der Koalitionsvertrag ist unterschrieben; heute soll das zugehörige Spitzenpersonal gewählt und verkündet werden: Ab 12 Uhr geheime Wahl und Vereidigung des Regierenden Bürgermeisters im Abgeordnetenhaus, 13.30 Uhr Vorfahrt und Ankunft des RBM am Hauptportal des Roten Rathauses mit Schornsteinfegerspalier; Amtsübergabe im Amtszimmer, ab 14.15 Uhr Ernennung der Senatsmitglieder im Wappensaal, anschließend Gruppenfoto auf der Haupttreppe, danach konstituierende Sitzung des Senats im Rathaus und ab 15.30 Uhr Vereidigung der Senatsmitglieder im Agh, wenn alles nach Plan läuft.
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Ein Ruck geht durch Berlin.
Was Roman Herzog in seiner „Ruck-Rede“ forderte, unterstützt die Berliner Sparkasse. Deshalb zeichnen wir mit dem Roman Herzog Preis Menschen aus, die mit ihrem gesellschaftlichen Engagement für einen spürbaren Ruck in Berlin sorgen.
Bis zum 31. Mai 2023 für den Roman Herzog Preis bewerben unter:
berliner-sparkasse.de/rhp
Vor der offiziellen Kür der Staatssekretär:innen sind weitere Namen aus den CDU-Ressorts publik geworden: Ex-Fraktionschef Florian Graf soll Chef der Senatskanzlei werden. Personalstaatssekretär in Stefan Evers‘ Finanzverwaltung (neben Tanja Mildenberger; siehe CP von gestern) wird der Jurist Wolfgang Schyrocki, bisher Direktor der Verwaltungsakademie. Justizsenatorin Felor Badenberg holt wohl Esther Uleer aus dem Bundespräsidialamt – neben Dirk Feuerberg, zu dem Linken-MdA Niklas Schrader anmerkte: „der Oberstaatsanwalt, der für die Einstellung der Observation des Breitscheidplatz-Attentäters Amri mitverantwortlich war“.
Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch holt sich die bisherigen Stadträte Falko Liecke und Torsten Kühne sowie Christina Henke, die Vorsitzende der Frauenunion. In Joe Chialos Kulturressort kommen wohl Sarah Wedl-Wilson von der Hanns-Eisler-Musikschule und der bisherige MdA Oliver Friederici (für bürgerschaftliches Engagement).
Zum Spitzenpersonal von heute und morgen: Der nächste Regierende heißt Kai Wegner, der nächste US-Präsident (*Klopfgeräusch auf Holz zu hören*) Joe Biden. Wegner ist 50, Biden wäre beim Amtsantritt 82. Ist man irgendwann zu alt für Spitzenämter? Wir haben zwei gefragt, die es wissen müssten – die ehemaligen Regierenden Bürgermeister Walter Momper (78, SPD) und Eberhard Diepgen (81, CDU).
Momper sagt am CP-Telefon: „Ich habe in der Zeit als Regierender wenig geschlafen und hatte sehr viel zu tun.“ Die Senatskanzlei, die Reden schreibe und die Geschäfte organisiere, „hilft schon sehr, wenn man das zu nutzen weiß“, aber die Belastung sei hoch gewesen, zumal in der Zeit der Wiedervereinigung. Hypothetische Frage: Könnte er sich vorstellen, in seinem Alter noch mal anzutreten? „Ich habe es erlebt, es war ein bisschen kurz, aber ich würde es jetzt nicht noch mal machen“, sagt Momper. Nicht wegen konkreter Einschränkungen, sondern aus grundsätzlichen Erwägungen: Alle Regierenden seien bei Amtsantritt deutlich jünger gewesen, und das solle auch so bleiben.
Eberhard Diepgen sagt zur Altersfrage: „Die kurze Antwort ist: Es kommt drauf an, wie gesund, wie fit und wie erfahren man ist.“ Die etwas längere lautet, dass „ein erfahrener Über-70-Jähriger oft besser ist als eine abgebrochene Studentin oder ein abgebrochener Student.“ Ob er das eher auf US-Präsidenten oder Regierende Bürgermeister beziehe? „Das ist eine allgemeine Bemerkung.“ Wobei man beachten müsse, dass bei einem staatlichen Spitzenamt wie der amerikanischen Präsidentschaft „die psychische Belastung durch die Fülle der Themen noch größer ist. Bei Kommunal- und Landespolitikern ist nur ab und zu der Mut notwendig, Termine abzusagen.“
Er selbst hätte den Job als Berliner Regierungschef nicht durchgehalten, ohne morgens eine Runde zu joggen und an den Wochenenden auch mal eine Ruhepause für die Familie einzulegen. „Man muss eine klare Terminplanung haben“, sagt Diepgen. „Das schafft nicht jeder so wie Richard von Weizsäcker, der sich einfach mal zwei Tage ausgekoppelt hat.“ Die Frage, ob er sich selbst das Amt jetzt noch zutrauen würde, mag er nicht beantworten. Muss er auch nicht.
