die Flaggen an den Gebäuden des Landes Berlins wehen derzeit auf Halbmast. Es sei ein „dunkler Tag in der Berliner Stadtgeschichte“ sagte die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey gestern, nachdem am Mittwochvormittag ein 29-jähriger Mann in der Tauentzienstraße absichtlich in eine Menschenmenge fuhr.
Insgesamt wurden neben dem Amokfahrer, der laut Staatsanwaltschaft wohl an einer paranoiden Schizophrenie leidet, 32 Menschen verletzt, darunter sieben Schüler schwer. Stand gestern Nacht kämpft immer noch ein Mensch um sein Leben. Die 51-jährige Lehrerin einer hessischen Schulklasse, in die der mutmaßliche Täter mit einem Auto fuhr, war bereits am Mittwoch gestorben. Der Berliner Erzbischof ruft am heutigen Freitag um 10.30 Uhr zu einer Schweigeminute für die Opfer auf. Alle weiteren Entwicklungen und Erkenntnisse rund um die Amokfahrt können Sie in unserem Liveblog verfolgen.
Während Viele in der Stadt noch nach Worten ringen, läuft bereits die Debatte darüber, wie solche Taten in Zukunft verhindert werden können. Denn zur Tragik gehört, dass der schräg gegenüber der Tauentzienstraße gelegene Breitscheidplatz nach dem Terroranschlag im Jahr 2016 mit Pollern und Betonbarrieren geschützt wurde – nicht aber die umliegenden Gehwege.
Alexander Sempf, SPD-Fraktionsvorsitzender in Charlottenburg-Wilmersdorf, forderte gestern „ein dauerhaftes Verkehrskonzept für den Kern der City-West, welches auch schnell umgesetzt werden muss“. Und Thilo Cablitz, Pressesprecher der Berliner Polizei, sagte dem Sender Radio Eins diese bedenkenswerten Sätze: „Es geht immer darum, Freiheit und Sicherheit in Einklang zu bringen. Man könnte natürlich jeden Gehweg ummauern, aber ich glaube, kein Mensch möchte in solch einer Stadt leben.“

Auch heute schauen wir wieder auf den russischen Angriffskrieg in der Ukraine, der seit mittlerweile mehr als 100 Tagen wütet:
+++ Der Kampf um die bereits stark zerstörte ostukrainische Stadt Sjewjerodonezk dauert an. Es werde um jedes Haus gekämpft, sagte der ukrainische Militär-Kommandeur Petro Kusyk. „Der gestrige Tag war für uns erfolgreich. Wir sind zum Gegenangriff übergegangen, und in einigen Gebieten konnten wir sie um einen oder zwei Blocks zurückdrängen”, so Kusyk.
+++ In der der selbsternannten Volksrepublik Donezk hat ein Gericht drei ausländische Kämpfer zum Tode verurteilt. Bei den Verurteilten soll es sich um zwei Briten und einen Marokkaner handeln, so das Gericht.
+++ 7,3 Millionen Menschen sind infolge des Ukraine-Kriegs nach Angaben der EU-Grenzschutzorganisation Frontex seit Beginn des Krieges in EU-Länder geflüchtet, 2,6 Millionen von ihnen seien mittlerweile wieder in die Ukraine zurückgekehrt.
+++ Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat ein Einreiseverbot gegen Russlands Präsidenten Wladimir Putin und Dutzende weitere Vertreter des russischen Staates verhängt. Das Vorgehen hat vor allem symbolischen Wert und wird wohl keine faktischen Auswirkungen haben.
Alle aktuellen Entwicklungen lesen Sie in unserem Nachrichten-Blog.
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Das DSO feiert sein Saisonfinale 21/22! Am 25. Juni laden der Dirigent David Robertson und der Stargeiger Gil Shaham in die Philharmonie ein.
Auf dem Programm steht Tschaikowskys grandioses Violinkonzert, umrahmt von zwei Ballettmusiken Strawinskys: Der Bearbeitung einer Chopin-Nocturne sowie ›Petruschka‹.
Verlost werden 3x2 Karten.
