der Berliner Bezirksverordnete Kevin Kühnert aus Lichtenrade wird zum Schlossgespenst der SPD - wie einst Hui Buh auf Burgeck spukt er im Willy-Brandt-Haus mit Thesen zur Kollektivierung herum (Q: Interview mit der „Zeit“). Oha! Der Chef der Jungsozialisten denkt über Sozialismus nach? Ungeheuerlich! Das wäre ja so, als würden Jungliberale vom Liberalismus schwärmen. Verrückt. „Was hat der geraucht?“, fragt deshalb der einflussreiche SPD-MdB Johannes Kahrs und stellte fest: „Legal kann es nicht gewesen sein.“ SPD-Vizekanzler Olaf Scholz flüchtet sich in Ironie („Gott sei Dank liegt meine Juso-Zeit schon über dreißig Jahre zurück, da war der noch gar nicht geboren“), SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil geht auf Distanz („eine Utopie“) – und Michael Frenzel, Präsident des SPD-Wirtschaftsforums, fordert gar einen Parteiausschluss, auch die Gespensterlizenz von Hui Buh wurde ja schließlich wegen widerspenstigen Verhaltens verbrannt. Der Tagesspiegel titelt: „Kühnert erschreckt die SPD mit Sozialismus“. Huh!
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In einer Woche ist es soweit: der 11.05. ist der Tag der Städtebauförderung! Und Sie sind eingeladen: Zum großen Herdelezi-Straßenfest in Neukölln, zum Skaten auf der neuen Bahn im Poststadion, zu insgesamt 52 Veranstaltungen. Der 5. Tag der Städtebauförderung bietet Ihnen ein buntes Programm in 11 Berliner Bezirken. Entdecken Sie Neues in Ihrem Kiez!
Die Kreisverbände der Berliner SPD sind kleine Königreiche – und in Charlottenburg-Wilmersdorf gibt’s gerade einen Aufstand. Das Pikante daran: Hier regiert seit ewigen 22 Jahren Christian Gaebler, Chef der Senatskanzlei sowie langjähriger Vertrauter und Statthalter von Michael Müller. Als Gaeblers Thron im vergangenen Jahr stark zu wackeln begann, versprach er dem unruhig gewordenen Volk seine Demission bis Ostern 2019, seinen jüngeren Nachfolger wollte er selbst bestimmen. Doch der Auserwählte suchte das Weite (neuer Job, größere Familie) – und Gaebler blieb einfach sitzen, gelegentlich lautstark (manche sagen auch brüllend) unterstützt von Müllers Planungschef Robert Drewnicki.
Das wiederum wollten zwei Mitglieder des geschäftsführenden Vorstands nicht länger auf sich sitzen lassen – gestern Abend legten die Vize-Vorsitzende Ann-Kathrin Biewener und Kassenwart Christian Hochgrebe ihre Ämter nieder. Das Kündigungsschreiben der beiden erlaubt einen beeindruckenden Blick hinter die Kulissen der Dreharbeiten zur neunten Staffel von „Blame of Thrones“:
„Es fehlt gänzlich an einem Teamgedanken. Vielmehr ist die Arbeit im gKV von ständigem Misstrauen geprägt“, heißt es da. Die Arbeit? „Zum Stilstand gekommen“. Das Klima? „Vergiftet“. Die Rede ist von „persönlichen Fehden“ und „kreisfremden Interessen“, und weiter: „Wir sind erschüttert, mit welcher Brutalität geleistete Arbeit vernichtet und in Abrede gestellt wird, wie Genossinnen und Genossen gegeneinander aufgehetzt und emotional aufgerieben werden.“
Die Abtrünnigen kündigen einen späteren Rückeroberungsversuch an, von Gaebler heißt es, er wolle die Leerstellen im nun halbierten gKV u.a. mit seinem persönlichen Referenten besetzen. (Mehr Namen und Details der Affäre gibt es heute Nachmittag im ChaWi-Newsletter meines wie immer bestens informierten Kollegen Cay Dobberke zu lesen - kostenlose Anmeldung hier).
