und herzlich willkommen beim Checkpoint für Abonnenten. Ich freue mich sehr, Ihnen heute ein paar Ergebnisse der Umfrage zum Checkpoint präsentieren zu dürfen, an der sich viele von Ihnen beteiligt haben. Vielen Dank dafür gemeinsam bewegen wir Berlin! Ihr Abo leistet dazu einen wichtigen Beitrag und zeigt uns, dass Ihnen unser leidenschaftlicher Journalismus etwas wert ist. Zu den Umfrageergebnissen kommen wir gleich – hier erstmal ein paar Meldungen und unsere Sommerserien:
„In Berlin brennt der Baum“, meldet die „B.Z.“ – wir haben gleich mal nachgezählt: Es ist mehr als einer, in Berlin (Grunewald) und um Berlin herum (u.a. Lieberoreser Heide) sind’s ein, zwei, drei ganz viele. Gezählt werden heute auch die Ausschläge auf dem Thermometer: 40 Grad wird es in Berlin wohl nicht, aber sicher heiß genug für eine Abkühlung – im Tagesspiegel servieren wir Ihnen heute deshalb gleich mal einen schönen großen Eiswürfel auf der ersten Seite (hier zu sehen).
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Die zweite Ausgabe von „BERLIN LIEBEN“ schaut etwas genauer auf den Nahverkehr. Im historischen Teil dreht es sich um das zweite Vierteljahrhundert der BVG, die Jahre von 1955 bis 1979. Die Zeit der Teilung und des Mauerbaus. Herz der Ausgabe sind zehn liebevoll recherchierte Porträts von BVG-Linien, die zu kleinen Stadterkundungen inspirieren: mit dem N8er durch Kreuzkölln oder mit der Tram 63 nach Mahlsdorf. Es gibt viel zu entdecken! Hier bestellen
In Berlin um die Welt: Tschechien – Wir begeben uns auf eine Spurensuche in Neukölln nach Böhmen. Als das ehemalige Königreich im siebzehnten Jahrhundert rekatholisiert wurde, flohen viele Protestanten nach Rixdorf. Das Herz der Gemeinde liegt in der Kirchgasse Nr. 5, eine alte Schule, auch erster Gebetssaal der Gemeinde. Heute zeigt hier ein Museum die Geschichte der Aussiedler, nebenan erinnert ein Denkmal an Friedrich Wilhelm I, der die Böhmen nach Preußen einlud. Einfache Häuschen und Höfe prägen hier das Stadtbild, ein Abstecher führt zur Bethlehemskirche. Sie wurde im 15. Jahrhundert erbaut, brannte im 30-jährigen Krieg ab und wurde 1737 wiederaufgebaut. Checkpoint-Tipp: Die Akustik hier ist besonders gut, ein Blick ins Veranstaltungsprogramm lohnt allemal. Einwohner Tschechiens in Berlin: 2572.
Sommerspaß: Wannsee (Badestelle Löwe) - Sie wollen im Wannsee baden, aber nicht am Strandbad anstehen? Kein Problem: Am Flensburger Löwen (Haltestelle Haus der Wannsee Konferenz) links abbiegen und dem Weg einige Minuten folgen, dort sind kleine, kostenfreie Badestellen zu finden. Hinweis: Spätestens seit heute kein Geheimtipp mehr!
Sommersport: Hockern –Worum geht’s? Ticks und Tricks mit dem Sporthocker. Hock’n’Roll! Die Brüder Michael und Stephan Landschütz haben 2007 die Firma „Salzig Sporthocker" gegründet – sie betreiben den ersten und originalen Sporthocker der Welt. Hockern ist ein bisschen wie Skateboarden, nur eben mit einem Hocker. Jeder kann vorbeikommen und „mithockern“: Turnhalle im Innenhof der Georg-Weerth-Schule, Eckertstraße 16. Training ist immer freitags von 18.30 bis 20.30 Uhr.
Jottwede (Janz weit draußen): Karls Erlebnishof –Familienausflug!Ein Abenteuerspielplatz und Streichelgehege für die Kinder, ein Bauernmarkt mit Marmeladeproduktion für die Erwachsenen. Nur zugucken kostet nichts, für alles andere gibt’s die Tageskarte (12 Euro). Der Hof befindet sich an der B5 direkt hinter Spandau, Zur Döberitzer Heide 1.
