kommen Sie gut in den Tag mit „Kaiserwetter in der Kaiserbäder-Region. Der Morgen startet immer mit einem Kaffee und dem Checkpoint. Auf dem Foto seht ihr übrigens die idyllisch gelegene Burg Loket.“ Vielen Dank, lieber Manu Tänzler, und herzliche Grüße nach Tschechien!

Beach, Berge oder Balkonien – nehmen Sie uns mit! An dieser Stelle zeigen wir während der Sommerferien, wo Sie gerade den Checkpoint lesen. Schicken Sie uns ein Foto mit einem Satz zum Urlaubsort an checkpoint@tagesspiegel.de.
Schöne Steilvorlage – da kommen wir doch gleichmal von der Burg zum Schloss: Mit preußischer Pünktlichkeit fordert eine Initiative zum heutigen Tag der Eröffnung des Humboldt Forums gleich mal dessen Abriss – allerdings erst bis zum Jahr 2050 (das sollte selbst in Berlin zu schaffen sein). An Stelle des Schlossnachbaus wünschen sich die Aktivisten den Palast der Republik zurück, und um 14 Uhr wollen sie zum Start einer Spendensammlung am Portal IV ein Bronze-Modell des DDR-Baus aufstellen, im Maßstab 1:200.
Auf unsere Liste der revolutionären Ideen für Berlin (CP von gestern, dazu gleich mehr) schafft es dieser Vorschlag allerdings nicht – konterrevolutionäre Aktionen hatten wir im Kleingedruckten ausgeschlossen. Außerdem hoffen wir ja doch, dass der Checkpoint-Demo-Liveticker im Raum „Revolution“ ein bisschen länger läuft als nur 29 Jahre.
In den Tagen vor der Eröffnung verblüffte eine ganz andere Aktion die ersten Schaulustigen: Im Schlosshof sahen sie sechzig Leuten dabei zu, wie sie orchestriert den blitzsauberen Boden fegten (hier zu sehen). Stilechter Kommentar eines Reddit-Nutzers: „Who kehrs“.
Na, das können wir Ihnen sagen: Es übte hier das Besenballett von Katrin Emler (Eröffnungsauftritt heute um 14 Uhr). Thomas Lippold hat mit der Künstlerin gesprochen, hier ihre Erklärung:
„Hier geht es nicht ums Tanzen, sondern darum, den Menschen in den Vordergrund zu bringen in seiner manuellen Tätigkeit – etwas, was ja auch immer mehr aus unserem Stadtrahmen verschwindet. Dazu kommt: Jeder Besen klingt anders. In den vergangenen Tagen haben wir ein Casting gehabt. Wenn Besen und Spieler zusammenpassen, dann hört man am Klang, ob das stimmt. Und wir haben hier eine bunte Berliner Mischung für das Besenballett gefunden.“
Dazu auch folgender Hinweis: Die Ausschreibung 347929 des Landesverwaltungsamts („Stubenbesen ohne Stiel, Rosshaarmischung/Mischhaar, Holzausführung, 7-reihig: 4471 Stück mit Gewinde, 575 Stück ohne Gewinde“) hat damit nichts zu tun.
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Türen auf! Heute um 14 Uhr wird das Humboldt Forum eröffnet. Open Air begleitet von Musik, Food Trucks und Performances. Spazieren Sie einfach vorbei, erleben Sie die künstlerische Eröffnungsaktion oder besuchen Sie die Pop-up-Bar im Schlüterhof! Die ersten sechs Ausstellungen sind 100 Tage kostenfrei! Jetzt online Zeitfenster-Tickets buchen.
Kommen wir zu Ihren revolutionären Ideen für Berlin (die Gewinner sind benachrichtigt) – vorgeschlagen wurde u.a.:
+ „Die Einrichtung einer 24-Stunden-Praxis, in der jeder gegen Zahlung von 5 Euro eine 1 Jahr gültige Bescheinigung erhalten kann, dass er oder sie Cannabis zur Entspannung benötigt, sowie eine 24-Stunden-Stelle, in der gegen Vorlage der Bescheinigung Cannabis legal verkauft wird. Das sollte die Situation in den Drogenparks dann doch stark verbessern.“ (Merlin Pitz).
