berlin. Die meisten aus Pankow (988), gefolgt von Mitte (836) und Charlottenburg-Wilmersdorf (801). Wenig Beteiligung gibt‘s aus Spandau (248) und Marzahn-Hellersdorf (188). Kausalität oder Korrelation? In beiden Bezirken war die Checkpoint-Laufgruppe in diesem Jahr nur ein einziges Mal zu Gast. Werden wir 2020 ändern.
Sportlich weiter geht's an dieser Stelle morgen mit Lorenz Maroldt, der Ihnen auf schnellstem Wege die Berlin-News ins Postfach schickt. Kommen Sie gut durch den Tag. Bis bald!
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