Justizsenatorin Kreck will nebenbei weiter als Professorin lehren
Abwechslung zur Arbeit im Senat braucht offenbar Justizsenatorin Lena Kreck (Linke). Ausgelöst durch Vorwürfe, sie trage ihren Professorinnen-Titel nach Ausscheiden aus dem Hochschulbetrieb nicht mehr rechtmäßig, ließ Kreck durch einen Sprecher ausrichten, weiterhin „mehrere Abschlussarbeiten“ an der Evangelischen Hochschule Berlin zu begutachten. Bald will sie dort auch wieder Blockseminare abhalten. Aufgaben wie die komplett veraltete IT der Berliner Justiz zu modernisieren, füllen sie offenbar nicht aus. Ihr Sprecher zumindest kann darin kein Problem erkennen: Die Nebentätigkeit habe „keinen spürbaren Einfluss auf die Ausübung der Senatorinnen-Tätigkeit“, sagte er. „Frau Kreck übt ihr Amt mit voller Kraft und ganzem Zeitaufwand aus.“ Anders sieht es die Opposition: Bei einer Senatorin sei das „von der mit einem Senatorenamt verbundenen Arbeitsbelastung her fragwürdig“, sagte FDP-Rechtspolitiker Holger Krestel.