„Wer wird denn weinen, wenn man auseinander geht“: Das sind die Abschiedssongs von Berlins scheidendem Senat

Vom anfänglichen „Harmonie ist eine Strategie“ (Tocotronic) ist nichts mehr übrig. Doch welche Lieder verpassen die Regierungsspitzen rückblickend ihrer Koalition? Von Christian Latz

„Wer wird denn weinen, wenn man auseinander geht“: Das sind die Abschiedssongs von Berlins scheidendem Senat
Lederer, Giffey, Jarasch – vom harmonischen Trio ist am Ende wenig geblieben. Foto: Iamgo/Jens Schicke

Dabei begann doch alles ganz anders. Als SPD, Grüne und Linke zum Start ihrer zweiten gemeinsamen Regierung im Januar 2022 in Klausur gingen, galt anschließend der Tocotronic-Song „Harmonie ist eine Strategie“ als Motto der Koalition. Schnell war davon wenig übrig – allein schon, weil Franziska Giffey lieber Mark Forster hört. Welche Song-Titel verpassen die Regierungsspitzen also rückblickend ihren knapp eineinhalb gemeinsamen Jahren?

Franziska Giffey legt auf Checkpoint-Anfrage „Imagine“ von John Lennon auf. Angesichts „einer von Krisenbewältigung geprägten Zeit, mit allem, was das auch für Berlin bedeutet hat und an Folgen hatte“. Noch immer mit Tocotronic hält es Bettina Jarasch (Grüne). Sie hört zum Abschied „In den höchsten Höhen“ wegen folgender Zeilen: „Im Blick zurück entstehen die Dinge/ Im Blick nach vorn entsteht das Glück/ In höchsten Höhen, wo wir schwindeln/ In tiefsten Tiefen und zurück“. Klingt eher nach einem Fall für den Deutsch-LK. Klaus Lederer (Linke) macht es mit Marlene Dietrich dagegen kurz und kommentarlos: „Wer wird denn weinen, wenn man auseinander geht“.

Noch mehr musikalisches zum Ende von Rot-Grün-Rot gibt’s weiter unten im Tweet des Tages.