RBB kündigt Sparwelle an
Wo wir gerade gen Osten schauen, bleiben wir mit dem Blick noch kurz in Sachsen-Anhalt, wo Ministerpräsident Reiner Haseloff seine Kenia-Koalition als Bollwerk gegen die AfD nur mit der Zurückziehung einer Erhöhung der Rundfunkgebühr retten konnte. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk, bislang in Deutschland jährlich mit acht Milliarden Euro ausgestattet, zieht nun vors Bundesverfassungsgericht, um jährlich weitere 400 Millionen Euro für all seine Programme zu bekommen. „Wir haben eine harte Sparperiode vor uns“, klagte RBB-Intendantin Patricia Schlesinger in der hauseigenen „Abendschau“. Der Sender spare schon 30 Millionen Euro im Jahr; nun kämen zusätzlich 15 Millionen Euro hinzu. Dies werde „sicht- und hörbare Folgen im Programm“ haben, warnt Schlesinger.
Laut dem eigenen Wirtschaftsplan gibt der RBB in diesem Jahr 88,8 Millionen Euro für den Posten „Intendanz, Justiziariat, Verwaltung und allgemeine Aufwendungen“ aus. Die Intendantin verdiente 2018 laut RBB-Angaben ein durchschnittliches Bruttogehalt von 21.750 Euro im Monat. Bundeskanzlerin Angela Merkel kommt laut Gesetz auf ein etwas höheres Grundgehalt von monatlich 25.582 Euro; hinzu kommt bei ihr noch eine halbe Abgeordnetendiät und ein Ortszuschlag. Dies immerhin gibt es beim RBB nicht.