Checkpoint-Leserin Sofija Popov-Schlosser fotografierte auf dem Weg nach Skardu (Pakistan) die Spitze des Nanga Parbats, auch Diamir genannt – mit 8125 Metern Höhe der neunthöchste Berg der Welt.

Beach, Berge oder Balkonien – nehmen Sie uns mit! An dieser Stelle zeigen wir während der Sommerferien, wo Sie gerade den Checkpoint lesen. Schicken Sie uns ein Foto mit einem Satz zum Urlaubsort an checkpoint@tagesspiegel.de.
Der Checkpoint nannte ihn einst „den besten Senator, den Berlin nie hatte“ – die Rede ist von Steffen Krach, früher Wissenschaftsstaatssekretär, heute Regionspräsident in Hannover. Seit Wochen fällt in Berlin sein Name, wenn es um mögliche Spitzenkandidaten der SPD für die Abgeordnetenauswahl im kommenden Jahr geht. Er ist einer derjenigen, die von den Parteivorsitzenden Martin Hikel und Nicola Böcker-Giannini gefragt wurden, ob er antreten würde. Und seit dem Wochenende ist nun klar: Krach wird auch vom Umfeld des Fraktionsvorsitzenden Raed Saleh unterstützt. Bereits Anfang dieser Woche sollen die letzten offenen Punkte geklärt sein.
Für Krach spricht aus Sicht der SPD:
+ Er ist in der Berliner Politik hoch angesehen.
+ Er hat gezeigt, dass er Wahlen gewinnen kann.
+ Er vereint als interner Kandidat von außen unterschiedliche Profilerwartungen.
+ Im diffizilen und streitbaren Parteigefüge der SPD gilt er als Konsenskandidat.
+ In der Bundespolitik hat Krach gute Kontakte, vor allem zum SPD-Vorsitzenden Lars Klingbeil und zu Fraktionschef Matthias Miersch.
+ Trotz seines politischen Wechsels nach Hannover hat Krach seine privaten Verbindungen in Berlin aufrechterhalten.
+ Krach ist in der breiten Berliner Öffentlichkeit zwar weitgehend unbekannt, aber das wird in Führungskreisen der SPD inzwischen sogar eher als Vorteil angesehen: Der Wunschkandidat der Parteivorsitzenden gilt als unbelastet, zugewandt, einnehmend und erfahren – und könnte so glaubwürdig einen Neustart für die SPD repräsentieren.
+ Alles in allem werden Krach im Vergleich mit den anderen zuvor gehandelten Kandidatinnen und Kandidaten die größeren Chancen auf einen Wahlerfolg zugebilligt.
Doch bevor es endgültig heißt: „SPD lässt Krach von der Leine“, sind noch einige Fragen zu klären – und auch Befindlichkeiten zu bedenken, in Hannover und in Berlin. Mit Indiskretionen wird Politik gemacht, aber manchmal eben auch zunichte gemacht:
Franziska Giffey hatte sich Chancen ausgerechnet, bis die Vorsitzenden ihr mitteilten, dass sie einen anderen Kandidaten vorziehen werden – ohne ihr zu sagen, welchen.
Raed Saleh hatte sich Chancen ausgerechnet, bis der „Betonflügel“ der Partei wegen dessen Vergesellschaftungs-Ideen den Daumen senkte. Nach einem Gruppengespräch mit dem Fraktionsvorsitzenden stellte der immer noch einflussreiche Ex-Bausenator Peter Strieder in einer internen Mail fest, dass man hier nichts von einer Kandidatur Salehs halte.
Auffällig ist jedenfalls: Unter den Unterzeichnern des „Weckrufs“, den frühere Regierende Bürgermeister, Senatoren und Staatssekretäre als Ausdruck ihrer Unzufriedenheit mit der Berliner SPD (und u. a. auch mit dem Vergesellschaftungskurs) unterzeichnet haben, sind neben Strieder auch Michael Müller und Jürgen Zöllner, die beide jahrelang eng mit Krach zusammengearbeitet haben – und ihn stets in den höchsten Tönen lobten.
