die gestern vorgestellte „Kriminalstatistik“ ist eigentlich eine Polizeistatistik, also eher Tätigkeitsbericht als Täterbericht: Was nicht auffliegt oder angezeigt wird, kommt da nicht vor. „Wo Licht ist, ist auch Schatten“, bilanzierte Innensenator Andreas Geisel messerscharf – was aber eben auch bedeutet: Die im Dunkeln sieht man nicht (alle Details gibt’s hier). Soweit zur Philosophie. Den besten Beitrag zur Kriminalpsychologie lieferte dagegen gestern Karen Douglas von der University of Kent: „Verschwörungstheorien verführen zur Kleinkriminalität“, lautet das Ergebnis ihrer Studie – als Beispiel nennt die Wissenschaftlerin „das Stehlen von Einkaufswagen in Supermärkten“. Na, wenn das mal nicht eine Verschwörungstheorie ist ...
Anzeige
Im gewachsenen Kern von Berlin-Pankow entsteht fußläufig zum Prenzlauer Berg und eingebettet in viel Grün ein großzügiges neues Wohnensemble mit sechs Stadthäusern. Die preisgekrönten Architekten kombinieren bodentiefe Fenster mit lebendigen Fassaden und vertikalen Gärten - umlaufende Balkone und Terrassen mit integrierten Pflanzkästen. Der Baustart ist erfolgt, der Verkauf erfolgt provisionsfrei ab 269.500 €. Tel.: 030 44 353-114 www.immergruen.online
Für die einen ist es „die Zukunft des Wohnens“ (Arkadi Jampolski, „Wunderflats“), für die anderen einfach Abzocke – und ja, richtig: Es geht um möblierte Apartments, die mit dem Tischtrick zu Höchstpreisen angeboten werden können (und so dem regulierten Markt entzogen sind). In diesem lukrativen Verdrängungsgeschäft mischt nicht nur die landeseigene „Berlinovo“ munter mit (CP-Lesern einschlägig bekannt), auch die landeseigene Investitionsbank IBB feuert den ohnehin schon aufgeheizten Mietmarkt mittelbar weiter an: Das Unternehmen, einst gegründet als „Wohnungsfürsorgegesellschaft“, fördert Vermittler solcher Miettreiber mit Millionensummen – „Wunderflats“ hat davon profitiert und bietet heute in Berlin 13.000 Wohnungen für bis zu 62,89 Euro/qm an (Durchschnittspreis aller Angebote des Unternehmens: 27,78 Euro/qm).
Stellvertretende Vorsitzende des IBB-Verwaltungsrats ist übrigens Stadtentwicklungssenatorin Lompscher, deren Partei (Linke) offenbar keine Probleme damit hat, als Regierungsmitglied gleichzeitig Enteignungsinitiativen zu unterstützen und Verdrängungskapitalismus zu fördern (bzw. im Fall von Berlinovo davon auf Kosten der Mieter zu profitieren). Und wer ist Vorsitzende des IBB-Verwaltungsrats? Wirtschaftssenatorin Ramona Pop, deren Partei (Grüne) sich noch so wenig eine Meinung zur Enteignungsdebatte gebildet hat, dass sich z.B. die Berliner Bundestagsabgeordnete Lisa Paus nicht traut, ihre eigene zu sagen.
Zur IBB-Förderung von „Wunderflats“ äußerte sich Pop trotz mehrfacher Anfrage unseres Datenteams nicht. Dafür sagte sie der „Berliner Zeitung“ (die nicht ausdrücklich nach möblierten Apartments fragte), „die Politik muss eingreifen“ bei „exorbitanten Renditen“ auf dem Wohnungsmarkt. Na dann: Ist ein staatlich unterstützter Durchschnittspreis von 27,78 Euro pro qm die bereits jetzt sehr gegenwärtige „Zukunft des Wohnens“ – oder „exorbitant“ genug, um einzugreifen?
Und weiter im Kontext: Ein Potenzial von zusätzlichen 180.000 Wohnungen durch „Aufstocken“ und „Nachverdichten“ hat die TU Darmstadt für Berlin errechnet – und auch Baustadtrat Florian Schmidt (Xhain) sieht noch Platz für Neubauten: Bei strikten Vorgaben für „gemeinwohlorientierte Wohnungen“ ließen sich auch „Flächen-Ressourcen am Tempelhofer Feld aktivieren“, sagte er bei der Präsentation des „Wohnmarktreports“ (via „Berliner Zeitung“). Solche Töne hört man jetzt öfter aus den Reihen von Rot-Rot-Grün – die Politik sehnt sich nach einem neuen Volksbegehren zur Randbebauung. Mutige Flötisten vor.