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KaDeWe | Samstag, 29. April 2023,
19 – 0 Uhr
Hinter die Kulissen von Küche, Patisserie & Co. - Probieren Sie an diesem einzigartigen Abend in unserer »Open Kitchen« kulinarische Delikatessen, schauen Sie unseren Köchen und Patissiers über die Schulter und erleben Sie bei Champagner, Food und Live-Musik einen unvergesslichen Abend.
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Tagelang hatten die Helfer von der Hellersdorfer „Arche“ eingekauft für die 50.000 Euro, die der Rotary-Club gespendet hatte. Zur Verteilung gestern kamen nach Auskunft von Arche-Sprecher Wolfgang Büscher etwa 800 Menschen: „Ukrainer, Deutsche, Araber; zu 90 Prozent Mütter“. Viele hätten zwei Stunden angestanden, um Lebensmittel für 65 Euro zu bekommen. „Dadurch habe ich Geld für meine Kinder“, sei die häufigste Erklärung gewesen, wobei es zum Prinzip der Arche gehört, nicht weiter zu fragen oder zu prüfen. „Ich höre von vielen Müttern: ‚Wir essen nicht mehr zu Mittag, damit unsere Kinder abends satt werden‘“, sagt Büscher.
Als er vor 20 Jahren angefangen habe, „habe ich mir nicht mal im Ansatz vorgestellt, dass wir so etwas mal erleben in Deutschland“. Nach seinem Eindruck seien unter den Gästen keine Schnorrer, und „das Vorurteil, dass das Geld für Alkohol und Zigaretten ausgegeben wird, trifft nach meinem Eindruck vielleicht zu fünf Prozent zu“.
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„Du bist, was du isst“ - das Motto im the CORD am EUREF-Campus. Hier, wo die Zukunft erforscht und gelebt wird, präsentiert das the CORD raffinierte, neu interpretierte Klassiker mit Fokus auf Nachhaltigkeit und Regionalität. Schon probiert? Büffelmilch-
Burrata aus Kremmen, Filet vom Irischen Weiderind oder die beliebten Erbsen-Tortellonis.
Die Polizei weiß noch immer nichts Genaueres über die Umstände, unter denen in der Nacht zu Freitag in Johannisthal ein Mann von einer Straßenbahn überfahren worden ist. Im November war keine 200 Meter entfernt eine 13-Jährige beim Queren der Gleise auf dem Mittelstreifen des Sterndamms tödlich verunglückt. Bei der Begutachtung der Unfallstelle wurde festgestellt, dass dort – zwischen einem Gymnasium und einer Bushaltestelle gelegen – „ein Trampelpfad auf einen nicht unerheblichen Querungsbedarf hinweist“.
Als „kurzfristige Abhilfe aufgrund offenkundiger Fußwegbeziehungen und Frequentierung durch Schüler“ wurde ein sogenanntes Z-Gitter empfohlen, also ein Durchlass, der die Aufmerksamkeit Richtung Gleise lenkt. Der Stand nach mehr als fünf Monaten: Kein Gitter, kein Beschluss, noch nicht einmal ein abgestimmter Plan zwischen Senat, Bezirk und BVG.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Eine der beiden Klimaaktivistinnen, die sich im vergangenen August in der Gemäldegalerie an den Rahmen eines Cranach-Gemäldes geklebt hatten, ist vom Amtsgericht Tiergarten zu vier Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt worden. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Geldstrafe von 90 Tagessätzen gefordert, der Verteidiger Freispruch. Er bezeichnete das Urteil als „lächerlich und populistisch“.