Übrigens: Stand heute käme Fußballfan Krach als Spitzenreiter nach Berlin – sein Lieblingsverein Hannover 96 führt die Tabelle an, wenn auch nur die der zweiten Liga (Hertha ist hier nach dem 0:0 in Darmstadt Vorletzter, aber, wie unser Kolumnist Frank Lüdecke von den Stachelschweinen schreibt: „Unterm Strich haben wir nach drei Spieltagen in der Tabelle schon mal eine Mannschaft hinter uns gelassen. Na, wer sagt’s denn?!“. Anzumerken bleibt: Union ist eine Etage drüber punktgleich mit Spitzenreiter Bayern München auf Platz 5 – nur das schlechtere Torverhältnis …).
So, und damit zur Liste unserer Checkpoint-Sommerhits – zur Auswahl standen heute, dem Spitzenkandidatenthema angemessen, u. a. folgende Titel:
+ „Satellite“ von Lena Meyer-Landrut (kommt aus Hannover)
+ „Time to Wonder“ von Fury in the Slaughterhouse (kommen aus Hannover)
+ „Wind of Change“ von den Scorpions (kommen aus Hannover)
+ „Hol mir mal 'ne Flasche Bier“ von Gerhard Schröder (kommt aus Hannover, Remix von Stefan Raab)
+ „Wieder hier“ von Marius Müller-Westernhagen (war auch schon mal in Hannover)
+ „Should I Stay Or Should I Go“ von The Clash (hatten öfter mal einen Hangover).
Hit des Tages kann nach Lage der Dinge allerdings nur ein Song sein:
+ „Ich hab‘ noch einen Koffer in Berlin“ von Hildegard Knef – demnächst vielleicht auch als Bootleg in der Fassung von Schlagerfan Steffen Krach im Handel.
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Was wäre ein Montag ohne Betriebsstörungsbingo? Na klar: Nicht mehr mein Berlin! Nachdem wir zuletzt sogar eine „versehentliche Fahrt aufs Abstellgleis“ als Joker aufnehmen konnten (CP v. 22.8.), bremsen heute mal wieder profane Bauarbeiten die Linien S2, S26 und S8 aus – der Bahnverkehr ist zwischen Pankow und Karow sowie Pankow und Hohen Neuendorf mindestens tagelang unterbrochen (der „Kurier“ nennt das „Chaos“).
Falls Sie andere Arten von Arbeiten fürs Betriebsstörungsbingo einsenden wollen – diese hier wurden bereits gemeldet (offizielle S-Bahn-Ansagen zur Erklärung für zu spät kommende oder ausfallende Züge):
Bauarbeiten, Ausbesserungsarbeiten, Ausrüstungsarbeiten, Brückenarbeiten, Brückenbauarbeiten, Hilfsbrückenbauarbeiten, kurzfristige Arbeitszugfahrten, Schienenschleifarbeiten, Schwellenauswechslungsarbeiten, Gleisarbeiten, Gleisquerungsarbeiten, Gleisverlegungsarbeiten, Weichenarbeiten, Sanierungsarbeiten, Bauzeitüberschreitung, Abbau eines Baugerüstes und vorzeitige Beendigung von Bauarbeiten (ja, auch das führte zu Verzögerungen im Betriebsablauf).
Bloß gut, dass da am Mittwoch endlich die Verlängerung der A100 eröffnet wird! Oder etwa nicht gut? Unsere Umfrage am Freitag („Braucht Berlin diese Autobahnverlängerung?“) verlief jedenfalls ungefähr so wie ein Lkw-Rennen bergauf – am Ende zogen die Nein-Sager mit 55% davon, die Ja-Sager schnauften mit 45% hinterher.
Wenn Sie zu denjenigen gehören, die den Eröffnungstag herbeigesehnt haben, um z. B. von Mitte, Kreuzberg, Friedrichshain oder Lichtenberg aus ohne größere Umwege auf die Autobahn zu gelangen, sind wir an Ihren Erfahrungen und Meinungen dazu interessiert. Schreiben Sie uns gerne an checkpoint@tagesspiegel.de (alle anderen dürfen natürlich auch schreiben!).