+ „Gebt die Dächer frei! Ideal in Berlin, da einheitliche Traufhöhe in vielen Straßen: Baut Gehwege / Begegnungsstätten etc. auf den Dächern von Haus zu Haus! Gern auch mit Brücken über die Straßen in luftiger Höhe.“ (Silvia Jargon)
+ „Wie wäre es mit einem Zeitkaufhaus, wo private Spenden gegen ehrenamtlich geleistete Zeit eingetauscht werden können?“ (Martin Bayer).
+ „Müllabgabe-Stationen einrichten – wer 1kg Müll in Parks gesammelt hat, bekommt einen Euro. Die Parks werden sauber, und die lästige Bettelei in den U-Bahnen nimmt ab!“
+ „Wer in eine kleinere Wohnung zieht, muss keine höhere Miete zahlen, damit Familien wieder Wohnungen finden.“ (Marina).
+ „Wie wäre es, wenn wir „Müllbewusstsein“ schon ab der ersten Klasse verbindlich als Schulstoff hätten? Für die besten Aktionen und Ideen verleiht Berlin jährlich einen Preis.“
+ „Kronkorken werden von den Brauereien zurückgenommen, zu mindestens 2 Cent – das schont die Grünflächen.“
+ Und neben der Dezentralisierung des Tierheims, einem Bürgeramt für ganz Berlin, der Wiederbelebung des Lunaparks am Halensee, sich exponentiell vermehrenden freundlichen Mitmenschen sowie der Verlegung der Hauptstadt und des Regierungssitzes von Berlin in die geographische Mitte Deutschlands zur Entspannung des Wohnungsmarkts gab es ganz viele Ideen zur Reduzierung des mobilisierten Individualverkehrs, oder, wie schon der einstige Schlossbewohner und heutige Checkpoint-Gastautor Kaiser Wilhelm ahnte: „Das Automobil ist eine vorübergehende Erscheinung.“ Und der muss es ja wissen, denn: „Die Fähigkeit, in die Zukunft zu sehen, kommt bei Kaisern öfter vor“ (ebenfalls Kaiser Wilhelm). Also spannen wir lieber schon mal die Pferde vor der Kutsche an.
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Fläminger Löwen: Roggen Roll bei Familie von Lochow
Roggendynastie und Europas erstes Skate-Hotel: Während Alexandra von Lochow die bei Familien beliebte Unterkunft managt und genau weiß, was bei großen und kleinen Gästen ankommt, folgt Ferdinand von Lochow der Familientradition und baut Getreide an, das im eigenen Restaurant auf den Tisch kommt.
www.fläminger-löwen.de
+ Und neben der Dezentralisierung des Tierheims, einem Bürgeramt für ganz Berlin, der Wiederbelebung des Lunaparks am Halensee, sich exponentiell vermehrenden freundlichen Mitmenschen sowie der Verlegung der Hauptstadt und des Regierungssitzes von Berlin in die geographische Mitte Deutschlands zur Entspannung des Wohnungsmarkts gab es ganz viele Ideen zur Reduzierung des mobilisierten Individualverkehrs, oder, wie schon der einstige Schlossbewohner und heutige Checkpoint-Gastautor Kaiser Wilhelm ahnte: „Das Automobil ist eine vorübergehende Erscheinung.“ Und der muss es ja wissen, denn: „Die Fähigkeit, in die Zukunft zu sehen, kommt bei Kaisern öfter vor“ (ebenfalls Kaiser Wilhelm). Also spannen wir lieber schon mal die Pferde vor der Kutsche an.