(Code JUN25) Mehr
Zu den weiteren Meldungen aus und um Berlin:
Das Berliner Abgeordnetenhaus hat einen kleinen Fetisch. Die Geschäftsordnung des Landesparlaments ist deutschlandweit die einzige, die den Abgeordneten explizit die Möglichkeit einräumt, das Verhalten von Regierungsmitgliedern zu missbilligen. Und die Abgeordneten machen regen Gebrauch von dem Instrument: Gestern sollte auf Antrag der CDU-Fraktion die Amtsführung der Schulsenatorin Astrid-Sabine Busse missbilligt werden. Allerdings nicht, wie man vermuten könnte, aufgrund ihrer früheren Äußerungen als Schulleiterin, die einige als rassistisch werten, oder ihrer recht zaghaften Entschuldigung dafür (T+). Nein, Busse hatte gewagt auszusprechen, dass in Berlin 1000 Lehrer fehlen. Der Antrag wurde – wie im Übrigen alle Missbilligungsanträge seit der digitalen Erfassung im Parlament – abgelehnt.
Rund 16 Millionen Euro bekommt das Land Berlin vom Bund in den kommenden drei Jahren für die dringend notwendige Digitalisierung der Gesundheitsämter. Und was macht man mit so viel Geld? Na klar, erstmal darüber streiten. „Wir fühlen uns als Gesundheitsämter von der Senatsverwaltung komplett übergangen“, sagt Detlef Wagner, CDU-Bezirksstadtrat für Gesundheit im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf am Checkpoint-Telefon. Hintergrund ist die Debatte über die Software-Programme, die der Senat mit dem Geld fördern will.
Der Checkpoint konnte einen exklusiven Blick auf die sich in der Vorbereitung befindenden Förderanträge werfen: Zu lesen ist da von kompliziert klingenden Sachen wie einer „Trust Over IP“ (für einen effizienteren und sichereren Datenaustausch), der Implementierung einer „daten- und kennzahlenbasierten Steuerung“ sowie einer „Process-Mining-Software für die Prozessanalyse im ÖGD“. Allein diese Programme sollen rund zehn der 16 Millionen Euro ausmachen. Das Problem? Sie erleichtern nicht die Arbeit der bezirklichen Gesundheitsämter, sondern vor allem die Gesundheitsberichterstattung durch den Senat. Das zumindest kritisiert Wagner: „Wir hatten den Pakt für den ÖGD so verstanden, dass die Gesundheitsämter am meisten davon profitieren sollen und nicht die Senatsverwaltung.“ Immerhin: Zeit für Verhandlungen ist noch. Berlin muss die Projekte beim Bund spätestens zum 1. August beantragen (mehr zu den Hintergründen lesen Sie mit einem Abo des Tagesspiegel Background hier).
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Karl Marx gehört zu den einflussreichsten deutschen Personen des 19. Jahrhunderts – mit einem umstrittenen Werk, das bis heute weltweit rezipiert wird. Die Ausstellung im Deutschen Historischen Museum nähert sich diesem Werk und dem Wirken des Philosophen und politischen Aktivisten an und setzt sich mit dem sich dynamisch verändernden Kapitalismus und den Kontroversen des
19. Jahrhunderts auseinander. Mehr
Die Expertenkommission zum Volksentscheid „Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen“ hatte noch nicht mal ihre Arbeit aufgenommen, da überhäuften die Beteiligten schon mit Vorwürfen. Öffentlich oder nicht öffentlich lautete die Gretchenfrage, über die sich (sehr öffentlich) gezankt wurde. Gestern nun fand die erste Sitzung (nach der konstituierenden) statt – und zwar im Scheinwerferlicht, gestreamt und archiviert auf Youtube. Thema: Aktuelle Lage des Wohnungswesens in Berlin. Interessiert hat das die breite Öffentlichkeit nur wenig: Den Livestream verfolgten im Schnitt etwas mehr als 100 Zuschauer. Mein Kollege Ralf Schönball hat für Sie hingehört.
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Achtung, Achtung, eine Durchsage: Zugunternehmen rät von Zugfahrten ab! Der Verkehrsverbund Berlin Brandenburg (VBB) warnt vor Reisen mit der Bahn an die Ostsee am kommenden Wochenende. Ein Schelm, wer hier gleich an das 9-Euro-Ticket denkt. Offizieller Grund sind Bauarbeiten auf wichtigen Verbindungen in Berlin und Brandenburg. Ein bisschen schuld soll das 9-Euro-Ticket dann aber doch sein: Die Nachfrage sei durch dieses ohnehin stärker als gewohnt, so der VBB.