Der Bundeskanzler besucht heute den BVG-Betriebshof in Weißensee, um sich über E-Busse und die Vorbereitungen zum Start des Deutschland-Tickets zu informieren. Von Eva Kreienkamp wird er sie nicht mehr erfahren, nachdem der Aufsichtsrat gestern die BVG-Chefin abberufen und mit sofortiger Wirkung freigestellt hat. Mind the gap between Wunsch und Wirklichkeit.
Im Rettungsdienst der Feuerwehr tritt heute um 7 Uhr Stufe 1 der RDAbweichVO in Kraft. Falls das irgendwem nichts sagen sollte: In Rettungswagen fährt wegen des notorischen Personalmangels nicht immer ein (hoch spezialisierter) Notfallsanitäter mehr mit, sondern ein Rettungssanitäter mit Berufserfahrung. Das soll die weniger dramatischen Fälle und rund ein Viertel der Einsätze betreffen. Damit die Besten zu den schlimmsten Fällen kommen.
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Am 19.4. hat die bisherige Reinickendorfer Verkehrsstadträtin via Presseinfo mitgeteilt, dass das Gehwegparken in der Veitstraße und am Waidmannsluster Damm nicht länger erlaubt sei, damit gemäß StVO auch Rollstuhlfahrer durchkommen und Begegnungsverkehr funktioniert. Gestern teilte die neue Stadträtin Julia Schrod-Thiel (CDU) mit, dass sie die Planung für die Veitstraße ausgesetzt habe. Verkehrswendewende.
Während sich der neue Senat auch um die Autofahrer kümmern will, befasst sich der Verkehrsclub VCD mit den Risiken und Nebenwirkungen für Kinder: In einer bundesweiten Umfrage will der Verein ermitteln, wie kindgerecht die Verkehrssituation in Städten und Gemeinden ist. Zur Teilnahme sind alle eingeladen, die regelmäßig mit Kindern unterwegs sind.
Vor jeweils sieben Schulen soll heute und morgen kurzzeitig Platz für die Kinder geschaffen werden, die sich sonst ihren Weg durch den täglichen Elterntaxiwahnsinn bahnen müssen: Mit Eltern und Pädagogen organisiert der Verein Changing Cities die vierte Auflage seiner „Schulzonen“-Aktion, bei der Straßen vor den Schuleingängen zur Hauptverkehrszeit von Autos freigehalten werden. Perspektivisches Ziel ist die dauerhafte Schaffung von jährlich 100 solcher sicheren Bereiche.
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Nur die Älteren kennen noch Pfuhl & The Gang. Kein Wunder, denn die meisten der mehr als 400 Berliner Kleingewässer sind ausgetrocknet. Zur Wiederbelebung läuft das Projekt „30 blaue Perlen“, für das das THW am Wochenende testweise das „Mummelsoll“ geflutet hat, einen Tümpel der Hönower Weiherkette in Hellersdorf. Bisheriger Erkenntnisgewinn: Statt der errechneten 1000 waren nur 600 Kubikmeter für 1,2 Meter Füllhöhe nötig. Und versickert ist das Wasser auch nicht gleich, was Hoffnung macht. Nun wird gemessen und machbarkeitsstudiert. Es kommentiert Dr. Klöbner: „Ich nehme meine Ente herein.“
Gestern ist das Buch „Elternabend“ des auf Psychothriller spezialisierten Berliner Autors Sebastian Fitzek erschienen, der selbst vier Kinder hat. Für unsere Familienseite sammeln wir aus diesem Anlass wahre Begebenheiten von echten Elternabenden. Wenn Sie Skurrilitäten beisteuern können, schicken Sie sie gern an familie@tagesspiegel.de. Danke, und nun zur Wahl der Elternsprecher.
Neues vom Berliner Mietmarkt: Am Ku’damm, Höhe Adenauerplatz, ist eine Dreizimmerwohnung im Angebot: Dachgeschossmaisonette, 195 Quadratmeter, mit separatem Eingang fürs Personal; 9820 Euro warm. Pro Monat.
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Wer sich nach Küstenstrichen, Inseln, Kreidefelsen, Meeresluft und dem Gefühl von Weite sehnt, wird in der neuen Ausgabe des Tagesspiegel-Magazins „Ostsee" aus der Reihe „Tagesspiegel Unterwegs“ fündig. Lassen Sie sich mitnehmen und entdecken Sie die besten Wellness-Orte, Museen, Schiffserlebnisse sowie die schönsten Wochenendtrip-Empfehlungen.