Sollten Sie demnächst in Berlin seltsame Düfte wahrnehmen, könnte es an den Folgen einer Bekanntmachung im Amtsblatt Nr. 35, Seite 2285 liegen. Darin teilt die Polizei einem Herrn Ghenadie S. jedenfalls mit, dass einige der bei ihm beschlagnahmte Gegenstände „vernichtet“ werden sollen, und zwar „zur Gefahrenabwehr“ – es handelt sich um jeweils „ein gefälschtes Parfüm der Marke Tom Ford und ein gefälschtes Parfüm der Marke Dior.“ Bevor wir uns der Frage zuwenden, ob nicht schon aus olfaktorischen Gründen der Gefahrenabwehr jegliche Parfüms der Marken Tom Ford und Dior grundsätzlich beschlagnahmt und vernichtet werden sollten, hier erstmal ein Servicehinweis: Abfalltechnisch gehören Parfüms, egal ob echt oder gefälscht, zur Gattung Sondermüll – und der wird verbrannt. Halten Sie also lieber Ihre Badschränke und Fenster geschlossen.
Der zuweilen zweifelhafte Umgang des Senats mit den Betroffenen des Anschlags vom Breitscheidplatz war hier schon öfter Thema – neue Episode: Der Abgeordnete Alexander King wollte wissen, warum eines der Anschlagsopfer (schwere Verletzungen mit Langzeitfolgen) bei der nationalen Gedenkfeier im Auswärtigen Amt für Opfer terroristischer Gewalt als „Sicherheitsrisiko“ eingestuft und abgewiesen wurde. Die gleichlautende Antwort des Senats auf sieben Fragen dazu:
„Der Senat hat hierzu keine Erkenntnisse.“
Vielleicht hatte das Auswärtige Amt ja gute Gründe für seine Ablehnung, vielleicht aber auch weniger gute oder sogar schlechte. Das hier dokumentiere Desinteresse des Senats an einer Aufklärung des Vorgangs (dem Betroffenen verweigerte das AA nach Angaben von King eine Erklärung) lässt jedenfalls begründete Zweifel an der Ernsthaftigkeit ritueller Solidaritätsbekundungen aus der Politik zu: „Ihr seid nicht allein“, „Berlin ist in Trauer vereint“? Das gilt offenbar nicht für alle. (Q: Drucksache 19 / 23 450)
Seitenweise Sommer: Gemeinsam mit Berlins beliebtesten Kiezbuchhandlungen empfiehlt Team Checkpoint in den Ferien täglich ein Buch, das wie für die Hängematte gemacht ist. Heute eine Leseempfehlung von der Buchhandlung „Tegeler Bücherstube“, u.a. auch vorgeschlagen von Checkpoint-Leserin Monika Juchem.
Inhaberin Christiane Schulz-Rother empfiehlt von Julia Karnick „Man sieht sich“: „Friederika hat eigentlich keine große Lust auf das Klassentreffen. Aber in Erwartung einer alten Schulliebe fährt sie hin, und trifft nach Jahrzehnten wieder auf Robert. Aber kann man Erinnerungen auffrischen und neu erleben? Eine humorvolle Geschichte über verpasste Gelegenheiten, gelebte Träume und andere Lebensfragen.“ Auch erhältlich im Tagesspiegel-Shop.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Berlins Schulpolitik (beim bundesweiten Bildungsmonitor jahrelang auf dem vorletzten Platz) wird zum Exportschlager: Ex-Staatssekretär Mark Rackles soll Bildungssenator in Bremen werden (beim bundesweiten Bildungsmonitor jahrelang auf dem letzten Platz).
Nach der Umbenennung der Mohrenstraße in Anton-Wilhelm-Amo-Straße stellt sich die Frage: Wann zieht die BVG mit ihrem Bahnhof nach? Zurzeit sind dort beide Namen zu lesen, der neue wurde nur auf Plastikfolien hinzugefügt. Die Antwort der BVG: „Zum anstehenden Fahrplanwechsel im Dezember 2025 wird die Namensänderung in Gänze vollzogen. Zu diesem Zeitpunkt werden weitere fahrgastrelevante Anpassungen in den Ansagen, Linienplänen sowie den Grafiken in den Zügen erfolgen.“ Erst dann wird es also heißen: „Nächste Station: Anton-Wilhelm-Amo-Straße“. (Q: Anfrage Grüne, Drs. 19 / 23 481)
Zum Reinfall wurde eine Rheintour (oder war’s eine Weintour?) für zwei Berliner Hobbykapitäne: Sie strandeten mit ihrem Kahn bei Rüdesheim auf einer Untiefe – für eine Bergung fehlt ihnen das Geld, und so ist ihr Schiff inzwischen zur Touristenattraktion geworden. Offizielle Ursache des Unglücks: „Mangelnde Ortskenntnis“.