Als besonders findig erweist sich mal wieder auch die Deutsche Bahn. Nachdem das Unternehmen tagelang von der Mitnahme von Fährrädern abgeraten hatte, erhöht es nun die Fahrradtickets im Nahverkehr ab Sonntag von sechs auf neun Euro. Motto: Wer nicht hören kann, muss fühlen – und zahlen.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Bevor es hier weiter geht, ein Hinweis in eigener Sache: Falls Sie sich gefragt haben, wer Sie da ganz oben in der Mail etwas verlegen anlächelt: Ich gehöre ab heute zum Team der Checkpoint-Autorinnen und -Autoren. Über Kritik und Lob freue ich mich ebenso wie über Hinweise, Skandale und Klatsch & Tratsch. (Und falls Sie mir lieber persönlich die Meinung geigen wollen: Kommen Sie doch vorbei, ich wohne im besten Kiez der Stadt!)
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Die gesamte Stadt bis 2030 klimaneutral machen, will die Bürgerinitiative Klimaneustart. Das Anliegen lehnte das Abgeordnetenhaus am Donnerstag einheitlich ab. Begründung: nicht zu schaffen. Es wird wohl folgen, was ohnehin geplant war: ein Volksbegehren, und wenn dieses erfolgreich ist: ein Volksentscheid.
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Und wo wir gerade bei Volksbegehren sind: Die FDP wollte Ende 2020 mit eben jenem Instrument einen neuen Versuch zur Randbebauung des Tempelhofer Feldes starten. Die Unterschriftenkampagne wurde von der zweiten Corona-Welle gestoppt. Und nun? In den kommenden Wochen wolle man bekannt geben, ob man einen neuen Anlauf nimmt, sagte FDP-Pressesprecher Yannik Teicke dem Checkpoint.
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46 Berliner Leben
Seit über 20 Jahren erzählt die Nachrufe-Kolumne jeden Sonntag im Tagesspiegel die Lebensgeschichten verstorbener Berlinerinnen und Berliner. Sie gehen ans Herz, erheitern aber auch mit Anekdoten und geben spannende Einblicke in viele bewegte Leben. „46 Berliner Leben“ vereint Nachrufe aus den Jahren 2010 bis 2021.
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Alexander Oerke wurde gestern offiziell zum ersten unabhängigen Bürger- und Polizeibeauftragten Berlins gewählt. Wer der Mann ist und was er vorher gemacht hat, können Sie hier nachlesen.
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Wer kontrolliert eigentlich den seit gestern geltenden Hausarrest für unkastrierte Katzen (CP vom 3.6.)? „Es werden mit Sicherheit keine Katzenfänger*innen beauftragt, um Kieze nach freilaufenden Tieren zu durchkämmen”, schreibt die Senatsverwaltung für Verbraucherschutz auf Checkpoint-Anfrage. Grundsätzlich seien die Bezirke zuständig, man gehe davon aus, dass „diese Aufgabe den Ordnungsämtern zugewiesen wird”. Hier sind sie noch Optimisten.
Falls Sie aufgrund all der überfüllten Züge (siehe Meldung oben), überlegen kurzfristig aufs Flugzeug umzusteigen, sei Ihnen diese Meldung nicht vorenthalten: Heute Morgen wollen in Berlin die Kabinen-Beschäftigten von Easyjet warnstreiken. Experten-Tipp: Mit Muße zu Fuße.
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Oder doch aufs Rad? Da kommen Sie jedenfalls am Sonntag auf Ihre Kosten: Bei der großen ADFC-Sternfahrt bietet sich die einzigartige Gelegenheit, die AVUS einmal auf zwei (nicht-motorisierten) Rädern zu befahren. Alle 18 Routen führen zum Umweltfestival am Brandenburger Tor. Die genauen Routen und Zustiegspunkte finden Sie hier. Team Checkpoint wünscht gute Fahrt!
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Tagesspiegel-Podcast „Gyncast“, Folge 43: Erbrechen ohne Ende in der Schwangerschaft
Die Morgenübelkeit ist ein typisches Problem beim Kinderkriegen. Bei einigen Betroffenen kann sich das Kotzen sogar über die kompletten neun Monate ziehen. In ihrer unzensierten Sprechstunde klärt Dr. Mandy Mangler über Folgen für den Körper und Hilfsmittel auf. Jetzt auf Spotify, Apple Podcasts und Tagesspiegel.de.
An dieser Stelle schon mal ein Hinweis, damit sie es nachher nicht überlesen: Im Stadtleben verlosen wir heute exklusiv an alle T+Abonnentinnen & Abonnenten einen Abend für zwei im Stil der Goldenen Zwanziger: „The Grand Gatsby“-Event im Vox Restaurant, Menü, Show und Champagnerpyramide inklusive.