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DDR meets LED: Am Alex sprudelt nach einjähriger Sanierung der Brunnen der Völkerfreundschaft wieder; gestern wurde der Bauzaun demontiert. Neu sind nicht nur Beleuchtung und Entkalkungsanlage, sondern auch die bunten Fliesen im Stil des Originals von 1970.
Achtung, Achtung, hier spricht die Polizei: Herr Marian-Ion Vesel wird aufgefordert, seinen im Rahmen eines Polizeieinsatzes zur Gefahrenabwehr sichergestellten BMW mit dem Kennzeichen WW-283-ND vom Sicherstellungsgelände am Blumberger Damm abzuholen und die entstandenen Kosten zu erstatten. „Sollten Sie das Fahrzeug nicht abholen, wird das Fahrzeug verwertet.“ (Q: Amtsblatt)
Zitat
„Gefühlt bin ich in den sechseinhalb Jahren seit dem Amtsantritt zehn Jahre gealtert – die drei zusätzlichen entfallen auf die Corona-Zeit.“
Kultursenator Klaus Lederer (Linke), der heute sein Amt an Joe Chialo (CDU) übergibt. Im Interview zum Abschied erzählt er, warum er ohne Groll geht und was ihn am Job des Regierenden Bürgermeisters gereizt hätte (T+).
Tweet des Tages
Mein Mann und ich planen eine Bäckerei. Die Brötchen werden heißen – Normale – Körner – Das hier vorne – Das dahinten – Von denen da – Was sind das für welche – Bagett – Krossong
Stadtleben
Essen & Trinken – Das Café „1love4” auf dem Kurfürstendamm serviert Pistazien-Käsekuchen, frisch gebackene Zimtschnecken oder hausgemachtes Sauerteigbrot genauso wie Superfood-Smoothies, Salate und Bowls. Workaholics und Digital-Nomads aufgepasst: In dem Coffeeshop können Sie mit Laptop und Latte den ganzen Tag produktiv arbeiten. Zum Einstimmen auf den Feierabend werden inmitten des Charmes der Stein- und Holzoptik auch Aperitifs geschlürft. Kurfürstendamm 104, Charlottenburg, S-Bhf Halensee
Berlinbesuch mit Gourmetgerichten verwöhnen – Am Samstag, den 29. April wird in der siebten Etage im KaDeWe von 19 Uhr bis Mitternacht geschlemmt: Die KaDeWe Kitchen Party gibt einen exklusiven Einblick hinter die Kulissen von Küche, Konditorei und Patisserie. Kulinarisch interessierte Gäste können beim Kochen und Zubereiten ihres Essens zusehen – sei es frisch gebackenes Brot, Trüffelpasta oder Sushi und Seafood. Neben all den Snacks steht Free-Flow-Champagner nach Lust und Laune bereit. Und dann wäre da noch eine Goodie Bag, die am Ende des Abends auf Sie wartet. Interessierte können für 300 Euro an dem Event teilnehmen, exklusiv verlosen wir 2x2 Tickets!
Neu im Bücherregal – Der Frauenlauf, der S25 oder der Berliner Firmenlauf warten im Mai auf Erledigung. Mit dem jüngst erschienenen Buch „Sportlich unterwegs mit Wildkräutern“ von Sophie Winkler sagen Sie dem damit vielleicht einhergehenden Muskelkater den Kampf an. Mit natürlichen Rezepten und Anwendungsoptionen werden Ihnen auf fast 180 Seiten Wildkräuter für die eigene Hausapotheke oder Küche schmackhaft gemacht und gezeigt, wie Sie die vielseitigen Gewächse nutzbringend einsetzen. Gefallen gefunden? Wir verlosen ein Exemplar des Buches.
Noch hingehen – Mit Auftritten bei den Simpsons oder der Star-Wars-Serie „The Mandalorian“ und anderen grafischen Künsten wurde Werner Herzog 2009 vom Time Magazine zu den einflussreichsten Personen der Welt gekürt. Die Deutsche Kinemathek zeigt noch bis zum 8. Mai sein vielschichtiges Werk als Regisseur, Schauspieler und Autor. Das umfangreiche Archiv erlaubt es dem Publikum zudem, sich aus den Daten und Fakten selbst ein Bild über den polarisierenden Vertreter des internationalen Autorenfilms und des Neuen Deutschen Films zu machen. Der Eintritt kostet 9/ 5 Euro. Potsdamer Straße 2, S/U-Bhf Potsdamer Platz
Grübelstoff – Wildkräuter to go! Das Café Botanico oder die Saftpresse Charlottenburg arbeiten bereits mit Wildkräutern in ihrer Küche. Ob im Freilandlabor Britz, im Schlosspark Buch oder auf dem Naturpfad zwischen Bredower Forst und Falkensee: Wo lassen sich in Berlin Wildkräuter am besten sammeln und was können sie wirklich?