Anzeige
KANN MAN MIT LITSCHIS RADWEGE BAUEN?
Ja, dank Berlins größtem Gastgeber. Denn globale Leitmessen wie die FRUIT LOGISTICA sorgen für zusätzliche Steuereinnahmen, die zum Beispiel in die Infrastruktur unserer Stadt fließen. Was die Messe sonst noch für Berlin tut, erfährst du unter hostingtheworld.de
Brisanter Diesel-Brief: Der frühere Grünen-Politiker Hartmut Bäumer (u.a. Regierungspräsident in Gießen, Ministerialdirektor in BaWü und Mitglied der Agh-Kommission „Eine Zukunft für Berlin“) hat die Emissionen seines Audi A4 2.0 TDI (Euro 5) professionell messen lassen – vor und nach dem Software-Update, zu dem ihn das Landesamt für Bürger-und Ordnungsangelegenheiten gezwungen hatte. Das erschreckende Ergebnis: Der NOX-Wert sank nur minimal von 1171 mg auf 1134 mg (bei zulässigen 180 mg), der klimaschädliche CO2-Wert stieg sogar um 7% (Messung mit PEMS im realen Fahrbetrieb zwischen 10/18 und 01/19 in Berlin). In einem Schreiben vom 20. Februar fordert Bäumer den Regierenden Bürgermeister jetzt zum Handeln auf: Statt den Diesel-Eignern sinnlose Software-Updates zu verordnen, soll die Politik die Automobilhersteller zur Umrüstung auf die Euronorm 6d verpflichten – auf deren Kosten. Die Antwort der Senatskanzlei steht noch im Stau.
Berliner Termine werden nur noch dehnbar verkündet – so eröffnet das Humboldt-Forum nicht wie erhofft am 14. September (Geburtstag von Alexander v. H.) und auch nicht am 30. November, sondern „ab“ 30. November. Doch auch das ist noch zu früh für die Berlin-Ausstellung im 1. OG, die gibt‘s erst im Frühjahr 2020 zu sehen – sorry: „ab“ Frühjahr 2020. Es kommentiert der Namensgeber: „Überall geht ein frühes Ahnen dem späteren Wissen voraus.“ Und zwar ab sofort (also demnächst).
Anzeige
Berlin sucht schlaue Leute!
Berlin sucht die besten Fachkräfte (m/w/d) für Schulen, Kitas, Jugendämter. Berlin-Tag, 2. März 2019, 9-16 Uhr, Flughafen Tempelhof. Erfahren Sie mehr auf Deutschlands größter Berufs- und Informationsmesse im Bildungsbereich bei Vorträgen und der Jobbörse über Ihre Chancen und freie Stellen.
Anmelden: www.berlin-tag.berlin
„Die Koalition wird die Schulen mit schnellen und leistungsfähigen Breitbandanschlüssen ausbauen“, heißt es im Koalitionsvertrag (S. 16) – aber zur Halbzeit der Legislaturperiode surft der Senat noch immer im Dunkeln: Kein einziger Bezirk kann auf die Frage nach dem „wann“ eine konkrete Auskunft geben (wahrscheinlich googeln in den Bezirksämtern gerade alle noch „Breitband“ auf Edge). (Q: Sts Rackles auf Anfrage MdA Fresdorf, FDP)
Berliner Schnuppen
Telegramm
Gestern Abend im Liebermann-Haus (Pariser Platz) bei der Finissage der Ausstellung „Strong Resonances“: Klaus-Peter Schuster betrachtet melancholisch Frank Gehrys nicht gebautes Modell der Museumsinsel und spricht von „gemischten Gefühlen“, Der Stararchitekt (feiert heute seinen 90. Geburtstag im Boulez-Saal, den er selbst entworfen hat) antwortet praktisch: „Sie wissen ja, es gibt Abrissunternehmen.“
Großartiger Beitrag zum Betriebsstörungsbingo von Checkpoint-Leserin Christine Sichel – kurz vor HH stoppte ihr Zug aus Berlin, dann hörte sie folgende Durchsage: „Ja, also, wann es jetzt genau weitergeht, kann ich auch nicht genau sagen. Ich habe heute einen Auszubildenden dabei und der hat eine Bremsung eingeleitet. Jetzt werden wir mal sehen, wie wir die Lok wieder hochfahren können.“ Nach nicht mal 20 Minuten ging es dann schon weiter.