Zitat
„Es tut mir leid, dass wir Sie selbst und dass wir die von Ihnen geliebten Menschen in unsere Stadt nicht vor dieser Tat schützen konnten.“
Dennis Buchner, Präsident des Abgeordnetenhauses Berlin zu den Opfern und Angehörigen der Amoktat am Mittwoch.
Tweet des Tages
Mit dem @BVG_Bus M27 nach Panow! Endlich. #weilwirdichlieben
Antwort d. Red.: @BVG_Kampagne
„Wer ann, der ann!“
Stadtleben
Essen & Trinken – Asiatisch inspirierte Küche und authentisches Sushi gibt es im Vox Restaurant im Grand Hyatt Hotel, das Restaurant ist in der Berliner Gastroszene längst eine feste Größe. Mit „Musik trifft auf Kulinarik“ kommt nun eine Eventreihe in das Restaurant, die Nachwuchsmusiker*innender Universität der Künste, der Musikschule „Hanns Eisler“ und des Jazz-Instituts Berlin eine Bühne bietet. Das Klangliche inspiriert wiederum das Kulinarische, auf die eigens für den Abend konzipierte Menü-Folge dürfen Sie gespannt sein. Zwei Termine (22.6. sowie 27.7.), Kosten 119 Euro – ohne Getränke. Ein Teil der Erlöse kommt den Nachwuchsmusiker*innen zugute, die in der Corona-Zeit leider nur wenig Gelegenheiten bekamen, Konzerte zu geben. Genuss, Gutes tun und gute Musik hören – hier kommt alles zusammen, reservieren können Sie hier.
(Noch) hingehen – Die Ausstellung des Hamburger Künstlers Jan Siebert in der Mexikanischen Botschaft läuft zwar noch eine Weile, doch den Ausstellungsort dürften auch ausgewiesene Kunstkenner*innnen nicht unbedingt auf dem Schirm haben. Siebert lebt und arbeitet seit 25 Jahren in Lateinamerika, von 1996 bis 2004 war er im mexikanischen Veracruz zu Hause. Ihn faszinieren beim Malen vor allem die Nacht und die Peripherien, seien sie räumlich (Industriegebiete) oder sozial (Favelas, Rotlichtviertel). Das Ganze hält Siebert in berührenden Malereien fest, die fernab von Dschungel-Klischees oder Elends-Romantisierung das Leben der Menschen zeigen. Eine Auswahl aus einem Vierteljahrhundert Schaffen ist mit „Nachtgedanken“ in der Sala Juarez der Mexikanischen Botschaft zu sehen, Mo-Fr 9-17 Uhr, Klingelhöferstraße 3, S&U-Bahnhof Potsdamer Platz
Last Minute – Was für ein Line-up: Beim Festival „Tempelhof Sounds“ spielen an diesem Wochenende u.a. Florence + The Machine, die britischen Progrocker Muse und am Sonntag schließen die legendären Strokes das Festival. Und das sind nur die Headliner, auch die anderen Bands, die das Booking für das neue Format auf dem Tempelhofer Feld gewinnen konnte, sind nicht übel: Interpol, The Libertines, die Sleaford Mods. Neugierig? Das komplette Line-up und Karten (Tagespass ab 89 Euro) können Sie hier entdecken.
Grübelstoff – Teures Bier, lange Toilettenschlangen und gefühlt immer viel zu viele Menschen: Manch einem und einer sind Festivals ein Graus, und doch haben sie eine ganz eigene Magie. Welcher Live-Auftritt im Rahmen eines Festivals ist Ihnen eine unvergessliche Erinnerung?
Berlin heute
Verkehr – A10 (Nördlicher Berliner Ring): Zwischen dem AD Kreuz Oranienburg und AS Birkenwerder kommt es in Fahrtrichtung Dreieck Barnim (Frankfurt/O.) zwischen 21 und 8 Uhr zu mehreren Verkehrshalten von jeweils ca. 30 Minuten Dauer. Sie dienen zur Vorbereitung der Vollsperrung der Autobahn, die vom 11.Juni, 8 Uhr bis 13. Juni, 8 Uhr eingerichtet wird.
Tempelhofer Damm (Tempelhof): Bis Sonntag täglich von 12-22 Uhr keine Parkplätze um das Tempelhofer Feld, zudem ist eine temporäre Sperrung des Tempelhofer Damms nicht auszuschließen.
