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Mohrenstraße kann umbenannt werden Berliner Doppelhaushalt: Sparen trotz Rekordausgaben Checkpoint-Wochenrätsel

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Checkpoint-Leserin Anja Tuchelt grüßt aus dem Neustrelitzer Kleinseenland und fragt sich, ob sie im Land der tausend Sonnen gelandet ist.

Urlaubsgrüße von Checkpoint-Leserin Anja Tuchelt aus dem Neustrelitzer Kleinseenland

Beach, Berge oder Balkonien – nehmen Sie uns mit! An dieser Stelle zeigen wir während der Sommerferien, wo Sie gerade den Checkpoint lesen. Schicken Sie uns ein Foto mit einem Satz zum Urlaubsort an checkpoint@tagesspiegel.de.

Berlin kann zwar nicht mit tausend Sonnen punkten, bietet aber erhellende Einblicke in die Schaltzentren der Demokratie: Die Bundesregierung lädt zum Tag der offenen Tür. Mit dabei sind mehrere Ministerien, das Presse- und Informationsamt und Kanzleramt.

Neben den üblichen Diskussionsrunden und Führungen finden sich im 90-seitigen Programm auch echte Perlen: Beim „Planspiel Kabinettsitzung“ im Kanzleramt können Besucher in die Rollen der Minister schlüpfen, im Raumfahrtministerium Alexander Gerst treffen, im Teddybärkrankenhaus der Charité Kuscheltiere verarzten lassen – oder im Auswärtigen Amt Wein verkosten und Oper hören. Außerdem locken Führerscheinprüfungen im Verkehrsministerium (inkl. MPU, Seh- und Reaktionstests) und ein Kriminalfall im Innenministerium. Alle Highlights finden Sie hier (T+).

Apropos Krimi: Die Mohrenstraße wird nun tatsächlich am heutigen Sonnabend in Anton-Wilhelm-Amo-Straße umbenannt. Das hat das Oberverwaltungsgericht am Abend in einem Eilverfahren entschieden und damit eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts gekippt. Das hatte zuvor dem Antrag einer Bürgerinitiative stattgegeben, weshalb die Absage der Umbenennung sehr wahrscheinlich war (hier geht’s zu den Details).

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Encore

Fernsehturm, East Side Gallery, Spreedampfer & Co: Team Checkpoint empfiehlt 36 Berlin-Klassiker, die von Touris geliebt und von Berlinern meist gemieden werden. Für alle, die einen Blick über den Kiezrand wagen und ihre Stadt neu entdecken wollen. Heute: ein Streifzug durch den Großen Tiergarten.

Der Tiergarten ist im Verhältnis zu den berühmten Parks anderer Städte eher klein, aber für einen Spaziergang oder eine Programmpause gerade deshalb bestens geeignet. Die kurvig angelegten Wege laden zum gefahrlosen Verlaufen ein, und wem danach ist, kann nebenbei die großartige Berlin-Biographie von Jens Bisky hören. Heute kaum mehr vorstellbar, dass der Tiergarten nach dem Krieg nahezu vollständig gerodet war – in der Not wurden Bäume als Brennholz verfeuert, auf den Brachflächen Gemüsegärten angelegt und Kartoffeln gepflanzt. Seinen Namen hat der Tiergarten übrigens nicht wegen des Zoos am südwestlichen Ende, sondern weil hier zur Befriedigung der Jagdlust des Kurfürsten von Brandenburg in einem eingezäunten Areal Wildschweine und Hirsche ausgesetzt wurden. Friedrich der Große ließ die Zäune 1742 niederreißen und erklärte den Tiergarten zum Lustpark für die Berlinerinnen und Berliner.

Durch diesen Checkpoint sind Nora Weiler (Produktion) und Saskia Kabelitz (Tipps) spaziert, am Montag startet Lorenz Maroldt mit Ihnen in die neue Woche. Genießen Sie das Wochenende und bis bald 

Jessica Gummersbach