Schlechte Ergebnisse für SPD-Chefs Giffey und Saleh

Nicht um Grade, sondern um Prozente ging es gestern in der Berliner SPD. Die Vorsitzenden stellten sich zur Wiederwahl und kamen auf ein Traumergebnis von 116,3% –allerdings nur zusammen. Einzeln war die Abstimmung ohne Gegenkandidatur für Raed Saleh (57,4) und Franziska Giffey (58,9) eher ein Alptraum: Sogar Michael Müller hatte in seiner schlechtesten Zeit als Vorsitzender besser abgeschnitten. Danach beschlossen die Delegierten noch einen Planungsstopp für den Weiterbau der A100 und ein Enteignungsgesetz für den Fall, dass die Kommission das für möglich hält – und wieder einmal zeigte sich: Linke Haken sind die Spezialität der Berliner SPD im Kampf mit ihren Vorsitzenden. Nur im Verborgenen hatte sich ein solcher Aufstand der Abservierten angebahnt – wo sie damit hinwollen, und vor allem mit wem, bleibt weiter unklar (erklärt vielleicht aber die miserablen Umfragewerte der SPD). Einen Bericht von Julius Betschka zum Parteitag finden Sie hier.