Schon mehr als 2000 Helfer für Zählung von Obdachlosen
Wie barmherzig ist Berlin? Auf jeden Fall warmherziger als viele denken. Für die „Nacht der Solidarität“, bei der Ende Januar alle sichtbaren Obdachlosen der Stadt gezählt werden sollen, haben sich bis Montagmittag bereits 2859 Freiwillige gemeldet. Diese sollen in allen Bezirken ausschwärmen und notieren, wo sie Menschen antreffen, die im Freien übernachten. Für die Rekrutierung ist die Freiwilligenagentur Marzahn-Hellersdorf zuständig – und deren Chef Jochen Gollbach erzählt, was bei der Zählung wichtig ist: die Privatsphäre der Wohnungslosen. „Es wird niemand aufgeweckt, nicht an Zelten oder Schlafsäcken gerüttelt.“ Bisher hatte die Sozialverwaltung nur mit 2000 Helfern kalkuliert, doch trotz des Engagements gibt es noch Lücken, berichtet mein Kollege Ingo Salmen in seinem Kiez-Newsletter. In Spandau haben sich erst 83 Freiwillige gemeldet, in Marzahn-Hellersdorf gut 100, in Reinickendorf nur 128. Also, worauf warten Sie noch?