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Dieser Leitfaden hilft, rechtliche Grundlagen zu verstehen, wichtige Verfügungen für Sie oder Ihre Angehörigen niederzuschreiben und alle notwendigen Unterlagen zu ordnen. Inkl. systematischer Checklisten, rechtsgültiger Muster für Patientenverfügungen, Verfügungen für Angehörige und Vorsorgevollmachten. Mehr
Tja, auf der Spree wäre das nicht passiert (nichts davon)! Wer aber mal wieder schwankende Planken unter den Füßen haben möchte: Der Insel-Salon startet morgen (Dienstag) die Spätsommersaison mit einer abendlichen Sondertour („Schwimmender Biergarten“, ohne Programm) auf der „Kaiser Friedrich“, Berlins ältestem Fahrgastschiff mit dem modernsten E-Antrieb.
Bitte nicht weitersagen: Checkpoint-Leser und Insel-Salon-Fans können Tickets für 10 Euro (statt regulär 35 Euro) hier unter diesem Link buchen – beim Bestellvorgang vor der Bezahlung unter „Gutscheincode“ bitte „AUFZUNEUENUFERN“ eingeben. Weitere Infos (Abfahrtzeit, Abfahrtort) gibt’s hier.
Wie wirken sich die Kürzungen im Kulturangebot (und die gleichzeitigen Preiserhöhungen) auf die Berlinerinnen und Berliner aus? Die Ergebnisse unserer großen Umfrage liegen jetzt vor, Sie können sie hier ausführlich lesen.
Vorab: Die Bereitschaft, selbst tiefer in die Tasche zu greifen, um Menschen mit weniger Geld kostenlose oder ermäßigte Tickets zu ermöglichen, ist durchwachsen: 34 Prozent der Befragten sind dazu bereit, 42 Prozent lehnen höhere Preise zugunsten von Sozialtickets ab.
Zwingt Trump Europa in die Knie? Diese Frage diskutiert unsere Kollegin Anja Wehler-Schöck heute um 12 Uhr in unserem „High Noon“-Expertentalk live vom European Forum Alpbach in Tirol. Mit dabei (u. a.): Wolfgang Ischinger. Wenn Sie dabei sein wollen: Sie können sich hier unter diesem Link anmelden. Einen Überblick über die Reihe finden sie hier.
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Am 14. September 2025 lädt der Tagesspiegel zum Land- und Genussmarkt ins Tagesspiegel-Verlagshaus ein. Erleben Sie einen Tag voller kulinarischer Köstlichkeiten und kultureller Highlights. Die Tagesspiegel-Redaktion und spannende Gäste bieten Lesungen, Gespräche und Einblicke in aktuelle Themen. Wir freuen uns auf Sie! Jetzt anmelden
Kurze Frage zwischendrin: Wie geht es Ihnen? Den Berliner Beamten offenbar leider nicht so gut – laut Auswertung der Finanzverwaltung sind sie deutlich öfter und länger krank als die Angestellten im Öffentlichen Dienst. Details gibt’s hier – und wenn Sie eine Idee haben, warum das so ist: immer her damit!
