Lustiges Sabotagetraining: Eine Aktionswoche der Zaungegner im Görlitzer Park

Ab heute laufen auf der Aktionswoche „Görli bleibt auf“ verschiedene Veranstaltungen rund um den Protest gegen den Zaun. Die Aktion ruft aber auch Gegner der Gegner herbei. Von Anke Myrrhe und Jessica Gummersbach.

Lustiges Sabotagetraining: Eine Aktionswoche der Zaungegner im Görlitzer Park
Foto: dpa / Annette Riedl

Zurück aus den Ferien sind auch die Gegner eines Zauns um den Görlitzer Park und starten heute die Aktionswoche „Görli bleibt auf“. Los geht’s ganz harmlos mit verschiedenen Veranstaltungen von Erzählcafé bis Protest-Joggen. Am Sonntag (8.9.) dann folgt der „große Aktionstag“ „mit lustigen Spielen für Kinder & Erwachsene“ bei dem „spielerisch verschiedenen Möglichkeiten der Sabotage der Senatspläne“ ausgelotet werden sollen. „Der Widerstand ist bunt, kreativ, vielfältig und auch ungehorsam“, heißt es in der Ankündigung des Bündnisses Görli 24/7. Auf einem anderen Plakat ist ein Bolzenschneider zu sehen, daneben: „Ihr wollt uns den Görli klauen? Wir werden euren Zaun abbauen.“

Das wiederum bringt die Gegner der Gegner auf den Zaun: „Dieses Vorgehen ist absolut abzulehnen und ist sicher nicht im Sinne der Mehrheit der Anwohner des Görlitzer Parks“, sagt Lea Kannengießer stellvertretend für die Anwohnergruppe „KreuzbergFürAlle“. „Ein vorgebliches ,lustiges‘ Training für eine spätere, sehr ernstgemeinte, geplante Görlizaun-Zerstörung darf niemals Teil einer ,Görli-Aktionswoche‘ sein.“ Und alle Fragen offen.