Kiekste
Wir kaufen ein „R“ und möchten lösen: Philharmonie! Tagesspiegel-Leserin Elisabeth Ernst hat diesen BVG-Fauxpas fotografiert und an checkpoint@tagesspiegel.de geschickt. Vielen Dank dafür! Wir sind natürlich weiterhin gespannt auf Ihre Schnappschüsse aus der großen Stadt.
Berlin heute
Verkehr – A115 (AVUS): Kurzzeitige Sperrung von 9.45 bis 10.15 Uhr in beiden Richtungen zwischen den Anschlussstellen (AS) Hüttenweg und Spanische Allee. Der Kronprinzessinnenweg ist bereits ab ca. 9.15 Uhr durchgängig gesperrt.
A113 (Schönefeld-Zubringer): Sperrung von 21 bis 5 Uhr stadteinwärts von der AS Schönefeld-Nord bis AS Späthstraße (Beginn der Absperrmaßnahmen einiger Zufahrten um 20 Uhr).
Gertraudenstraße (Mitte): Die Fahrbahn ist in beiden Richtungen Höhe Petriplatz auf jeweils zwei Fahrstreifen verengt (bis Frühjahr 2028).
Berliner Allee (Weißensee): Aufgrund eines Baustellenzurückbaus bleibt nur noch die Fahrbahn stadtauswärts hinter der Indira-Gandhi-Straße auf einen Fahrstreifen verengt (für etwa einen Monat).
Demonstration – Für heute sind 18 Demonstrationen (Stand 26.4., 14 Uhr) angemeldet, u.a. „100 Schulzonen für Berlin!“: 600 Teilnehmende, u.a. Tietzenweg 108 (6.30-10.30 Uhr)
„Schulzone – autofreie Straße vor der Schule“: 500 Protestierende, Pfalzburger Straße 17-25 (7-16.30 Uhr)
„Hände weg von unseren 170 Bäumen im Grünen Kiez Pankow und dem Spielplatz“: 50 Demonstrierende, Grüner Kiez Pankow, Niederkirchnerstraße 5 (8.45-10.15 Uhr)
„Klimagerechtigkeitsprotest anlässlich der BVV-Sitzung“: 100 Personen, Fridays for Future Marzahn-Hellersdorf, Victor-Klemperer-Platz (16-17.10 Uhr)
„Mahnwache für Rundfunkfreiheit“: 20 Menschen, Leuchtturm ARD, Masurenallee (18-20 Uhr)
Gericht – Nach der tödlichen Messerattacke auf einen 25 Jahre alten Mann aus dem Clanmilieu auf der Kirmes „Neuköllner Maientage“ beginnt vor einer Jugendstrafkammer der Mordprozess gegen einen 21-Jährigen. Mitangeklagt ist ein 20-Jähriger wegen gefährlicher Körperverletzung und Beteiligung an einer Schlägerei (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 817).
Universität – Prof. Dr. Anne Eusterschulte von der Freien Universität lädt heute von 18.15 und 19.45 Uhr zu einem Vortrag über Alexander den Großen. Dabei wird anhand von ausgewählten Beispielen aus verschiedenen Kulturen, Epochen, Sprachen sowie literarischen und künstlerischen Gattungen die Vielfalt seiner historischen Gestalt untersucht.