Berlin, aber Sommerloch: So wie in Schottland das Seeungeheuer Nessi, tauchte in Berlin Gesine Schwan gelegentlich auf – mal, wenn eine Bundespräsidentin zu wählen war, dann nochmal zum gleichen Anlass (bisher wurde es immer ein Präsident). Und jetzt ist sie wieder da: Sie könne sich vorstellen, SPD-Parteivorsitzende zu werden, sofern sie gefragt würde (Q: Deutschlandfunk) – und zwar im Team mit Juso-Chef Kevin Kühnert. Der war allerdings, als er das hörte, ganz schnell abgetaucht.
Zur Umfrage unter unseren Abonnentinnen und Abonnenten: Wir freuen uns über viel Lob zum neuen Checkpoint! Am wichtigsten ist unseren Leserinnen und Lesern die Berichterstattung zur Berliner Politik, insbesondere Verkehr, Mieten, Schulen und dem BER. Da bleiben wir natürlich dran!
Auch der Checkpoint am Wochenende kommt sehr gut an. Geäußert wurde der Wunsch, die Wochenend-Ausgabe an eine zweite private Email-Adresse zu bekommen. Das schauen wir uns an, ebenso den Bezug für Firmen und in Familien.
Die Checkpoint-Website wird von gut der Hälfte unserer Abonnenten genutzt. Nur Sie haben darauf Zugriff, schauen Sie doch mal vorbei – die Adresse: https://checkpoint.tagesspiegel.de/. Wir haben dort ein recherchierbares Archiv früherer Ausgaben und viele Stadtleben Tipps für Sie aufbereitet. Schreiben Sie uns gerne, was wir noch besser machen können!
Das neue Design kommt gut an! Manche Leser wünschen eine stärkere grafische Strukturierung des Newsletters. Dazu machen wir uns in nächster Zeit Gedanken.
Und in Zukunft erhalten Sie hier noch mehr exklusive Inhalte – Ihr Abo wird also wertvoller. Nochmal herzlichen Dank an alle, die bei unserer Umfrage mitgemacht haben!
Berliner Schnuppen
Telegramm
Vor 20 Jahren beschloss der Bundestag das Holcaust-Mahnmal – ein Blick zurück auf die Debatte (hier das Original-Protokoll, und hier ein Rückblick von Bernhard Schulz) offenbart viel Skepsis gegenüber dem Entwurf von Peter Eisenman. Heute ist es aus der Mitte Berlins nicht mehr wegzudenken – und nur noch eine Partei hat ein Problem damit.
Im Februar berichtete Alexander Fröhlich im Tagesspiegel darüber, dass die AfD-Fraktion Brandenburg einen dritten Aktivisten aus dem Umfeld der „Identitären Bewegung“ (IB) beschäftigt – im Widerspruch zum eigenen Unvereinbarkeitsbeschluss.
Jetzt hat der Mann auch offiziell die Aufnahmeprüfung bestanden: Im Verfassungsschutzbericht wird er auf Seite 100 unter der Rubrik „rechtsextremistische Musikszene“ namentlich als „Bartender IB“ geführt – die IB selbst freut sich darüber, dass Paul (so heißt er) Aktivistentreffen „mit Stimme und Gitarre schwungvoll unterstützt“. Als Mitarbeiter der AfD-Fraktion besuchte Paul gerade auch die Vorstellung des V-Berichts, in dem er selbst zu finden ist – und fotografierte als Beobachteter seine Beobachter. Thomas Heise von „Spiegel TV“ hat ein Foto der kuriosen Szene gemacht – hier ist es.
Hurra! Der Senat eröffnet eine Lotterie und verteilt fünf Millionen Euro, aufgeteilt in 2500 Lose á 2000 Euro. Teilnehmen dürfen allerdings nur Polizisten, und die Ziehung nehmen die Direktionsleiter vor, ohne Aufsicht eines Notars. „Verdiente Polizisten“ sollen so belohnt werden die Leistungsprämien reichen aber nur für ein Zehntel der Belegschaft. Die anderen 90 Prozent dürften also ordentlich bedient sein, um es freundlich zu sagen. So, nochmal schnell ins Kleingedruckte schauen… ach ne, da gibt’s ja tatsächlich auch ein „White Elephants“-Programm: Jede der sechs Direktionen soll zehn Beamte benennen, die als dienstunfähig aussortiert werden.