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Strukturierte medizinische Ersteinschätzung in Deutschland (SmED) – Wie sieht die Zukunft der Akut- und Notfallversorgung aus? Fachtagung des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi) am 16. Mai 2019 von 10-15 Uhr im Langenbeck-Virchow-Haus, Luisenstr. 58/59, 10117 Berlin.
Die Teilnahme ist kostenlos. Nur noch wenige Plätze frei.
Neues zur EU-Wahlpanne in Tempelhof-Schöneberg (CP von gestern) – ein bizarrer Mailwechsel lässt darauf schließen, dass es nach dem Dreifachversand von Briefwahlunterlagen hier weiterhin drunter und drüber geht. Einem der Betroffenen wurde jetzt sogar telefonisch mitgeteilt, dass er an der Wahl nicht mehr teilnehmen könne - er hatte die dritte Zusendung der immer gleichen Wahlzettel für sich und seine Familie in der Annahme zerrissen, es handle sich um eine weitere fehlerhafte Neusendung (die beiden ersten fehlerhaften Unterlagen hatte das Amt inzwischen „annulliert“, die dritte Zusendung aber nicht entsprechend gekennzeichnet). Als er jetzt um neue Unterlagen bat, bekam er gestern folgende Antwort:
„Um neue Wahlscheine ausstellen zu können, werden die Schnipsel der vernichteten Wahlunterlagen benötigt. Bitte teilen Sie mir auch mit, was mit den Ihnen und Ihrer Familie fehlerhaft übersendeten Wahlunterlagen erfolgt ist.”
Auf den Hinweis, das sei mit der zuvor damit befassten Mitarbeiterin aber anders besprochen worden, ging es so weiter:
„Meine Vertretung hat Sie gebeten in Ihren Papiermüll zu schauen. Durch Ihren Hinweis, dass Sie die Ihnen zugesendeten Wahlscheine vernichtet haben, ist leider keine weitere Ausstellung von Wahlscheinen möglich.“
Tja, Pech gehabt. Der Bezirkswahlleiter teilte dem Checkpoint dann gestern noch mit: „Ein ‚Dreiklassenwahlrecht‘ gibt es in Tempelhof-Schöneberg nicht.“ Die Betroffenen seien darüber informiert worden, „dass die doppelten (‚alten‘, fehlerhaften) Wahlscheine annulliert und deshalb neue (gültige) Wahlscheine versandt worden sind“. Und: „Damit ist ausgeschlossen, dass dreimal abgestimmt werden kann.“ Aber offenbar ist nicht ausgeschlossen, dass keinmal abgestimmt werden kann. Und wozu sind die Schnipsel nötig, wenn doch Wahlscheine annulliert werden können? Die Wahlbeobachter.
