Mit Wechsel in der Stasi-Gedenkstätte wird DDR-Forschung neu sortiert

Wichtige Personalie in Hohenschönhausen: Neuer Leiter der Stasi-Gedenkstätte wird ab Herbst Helge Heidemeyer. Er leitete bisher die Abteilung Bildung und Forschung beim Bundesbeauftragten für Stasiunterlagen und folgt auf Hubertus Knabe, der nach 17 Jahren im Amt wegen seines Umgangs mit Sexismusvorwürfen seinen Posten räumen musste. Die Personalie passt perfekt zur anstehenden Reform der Akten-Behörde. Denn hier wird nach dem Willen von Behördendirektor Roland Jahn die Forschung abgewickelt; die sensiblen Akten sollen (bei gleichbleibenden Einsichtsrechten für Betroffene) ins Bundesarchiv überführt werden, um die Interessen der Opfer soll sich eine Art Opferbeauftragter kümmern. Eine Mehrheit im Bundestag dafür zeichnete sich nach Checkpoint-Informationen zuletzt im Kulturausschuss ab. Klar ist: Die DDR-Aufarbeitung darf nicht zu den Akten gelegt werden.