SPD-Fraktionschef Raed Saleh aus Berlin-Fernwest (Spandau) will eine „Härtefallregelung“ bei Parkgebühren für Nachtschichtarbeiter (Q: dpa), und SPD-MdA Sven Kohlmeier aus Berlin-Fernost (Marzahn-Hellersdorf) assistiert via Twitter: „Menschen aus den Außenbezirken dürfen nicht zur Melkkuh der Verkehrsverwaltung werden – besserer ÖPNV in den Außenbezirken würde auch helfen.“
Das Copyright für den Autofahrer-Vergleich „Melkkuh“ hält übrigens seit 1973 der ADAC.
Apropos Copyright – Saleh hat noch einen Vorschlag, diesmal für die eigenen Parteifreunde: „Ich warne davor, die Grünen zu imitieren.“ Hm, hat der SPD-Fraktionsvorsitzende da etwa schlechte Erfahrungen gemacht? Und was könnte er bloß meinen… ach ja, sicher das hier:
„Eine Stadt für alle“ – Broschüre der Grünen, 2011.
„Eine Stadt für alle“ – Broschüre der SPD-Fraktion, 2019
In der Rubrik „Amt, aber glücklich“ heute eine Hymne auf die Bürgerämter in Lichtenberg: Checkpoint-Abonnent Christopher Hoth erlebte einen Reisepass-Kurztripp durch den Bezirk - inklusive amtlicher Meldung über sein zwischenzeitliches Ableben, das mit einer „Lebensbescheinigung“ (Gebühr: 10 Euro) rückgängig gemacht wurde. „Ausnahmslos alle Mitarbeiter waren sehr freundlich, zuvorkommend und wirklich hilfsbereit. Ich danke Frau Langenegger und ihrem Kollegen vom mobilen Bürgeramt, Frau Möller vom Bürgeramt 2, Frau Ballhause und den Empfangsdamen vom Bürgeramt 2 sowie Frau Peile und dem Team vom Empfang am Bürgeramt 4 ganz herzlich!“ Wer bietet mehr?
Wir bleiben noch kurz in Lichtenberg: Dort läuft die schöne Rathausuhr exakt 91 Minuten der Zeit hinterher, im Bezirk sprechen sie bereits von der „Lichtenberger Normalzeit (LiNoZ)“. Bitte bei Verabredungen mit Einwohnern berücksichtigen (die BVG hat sich schon angepasst).
Aufzug I: Im vergangenen Herbst wurde in den S-Bahnhof Köpenick ein neuer Aufzug eingebaut - der seitdem immer wieder wochenlang ausfällt. Das nervt die Fahrgäste, aber auch die Bahn: „Wir sind da in Gottes Hand“, sagt ein Sprecher – gemeint ist die Wartungsfirma, die offenbar über einen Kalender mit überproportional vielen siebten Tagen verfügt. Zuletzt hatte die Hand Gottes den 14. Juni als Reparaturtermin auf einen Zettel geschrieben - repariert wurde dann am 19. Juni (beobachtet von CP-Leserin Gabriele Prchala). Doch gerade erreicht uns folgende Mail von Antja Stantien: „Hallo Checkpoint-Team, es ist so weit: Heute früh klebte an der Tür wieder das Schild „defekt“. Es kommentiert Martin Luther King: „Kein Problem wird gelöst, wenn wir träge darauf warten, dass Gott sich darum kümmert.“
Aufzug II: Seit 22 Tagen kann eine Mieterin in der Großbeerenstraße ihre Wohnung nicht alleine verlassen, weil der Aufzug kaputt ist – im Rollstuhl kommt sie die Treppen aus dem 3. Stock nicht runter. Vermieter ist die „Deutsche Wohnen“, Pressesprecher Marko Rosteck sagt: „Dass es so lange dauert, ist leider die Regel“ – die beauftragte Firma müsse ein Ersatzteil bestellen, das könne mitunter Wochen dauern. Das Unternehmen hat eine Mietminderung und die Übernahme von Transportkosten angeboten. Gestern dann sollte endlich der Mechaniker kommen – er kam nicht. Heute soll er wieder kommen… wir bleiben dran! Übrigens: Die Wohnung ist als „barrierefrei“ ausgewiesen.
