Antisemitische Straßennamen in Tempelhof-Schöneberg

Und weil wir gerade beim gewichtigen Wert von Geschichte sind – hier geht’s wieder weiter mit der Liste der 290 Berliner Straßen und Plätze, deren Namen einen antisemitischen Bezug haben (laut einer Studie von Felix Sassmannshausen für den Berliner Antisemitismusbeauftragten; Empfehlungen zur Umbenennung sind gefettet). Heute aus Tempelhof-Schöneberg:

Blohmstraße, Ceciliengärten, Cecilienstraße („Benannt nach Cecilie, Kronprinzessin von Preußen. Schirmherrin des antisemitischen Bundes Königin Luise“), Cosimaplatz (Benannt nach Cosima Wagner, Musikerin und Leiterin der Bayreuther Festspiele. Sie vertrat wie ihr Mann Richard ein „offen antisemitisches Weltbild“), Fontanestraße, Forddamm (Der US-Unternehmer vertrat „ein offen antisemitisches Weltbild, verfasste antisemitische Schriften und verbreitete die antisemitischen ‚Protokolle der Weisen von Zion‘“), Freiherr-vom-Stein-Straße, Friedrich-Wilhelm-Platz, Fritz-Reuter-Straße, Görresstraße, Goethestraße, Grimmstraße, Kaiserallee, Kaiserkorso, Lenaustraße, Lutherstraße, Martin-Luther-Straße, Naumannstraße, Porschestraße, Raabestraße, Steinstraße, Thuystraße (Wurde 1936 nach dem Ingenieur, Kampfflieger und Leutnant Emil Thuy benannt), Westarpstraße, Wilhelm-Hauff-Straße, Wilhelm-von-Siemens-Straße.

Zuletzt folgt dann morgen Treptow-Köpenick.