Mein Wochenende mit
Kevin, unser liebstes Wildschwein in der Rotte, kennt jeden Flecken Land in Berlin und Brandenburg. In diesen Zeiten bleibt er jedoch lieber im heimischen Bau und kocht, aus Gründen der Selbsterhaltung, feine vegetarische Gerichte.
„Seit Chantal, die Sau von nebenan, das Rauchen aufgegeben hat, legen wir weit größere Strecken zurück, als bislang gewohnt. Dabei entdecken wir nicht nur neue Aussichten, wie das Beelitzer Spargelmeer: Die über dem Spargel liegenden Planen lassen die Felder beim Blick durch das Dickicht wassergleich funkeln, dass man geneigt ist, hineinzuspringen. Nein, wir entwickeln auch noch größeren Appetit als zuvor – und das will was heißen. Durch all die Bewegung muss ich mir im Übrigen keine Gedanken um meine Linie machen, sagt Chantal, darum gibt es heute süßlich-scharfen Spargel mit Erdbeer-Chili-Tempeh. Hier das Rezept. Speziell für Chantal verleiht ein Schuss Barbeque-Soße dem Ganzen eine nostalgisch-rauchige Note, während ich mich eher am süßen Ende des Geschmacksspektrums labe, so bin ich eben. Sie sehen, dieses Gericht vereint gegensätzliche Geschmäcker mühelos. Und weil sich Gegensätze anziehen, mache ich mich schon mal auf nach Beelitz und mime im graubraunen Frühlingsgewand einen Fels in der Spargelmeer-Brandung, wenn Sie verstehen. Ich empfehle mich, mit herzlichen Grunzen.“