Kleiner Hinweis: Der Großeinsatz der Feuerwehr am Berliner Dom heute Vormittag ist eine Übung. Die Pressestelle teilt den Fotografen mit:
Da die Wasserabgabe drei Mal mit verschiedenen Leitern durchgeführt wird und jeweils nur 1 Minute dauert, möchte ich mit Ihnen gemeinsam gute Positionen festlegen.“ Wir werden sehen, ob das funktioniert.
Die Raser im Tiergartentunnel bekommen jetzt endlich schöne Erinnerungsfotos – sie sind allerdings nicht ganz billig: Mehr als 13 Jahre nach der Eröffnung lässt die Polizei dort drei Blitzer installieren (Fahrtrichtung Süd). Laut Ausschreibung (PPrBln 199_19 EU) müssen die Geräte allen möglichen Klimakatastrophen standhalten („Betrieb von - 20 bis + 50 Grad“) und sollen die Fahrer während der Performance nicht blenden („Es darf durch den Blitz kein sichtbares Licht entstehen“). Der „Geschwindigkeitsmessbereich“ ist den normalen Berliner Verhältnissen angepasst: Eine Funktionsfähigkeit „von mindestens bis zu 250 km/h muss gewährleistet sein“ - erlaubt sind hier je nach Verkehrslage Tempo 30 bis 50.
Zu den Korrekturen (zurzeit hitzebedingt zwangsläufig):
1) Beginnen wir mit Zahlen: Beim Geburtstag von Marie-Elisabeth Lüders haben wir gestern eine 1 vergessen, leider die ganz vorne – auf den Merkzettel kommt: Nach 41-jährigen Politikerinnen werden auch in Berlin keine Straßen und Häuser benannt.
2) Und weiter mit Erdkunde: Norderney fängt zwar mit „N“ wie „Nordfriesland“ an, ist aber eine ostfriesische Insel (Team Checkpoint bewirbt sich trotzdem auf die „Inselblogger“-Stelle). Es kommentiert Otto Waalkes: „Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir: ‚Lächle und sei froh, es könnte noch schlimmer kommen.‘ Und ich lachte und war froh - denn es kam schlimmer.“
BER Count Up – Tage seit Nichteröffnung:
Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hat das Wunder vollbracht: Am 31. Oktober 2020 ist der Flughafen BER offiziell eröffnet worden. 3.073 Tage nach der ersten Nicht-Eröffnung stellen wir damit unseren Count Up ein. Wer nochmal zurück blicken will: Im Tagesspiegel Checkpoint Podcast "Eine Runde Berlin" spricht Lütke Daldrup mit Tagesspiegel Chefredakteur Lorenz Maroldt und Checkpoint Redakteurin Ann-Kathrin Hipp über detailverliebte Kontrollen, politische Befindlichkeiten und aufgestaute Urlaubstage.
Zitat
„Wer immer auf sein Recht pocht, bekommt wunde Finger.“
Sagt Volker Schlöndorff – gestern wurde der Regisseur von Bundespräsident Steinmeier mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt.
Tweet des Tages
Stop in Berlin Spandau. Durchsage: „Wir brauchen noch etwa 10 Minuten länger. Es sind betrunkene Personen im Gleis. Ja, um kurz nach 15:00 Uhr. Es ist halt Berlin.“
Stadtleben
Essen & Trinken – Wenn’s sehr heiß war, hat sich Friedrich Nietzsche seine Freunde als Omeletten vorgestellt. So schrieb er es zumindest mal im Sommer 1887 in einem Brief. Manche brauchen aber mehr als lustige Gedankenspiele, um gut durch einen Tag zu kommen, an dem es an die 40 Grad heiß werden soll. Da hilft eigentlich nur Essen, das man auch trinken kann. Für alles, was man kauen muss, ist Zeit, wenn sich der Sommer wieder eingekriegt hat. Also: Ein Kastanieneis im Eiscafé Kibo im Wedding schlabbern. Oder die Erwachsenen-Version. Campari-Grapefruit zum Beispiel, Sorbetto war auch noch in jedem Italien-Urlaub gut, warum also nicht nach Feierabend. Wer doch mehr im Magen braucht, bestellt eine Waffel mit Eis und Früchten. Transvaalstraße 13, Mo-Fr 9-22 Uhr, Sa-So 10-22 Uhr, U-Bhf Rehberge. PS: Wie heiß es bei Nietzsches Omeletten-Statement war, ist übrigens nicht überliefert.