„Es gibt in der Politik keine Dankbarkeit“, sagte gestern der frühere Teppichhändler und heutige MdB Frank Steffel, als er direkt nach seinem Abschied vom Reinickendorfer CDU-Kreisvorsitz bei der Wahl der Delegierten für den Landesparteitag nicht auf einem Flokati landete, sondern hart und hoffnungslos auf dem 37. Platz.
Manchen Meldungen möchte man nicht schreiben müssen – wie diese aus Hohenschönhausen, wo gestern Abend ein Junge (7) nach einem Sturz aus dem zehnten Stock eines Hauses gestorben ist.
Anzeige
Drei Tage und viele Perspektiven auf Empowerment: Im Haus der Berliner Festspiele wird vom 8. bis 10. März der Palast der Republik symbolisch neu errichtet, in dem emanzipatorische Bewegungen und Haltungen der Wendezeit reflektiert und diskutiert werden. Das detaillierte Programm mit Susan Buck-Morss, Ulrike Guérot, Bernhard Schlink, Yanis Varoufakis u.v.a. ist jetzt online.
Der Brandanschlag auf die Polizeiwache in der Invalidenstraße war zunächst als „Verschlusssache / Nur für den Dienstgebrauch“ deklariert – hier residiert der Verkehrsdienst, bis zum Entzug des Verfahrens auch zuständig für die tödliche Einsatzfahrt des Polizisten Peter G. (den die „B.Z.“ „Suff-Cop“ nennt).
Die Junge Union teilt mit: Bei ihrem „Deutschlandtag“ im Congress Center am Alex (16.3.) ist die Zahl der Presseplätze „stark eingeschränkt“ – sie werden verteilt „nach dem Prinzip First-Come-First-Serve“. Typisch Berlin: Die Bedienung lässt zu wünschen übrig.
Aus der Spam-Box: Die „Gorus Publicity GmbH“ schreibt unter dem Betreff „Exklusive Chance auf einen Beitrag“: „Sichern Sie sich ein exklusives Interview! Holen Sie sich Lars Vollmer in Ihr Medium!“ Lars Vollmer? Mal schauen ... ach ja, bekannt geworden u.a. mit Tipps zum Thema „Wie du ineffiziente Arbeit entlarvst“. Na die erkenne ich meistens an den Ausrufezeichen.
Die Kreuzberger Grünen fordern eine Entmilitarisierung des öffentlichen Raums – Bewohner von Straßen mit den Namen Yorck, Blücher, Horn, Möckern, Katzbach, Hagelberg, Großbeeren, Großgörschen, Eylau und Obentraut können sich schon mal Kostenvoranschläge für neue Visitenkarten besorgen.
Die BVV Neukölln debattierte gestern Abend fast eine Stunde darüber, ob es den Klimawandel wirklich gibt. Am Ende zeichnete sich eine Mehrheit dafür ab. Damit wäre dieses Problem also endlich auch gelöst.
Anzeige
Digitale Vermögensverwaltung
Für Anleger ab 100.000€ kombiniert LIQID jahrzehntelange Erfahrung mit modernster Technologie. Denn hinter uns steht die Vermögensverwaltung der Familie Harald Quandt. Treffen Sie uns für eine persönliche Beratung in Berlin und finden Sie heraus, wie Sie mit LIQID Ihre finanziellen Ziele bankenunabhängig und kostengünstig erreichen können. Jetzt persönlichen Termin vereinbaren: LIQID.DE/VOR-ORT
Wir kommen zur Frage für Berlinkenner: Aus welchem Bezirk stammt die Meldung „Rettungsplan für Berlins letzte Mosterei“? Zur Auswahl stehen Friedrichshain-Kreuzberg, Steglitz-Zehlendorf und Pankow (zur Auflösung geht’s hier).