Übrigens: Der Ur-Großvater unserer Kollegin Sigrid Kneist, der 1858 in Spandau geborene Gustav Hartmann, wurde im Winter 1897 „Auf Allerhöchsten Befehl Seiner Majestät des Kaisers und Königs“ zu einem großen Krönungs- und Ordensfest ins Stadtschloss eingeladen, wo er vom Champagner „so 8-10 Glas vertilgte“ und sich „nach und nach in eine ganz vergnügte Stimmung hineintrank“. Akribisch zeichnete Hartmann damals alles auf – seine heitere Geschichte, inklusive Gespräch mit der Kaiserin, die er über einen Irrtum aufklärte, finden Sie hier (T plus).
Berliner Schnuppen
Telegramm
Die Verkehrsmeldung „Stau auf der Schnellerstraße“ ist ein Berliner Klassiker – aber jetzt gibt es harte Konkurrenz: „Sanierung der Schneckenbrücke verschoben“ hat ebenfalls Kult-Potential.
Das neue Wahrzeichen von Mitte ist die Scherbe – Flaschen werden nach den allnächtlichen Open-Air-Partys (Räumung diesmal am Hackeschen Markt) jedenfalls kleinteilig wie großflächig im Bezirk verteilt.
Zur Ferienhalbzeit hier ein Checkpoint-Tipp für Daheimgebliebene: Ein paar Möwen haben sich in die Friedrichstraße verirrt – Sounds like Ostsee.
Gentrifizierung im Tierpark: Die Elche müssen umziehen – im neu angelegten „Himalaya-Gebirge“ für Schneeleoparden(gestaltet aus Schutt der Hauptbahnhofsbaustelle) ist für sie kein Platz mehr (hoffentlich fallen sie nicht an ihrem neuen Wohnort auch noch Miethaien zum Opfer).
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Ok, da es jetzt hier sowieso tierisch abgeht: Noch ein bisschen Cat-Content mit Katzenzubehör nach Berliner Art gefällig? Bitteschön.
Aus der Reihe „Obst, Gemüse, Satzanbau“ hier eine Meldung aus der Wiener „Kronen Zeitung“: „Verdeckte Ermittler: Getarnt als Bananen, stellten die Beamten in den vermeintlichen Obstkisten nicht weniger als 740 Kilo Kokain sicher.“
Hm, wie würde eine solche Meldung wohl in Berlin lauten… na, zum Beispiel so: „Getarnt als Bouletten, stellten die Beamten… (usw).“
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Für gute Laune in den Sommerferien: Entdecken Sie jetzt unsere tollen Ideen für sonnige Tage und gesellige Spiele für regnerische Stunden. Spiel & Spaß für die ganze Familie – Jetzt im Tagesspiegel-Shop.
Wir kommen zur Rubrik „Mathe mit dem Checkpoint“ – unsere Frage heute: Wie lautet das Ergebnis, wenn an der Beuth-Hochschule ein Professor bei der Prüfung alle Studierende durchfallen lässt? Richtig, das war ja auch einfach: Der so genannte Hochschullehrer hat 100-prozentig versagt (und der Präsident schweigt).
Das Landesverwaltungsamt bereitet sich offenbar auf eine Koalition von CDU, AfD und FDP vor – angeschafft werden sollen jedenfalls „7575 Papierkörbe aus Kunststoff in den Farben schwarz, blau und gelb“.
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„Mit Fakten dringt man im Moment kaum durch“, sagt Brigitte Knopf, Generalsekretärin des Berliner Thinktanks MCC. Die größten Irrtümer in der Debatte um Klimaschutz und CO₂-Preis, wie Union und SPD eine echte Chance verschenkt haben und wo es besser läuft: hier im Klimapodcast Gradmesser. Jetzt auf Spotify, Apple Podcasts und Tagesspiegel.de.
Die Gedenkstätte Deutscher Widerstand teilt zum 77. Jahrestag des 20. Juli 1944 mit: „In diesem Jahr kann das Gedenken an den Widerstand gegen den Nationalsozialismus aufgrund der Corona-Pandemie leider nicht in der gewohnten Weise stattfinden.“ Eine Teilnahme per Livestream ist allerdings möglich.
Das „Spiel des Jahres“ kommt aus Berlin – es heißt „MicroMacro: Crime City“ (wie auch sonst).