Berlin verliert eine führende Expertin im Netzwerk Smart City Berlin: Ina Schieferdecker, Leiterin des „Fraunhofer Instituts für Offene Kommunikationssysteme“, tritt am kommenden Mittwoch als Sprecherin zurück. Im Umfeld der Initiative wird beklagt, dass in der Stadt zu wenig vorangeht und Vorhaben zu langsam umgesetzt werden. Herausgefunden hat das mein Kollege Matthias Punz vom Tagesspiegel-Briefing „Background Digitalisierung & KI“. Dort steht heute auch, wer neuer Netzwerksprecher wird - und warum ein Parlamentarischer Abend ausschlaggebend für Schieferdeckers Entscheidung war. (Zur Anmeldung geht’s hier)
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60 junge Menschen aus 26 Ländern nehmen uns für 24 Stunden mit in ihr Leben. Sie sind religiös, alternativ, heimatverbunden und weltoffen. Was sie vereint ist Europa. "24h Europe - The Next Generation" ist ein einzigartiges Zeitdokument, das in dieser Tiefe und Breite noch nicht zu sehen war. 24 Stunden erzählt in Echtzeit. Morgen ab 6 Uhr im rbb
Und hier noch eine kleine Mai-Nachlese: Zu vermelden sind 170 Kubikmeter Müll, 39 Festnahmen, 85 Strafverfahren, 39 verletzte Polizisten – und eine gefühlte Beförderung: Einsatzleiter Siegfried-Peter „Locke“ Wulff soll interimsmäßig bis zu seiner Pensionierung 2020 Chef der neuen Landespolizeidirektion werden. Danach könnte Andreas Sydow übernehmen, dessen Direktion 3 aufgelöst wird. Für Wolff, der gerne Polizei-Vize geworden wäre, ist das ein versöhnliches Ende seiner Karriere. Die Personalwechsel sind Teil der Reformpläne von Polizeipräsidentin Barbara Slowik.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Die CDU möchte Schülerinnen und Schülern mit mangelnden Deutschkenntnissen oder hohen Fehlzeiten die Sommerferien streichen. Hm, werden dann auch Abgeordneten mit mangelnden Deutschkenntnissen (Stil! Grammatik!) und hohen Fehlzeiten die Parlamentsferien gestrichen? Es kommentiert unser Gastautor Mark Twain: „Ich glaube nicht, dass es irgendetwas auf der ganzen Welt gibt, was man in Berlin nicht lernen könnte - außer der deutschen Sprache!“
Der Vorschlag mit den Schulferien stammt aus dem CDU-Konzept „Berlin 2030 – Visionen für eine Wirtschaftsmetropole, Freiräume für Innovationen“. Erarbeitet hat es der Abgeordnete und frühere Stadtrat Christian Gräff, für den die Stadt „an einigen Stellen einzigartig schlecht“ ist: „Berlin braucht eine neue Story“, sagt er – die braucht die CDU allerdings auch.
Heute ist übrigens „Tag der Pressefreiheit“ – Hinweis für die AfD: Das bedeutet, dass wir einmal im Jahr nicht aufschreiben müssen, was das Kanzleramt uns vorschreibt.
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crescendo, das Musikfestival der Universität der Künste Berlin, feiert vom 10.-25. Mai 2019 das 150-jährige Jubiläum der Fakultät Musik mit viel klassischer Musik, Jazz, Salsa und Klavierkabarettist Bodo Wartke. Programm & Tickets: www.udk-berlin.de/crescendo
Gewinnen Sie Freikarten für das Eröffnungskonzert am 10. Mai: Hier geht’s zur Verlosung.
„Berlin bekommt Express-S-Bahnen“, meldet die „Berliner Zeitung“ – ab Dezember fahren Verstärkerzüge, die nicht mehr überall halten. Los geht’s mit der S3 zwischen Ostbahnhof und Friedrichshagen, wo die Verkehrssenatorin wohnt. Dann hat Regine Günther („Wir möchten, dass die Menschen ihr Auto abschaffen“) auch endlich eine akzeptable Alternative zum Dienstwagen.
Ganz überzeugt ist die „Berliner Zeitung“ aber offenbar selbst noch nicht, skeptisch fragt sie: „Werden alle Fahrgäste das ungewohnte Konzept verstehen?“ Und eigentlich noch wichtiger: Werden alle Zugführer das ungewohnte Konzept verstehen? Unserem Betriebsstörungsbingo wird jedenfalls über die nächsten Jahre der Stoff nicht ausgehen.
208.000 Meldungen zu Müllhalden und Falschparkern gingen im vergangenen Jahr beim Ordnungsamt ein – zur Bearbeitung stehen allerdings nur 21 Vollzeitstellen zur Verfügung. Da trifft es sich gut, dass in Berlin bereits das Abschieben eines Problems an eine andere Abteilung für den Bearbeitungsstatus „Erledigt“ reicht.