In Sachen Olympiabewerbung rennt Berlin der Konkurrenz hinterher – während andere zumindest organisatorisch schon das Ziel vor Augen haben, sortiert die „zentrale Steuerungseinheit“ des Senats noch die Mitläufer: „Wird derzeit erarbeitet“ und „Diese Fragen befinden sich in Klärung“ sind die Standardantworten aus dem Satzbaukasten des Ungewissen zu diesem Thema. (Q: Anfrage MdA Kristian Ronneburg, Drs. 19/23452)
Zitat
„New York ist die Stadt, von der behauptet wird, dass sie niemals schläft. Aber Berlin ist die Stadt, die auch so aussieht.“
Tagesspiegel-Kolumnistin Aline von Drateln verabschiedet sich ohne Trennungsschmerz von „Sex and the City“ und kommt zum Schluss: „Berlin und SATC haben vieles gemeinsam. Beide leben von einem Image, das sie sich vor vielen Jahren erkämpft haben. Damit sind sie zu einer Marke geworden, unter deren Namen sich vieles verkaufen lässt. Aber im Vergleich zur Serie ist Berlin noch gut gealtert.“
Stadtleben
Verlosung – Vor der spektakulären Kulisse der Alten Nationalgalerie auf der Museumsinsel finden vom 27. bis zum 29. August 2025 wieder die UFA Filmnächte statt. An drei Abenden wird jeweils ein 20er Jahre Stummfilmklassiker gezeigt und von Live-Musik begleitet. Das große Finale, am 29.8., ab 21 Uhr, bildet zum Beispiel „Der Sträfling aus Stambul“ von Gustav Ucicky. Der Komponist und Multiinstrumentalist PC Nackt spielt eine eigens für den Film geschaffene Komposition. Weitere Informationen finden Sie hier. Ach ja, wir verlosen 2x2 Tickets. Teilnahme via Checkpoint-Postfach. Bodestraße 1-3, S-Bhf. Hackescher Markt
Trinken (mit Urlaubsflair) – So wie bereits in der vergangenen Woche, besuchen wir auch diesen Montagabend eine Hotelbar. Wir sind ja auch nur Touristen in der eigenen Stadt. Der Name verrät es vielleicht, der Curtain Club (im Ritz-Carlton) versteckt sich hinter Vorhängen. Das Art-déco-Interieur allein lässt einen die trubelige Welt da draußen vergessen. Mit einem Champagner Cocktail in der Hand geht es aber noch besser. Täglich 16-1 Uhr, Do bis Sa zwischen 21 und 1 Uhr mit Livemusik. Potsdamer Platz 3, S-Bhf. Potsdamer Platz
Mit Anhang – Über die Frage, was gesund ist und was schmeckt, gehen die Meinungen bekanntlich stark auseinander. Ein besonders großer Graben zieht sich hier durch die Generationen. Zum Glück gibt es die „Nährstoffis“. Mit ihrem interaktiven Kindertheater „Die Nährstoffgeschichte“ laden sie heute um 10 Uhr dazu ein, alles rund ums Thema Essen zu lernen. Das Theaterstück basiert auf dem Buch „Die Nährstoffgeschichte“ von Maren Bucec und Carmen Eder. Weitere Informationen finden Sie hier. Prime Time Theater, Müllerstraße 163, S-Bhf. Wedding
Für umme – Mit der Ausstellung „ICONIC – A Timeless Journey of Culture, Society and Mobility“ zeigt die Volkswagen Group in ihrer Hauptstadtrepräsentanz „DRIVE“ ikonische Autos, die unter anderem die Mobilität, das Design, die Architektur und die Kunst von den 1950er bis heute geprägt haben. Natürlich ist der Käfer da auch dabei – außerdem mehr als 100 weitere Modelle. Die Gestaltung des Ausstellungsraumes ermöglicht einen Rundgang durch die vergangenen Jahrzehnte bis in die Zukunft. Kulturell sind die Autos angelehnt, zum Beispiel an Werken von Andy Warhol oder Designobjekten von Arne Jacobsen. Alles sehr VW-lastig, dafür aber für umme. Friedrichstraße 84, U-Bhf. Unter den Linden
Sommerhappen – Für eine einfache Version des polnischen Sommerklassikers Chłodnik werden gekochte Rote Bete fein gewürfelt und mit kühlem Joghurt und/oder Buttermilch verrührt. Dazu kommt zum Beispiel eine klein gewürfelte Gurke. Mit Dill, Salz und Pfeffer würzen. Gekühlt servieren. Chłodnik heißt übersetzt übrigens Erfrischung!
Kiekste
Ampelboy meets Ampelgirl. Diese Lovestory hat Daniela Kauhausen in der Oranienstraße entdeckt. Merci! Weitere Bilder gern an checkpoint@tagesspiegel.de! Mit Ihrer Zusendung nehmen Sie aktuell an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – A100 (Stadtring): In der Nacht von 21 bis 5 Uhr ist die Autobahn in beiden Richtungen zwischen den Anschlussstellen Kaiserdamm und Kurfürstendamm (Fahrtrichtung Neukölln) bzw. Messedamm und Spandauer Damm (Fahrtrichtung Wedding) gesperrt.
Alte Jakobstraße (Mitte): Die Straße ist zwischen 7 und 18 Uhr in beiden Richtungen zwischen Stallschreiberstraße und Sebastianstraße für den Kfz-Verkehr gesperrt.
Danziger Straße (Prenzlauer Berg): In Höhe Paul-Heyse-Straße ist die Mittelstreifenüberfahrt bis Mitte September gesperrt.