Berlinbesuch – Aktivitäten außerhalb klimatisierter Gebäude können angesichts des Wetters nicht wirklich empfohlen werden. Was sich aber bei Hitze bewährt hat, sind kühle Farben, sanfte Bewegungen und Wasser überall. Nein, nicht schwimmen gehen, sondern beim Schwimmen zusehen, im Aquarium. Da flattern die Flossen des Zitronenkugelfisches, es gleiten Hängebauch-Seepferdchen vorüber, oder ein Gepunkteter Wobbegong. Das ist übrigens ein Hai. Ja, man lernt nie aus. Täglich 9-18 Uhr, Eintritt 15,50/8 Euro, Budapester Straße 32, S/U-Bhf Zoologischer Garten
Geschenk – Fräulein Brösels Piemonteser Haselnuss. Fräulein Brösels Mandel. Fräulein Brösels Vogelbeere. In Neukölln brennt eine junge Gründerin Edles in Fräulein Brösels Schnapserwachen. Wein schenken wird halt auch irgendwann öde und bei einer Preisspanne zwischen 37 und 175 Euro ist für einige Anlässe was dabei. Außerdem sehen die Flaschen schick aus (als Anreiz für jene, die Wein auch immer nach dem Etikett aussuchen). Wer mag, kommt in dem kleinen Laden vorbei und lässt sich beraten. Wer schon weiß, was er will, bestellt im Online-Shop. Für Kontaktscheue gibt es da aber auch ein „Verkostungspaket“ (49 Euro). Friedelstraße 28, Di-Sa 13-20 Uhr, U-Bhf Schönleinstraße
Last-Minute-Tickets – Eine kleine Insel, nur durch eine Fußgängerbrücke mit Rest-Berlin verbunden, die Füße in der Spree, akustische Musik. Das sind die Insel Sessions, die im Sommer monatlich auf der Insel der Jugend in Treptow stattfinden sollen – jedes Mal spielen drei KünstlerInnen. Der erste Termin ist heute mit der Berliner Sängerin Novine – neu im Musik Business, wie die Veranstalter schreiben – der tschechische Sänger Thom Artway und Moorea Masa & The Mood. Eintritt 4-5 Euro, Einlass ab 18 Uhr, Ende 22 Uhr, U-Bhf Treptower Park
Noch Hingehen – Oft gehen sie elend zugrunde. Dabei hat man sie mit so vielen guten Absichten zu sich geholt. Wollte sich kümmern, sie pflegen, aufziehen, Verantwortung beweisen. Und am Ende bleiben doch nur verdorrte Blätter und Ästchen auf trockener Erde. Die meisten Menschen haben mindestens eine Zimmerpflanze auf dem Gewissen. Aber warum kaufen wir sie eigentlich? Unter den jungen Stadtbewohnern liegen sie gerade sehr im Trend. Darum lohnt es sich, noch diese Woche zur Ausstellung „Geliebt, gegossen, vergessen: Phänomen Zimmerpflanze“ im Botanischen Museum zu gehen. Sie läuft noch bis zum Sonnabend, 29. Juni, wurde aufgrund des großen Erfolges bereits um einen Monat verlängert. Jetzt ist aber dann endgültig Schluss. Kleiner Tipp: Am Sonntag ab 14 Uhr werden die Ausstellungsstücke gegen eine Spende an liebevolle Pflanzeneltern abgegeben. Mo-So 9-19 Uhr, Königin-Luise-Straße 6-8, Eintritt 2,50/1,50 Euro, mit Garten 6/3 Euro, S-Bhf Botanischer Garten
Verlosung – In Köln geboren, in Paris berühmt geworden, in Berlin gewürdigt. Der Komponist Jacques Offenbach wäre im Juni 200 Jahre alt geworden, wenn Menschen so alt werden würden. Aus diesem Anlass findet am Donnerstag, 27. Juni, in der Berliner Philharmonie ein Konzert mit seinen Werken statt. Dazu bringt der Pariser Dirigent und Kölner Generalmusikdirektor François-Xavier Roth seine beiden Orchester zusammen – das Gürzenich-Orchester Köln und das französische Ensemble „Les Siècles“. Eröffnet wird mit Robert Schumanns „Frühlingssinfonie“, dann folgt Offenbach auf Offenbach. Wir verlosen 2x2 Karten unter allen Checkpoint-Abonnenten. 20 Uhr, Herbert-von-Karajan-Straße 1, S/U-Bhf Potsdamer Platz
Mit diesem Stadtleben wünscht Ihnen Melanie Berger einen wunderbaren Mittwoch!