Nahverkehr – S41/42: Ab 22 Uhr bis Montag, ca. 1.30 Uhr fahren keine Züge zwischen Beusselstraße und Gesundbrunnen. Als Ersatz fahren Busse.
Regionalverkehr – RE2: Ab ca. 3.50 Uhr bis 8. Juli ca. 1 Uhr werden die Züge der Linie RE2 im Raum Berlin unterbrochen. D.h. die Züge von/nach Cottbus fahren über Königs Wusterhausen und Berlin Ostkreuz und enden/beginnen abweichend in Berlin-Lichtenberg. Die Züge von/nach Wismar/Wittenberge beginnen/enden abweichend in Berlin Ostkreuz.
RE7:Zahlreiche Züge fallen von Freitag, 10. Juni, 20.45 Uhr bis Donnerstag, 7. Juli, 23.15 Uhr zwischen Berlin Ostbahnhof und Berlin Ostkreuz/Flughafen BER – Terminal 1-2/Flughafen BER – Terminal 5 aus.
RB14: In den Nächten Freitag/Samstag, 10./11. Juni bis Donnerstag/Freitag, 7./8. Juli, jeweils 21.45 bis 4 Uhr wird die Linie zwischen Flughafen BER – Terminal 1-2 und Berlin-Spandau umgeleitet. Die Zwischenhalte fallen aus.
RB20: Die Züge dieser Linie halten von Freitag, 10. Juni bis Mittwoch, 06. Juli, jeweils ganztägig nicht in Birkenwerder (b Berlin). Als Ersatz nutzen Sie von/zu den ausfallenden Halten bitte die Verkehrsmittel des öffentlichen Personennahverkehrs.
Demonstration – „Symbolische Übergabe der Bürgerbriefe gegen den oberirdischen Ausbau der A1 und A3 bei Leverkusen an das Bundesministerium für Digitales und Verkehr“, 250 Personen, Invalidenstraße 44 (12-13.30 Uhr)
„Manifestation gegen den Krieg in der Ukraine und die Weltkriegsgefahr“, 50 Personen, MLPD, Bremer Straße (15.30-17 Uhr)
„Gedenken an Naksa“, 100 Personen, Rathaus Neukölln, u.a. über Erkstraße, Sonnenalle, Hermannplatz Ecke, Kottbusser Damm, Kottbusser Tor (17-22 Uhr)
Sonnabend – „Stand with Ukraine“, 500 Personen, Vitsche e.V., Neptunbrunnen, u.a. über Unter den Linden, Ebertstraße, Heinrich-von-Gagern-Straße, Bundeskanzleramt (13-15 Uhr)
„Tanz für den Frieden Elektronische Musik kennt keine Grenzen“, 200 Teilnehmende, Bündnis Tanz für den Frieden, Wismarplatz 2 (14-22 Uhr)
„Kidical Mass - Platz da für die nächste Generation“, 100 Teilnehmer*innen, „Kiez für Alle“, Frankfurter Allee/ Warschauer Str., u.a. über Rigaer Straße, Colbestraße, Boxhagener Platz, Warschauer Straße, Modersohnbrücke, Am Rudolfplatz/ Danneckerstr (15-17 Uhr)
„UA [loves] EU: gemeinsam stärker! EU-Kandidatenstatus für die Ukraine!“, 500 Personen, Otto-von-Bismarck-Allee 2 (15-19 Uhr)
Sonntag – „46. ADFC Fahrradsternfahrt Rauf aufs Rad - #Verkehrswende jetzt umsetzen!“, 75.000 Teilnehmer*innen, umfangreiche Route hier einsehbar (6.45-15.30 Uhr)
„Ausbau verkehrstüchtiger Radwege“, 200 Personen, Ökumenische Umweltgruppe Lichtenrade, Steinstr. 37 u.a. über Bahnhofstraße,Goltzstraße, Steinstraße, Barnetstraße 41-42 (13-13.30 Uhr)
„Solidarität für Syrien und die Ukraine“, 200 Personen, Unter den Linden 63-65 (16-18 Uhr)
Gericht – Weil er rund 35 Kilogramm Kokaingemisch von Italien zum Weiterverkauf nach Berlin geschmuggelt haben soll, muss sich ein 53-Jähriger verantworten. Er habe rund 728 000 Euro erlangt (9.00 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Saal 736).