Albrechtstraße (Steglitz): In Richtung Grunewald ist in Höhe Düppelstraße der rechte Fahrstreifen bis Anfang September gesperrt.
Nahverkehr – S2: Von 4 Uhr bis um 22.9. ist der Streckenabschnitt zwischen Blankenfelde und Mahlow unterbrochen.
S2, S26 und S8: Von 4 Uhr bis zum 5.9. ist der S-Bahnverkehr unterbrochen. Zwischen: Pankow und Karow (S2 und S26) sowie Pankow und Hohen Neuendorf (S8)
S41, S42, S8 und S85: Von 4 Uhr bis zum 8.9.2025 ist der Zugverkehr zwischen Greifswalder Straße und Gesundbrunnen unterbrochen. Es fahren Busse als Ersatz. Auf dem Streckenabschnitt zwischen Frankfurter Allee und Greifswalder Straße fährt nur die Ringbahn S41/S42 im 10-Minutentakt.
Regionalverkehr – RE2: In den folgenden Nächten bis 27./28.8., jeweils zwischen 20.30 und 6.15 Uhr, fallen die Züge (RE 3136, 3137, 3138, 3139, 3141 und 3140) zwischen Nauen und Königs Wusterhausen aus. Die Züge RE 3140 und 3137 beginnen/enden abweichend in Berlin-Lichtenberg (zusätzlicher Halt). Die Züge RE 3134, 3135 und 3102 fallen in den Nächten 25./26. und 26./27. August zwischen Hennigsdorf (b Berlin) und Berlin-Charlottenburg aus.
RE5: Bis Mittwoch, den 27.8. fallen, jeweils von 8 bis 18 Uhr, die Züge dieser Linie zwischen Oranienburg und Berlin Südkreuz aus.
RE7: Die Züge fallen von ca. 3 Uhr bis 19. September, ca. 20 Uhr zwischen Bad Belzig und Beelitz-Heilstätten aus. Die Verstärkerzüge fallen bis 19. September zwischen Bad Belzig und Berlin Wannsee aus.
RE8: Von 21 Uhr bis zum 28.8. ca. 5.30 Uhr kommt es zu Umleitungen und Halteausfällen sowie veränderten Fahrzeiten einzelner Züge im Raum Berlin. Darüber hinaus kommt es bei einigen Zügen zu Ausfällen in den folgenden Abschnitten: Flughafen BER – Berlin-Charlottenburg sowie Flughafen BER – Berlin-Spandau
Demonstration – Für heute sind 21 Demonstrationen angemeldet (Stand 22.8., 13 Uhr), u.a. „Ich möchte ein Protestcamp anmelden. Ortskräfte Leben retten. Ich möchte vorm Auswärtiges Amt zelten. Um meine Familie von Sterben retten“: 50 Teilnehmende, „Ortskräfte Leben retten“, Kurstraße 5 (00-24 Uhr)
„Verlegung von vier Stolpersteinen für die Familien Tarlau und Abrahamsohn“: 15 Menschen, „Stolperstein-Initiative Berlin-Mitte“, Hirtenstraße 18 (11-11.30 Uhr)
„Ernennung der Tierschutzbeauftragten - Unabhängigkeit erhalten“: 20 Personen, „Vierpfotenstiftung für Tierrechte“, Wilhelmstraße 140 (12-14 Uhr)
„110 Prozent Rassismus. 0 % Kritikfähigkeit“: 20 Teilnehmende, Turmstraße 91 (12-18 Uhr)
„Der Jugenddienst zerstört ukrainische Flüchtlingsfamilien. Bringt unsere Kinder zurück (...)“: 30 Menschen, Albrechtstraße 26 (12-18 Uhr)
Gericht – Ein 27-Jähriger, der Männer mit K.-o.-Tropfen betäubt und ausgeraubt haben soll, kommt auf die Anklagebank. Drei Fälle werden ihm zur Last gelegt. Bei einer weiteren Tat soll er Interesse an einer Luxus-Armbanduhr vorgetäuscht, den Verkäufer attackiert und im Gerangel gebissen haben (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal A220).