Prominent verraten
Der gesuchte Sänger hat letztes Jahr sein eigenes Plattenlabel gegründet - hier sieht man sein Büro, in dem er den Großteil des Tages verbringt.
Bekannte Berliner fotografieren für uns eine Woche lang täglich Ausschnitte aus ihrem Leben. Die Auflösung kommt immer freitags - mit einem Selfie.
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Berlin heute
Verkehr – Auf der A10 (Nördlicher Berliner Ring) ist ab 9 Uhr bis zum 10. Juli, 17 Uhr die Auffahrt Oberkrämer (Richtung Hamburg) gesperrt. Auf der A100 (Stadtring) ist heute und morgen, jeweils 22 bis 5 Uhr, die Einfahrt Oberlandstraße in Fahrtrichtung Wedding gesperrt. Wegen der Groß-Demonstration von IG Metall am Samstag ist bereits jetzt bis Montagmittag die Straße des 17. Juni (Tiergarten) zwischen Großer Stern und Platz des 18. März gesperrt. Ebenso gesperrt sind Ebertstraße zwischen Behrenstraße und Dorotheen- und Scheidemannstraße sowie die Yitzhak-Rabin-Straße. Auf der Schmiljanstraße (Friedenau) steht ab ca. 7.30 Uhr in beiden Richtungen bis Anfang August in Höhe Rheinstraße jeweils nur eine Spur zur Verfügung. Auf der Paulsborner Straße (Halensee) steht zwischen 20 und 5 Uhr für beide Richtungen abwechselnd nur ein gemeinsamer Fahrstreifen zur Verfügung (Gegenverkehrsregelung). Auf der Hellersdorfer Straße (Hellersdorf) ist ab 9 Uhr bis Mitte August in beiden Richtungen Höhe Cecilienstraße jeweils nur eine Spur frei. Stadteinwärts stehen auf dem Mariendorfer Damm (Mariendorf) ab 8 Uhr bis Anfang Juli im Kreuzungsbereich Reißeckstraße nur zwei Spuren zur Verfügung. Ab 7 Uhr ist auf der Mühlenstraße (Pankow) bis Samstag, ca. 18 Uhr, in beiden Richtungen Höhe Mariane-von-Rantzau-Straße jeweils nur eine Spur frei.
Demonstration – Ungefähr 400 Menschen demonstrieren heute mit der START Stiftung am Gendarmenmarkt zwischen 15.30 und 17 Uhr unter dem Motto „#BewegteureStadt" für eine offene, demokratische und solidarische Gesellschaft. Der Berliner Aidshilfe e.V. setzt sich „für eine humane Drogenpolitik" ein - „Support don't punish" sagen etwa 40 Menschen zwischen 13 und 15 Uhr am Kottbusser Tor. Ungefähr 5 Teilnehmer demonstrieren für Tierrechte unter dem Motto „Geltendes Recht wird systematisch gebrochen" zwischen 17 und 17.30 Uhr auf dem Spreeweg vor dem Schloss Bellevue.
Gericht – Gegen einen 28-Jährigen, der immer wieder gewalttätig geworden und dabei seine rechte Gesinnung zur Schau gestellt haben soll, beginnt der Prozess um 15 Taten. So habe er auf einem Bahnhof „Sieg Heil“ gerufen, bei einer Kontrolle einen dunkelhäutigen Polizisten rassistisch beleidigt, zuletzt zwei Syrer mit einer Flasche verletzt (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 501).
