Das seltsame Amtsgebaren von Justizsenatorin Kreck
Gleich zwei Meldungen widmen wir heute Justizsenatorin Lena Kreck.
+ Wegen der Razzia im Bordell „Artemis“, bei der die Staatsanwaltschaft ihre Amtspflichten verletzte, muss das Land Berlin aller Voraussicht nach mindestens 50.000 Euro Schadenersatz zahlen (das Kammergericht urteilt am Dienstag, die Betroffenen fordern 200.000 Euro). Kreck hätte das auf Vorschlag des Gerichts abwenden können – durch eine Spende des Landes an das Kinderhilfswerk Unicef über 25.000 Euro. Die Justizsenatorin lehnte generös ab – sehr wahrscheinlich zugunsten der Bordellbetreiber.
+ Ihren Professorentitel wollte Lena Kreck im September „ab sofort bis auf Weiteres“ nicht mehr führen, als berechtigte Zweifel an der Rechtmäßigkeit laut wurden: Sie hatte vor der Übernahme des Senatsposten nur zwei Jahre an der Evangelische Hochschule Berlin gelehrt – erforderlich sind mindestens fünf Jahre. Nach Checkpoint-Informationen bleibt der mutmaßliche Titelmissbrauch für Kreck allerdings folgenlos: Klammheimlich stellte die Wissenschaftsverwaltung ihre Prüfung ein (ohne weitere Ermittlung), und auch die Staatsanwaltschaft zeigt trotz einer Anzeige des AfD-Abgeordneten Marc Vallendar kein Interesse an einer Strafverfolgung – die Begründung: Kreck habe nicht vorsätzlich gehandelt, sondern sich nur geirrt.