Übrigens: Der BER kann eröffnen, die BVG wäre dann soweit: Checkpoint-Leser Tim Wehrmeyer hat eine U7 mit dem Fahrziel „Flughafen Schönefeld“ entdeckt (hier zu sehen) – nur den passenden Bahnhof dazu gibt es noch nicht.
Die Flughafengesellschaft teilte dazu mit: „Das Hinweisschild ist noch ein wenig verrutscht und die U-Bahn ist ein altes Schätzchen, aber wir freuen uns trotzdem. Um ab Oktober 2020 zum BER zu fahren, empfehlen wir weiterhin erst mal die S-Bahn oder die Regios.“
Und hier die Stellungnahme der BVG:„Ach der Manni ... stellt manchmal die U-Bahn-Anzeiger falsch ein, aber sonst ein netter Typ, kommt nur manchmal zu spät. Der hat wohl früher was mit Bauplanung gemacht.“
BER Count Up – Tage seit Nichteröffnung:
Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hat das Wunder vollbracht: Am 31. Oktober 2020 ist der Flughafen BER offiziell eröffnet worden. 3.073 Tage nach der ersten Nicht-Eröffnung stellen wir damit unseren Count Up ein. Wer nochmal zurück blicken will: Im Tagesspiegel Checkpoint Podcast "Eine Runde Berlin" spricht Lütke Daldrup mit Tagesspiegel Chefredakteur Lorenz Maroldt und Checkpoint Redakteurin Ann-Kathrin Hipp über detailverliebte Kontrollen, politische Befindlichkeiten und aufgestaute Urlaubstage.
Zitat
„Dem Bezirksamt ist das Phänomen von illegal entsorgten Speeren weder in Neukölln, noch in Marzahn-Hellersdorf bekannt.“
Neuköllns Bürgermeister Martin Hikel in seiner Antwort auf eine Anfrage der AfD – die hatte wissen wollen, warum „die entsorgte Speermüll-Menge in Neukölln gegenüber um ein Vielfaches höher ist, wie z.B. im Bezirk Marzahn-Hellersdorf“.
Tweet des Tages
Verläuft alles nach Plan zum Karneval. Fluchtfahrzeug bereit, ab ins Exil nach Berlin. ICE557
Antwort d. Red.: Und der Kollege Udo Stiehl kam sogar pünktlich am Ostbahnhof an – um 16.45 Uhr meldet er Vollzug. Allerdings bremste dann ein Polizeieinsatz die Weiterfahrt mit der S-Bahn aus ...
Stadtleben
Essen & Trinken Gülden frittierte Stäbchen aus Kartoffeln, kombiniert mit exotischen Toppings – ja, darin ist das Goldies in derOranienstraße 6 besonders gut. Meistens werden Pommes als Beilage gereicht, hier stehen sie Dienstag bis Sonntag ab 12 Uhr im Mittelpunkt. Unter dem Motto „Frittiere nicht dein Leben. Frittiere deinen Traum“ wird der goldgelbe Augenschmaus mal nebst Roter Beete und Meerrettichmajo (5,90 Euro), mal neben Wassermelone und Salzmandeln (5,90 Euro) serviert. Eine weitere nicht alltägliche Begegnung wird heute Abend von 19 bis 22 Uhr aufgetischt. Zu drei Weinproben von 8greenbottles werden eine kleine oder eine große Portion Goldies Trüffelpommes (15/ 18 Euro) gereicht. Ohne Anmeldung. U-Bhf Görlitzer Bahnhof
Berlinbesuch Seit dem 11.11. um 11.11 Uhr ist offiziell die Karnevalssession eingeläutet. Während die Kölner völlig am Rädchen drehen, ist in Berlin gefühlt jeden Tag Karneval. Heute Abend wird im Wilmersdorfer Liquor Store aber noch mal ne Schippe draufgelegt und der Kölner Karneval an Weiberfastnacht in die Hauptstadt geholt. Ab 18 Uhr sollen Kölsch fließen und Karnevalshits aus den Boxen ballern. Wie es der Brauch so will, dürfen Frauen den Männern die (gestellten) Krawatten abschneiden, für kostümierte gibt's ne Überraschung. Da bleibt nur aus dem Kölschen Grundgesetz §10 zu zitieren: Drinkste eine met? (Hochdeutsch: Trinkst du einen mit?). Reservierungen können hier gemacht werden. An der Abendkasse kostet der Eintritt 8 Euro, Nestorstraße 7, S-Bhf Halensee
Anzeige
Exklusiv für Checkpoint-Leser: Wenn Sie den Tagesspiegel als digitale Zeitung (E-Paper) lesen, schenken wir Ihnen das iPad dazu. Für nur 34,99 EUR pro Monat.