Zitat
„Kenne ich nicht.“
Meistgenannte Reaktion bei einer „B.Z.“-Straßenaktion mit Pappfiguren der Spitzenkandidat:innen. Bettina Jarasch wurde mal für eine Bürokauffrau der CDU gehalten, Klaus Lederer als „Bürofuzzi“ der FDP einsortiert, Franziska Giffey der CDU zugeordnet (Hobby: „In vielen Restaurants essen gehen“), Kai Wegner als Bankvorstand mit SPD-Parteibuch identifiziert, Sebastian Czaja für einen „Druffi“ von der CDU oder SPD gehalten und Kristin Brinker für eine Beamtin der SPD („wegen dem roten Rock“). Es kommentiert Hildburg Bruns, Leiterin der „B.Z.“-Kommunalpolitik:
„Das hat uns viel Spaß gemacht!“
Tweet des Tages
Berlin-Mitte ist, wenn du nicht weißt, ob du eine neue Metzgerei betrittst oder eine Pop Up Galerie, in der ein Steak ausgestellt wird statt verkauft.
Stadtleben
Stadt – „C“ wie chronologisch checken Sie die changierende Collage im Centrum Berlins: Die Ausstellung „Schrecklich schön. Elefant – Mensch – Elfenbein“ im Humboldt Forum eröffnet heute und befasst sich mit der Geschichte des Elfenbeinhandels und den Folgen seiner Verwendung. Elefanten stehen ganz oben auf der Liste bedrohter Tierarten. Sie repräsentieren Macht und sind Bedeutungsträger in Religion, Mythos und künstlerischer Reflexion. Ihre Stoßzähne wurden vom Rohstoff zum Werkstoff für Schönheit und Medizin. Bis 28. November 2021. Der Eintritt ist in den in den ersten 100 Tagen nach Eröffnung kostenfrei, danach 12 / 6 Euro. Der Countdown läuft! Schloßplatz, Mitte, U-Bhf Rotes Rathhaus
Land – Carpe Diem im ehemaligen Zisterzienserkloster Chorin: Rund eine Autostunde von Berlin entfernt liegt die Klosterruine an einem Weinberg am See und gehört zum Unesco-Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin. Wer die idyllische Lage ausgekostet hat und der kommenden Sommerhitze entfliehen möchte, ist bei Führungen oder den Ausstellungen im Inneren zur Geschichte und Entwicklung des klösterlichen Lebens richtig. Zum Sommerprogramm gehören außerdem Konzerte mit klassischer Musik. Für die Preisliste hier klicken. Mär-Okt: täglich von 9-18 Uhr geöffnet. 6/ 3,50 Euro. Amt Chorin 11a, Chorin
See – In der Nähe vom brandenburgischen Friedland liegt der Chossewitzer See. Das Angelrevier beheimatet Karpfen, Welse, Zander, Aale und Brachsen. Ein Campingplatz direkt am See lädt zur Übernachtung im Freien ein. Eingebettet in einen Mischwald bietet er sowohl Wanderlustigen als auch Pilzsammler:innen gute Bedingungen, um die Natur zu erkunden.