Die Gesellschaft für Deutsche Sprache hat die Liste der beliebtesten Vornamen für Neugeborene im Jahr 2018 ermittelt – falls Sie vermeiden wollen, dass sich demnächst der halbe Spielplatz umdreht, wenn Sie Ihr Kind rufen, verzichten Sie in Berlin bitte im Nachwuchsfall bei Jungs auf Alexander, Maximilian, Paul, Carl und Luis und bei Mädchen auf Marie, Sophie, Charlotte, Maria und Emilia (in dieser Reihenfolge).
Immer wieder erfrischend: der Amazon-Algorithmus. Kaum nach „Innerer Schweinehund“ gesucht (leider vergeblich), folgt schon die Roman-Empfehlung „Schäfchen im Trocknen.“
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Erfahren Sie, wie KI unser Arbeitsumfeld verändert, oder wohin sich datengetriebenes Marketing und Kommunikation entwickelt. Unter dem diesjährigen Motto „THE NEW WORK” startet, in Kooperation mit der IHK Berlin, am 9. Mai 2019 der zweite Berliner Marketingtag #BMT19. Auch in diesem Jahr stehen neben namhaften Sprechern spannende Themen im Fokus. Wir freuen uns auf Sie! Jetzt Tickets sichern: www.marketingclubberlin.de
In den kommenden Wochen wird einiges neu beim Checkpoint – von Montag an bespielen wir erstmal unsere Kanäle bei Twitter (https://twitter.com/TspCheckpoint) und Instagram (https://www.instagram.com/tsp_checkpoint), folgen können Sie aber schon jetzt. Und wir suchen die besten (oder lustigsten, originellsten usw.) Berlin-Bilder unter checkpoint@tagesspiegel.de - unter denen, die uns bis Freitagabend erreichen, wählen wir das Premierenfoto für unseren neuen Account aus. Zu gewinnen gibt es einen Checkpott.
Und wir laufen natürlich auch weiter durch die Stadt, am Sonnabend mal wieder auf dem Tempelhofer Feld (Start 11 Uhr, Eingang Herrfurthstraße). Und als Special Guest wird uns Europameister Jan Fitschen begleiten – eine große Ehre!
Jan Fitschen ist übrigens auch heute Abend schon gemeinsam mit Marathon-Heldin Uta Pippig zu Gast bei unserem Checkpoint-Experten-Lauftreff im Tagesspiegel. Was uns erwartet, hat Checkpoint-Laufchef Felix Hackenbruch schon mal hier in unserem Podcast erzählt. Wenn Sie heute Abend ab 19 Uhr am Askanischen Platz 3 dabei sein wollen: Bitte kurz anmelden unter checkpoint@tagesspiegel.de – Getränke müssen Sie übrigens nicht mitbringen.
Übrigens: Heute vor sieben Jahren tippte ich in der Tagespiegel-Redaktion folgende Überschrift in die Tasten: „In 30 Tagen hebt der erste Flieger ab“. Klassischer Kurzschluss!
BER Count Up – Tage seit Nichteröffnung:
Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hat das Wunder vollbracht: Am 31. Oktober 2020 ist der Flughafen BER offiziell eröffnet worden. 3.073 Tage nach der ersten Nicht-Eröffnung stellen wir damit unseren Count Up ein. Wer nochmal zurück blicken will: Im Tagesspiegel Checkpoint Podcast "Eine Runde Berlin" spricht Lütke Daldrup mit Tagesspiegel Chefredakteur Lorenz Maroldt und Checkpoint Redakteurin Ann-Kathrin Hipp über detailverliebte Kontrollen, politische Befindlichkeiten und aufgestaute Urlaubstage.
