Mein Wochenende mit
Kevin, unser liebstes Wildschwein in der Rotte, kennt jeden Flecken Land in Berlin und Brandenburg. In diesen Zeiten bleibt er jedoch lieber im heimischen Bau und kocht, aus Gründen der Selbsterhaltung, feine vegetarische Gerichte.
„Wie Sie wissen, bevorzuge ich meinen Waldboden nass und gut formbar. Es liegt daher auf der Hand – oder dem Huf, wie Sie wollen –, dass ich Sonnenwetter auf Dauer nicht allzu viel abgewinnen kann. Hitze und Trockenheit sind für Wälder sowieso eine Belastungsprobe. Von meinem Teint ganz zu schweigen. Ich lege Wert auf eine gepflegte, vornehme Blässe und auch, wenn es noch nicht danach aussehen mag, kommt die Hitze bald. Ein Hobby hilft mir aber auch durch die Trockenzeit: Ich fahre nämlich gern Tandem, das einzige anatomisch sinnvoll konstruierte Rad, für jeden Paarhuf ein Pedal. Nun habe ich auch Chantal, die Sau von nebenan, von den Vorzügen pedalierender Fortbewegung überzeugen können und schon hat auch sie sich ein Tandem zugelegt. Überdies meine ich irgendwo gelesen zu haben, dass sich diese Fahrrad-Bauart gerade zum Fahren zu zweit besonders eignet. Das können wir soweit bestätigen, zu viert wird es schnell unübersichtlich auf engen Waldwegen. Viele hiesige Waldwege sind zurzeit übrigens mit imposant duftendem Bärlauch gesäumt. Darum kommt der auch mit und später auf den Tisch. Heute in Knödelform, um beim Runden Thema zu bleiben. Hier das Rezept, eine Runde Sache. Mit freundlichen Grunzen.“