Berlins Traufhöhe nicht mehr auf der Höhe der Zeit
Zu flach ist in Berlin nicht nur mancher Witz (zum Beispiel ein gleich folgender), sondern auch die Bauplanung der Stadt. Deshalb will der Senat aus dem bisherigen „Hochhausleitbild“, das zahlreiche Anforderungen für höhere Bauten festschreibt, einen „Hochhausentwicklungsplan“ mörteln, der hochtrabenden Plänen weniger Bausteine in den Weg legt. Bei einer Debatte der Mittelstands- und Wirtschaftsunion und des CDU-Abgeordneten Christian Gräff diskutierten am Montagabend nun Baustadträte, Architektinnen und Immobilienunternehmer über tiefgehende Fragen für höher geplante Häuser, etwa: Können Wolkenkratzer das Wohnungsproblem lösen? Und sollten sie nur da gebaut werden, wo schon welche stehen? In einem Punkt waren immerhin alle auf gleicher Höhe: Die Berliner Traufhöhe von 21 bis 22 Metern soll nicht länger das Maß aller Planungen sein. Oder wie es der Architekt Christoph Langhof ausdrückte: „Diese heilige Kuh muss fallen.“ Hoffentlich nicht von einem 50 Meter hohen Hochhaus.