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Pinar Atalay (45), Hörfunk- und Fernsehmoderatorin / Lars Bender (34), ehem. Profi-Fußballspieler / „Dem allerbesten Verleger, Lektor und Freund André Förster zum 50. Geburtstag (*1973) alles Gute! Gratuliert wird diesmal direkt auf der Buchmesse, umringt vom Quintus-Verlag und allen Verlags- und Verlegerfreunden – zum Wohl!“ / Miguel Góngora (21), Vorsitzender des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) der HWR, ehem. Landesschülersprecher Berlins / „Unserem heutigen Jubilar, Familienoberhaupt Helmut Herzau wünschen wir zu seinem heutigen 85. viel Geburtstag zum Glück, Gesundheit und ganz viel Freude mit dem künftigen fahrbaren Untersatz.“ / „Herzlichen Glückwunsch und alles Gute unserem lieben Jakob in Charlottenburg zum 5. Geburtstag von Oma und Opa aus Falkensee.“ / „Die Berliner Film- und Buchautorin Inge Kloepfer feiert am 27. April ihren 59. Geburtstag“ / Stefan Komoß (59), ehem. Kreisvorsitzender der SPD in Marzahn-Hellersdorf / „Kerstin Konnopka (45), wunderbare Frau, Tochter und Mama, in Liebe von Mami & Achim“ / Mehmet Kurtuluş (51), deutsch-türkischer Schauspieler / Sandy Mölling (42), Sängerin der „No Angels“ / Mario Novembre (23), Sänger und Songwriter / Lars Oberg (44), ehem. für die SPD im AGH / „Dem wunderbaren Berliner Künstler Scharein, dem Weltmeister der Punkte, alles Liebe zu seinem 74. Geburtstag! Sein Fleiß und seine Kreativität sind einfach unglaublich.“ / Klaus Vogelgesang (78), Maler / „Pia Winter (10), alles Liebe und viele Küsse von Opa Klaus und Oma Marlies“ / Nachträglich: „Anna, gestern 71 geworden, still alive and kickin’, wenn auch nicht mehr in Berlin – das hat sie wohl kaum geglaubt – weiterhin viel Vergnügen und Freude am Leben“
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Helge Brink, * 17. April 1942 / Ursula Evers, * 16. Mai 1940 / Helga Ferdinand, * 23. Mai 1941 / Christiane Honrodt, * 11. Juli 1945 / Dr. Werner Schultze, * 31. Juli 1932 / Bernfried Sorge, * 1. September 1944 / Peter Steinhoff, * 22. September 1946 / Dr. Rolf B. Stolowsky, * 14. Juni 1920 / Miriam Weisenborn, * 18. April 1976
Stolperstein – Die Berlinerin Alice Goldstein (geb. Lehmann, 1890) lebte mit ihrem Ehemann Isidor Goldstein im Goethepark 14, später in der Nummer 13 in Charlottenburg (heute Kaiser-Friedrich-Straße 67). 1943 wurde das Ehepaar festgenommen und nach Auschwitz deportiert. Isidor kam kurz nach dem Transport – heute vor 80 Jahren – zu Tode. Wann Alice Goldstein ermordet wurde, ist nicht bekannt.
Encore
Wer am BER landet, kommt an einer großen Werbung des Tourismusvereins Treptow-Köpenick vorbei und per QR-Code auf dessen Willkommensseite. Die sieht in der Tat einladend aus, aber sprachlich rumpelt sie ein wenig. So war der „Winzer Frühling“ vom vergangenen Wochenende nicht nach einer vinophilen Partnergemeinde benannt, sondern der Winzerfrühling in innovativer Schreibweise. Er ist in Gesellschaft von mindestens einem halben Dutzend weiterer Grammatikfehler („wenn ihr auf der Suche nach Kunst sind…“ / „wenn ihr Lust auf eine Bootstour haben…“), deren Reparatur dem Gesamteindruck guttäte. Wir wissen, dass wir beim CP aus dem Glashaus grüßen, aber auf unserem unbefristet gültigen Entschuldigungszettel steht „Redaktionsschluss 6 Uhr früh“.
Was die Ansprache des Publikums anbelangt, verrät die Seite einen Trendschmerz: Man duzt jetzt auch im Tarifgebiet B, aber mit Unbehagen, weshalb man zwischendurch immer wieder zum Sie wechselt („genießt ein frischgezapftes Bier oder gönnen Sie sich eine kühle Erfrischung“). Dabei ist es doch ganz einfach: Wenn sich Du falsch anfühlt, ist Sie die Lösung. Wobei dieser Satz nun auch wieder klingt, als hätte ihn der Tourismusverband Treptow-Köpenick erschaffen.
Juti, das war’s von uns für Euch für heute. Als Rechercheur die Themen für diesen CP zur Sprache gebracht hat Thomas Lippold, ins Stadtleben von Nord bis Süd und West bis Ost ist Sophie Rosenfeld eingetaucht, das Frühwerk zu unchristlicher Zeit gelesen und verschickt hat Kathrin Maurer. Morgen drechselt hier Christian Latz das Neueste zurecht.
Machen Sie’s gut!
