Berlin, aber Sommerloch: das BER-Gemälde

Berlin, aber Sommerloch: Die KollegInnen vom RBB haben im Rathaus Schönefeld einen ungewöhnlichen Fund gemacht: ein großes Gemälde, darauf das BER-Hauptterminal, 25 zuversichtlich dreinblickende Menschen und zwei Flugzeuge – am Himmel. Zukunftsvision? Illusion? Träumerei? Die Recherche hat ergeben: Das Bild wurde 2008 gemalt und hängt seitdem im großen Brandenburg-Saal, wo bis heute die Sitzungen der Gemeindevertretungen stattfinden. Es zeigt „die erste Schönefelder Gemeindevertretung, die für die 2003 neu gegründete Gemeinde zwischen 2001 und 2008 zahlreiche Beschlüsse fasste und für die Zukunft der Flughafengemeinde die entscheidenden Weichen stellte“, informiert ein Täfelchen links daneben. Das Gemälde war ein Abschiedsgeschenk für die scheidenden Schönefelder Ortsteilbürgermeister Joachim Wolff und Landrat Martin Wille. Zur langen Bauzeit befragt, sagen die Künstler Michael, Eugen und Semjon Posin heute: „Wenn man früher Kirchen baute, hat das manchmal 200 Jahre gedauert, wie bei Notre Dame. Solange wird der Flughafen hoffentlich nicht brauchen.“