Universität – Heute findet um 18.30 Uhr wieder eine REM-Lektüre der TU statt, eine offene Ringvorlesung, in der aktuelle Themen der Stadtentwicklung und Stadtpolitik im Kontext der Immobilienwirtschaft diskutiert werden. Straße des 17. Juni 152, Raum A 060 oder A 062, U-Bhf Ernst-Reuter-Platz.
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Silvia Frömbgen (49), „Heute mal weg, sonst immer da, danke!“ / Leander Haußmann (60), Film- und Theaterregisseur / Matthias Heinrich (65), Weihbischof in Berlin / Gottfried Honnefelder (73), Verleger / Markus Klaer (51), ehem. für die CDU im AGH / Jo Klasen (58), „Alles Liebe zum Geburtstag von md“ / Christa Krömer / Nadine Krüger (42), Fernsehmoderatorin / Sigrid Löffler (77), Journalistin / Sarah Mühlhause (37), Schauspielerin / Andrea Riedel, „All das, was du dir wünschst, das wünsche ich dir auch!“ / Jan Schütte (62), Regisseur / Scarlett Steller, „Zwar aus den Augen, aber nicht aus dem Sinn! Alles Gute! Von Petra A.“
Sie möchten jemandem zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.
Gestorben – Erika Bruhns, * 5. Mai 1931 / Brigitte Herhold, * 4. Januar 1944 / Eva Marszalkowicz, * 20. Februar 1939
Stolperstein – Stanislaus Graf von Nayhauß-Cormons (Jhg 1875) kämpfte bereits in den letzten Jahren der Weimarer Republik gegen die Nationalsozialisten. Er druckte Broschüren und warnte dann auch gleich nach Hitlers Machtübernahme vor dem, was kommen sollte. Am 7. März 1933 stürmten acht bewaffnete SA-Männer sein Haus in der Stierstraße 4 in Schöneberg. Nayhauss-Cormons war allerdings auf einer Vortragsreise. Am 26. Juni 1933 wurde er in Breslau verhaftet. Im Juli fand man seine Leiche in einem See nahe Falkenberg – Hände und Füße gefesselt, entstellt durch schwere Misshandlungen.
Personalien – Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat Ex-Kultursenator Christoph Stölzl zur Vertrauensperson und Interims-Chef des Jüdischen Museums ernannt / Kathrin Schönegg ist neue Kuratorin der Galerie C/O Berlin – sie folgt auf Ann-Christin Bertrand.
Im Tagesspiegel
„So einen Einsatz hatten wir noch nie“, sagt ein Mann von der Feuerwehr. „Will man auch nie wieder erleben.“ Nach dem Zusammenstoß und Absturz zweier Eurofighter in Mecklenburg-Vorpommern geht die Suche nach Trümmerteilen weiter, während die Kritik an der Bundeswehr wächst. Lesen Sie die Reportage von Felix Hackenbruch und Michael Schmidt heute auf Seite 3 im Tagesspiegel und im E-Paper.
Encore
So, zum Schluss heute noch unsere schöne BER-Spotify-Playlist die wir mit ihrer Hilfe zusammengestellt haben (hier der Link), auf dem Weg zu unserer Checkpoint- Besichtigungstour haben wir sie rauf unter runter gehört (und viel Spaß dabeigehabt) – hier die Top 12:
1) Sag mir quando, sag mir wann (Dieter Thomas Kuhn)
2) The Final Countdown (Europe)
3) Never Ending Story (Limahl)
4) Flieger, grüß mir die Sonne (Extrabreit)
5) Was hat dich bloß so ruiniert (Die Sterne)
6) Hakuna Matata (Straube, Richter, Basedow, Jung)
7) Fumando Espero (Sara Montiel)
8) Worauf willst du warten (Roger Stein)
9) We Can’t Fly (Aeroplane)
10) Bruttoszialprodukt (Geier Sturzflug)
11) Über den Wolken (Reinhard May)
12) Don’t Worry, Be Happy (Bobby McFerrin)
Kommen Sie kühl durch den Tag!