Familie – Das Computerspielemuseum beherbergt Europas größte Sammlung an Computerspielen und Konsolen. Mindestens 35 Spiele können Sie im Museum selbst ausprobieren. Um den digital-interaktiven Unterhaltungsmedien auf den Zahn zu fühlen, zeigt das Museum eine Sonderausstellung zum Thema „Die digitale Küche – Mit Essen spielt man (nicht)“. Der Fokus liegt dabei auf der Darstellung und Zubereitung von digitalen Leckerbissen. Bis zum 31. Mai 2022. Tickets kosten 9 / 6 Euro. Für fünfköpfige Familien mit max. zwei Erwachsenen gibt’s eine Karte für 19 Euro. Täglich 10-20 Uhr, Karl-Marx-Allee 93a, 10243 Berlin, U-Bhf Weberwiese
Tier – Der Charlottenburger Ziegenhof versteckt sich in einem entkernten Hinterhof am Klausenerplatz. Neben Ziegen fühlen sich auch Hühner, Enten und Gänse heimisch. Eine Imkerei sowie Lerngärten und eine Kompostieranlage ergänzen den großflächigen Campus. Die Besonderheit: Der Hof wird ausschließlich von Anwohner:innen aus der Nachbarschaft betreut. Ehrenamtliche Engagierte sind daher eingeladen, beim Tierwohl mit anzupacken. Das Gelände ist rund um die Uhr für kleine und große Bersucher:innen geöffnet. Danckelmannstraße 16, 14059 Berlin, U-Bhf Kaiserdamm
Genuss – Cooler Hochgenuss aus japanischer Tradition bei Chubby Cheeks Mochis: Die Eismanufaktur am U-Bhf Mehringdamm serviert die asiatische Nachspeise namens Mochi, bestehend aus glutenfreiem Klebereis und Milchspeiseeis oder veganem Sorbet im Kern. Ob Ananas-Basilikum, Zitrone-Pfefferminz, Salted Caramel oder Espresso: Das Eis-Konfekt ist ratzfatz verschlungen und die süße Qual der Wahl geht in die nächste Runde. Di-So 13-21 Uhr, Möckernstraße 100, Kreuzberg
Soundtrack des Tages – 1983 veröffentlichte das Duo „Wham!“ den Hit „Club Tropicana“, der heute zu den bekanntesten Songs der britischen Popgruppe gehört.
Berlins Spitzenkandidat:innen-Check
5 x 1: Bis zur Abgeordnetenhauswahl stellen wir den Spitzenkandidat:innen von CDU, FDP, Grüne, Linke und SPD jede Woche eine Frage, die sie mit nur einem Foto beantworten dürfen. Diese Woche: Wenn Sie nur einen Berliner Club retten könnten, welcher wäre es? Heute: Kai Wegner (CDU).
Foto: CDU Berlin
Berlin heute
Verkehr – Tiergarten: Sperrungen im Bereich des Bundesministeriums der Verteidigung bis 18 Uhr: Ab 13.30 Uhr zwischen Reichpietschufer und Tiergartenstraße sowie Hildebrandstraße. Ab 16 Uhr zwischen Reichpietschufer, Lützowufer, Schöneberger Ufer, Potsdamer Straße und Lützowplatz.
Tiergarten bis Mitte: Mögliche Verkehrseinschränkungen zwischen 18.30 und 19 Uhr entlang der Stauffenbergstraße über Potsdamer Platz bis Ebertstraße.
Demonstration – Auf der Willy-Brandt-Straße 1 fordern ca. 45 Teilnehmende Kanzlerin Merkel auf, die Impfstoffpatente freizugeben und protestieren von 12 bis 13.30 Uhr für einen „Zugänglichen Impfstoff für alle. Deutschland blockiert immer noch den Vorschlag einer vorübergehenden Ausnahmeregelung für Covid-Impfstoff-Patentgesetze.“, angemeldet durch die Organisation We Move Europe. Im Lustgarten befürworten von 12.30 bis 19 Uhr ca. 10 Personen einen „Wiederaufbau des Palasts der Republik“, angemeldet durch den Palast der Republik e.V. Am gleichen Ort äußern von 13 bis 15 Uhr etwa 100 Menschen unter dem Motto „Defund the Humboldt Forum“ Kritik am Neubau des Stadtschlosses und an der Zurschaustellung von kolonialem Raubgut, angemeldet durch den Decolonize Berlin e.V.. Von 16 bis 16.30 Uhr findet mit ca. 20 Teilnehmenden eine „Kranzniederlegung in Gedenken an die mutigen Männer und Frauen des 20. Juli 1944“ am Rathauspark statt, angemeldet durch das Bezirksamt Reinickendorf. Für die „Unabhängigkeit Kolumbiens“ findet von 16 bis 21 Uhr eine Kundgebung mit ca. 100 Menschen in der Finowstraße 3 statt. Ein Protestzug mit der Leitfrage „Wie viele Impftote braucht es in Israel, Deutschland und der Welt bis Ihr aufhört?“ führt mit ca. 200 Demonstrierenden von 17 bis 21 Uhr von der Tiergartenstraße über die Stauffenbergstrasse zum Denkmal für die ermordeten Juden.