Zitat
„In Berlin ist es so, dass es eine Anfangsneugier gibt, aber nach sieben Jahren spätestens kommt die Frage: Was sucht diese blöde Fresse hier immer noch?“
Intendant Michael Lilienthal über die Theaterszene – das kurze Gastspiel von Chris Dercon an der Volksbühne nennt er einen „Ausnahmefall“. (Q: Interview im Tagesspiegel)
Tweet des Tages
Kleine Idee für Berlin: Ruft den Klimanotstand aus, sprecht euch gegen das Fliegen und Flugverkehr an sich aus und beerdigt den BER Flughafen. Eleganter kommt man aus der Nummer nicht mehr raus.
Stadtleben
Neu in Wilmersdorf ist das Spentzas: Ein durch und durch griechisches Restaurant, das es schafft, den mittelmäßigen Ruf der Konkurrenz in Berlin deutlich aufzuwerten. Weder versprüht das Interieur staubigen Patriotismus in Weiß und Blau (die deutsche Variante davon ist zugegebenermaßen auch nicht besser!), noch muss man sich mit vor Fett triefendem Gyros zufriedengeben. Das freundliche Personal in der Motzstraße 76 bringt stattdessen Dorade mit Risotto, Rinderleber vom Grill oder mit Käse überbackene Aubergine an die edlen, massiven Holztische. Lediglich der blaue Samt auf den Sitzbänken lässt ein dekoratives Griechenland-Thema erahnen – was dem angenehm modernen Touch des weiträumigen Lokals nicht im Wege steht. U-Bhf Spichernstraße, tägl. 11.30-23 Uhr
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Dominique Horwitz singt Brel
Zu Brels 90. Geburtstag kehrt Horwitz zurück ins TIPI AM KANZLERAMT mit Liedern aus dem Repertoire des belgischen Genies. „Ne me quitte pas“ und „Amsterdam“ scheinen, als wären sie für Horwitz geschrieben. Ob sie nun von der Verlassenheit oder der Liebe handeln, Brels Chansons sind kleine dramatische Erzählungen – jedes Lied ein aufrührendes Theaterstück, eine Welt für sich. 07.-12. Mai | TIPI AM KANZLERAMT
Trinken – Je mehr auf einmal, desto besser. Das scheint in der Gastroszene derzeit die Erfolgsstrategie zu sein. Man denke an Fusionsküche, Cafés, die gleichzeitig Co-Working-Space sind, und Clubs, die ihre eigenen Restaurants eröffnen. An der Bezirksgrenze Mitte / Prenzlauer Berg ist man nun um eine Multitasking-Location reicher: Berta. Berta ist Bar, Galerie und Tanzschuppen zugleich. Den obligatorischen Innenhof mit Lichterketten hat Berta natürlich auch zu bieten. Die hohen Decken und Backsteinwände erinnern die Kollegen von MitVergnügen an den Industriecharme des Berlins der Neunziger Jahre. Damit kann man als Barbetreiber sowieso kaum etwas falsch machen. Di 18-1 Uhr, Do 18-3 Uhr, Schönhauser Alle 187, U-Bhf Rosa-Luxemburg-Platz
Last-Minute-Tickets zum heutigen Tag der Pressefreiheit im Studio Я am Maxim Gorki: Reporter ohne Grenzen lädt zur Diskussion über die Pressefreiheit in Afghanistan. 2018 galt es mit 15 toten Medienschaffenden als das weltweit gefährlichste Land für Journalist*innen. Zu Gast sind ab 20.30 Uhr der australische Fotograf Andrew Quilty aus Kabul und die afghanische Journalistin Farida Nekzad. Sie leitet das Zentrum für den Schutz von Journalistinnen in Kabul. Es moderiert Gemma Pörzgen, Vorstandsmitglied bei Reporter ohne Grenzen. Karten kosten 8 Euro. Am Festungsgraben 2, S/U-Bhf Friedrichstraße
Karten gewinnen für das Abschiedskonzert des Chefdirigenten der Berliner Symphoniker, Lior Shambadal, am Sonntag: Er blickt auf zwei Jahrzehnte an der musikalischen Spitze der Symphoniker zurück und verabschiedet sich mit einem sehr zukunftsgerichteten Konzert unter dem Titel „Der Weg zu den Sternen". In Kooperation mit der liechtensteinischen Stiftung „sic itur ad astra“, die junge Opernsänger fördert, tritt er am Sonntag zusammen mit den Preisträgern der Stiftung in der Berliner Philharmonie (Herbert-von-Karajan-Straße 1, S/U-Bhf Potsdamer Platz) auf und gibt die Ouvertüre zu Verdis „Nabucco“ zum Besten. Es folgen Stücke von Mozart, Bizet und Mascagni. Wir verlosen 5x2 Karten für das Abschiedskonzert (bis 12 Uhr) – wer möchte?