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Fatih Akin (52), Filmregisseur, Drehbuchautor und Produzent („Gegen die Wand“, „Aus dem Nichts“) / „Claudia Escher-Behrendt (76): Sie hält es als gebürtige Berlinerin nun schon 10 Jahre mit mir in meiner norddeutschen Heimat aus. Ich wünsche ihr zum Geburtstag alles nur erdenklich Gute und dass wir baldmöglichst gemeinsam in der Nordsee schwimmen gehen“ / Sandra Maischberger (59), Journalistin, Moderatorin und Produzentin / Claudia Schiffer (55), Supermodel in den 1990er / Julian Schwarze (43), Politiker (Bündnis 90/Die Grünen), seit 2021 MdA / Matthias Steiner (43), ehemaliger Gewichtheber und Olympiasieger von 2008 / „Liebe Nora Weiler, dein Checkpoint-Team wünscht Dir alles nur erdenklich Gute zu Deinem 31. Geburtstag. Schwer zu sagen, was hier los wäre, wenn Du nicht mit Deiner Engelsgeduld immer den Überblick behalten würdest. In diesem Sinne Cheers auf ein gesundes neues Lebensjahr“ / „Der 91. Geburtstag ist doch nun wirklich aller Ehren und einer Erwähnung im Tagesspiegel wert. Es gratulieren Dir, liebe Ulla, Deine Freunde aus dem schwäbischen Exil!“ / „Günter Uhrhan, herzlichste Glückwünsche zum Geburtstag und alle guten Wünsche von Klaus, Jutta, Tim, Judith Frieda“ / Eckart von Hirschhausen (58), Comedian und Autor / Sönke Wortmann (66), Regisseur und Produzent
Nachträglich: „Lieber Jens, herzliche Grüße zum runden Geburtstag und ein großes Danke sendet Dir Dein Team aus dem Anne Frank Zentrum!“
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Prof. Dr. Karl-Hermann Hübler, verstorben am 23. Juli 2025 / Jürgen Langer, * 13. Juli 1940, verstorben am 16. August 2025 / Ingeborg Siwczak, * 5. November 1927, verstorben am 16. Juli 2025 / Fenja Tholen, * 30. September 1960, verstorben am 8. August 2025 / Helga Wichmann (geb. Schulze), * 18. Mai 1931, verstorben am 20. August 2025
Stolperstein – Siegfried Tradelius wurde am 2. Juni 1880 in Woldenberg (Neumark) geboren. Zusammen mit seinem Bruder arbeitete er in seinem eigenen Textilgeschäft, bei „Siegfried Tradelius & Co“. Nach einem Gefängnisaufenthalt und einer Gerichtsverhandlung wegen des Verschiebens von Geld ins Ausland floh der Witwer über Belgien zu seinen Kindern nach Stockholm. Hier verstarb er am 25. August 1943. Auf der Jenaer Straße 21 in Wilmersdorf erinnert ein Stolperstein an Siegfried Tradelius.
Encore
Fernsehturm, East Side Gallery, Spreedampfer & Co: Team Checkpoint empfiehlt 36 Berlin-Klassiker, die von Touris geliebt und von Berlinern meist gemieden werden. Für alle, die einen Blick über den Kiezrand wagen und ihre Stadt neu entdecken wollen. Heute: ein Besuch der Feinschmecker-Abteilung im KaDeWe.
Ein Ort zum Staunen wie beim ersten Mal: die Feinschmecker-Abteilung des KaDeWes – oder einfach „die Sechste“ genannt. Zwischen Pralinentheken, Champagnerbars, Fischständen und frisch gebackenen Croissants liegt der Duft von „alles, worauf man gerade Lust haben könnte“. Hier trifft Berliner Alltag auf große Welt – Stammkunden schlürfen Austern neben Touristen, die zum ersten Mal vor der Vitrine voller Törtchen innehalten. Wer sich treiben lässt, kann von Spanien nach Japan, von Italien nach Frankreich reisen, ohne das Kaufhaus zu verlassen. Ein Ausflug in die 6. Etage ist ein Kurzurlaub für den Gaumen – und auch der kleine Geldbeutel kann sich hier etwas Außergewöhnliches gönnen.
Ein Genuss war auch die Zusammenarbeit mit Anke Myrrhe, Felix Hackenbruch, Tobias Langley-Hunt und Jaqueline Frank. Morgen stellt hier für Sie Jessica Gummersbach die Leckerbissen vom Berliner Nachrichtenmarkt zusammen. Bis dahin