Berliner Bezirksamt kritisiert landeseigene Wohnungsbaugesellschaft
„Stadt und Land“ will, anders als verabredet, Häuser nun doch auf Innenhöfen bauen – statt auf einer Grünfläche in der Nähe. Der Bezirk zeigt sich enttäuscht. Von Ann-Kathrin Hipp
Und 2022? „Städtische Wohnungsbaugesellschaft STADT UND LAND vergibt Chance auf Schaffung von mehr bezahlbaren Wohnraum“, teilt das Bezirksamt Treptow-Köpenick am Freitag mit. Der Grund: S&L will Mehrfamilienhäuser entgegen bisheriger Verabredungen auf dem Innenhof ihrer Wohnungsbestände, statt auf einer nahegelegenen, landeseigenen Grünfläche errichten. Eigentlich hatten sich die Verantwortlichen auf einen entsprechenden Grundstückstausch geeinigt, der es S&L ermöglicht hätte, 95 statt 108 Wohnungen zu bauen (Vorgeschichte hier). Aufgrund von zeitverzögerten „Kostensteigerungen“ hat sich das Unternehmen nun doch dagegen entschieden. „Ich bin schwer enttäuscht. Wir hatten gemeinsam die Grundlagen für einen Kompromiss im Sinne der Anwohnerinnen und Anwohner (…) und hätten die grüne Umgebung aufwerten können“, kommentiert Bezirksbürgermeister Oliver Igel (SPD). Wir sind es auch ein bisschen – S&L war am Abend leider nicht mehr für eine Stellungnahme zu erreichen. Reichen wir nach.