Gericht – Weil er aus einer Schule 242 Tablets im Wert von insgesamt rund 100 000 Euro gestohlen haben soll, kommt ein 27-Jähriger auf die Anklagebank. Die Geräte waren während des pandemiebedingten Lockdowns für Schüler aus sozial benachteiligten Familien als eine Hilfe im Homeschooling angeschafft worden. Der Angeklagte war als Mitarbeiter einer Reinigungsfirma in dem Schulgebäude tätig (9 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 101).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – „Liebe Andrea, die herzlichsten Glückwünsche zum 50. von deinen Sportplatz-Nachbarn!“ / Nina Appenzeller, 27, „viel Glück für das neue Lebensjahr“ / „Herzlichen Glückwunsch Christine Burmeier. Ich wünsche Dir noch viele Erkundungen auf unserer schönen Erde bei bester Gesundheit. In der ersten Lebenshälfte war die Reisehimmelsrichtung Osten vorgegeben und dann kamen alle andern Himmelsrichtungen dazu. Achim Melchior“ / Andreas Krieger (55), ehemaliger Kugelstoßer / Jessic Ngankam (21), Leihspieler von Hertha bei der Spielvereinigung Greuther Fürth / „Moin Plumps (17), alles Liebe zum Geburtstag von Papa.“ / „Liebe Renate, Du bist gesundheitlich ein "Stehaufmännchen" und zu bewundern. Wir wünschen Dir weiterhin viel Kraft! Die Mildes“ / Otto Schily (89), Rechtsanwalt, Politiker (SPD) und ehemaliger Innenminister, Gründungsmitglied der „Grünen“ / Andreas Statzkowski (65), Politiker (CDU), Mitglied des AGH
Sie möchten jemandem zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.
Gestorben – Heinz-Henning Fischer, * 8. Februar 1945 / Dipl.-Ing. Joachim Jagnow, verstorben am 3. Juli 2021, Technischer Leiter a.D. Evangelisches Geriatriezentrum Berlin / Anneliese Kutscha, * 7. März 1931 / Karsten Puffke, verstorben am 7. Juli 2021, Berliner Wasserbetriebe / Sigrid Schulze, * 5. März 1936, Oberstudienrätin
Stolperstein – Hedwig Pinkus (geb. Abraham, 1886) wurde 1943 gemeinsam mit ihrem Sohn Joachim Pinkus und dessen Frau Karin Pinkus ins Sammellager Westerbork überführt und heute vor 78 Jahren in das Vernichtungslager Sobibor deportiert. Drei Tage später wurde Hedwig Pinkus dort ermordet. Joachim und Karin Pinkus wurden weiter deportiert und im Mai 1945 in Theresienstadt befreit. In der Thomasiusstraße 20 in Moabit erinnern zwei Stolpersteine an Hedwig und Joachim Pinkus.
Encore
Bei unserer Berlin-Weltreise halten wir heute kurz in Vermont. Knapp 3000 Einwohner hat dieses Berlin, und es ist saukalt hier (10 Grad weniger als im US-Mittel, sechs Meter Schnee im Winter, weniger Sonne als sonst im Land). Und wie unser Berlin, gibt es auch hier kein ausgeprägtes Ortszentrum – Wikipedia schreibt dazu: „Für viele Bewohner ist das Zentrum eine Straßenkreuzung.“ Aktuell wichtigste kommunalpolitische Entscheidung: ob dem Mall-Betreiber der Betrieb einer Starbucks-Filiale gestattet wird.
Gutes Stichwort – es ist höchste Zeit für einen Kaffee. Ganz wach am Start waren für Sie heute Thomas Lippold (Recherche), Sophie Rosenfeld (Stadtleben) und Florian Schwabe (Frühproduktion). Wir sehen uns morgen früh hier wieder, wenn Sie mögen – bis dahin,