Karten sichern die diesjährige re:publica in der Station Berlin (6.-8. Mai). Wie gewohnt sind die Tickets ziemlich teuer und schnell ausverkauft. Doch dieses Jahr gestaltet sich die Digitalkonferenz preislich inklusiver: Neu sind die Schnuppertickets für 10 Euro, mit denen man ab 18 Uhr am Abend- und Partyprogramm teilnehmen kann. Am Montag hält zum Beispiel Sigi Maurer ihren Vortrag „It's the patriarchy, stupid“ (18.45 Uhr) und Berhan Taye spricht über „Silencing the silence: the Vicious Cycle of Censorship and Surveillance“ (19.15 Uhr). Das ganze Programm gibt’s hier. Luckenwalder Straße 4-6, U-Bhf Gleisdreieck
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Liebe Checkpoint-Leser, begeben Sie sich „Auf Fontanes Fährte“! Die neue 6-teilige Serie führt Sie zu Fontanes Lieblingsorten in Brandenburg und zeigt Ihnen die schönsten Routen durchs Land. Lesen Sie jetzt 4 Wochen den Tagesspiegel. Sie sparen 35 %, verpassen keine Folge und erhalten einen Gutschein im Wert von bis zu 60 €. Jetzt entdecken.
Am Wochenende kann man sich ganz der Kunst widmen: Am Freitag präsentiert das Fotografie-Netzwerk Photography Unlimited p:berlin um 19 Uhr eine Werkschau seiner KünstlerInnen mit Bildern aus dem vergangenen Jahr (Wilhelminenhofstraße 68a, Haus 15, Tram-Station Rathenaustraße / HTW). In Lichtenrade heißt es am Samstag ab 16 Uhr „Kunst trifft Wein“ beim Winzerfest (Alt-Lichtenrade). Und Streetart-Fans sollten am Sonntag auf die Oberbaumbrücke: Die wird tagsüber gesperrt und wird zur Open-Air-Gallery für KünstlerInnen verschiedenster Couleur (10-20 Uhr).
Am Sonntag ist Tag des offenen Archivs an der AdK (Pariser Platz 4, S/U-Bhf Brandenburger Tor). Besucher erhalten ab 11 Uhr Einblick in die Magazinräume, den Lesesaal mit Blick aufs Brandenburger Tor, Archivare und Restauratoren lassen sich obendrein bei der täglichen Arbeit über die Schulter gucken. Ansonsten verschlossene Werkstätten können bei den regelmäßigen Führungen besichtigt werden und als kleines Highlight präsentieren Studierende der Ernst Busch Schauspielschule bei einer Modenschau Theaterkostüme aus dem Fundus des Archivs. Zugleich findet die Vernissage der Ausstellung „Erlesene Bibliotheken – Artists‘ Libraries“ statt. Der Eintritt ist frei.
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jobs.tagesspiegel.de
Die Online-Jobbörse für alle, die in Öffis ihre Zeitung nicht auseinander kriegen.
