Heiße Leidenschaft im kalten Winter: Füchse in Berlin sind momentan im Liebesrausch

Verliebte Füchse erobern momentan Berlin: Während der Paarungszeit zeigen die Wildtiere keine Scheu. Wildtierexperte Derk Ehlert erklärt, warum Sie sie besser nicht stören sollten. Von Jessica Gummersbach.

Heiße Leidenschaft im kalten Winter: Füchse in Berlin sind momentan im Liebesrausch
Foto: IMAGO / Contrast / Behrend

Und sonst? Berlins Füchse sind im Liebestaumel! Die Paarungszeit erreicht ihren Höhepunkt, hormongesteuerte Tiere begatten sich ungeniert auf offener Straße. „Es wird gepoppt, was das Zeug hält“, sagt Berlins Wildtierexperte Derk Ehlert auf Checkpoint-Anfrage. Zuschauer interessieren sie dabei wenig: „Die sind halt verliebt!“ Der Liebesakt könne bis zu 45 Minuten dauern (!) und werde von lautem Jaulen, Kratzen und Nackenbissen begleitet.

Was also tun? „Nicht dazwischengehen“, empfiehlt Ehlert. Die Füchse seien so ineinander verknäuelt, dass ein Abbruch äußerst schmerzhaft wäre. „Einfach stehen bleiben, staunen, vielleicht ein Foto machen.“ In Berlin gibt es um die 4500 Füchse. Sie fressen Ratten, sammeln Abfälle und leben gesünder als ihre Artgenossen auf dem Land: Seit mehr als 30 Jahren wurde in Berlin kein Fall von Fuchsbandwurm registriert.