Hier geht es zum Angebot.
Geschenk Weg vom Alltagsstress, ein paar Stunden in eine andere Welt abtauchen und neue Kraft schöpfen. Die Idee, mitten in der quirligen Großstadt einen ruhigen Ort im fernöstlichen Stil zu schaffen, ist dem Team von Surya Villa gelungen. Das Ayurveda Wellness Zentrum liegt in einem Hinterhof in Prenzlauer Berg versteckt, wo im Hofgarten ein Teich plätschert und verschiedene Kräuterdüfte in der Luft liegen. Ayurveda bedeutet so viel wie „Wissen vom Leben“ und meint eine traditionelle indische Heilmethode. Mit einer Tiefentrance-Klangmassage, einer Ayurveda-Anwendungskur oder einem Vital- und Entgiftungskur-Wellnesstag kann man Verwöhnprogramm verschenken. Ein personalisierter Wellness-Gutschein erlaubt dem Beschenken sogar, sein Geschenk selbst zu wählen. Mo-Fr 10.30-20 Uhr, Sa 11-20 Uhr, Rykestraße 3, U-Bhf Senefelderplatz
Last-Minute-Tickets In den Städten herrscht Mangel an bezahlbarem Wohnraum, das ist nicht erst seit gestern bekannt. Dennoch ploppt in dem Zusammenhang immer wieder die Frage auf, wie man eingreifen und mehr öffentlich Einfluss nehmen könnte. Darüber soll heute bei der Vortragsreihe „On the Duty and the Power of Architecture“ in der Akademie der Künstediskutiert werden. Christiane Thalgott, ehemalige Stadtbaurätin und Mitgründerin der Initiative „Ein soziales Bodenrecht“, und der Berliner Architekt Arno Brandlhuber werden ab 19 Uhr über das Thema sprechen. Tickets können hier für 6 Euro gesichert werden. U/S-Bhf Brandenburger Tor
Noch hingehen Bunt und einprägsam ist die Popkultur-Collage, die das Schallplattencover des Beatles-Albums mit dem langen Namen „The Sgt. Pepper’s Lonely Harts Club Band“ ziert und auf der Klassiker wie „Lucy in the Sky with Diamonds“ zu hören sind. Das Cover wurde unter anderem von dem britischen Künstler Peter Blake konzipiert, der Jahre später auch das Eric Clapton Album „Me and Mr Johnson“ sowie Plattencover von The Who und Oasis gestaltete. Eine Berliner Ausstellungspremieremit Blakes Arbeiten war lang überfällig, seit Anfang Februar ist sie endlich in der Browse Gallery zu bestaunen. Wer noch einen Blick auf die Kunst – die zur Entfaltung der internationalen Pop Art Bewegung zählt – werfen möchte, kann das bis Samstag 20 Uhr tun. Bergmannstraße 5, U-Bhf Gneisenaustraße
Mit diesen Stadtleben-Tipps wünscht Ihnen Carina Kaiser einen wundervollen Tag.
Prominent verraten
Der Verleger, Buchautor und Redner Florian Langenscheidt hat diese Woche fotografische Hinweise hinterlassen (hier gleich zwei Mal im Selfie) – richtig geraten und die Checkpotts gewonnen hat Leserin Angela Chambers – herzlichen Glückwunsch! Auf den „Mehr Berlin“-Seiten gibt's morgen noch mehr Fotos zu sehen.
Berlin heute
Verkehr Zwischen 21 und 5 Uhr ist der Tunnel Ortsteil Britz in Richtung Wedding Nord (A 100 Stadtring) gesperrt. Gesperrt ist auch der Fahrstreifen für Rechtsabbieger von der Turmstraße in die Stromstraße (Moabit) zwischen 7 und 16 Uhr. Veranstaltungsmäßig ist heute wieder einiges los. Wegen eines Handballspiels kommt es ab ca. 19 Uhr rund um die Max-Schmeling-Halle (Prenzlauer Berg) zu Staus. Ebenso staut es sich ab ca. 19.30 Uhr rund um die Columbiahalle (Tempelhof) sowie ab ca. 19 Uhr rund um die Mercedes-Benz-Arena, wo sich Nicki Minaj und Juice Wrld die Ehre geben. Und die Ringbahn S41/S42 meldet von ca. 22 Uhr bis Betriebsschuss in beiden Fahrtrichtungen einen erforderlichen Umstieg am Südkreuz. Die Weiterfahrt erfolgt jeweils nach sieben Minuten.
