Schwimm-Demo in Berlin: Knapp 200 Personen protestierten für freie Uferwege

Am Wochenende schwammen rund 200 Menschen von der Hochschule für Technik und Wirtschaft zum Kaisersteg. Sie setzen sich mit der Aktion für einen Pfad entlang der Spree ein. Von Robert Ide

Schwimm-Demo in Berlin: Knapp 200 Personen protestierten für freie Uferwege
Das Spree-Ufer in Schöneweide. Foto: Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe

Manchmal fühlt sich Schöneweide selbst ein bisschen öde. „In Mitte ist die Spree über mehrere Kilometer zugänglich und gesäumt von Wiesen, Wegen und Cafés“, sagt Michael Kleineberg. „Diese Lebensqualität hat Schöneweide auch verdient.“ Kleineberg engagiert sich in der Bürgerinitiative „Schöneweider Ufer“ für freie Wege an der Spree. Am Wochenende schwammen knapp 200 Menschen aus Protest von der Hochschule für Technik und Wirtschaft zum Kaisersteg, der Oberschöneweide und Niederschöneweide verbindet. Die 300 Meter lange Strecke ist nur im Wasser schnell zurückzulegen, denn den Uferweg entlang früherer Fabrikanlagen versperrt ein Grundstückseigentümer mit Zäunen.

Stadträtin Claudia Leistner (Grüne) versprach nun, mit dem Eigentümer zu reden. Schwimmdemos hatten schon die Wiedererrichtung des Kaiserstegs beschleunigt, an dem am Wochenende 270 Jahre Schöneweide gefeiert wurde – 125 Jahre Oberschöneweide und 145 Jahre Niederschöneweide. Nun muss hier nur noch das Schöne ausufern.