Noch hingehen ins Pergamonmuseum am Kupfergraben 5 (S/U-Bhf Friedrichstraße), wo bis zum 26. Mai „Kulturlandschaft Syrien“ zu sehen ist. Wie bewahrt man Kultur im zerstörten Kriegsland? Damit beschäftigt sich die interaktive Ausstellung mit Fokus auf die Städte Aleppo, Damaskus, Raqqa und Palmyra. Der Eintritt kostet 19 Euro. Tägl. 10-18 Uhr, nur Do 10-20 Uhr
Maria Kotsev wünscht Ihnen ein aufregendes Wochenende!
Prominent verraten
Er ist Schauspieler, Sänger und spielte in einem echten Klassiker der Werbespots mit: Ingo Naujoks hat diese Woche fotografische Hinweise hinterlassen – richtig geraten und die Checkpotts gewonnen hat Eric Bauer – herzlichen Glückwunsch! Auf den „Mehr Berlin“-Seiten gibt's morgen noch mehr Fotos zu sehen.
Berlin heute
Verkehr – In Friedrichshain gibt’s auf der Boxhagener Straße in beiden Richtungen zwischen Warschauer Straße und Niederbarnimstraße nur eine Spur. Bis Montagmorgen (ca. 4 Uhr) ist die Überleitung von der A114 auf die A10 in Richtung Dreieck Havelland gesperrt. Ebenso die A10 Richtung Dreieck Havelland zwischen dem Dreieck Pankow und der AS Birkenwerder. Umleitungen sind ausgewiesen. Und die S-Bahn meldet in den Nächten bis Montag (je 22-1.30 Uhr) Unterbrechungen auf den Linien S5, S7 und S75. Genauere Infos gibt’s auf der VIZ.
Demonstration – Rund 500 SchülerInnen versammeln sich zur „Fridays For Future“-Demo im Invalidenpark (12-14 Uhr). Etwa 200 Menschen hat der BSBDE zum Protest „für die Machtübergabe vom Militär an die Zivilmacht im Sudan“ von 14-17 Uhr vor der Sudanesischen Botschaft am Kurfürstendamm 151 angemeldet. Am Samstag ruft das Netzwerk Fahrradfreundliches Tempelhof-Schöneberg zur Fahrrad- und Skaterdemo vom Platz der Luftbrücke zum Kaiser-Wilhelm-Platz von 14-16.30 Uhr ein. Von 14.30-20 Uhr laufen rund 500 Teilnehmer mit dem Future for Elephants e.V. unter dem Motto „Weltweiter Marsch gegen die Ausrottung von Elefanten“ von der Burgstraße / Garnisonkirchplatz zum Pariser Platz. Am Sonntag stehen von 14-15 Uhr etwa 1000 Demonstranten im Rahmen von „Pulse of Europe“ am Gendarmenmarkt. Und 2000 Personen ziehen mit dem Berliner Behindertenverband bei der „Demonstration zum europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung“ vom Nollendorfplatz zum Wittenbergplatz (14.15-17 Uhr).
Gericht – Einem 45-Jährigen wird der Prozess wegen Kindesmissbrauchs gemacht. Ihm werden Übergriffe auf seine Tochter und Freundinnen des Mädchens zur Last gelegt. Zudem soll er vor rund 25 Jahren seinen jüngeren Bruder missbraucht haben (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 817).
Berliner Gesellschaft
Personalie – Prof. Oliver Günther, Präsident der Universität Potsdam, wurde zum Jury-Vorsitzenden des Innovationspreises Berlin Brandenburg berufen. Die Berufung ist bis 2021 gültig, womit Günther als Teil der 17-köpfigen Jury ab Juni 2019 fünf Preisträger ermitteln wird.