Demonstration Zum erneuten „Streik Rehaklinik Medical Park Humboldtmühle“ An der Mühle 2-9 hat Verdivon 6 bis 13 Uhr ca. 60 Teilnehmer angemeldet. Die Kundgebung „Freiheit für die politischen gefangenen in Aserbaidschan“ findet zwischen 14 bis 15 Uhr mit rund 30 Teilnehmern in der Zimmerstraße 79 statt. Und vor dem Drugstore in der Potsdamer Straße 180 demonstrieren ca. 20 Menschen den ganzen Tag unter dem Motto „Der Kälte zum Trotze für Drugstore und Potse“.
Gericht Fortsetzung im Prozess um den Diebstahl der 100 Kilogramm schweren und millionenteuren Goldmünze „Big Maple Leaf“ aus dem Bode-Museum. Vier junge Männer sind angeklagt (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 817). Und einem 44-Jährigen, der als Mitglied einer rumänischen Bande an S- und U-Bahnhöfen Fahrgäste bestohlen haben soll, wird der Prozess gemacht (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 820).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag - Jürgen Chrobog (79), Jurist, Diplomat und ehemaliger Staatssekretär im Auswärtigen Amt / Johannes Fink (55), Jazzbassist und Komponist / Bodo Morshäuser (66), Schriftsteller / İlkin Özışık (47), Politiker (ehem. SPD) / Klaus Staeck (81), Grafiker und ehem. Präsident der Akademie der Künste / Bruni Wildenhein-Lauterbach (72), SPD-Politikerin / Johannes Krause (21), "Dem begeisterten Tagesspiegelsportseitenleser wünschen Eltern und Schwester alles Liebe und Gute zum Geburtstag!" / Elke Kläß, "Gesundheit, Gesundheit und nochmal Gesundheit wünschen Dieter und Claudia Both"
Sie möchten jemandem zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.
Gestorben - Annerose Friedrich, * 24. Juli 1954 / Harald Krieger, * 1. September 1930, Studiendirektor / Bernd Schiewe, * 30. Januar 1939 / Hubert Jenner, * 11. April 1949 / Karin Irmert, * 1939
Stolperstein - Günter Bannat (Jhg. 1920) wurde wegen Widerstands gegen das Naziregime als „Vorbeugehäftling“ verhaftet und in das „Arbeitserziehungslager“ Großbeeren bei Teltow eingewiesen. Dort wurde er heute vor 76 Jahren ermordet. Er lebte am Einsteinufer 11 in Charlottenburg.
Im Tagesspiegel
Prunkbauten statt Badebuchten, Luxus-Skiorte im Naturschutzgebiet: In Russland spürt Andrej Rudomacha mit der Organisation „Umweltwacht“ illegale Baustellen auf – und will dem Volk sein Land zurückgeben. Er riskiert damit sein Leben. Lesen Sie Reportage von Nancy Waldmann heute auf Seite 3 im Tagesspiegel und im E-Paper.
Encore
Zum Schluss noch ein paar der vielen Einsendungen für unsere neue Rubrik „Was Berliner nicht sagen“:
„Ehe ich meinen Schrott im Wald entsorge, bringe ich ihn lieber zur BSR.“
„Eine Mall würde sich hier gut machen.“
„Links gehen, rechts stehen.“
„An Ostern, an Weihnachten, an Pfingsten.“
„Danke“, „Bitte“, „Entschuldigung.“
„Guck mal, ein Flugzeug!“
Ganz so abgehoben sind wir also gar nicht – danke fürs Mitmachen, bitte schauen Sie morgen mal wieder rein, und Entschuldigung für die Fehler (falls welche drin waren), denn es gilt auch zum Jahrestag der Satz des Regierenden Bürgermeisters: „Nicht alles, was im Checkpoint steht, stimmt“ (Februar 2015 im Abgeordnetenhaus) – das Allermeiste aber eben doch.