Universität – Sie wollten schon immer mal begreifen, warum junge Menschen in die Forschung gehen? Heute von 15 bis 18 Uhr haben Sie Gelegenheit, Wissenschaftler:innen aus den Exzellenzclustern der Berlin University Alliance kennenzulernen, bei den „Laborastories“.„Die Forscher:innen erzählen euch in einem Kurzvortrag ihre Geschichte – persönlich, anschaulich und spannend“, so die Ankündigung. Keine Anmeldung nötig, freier Eintritt, in der „Mall Anders“ im WILMA Shopping-Center, Wilmersdorfer Straße 46
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Ute Frevert (68), Historikerin, Geschäftsführende Direktorin des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung, Direktorin des Forschungsbereiches „Geschichte der Gefühle“ / André Hofschneider (52), bis Mai 2018 Fußballtrainer bei Union / Rob Krier (84), Architekt, Stadtplaner und Bildhauer (u.a. das Viktoria Quartier) / Cristina Marina, Berlin-Redakteurin, früher Vogel der Checkpoint-Produktion, Journalistin mit Leib und Seele: „Einen wunderbaren Tag wünscht Dir Dein Team Checkpoint!“ / Ülker Radziwill (56), Staatssekretärin für Mieterschutz, SPD / Raed Saleh (45), Co-Vorsitzender der SPD Berlin / Alexander von Stahl (84), Jurist, ehem. Generalbundesanwalt (1990-93), ehem. FDP-Staatssekretär der Senatsverwaltung für Justiz (1975-89)
Sonnabend – Pascal Andres (29), Kino-, Fernseh- und Theaterschauspieler / Marianne Burkert-Eulitz (50), für die Grünen im AGH / Joy Denalane (49), Soulsängerin / Peter Eigen (84), Jurist und Gründer von Transparency International / Paul Kalkbrenner (45), Techno-Musiker / Anne Kasprik (59), Schauspielerin / Günther von Lojewski (87), Journalist, ehem. Intendant des Senders Freies Berlin (1989-1997) / Claudius Seidl (63), Publizist und Filmkritiker
Sonntag – Hagen Stamm (62), Wasserballspieler und -trainer /„Unser Sohn Tom Sebastian Tews – den Muttertag hat er diesmal nicht vergessen, dafür aber den Vatertag – hat schon wieder Geburtstag. Wir gratulieren dennoch von Herzen und freuen uns auf seinen bevorstehenden Besuch mitsamt seiner großen Familie! Bleibt gesund! Kurt und Marion Tews“ / Nora Tschirner (41), Schauspielerin / Ina Weisse (54), Schauspielerin und Regisseurin
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Horst Bräutigam, * 1929 / Anne Düren, * 1. Juli 1943 / Marga Hildegard Martha Hoff, * 23. März 1933 / Jörn Jensen, ehemaliger Bezirksbürgermeister von Mitte, * 1944 / Barbara Matthias, geb. Höpp, * 11. August 1944 / Jörg R. Mettke, * 24. Januar 1943
Stolperstein – Julius Schlesinger wurde am 14. Dezember 1867 in Berlin geboren, wo er in Charlottenburg lebte. Am 10. Juni 1942, heute vor 80 Jahren, ermordeten Nationalsozialisten Julius Schlesinger im KZ Sachsenhausen. An der Droysenstraße 8 in Charlottenburg erinnert seit 2009 ein Stolperstein an Julius Schlesinger.
Encore
Zum Abschluss heute ein Stück über das Scheitern, aber auch eines über unbändigen Willen:
Während die Polizei am Mittwoch eine Hausdurchsuchung durchführte, versuchten zwei Männer in das verwaiste, auf der Straße geparkte Polizeiauto einzubrechen. Es entwickelte sich ein Drama in sieben Akten: Die Männer schlugen 1) mit einem Nothammer eine Autoscheibe ein, lösten 2) die Alarmanlage aus, verschwanden 3) daraufhin, kamen aber 4) zurück, nachdem die Alarmanlage wieder ausgegangen war, klauten 5) dann doch nix, weil sie 6) vor den herannahenden Beamten zu fliehen versuchten und 7) schließlich festgenommen wurden. Vorhang. Ende.
Unbändigen Willen zeigten Thomas Lippold, Sinan Reçber und Ann-Kathrin Hipp bei der Recherche und der Redaktion. Ähnlich engagiert gingen Sarah Borufka (Stadtleben) und Lionel Kreglinger (Produktion) zu Werke. Und morgen ist schon Wochenende! In das begleitet Sie wie gewohnt Thomas Wochnik. Auf bald,