Geburtstag – Margarita Broich (59), Theater- und Fernsehschauspielerin / Meira Durand (19), Schauspielerin / Franziska Giffey (41), Familienministerin / Frauke Hoyer (76), „von 1984 bis 2000 Sprecherin und Geschäftsführerin des Flüchtlingsrates Berlin, der 1989 den Gustav-Heinemann-Bürgerpreis verliehen bekam“ & „30 Jahre F&M und noch lange kein Ende …“ / Sabine Kahl (60), „wie schön, dass es Dich gibt.“ / Carola Katzer (39), „Du bist mein größtes Glück!" / "Alles Liebe zum Geburtstag jewünscht, Dr. Lehmann!" / Rainer Opitz, „zum 4x20 Geburtstag alles Gute für die Zukunft und bleib uns weiterhin treu und gewogen! Hella+little“ / Brendan Ranford (27), ehem. Eishockeyspieler bei den Eisbären / Katharina Roth, „die beste Tochter der Welt“
Sonnabend – Turgut Altuğ (54), für die Grünen im AGH / Werner Fritsch (59), Schriftsteller / Florian Illies (48), geschäftsführender Verleger des Rowohlt Verlags / Michael Jürgs (74), Journalist, ehem. Chefredakteur des Stern (1986-90) / Vera Lengsfeld (67), Philosophin, Soziologin, Publizistin / Gerlind Reinshagen (93), Schriftstellerin und Dramatikerin
Sonntag – Buddy Giovinazzo (62), Filmregisseur, Drehbuchautor und Schriftsteller / Kristina Klesse (38), „Happy birthday liebe Tini wünscht Mutti aus der Tulpi. Jocas!“ / Christian Lohse (52), Koch / Tim Matthes (20), Handballer bei den Füchsen / Hans-Dieter Robel (71), „Dipl.-Ing., ZeitZeugenBörse, Herzliche Glückwünsche und alles Liebe von Deiner Dagmar"
Sie möchten jemandem zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.
Gestorben – Heidelore Gregor, * 22. April 1944 / Heike Kuhlmann / Helmut Mayer, * 5. August 1928, M.A. Abteilungspräsident a.D. / Ulrike Mühlich / Karl-Heinz Spanier, * 13. Juni 1956
Stolperstein – Weisestraße 9, Neukölln: Hier lebte Fritz Bischoff (Jhg. 1900) bis zu seiner Inhaftierung im Zuchthaus Kassel am 23. September 1934. Im Jahr 1942 folgte die Deportation nach Sachsenhausen, 1944 ins KZ Neuengamme. Ende April 1945 wurde Bischoff mit Tausenden anderen Häftlingen auf das Gefangenenschiff Cap Arcona in der Lübecker Bucht getrieben. Heute vor 74 Jahren wurde das Schiff von Tieffliegern der britischen Luftwaffe versenkt. Bischoff kam dabei ums Leben, die genauen Umstände sind unbekannt. Berichte deuten darauf hin, dass er von der SS beim Fluchtversuch erschossen wurde.
Im Tagesspiegel
Ein Gespenst geht um. Juso-Chef Kevin Kühnert stellt eine große Frage: Braucht es mehr Sozialismus? Die Reaktionen auf die Kapitalismus-Kritik des 29-Jährigen zeigen: Er hat plötzlich einen Nerv getroffen. Lesen Sie die Analyse von Georg Ismar und Hans Monath heute auf Seite 2 und 3 im Tagesspiegel und im E-Paperund hier online.
Encore
Das letzte Wort für diese Woche hat unser Gastautor Johann Wolfgang von Goethe – er sagt über unser nettes Städtchen: „Es lebe aber, wie ich an allem merke, dort ein so verwegener Menschenschlag beisammen, dass man mit der Delikatesse nicht weit reicht, sondern dass man Haare auf den Zähnen haben und mitunter etwas grob sein muss, um sich über Wasser zu halten.“
Service-Hinweis: Sie dürfen aber auch ganz lieb sein – wir verraten Sie nicht! Team Checkpoint wünscht Ihnen allen ein schönes Wochenende, wir sehen uns wieder am Montagmorgen – bis dahin, Ihr

